2013: Wasserwelle und Strickjacke:

Wenn ich viel Zeit habe (so 2x die Woche), beobachte ich total gerne Menschen beim einkaufen. Zum einen was sie kaufen und zum zweiten wie sie kaufen. Momentan auf meiner Hitliste ganz oben:
Ehepaare, so zwischen 65 und 75 Jahre alt, gut situiert, und schon total lange verheiratet. Irgendwie sieht man denen das an, die kommunizieren schweigend. Sie schick angezogen, Wasserwelle, Seidenbluse, Perlenkette, Jeanshose mit Gummibund oben und Bügelfalte vorne. Er Strickjacke, Polohemd, Flanellhose, hochwertige Sandalen. Sie gibt ihm schweigend den Autoschlüssel, er gibt ihr schweigend den Einkaufszettel. Sie geht rechts, er links, sie geht zielstrebig, er schlendert und schaut sehr viel. Er grüßt, in dem er den Zeigefinger nach oben hebt und nickt, sie schaut hoch und lächelt kurz. Das Lächeln ist sehr kurz, die Wasserwelle verschwindet wieder mit dem Kopp in der Wursttheke. So, der Fall der Eskalation: Eine 18-jährige im Minirock, total cellulitefrei, Körbchengröße C, enges T-Shirt mit V-Ausschnitt, und die ist ca. 165 cm groß und muss sich in die Tiefkühltheke beugen. Holla, die Strickjacke verläßt seine Route, geht Richtung 18-jährige, kramt mit der linken Hand im Streichkäse, Augen aber auf die 18-jährige. Wasserwelle ruft:
„Wilhelm, Gouda oder Emmenthaler?“
Strickjacke antwortet:
„Hab ich Dir vorhin gegeben.“
Wasserwelle kommt mit dem Kopp aus der Wursttheke und spricht Strickjacke mit Blickkontakt an, bevor ihr Blick auf der 18-jährigen hängen bleibt. Blick wieder auf die Strickjacke, und das total vernichtend. Eine weitere Strickjacke im Anmarsch, die die erste Strickjacke anschaut, dann die 18-jährige anschaut, dann wieder die erste Strickjacke anschaut und grinst. Ja, die zwei verstehen sich ohne Worte und ohne dass sie sich kennen. Wasserwelle 2 und Wasserwelle 1 kramen total brastig im Gouda. Ich positioniere mich hinter den zwei Strickjacken und Wasserwellen an der Kasse, weil ich gerne hinter beiden auf den Parkplatz gehen möchte. Das dauert noch etwas, beide Wasserwellen verlieren nicht die Beherrschung und kaufen weiter ein. An der Kasse: Die beiden Strickjacken räumen aufs Band, die beiden Strickjacken bezahlen, die Wasserwellen stehen wie Offiziere daneben und kontrollieren alles. Kontrolle des Kassenzettels und raus ins Auto. Die Strickjacken räumen ein, die Wasserwellen sitzen im Auto und streichen sich die Blusen glatt. Die Strickjacken steigen ein, Tür zu, und dann seh ich nur noch an der Mimik der Gesichter und Münder der Wasserwellen, dass die sich gerade entladen. Die Strickjacken verziehen keine Mine, fahren vom Parkplatz, werfen aber noch schnell nen verschmitzen Blick auf die 18-jährige, der gerade der Einkaufswagen-Chip auf den Asphalt fiel und die sich runterbeugt. Die Wasserwellen tillen jetzt, jetzt tillen sie komplett. ^^
(Ich setze mal voraus dass ihr wisst das ich spaße und nicht diskriminiere, da ich selber einen Vater habe der schon etwas älter ist). ^^

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Crowd Birthing – Die Amerikaner mal wieder, tztztz.

„Crowd Birthing“ bedeutet so in etwa: Sollen doch alle mit in Kreißsaal kommen bei der Geburt, Familie, Freunde, der Vermieter. Und am besten noch mit einer Live-Schalte in die sozialen Netzwerke, per Kamera oder Handybildern, ist ja wumpe. Und bitte mit Ton, so ein Jauchzen während der Presswehen wirkt so irrsinnig dramatisch. Machen wir eine Geburt mal zum Event, die Welt braucht Inspirationen, Dramatik, Action.
Robbie Williams der Schnuckelpups hat es ja auch gemacht, also das Crowd Birthing, seine Ayda hat per Twitter quasi vor den Augen der Welt entbunden.
Ob das was für mich wäre? Nein, definitiv nein, bist Du denn verrückt? Ich stell mir das gerade vor und ich kann das, hab schon einen Kreißsaal von innen gesehen und weiß jetzt auch wie ich so während der Öffnung meines Geburtskanals reagiere. Alter Schwede, ich wusste nicht um soviel aggressives Potenzial in mir, der Arzt hat dermaßen welche um die Ohren bekommen verbal, ist mir heute noch peinlich.
Also man schreibt vorher schon Einladungen, bzw. wird per whatsapp schnell informiert:
„Leute, Muttermund 5 cm auf, ihr könnt losfahren. Kreißsaal 1a.“
Und dann kommen sie alle angerammelt, die Freunde und Familie. Zwischen den Wehen kann man sich noch schnell überschminken und frisch machen, Onkel Franz filmt bestimmt.
Ach, da sind sie ja alle.
„Möchte jemand was trinken? Schnittchen? Ich muss nur mal kurz die Preßwehe abwarten, dann schenke ich Euch was ein.“
„Neffe und Nichte, lasst mal die Pfoten von dem Gerät da, das ist bestimmt wichtig. Sagt mal bitte jemand den Kindern die sollen die Pfoten davon lassen? Ich kann gerade nicht aufstehen.“
„Schwiegermutter, jetzt guck nicht so grimmig, und hör auf die Augen zu verdrehen wenn ich kurz stöhne, das tut weh, ey.“
„Liebe User bei facebook und twitter und so, ich muss jetzt schneller sprechen, Hebamme steht schon da unten. Zwiebelt alles ein wenig. Bitte liked und teilt das, i love you all.“
„Kann mal jemand Oma da unten wegholen? Die prügelt sich doch gleich mit der Kinderkrankenschwester weil sie alles besser weiß.“
„Möchte noch jemand ein Schnittchen? Sonst würde ich mich gerne mal ins Finale pressen.“
Ich war schon mit dem Kindsvater und der Hebamme und dem Arzt überfordert, und wenn mein Gekeifere via Facebook und so zu sehen und hören gewesen wäre: Ich hätte heute in meinem Profil stehen PERSON DES ÖFFENTLICHEN LEBENS, das glaubt mal wieder. ^^

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2013: Die 80er Jahre: Beste Zeit ever and ever and ever :-)

Wenn ich ein Jahrzehnt nochmal erleben möchte, dann sind es die 80er Jahre. Es gab keine Zeit der ich soviel nachtrauere wie dieser Zeit. Da fanden soviel wichtige Dinge statt, da entschied sich soviel, da hab ich Dinge erlebt die mich geprägt haben. Und da war Spaß angesagt, Spaß ohne Ende. Klar, ich war Kind/Jugendliche, da hatten wir keine Verpflichtungen, da durfte man sich noch „austoben“.
Mein erster Gedanke ist die Mode von damals: Pumphosen, Netzhemden, Fledermausärmel, Jeans mit Domestos gebleicht, Jeans so eng dass es mich 1x sogar ins Krankenhaus manövrierte, die Turnschuhe von Ad…. mit den drei weißen Streifen die man ausmalen konnte (ich glaube die hießen Allround).
Und die „Vokuhila“-Geburtstunde. Dauerwelle, blonde Strähnen, und wir Mädels wollten alle aussehen wie Sandra (Maria Magdalena *träller*).
Es gab noch Diskotheken, auch in meiner Kleinstadt, und man traf sich dort, tanzte, lästerte, verliebte sich, trank das erste Bier und so, kotzte das erstemal von dem Bier und so.
Da gabs noch nicht diesen Schiss mit Beine rasieren, Augenbrauen zupfen, Nägel machen in so einem Nagelstudio, Wimpern färben, etc. Da sahen wir so aus wie wir aussahen. Und selbst mit Haaren an den Beinen verliebten sich die Typen in uns.
Die Samstag Abende in den 80er Jahren fand ich immer so gemütlich: Da saß die ganze Familie im Wohnzimmer, es lief „Dalli Dalli“, „Der große Preis“, „Schwarzwaldklinik“, „Am laufenden Band“ „Die Wiechers von nebenan“ etc., da gabs dann mal Chips und Schokolade, für die Erwachsenen Eierlikör, und keiner jummelte am PC rum oder haute dauernd auf die Tastatur vom Handy. Da hatten wir noch ein grünes Telefon mit Wählscheibe und Schnur in der Wand.
In den 80ern machten wir unsere Hausaufgaben ausschließlich in Heften, also auf Papier, und mussten uns Informationen aus Lexikas herausschreiben.
Verabreden ging nur mündlich oder mit dem grünen Telefon.
In den 80ern konnten wir noch bei Dunkelheit nach Hause gehen ohne dass unsere Eltern Angst haben mussten vor üblen Gestalten.
Das war die Zeit wo wir uns noch Liebesbriefe schrieben, so echt auf Papier und mit Füller, mit einem Schuß unseres Lieblingsparfüms (My Melodie, Jovan Musk Oil) und dann diese sausüßen heimlichen Nachrichten:
„Willst Du mit mir gehen?“ °Ja °Nein °Vielleicht.
Das war für mich überhaupt die Zeit der ersten großen Liebe, und das war ein Meilenstein.
Da waren unsere Mütter größtenteils zu Hause und für uns da, während unsere Väter arbeiten gingen. Da hatten die wenigsten viel über, aber die meisten kamen damit gut über die Runden.
Die Musik war ein totales Durcheinander und nicht selten ein Wagnis.
„Da Da Da“ von Trio hat sich mir heute songtechnisch noch nicht erschlossen, Madonna begann ihre Provokation, und Leute wie Ann Clarke oder Pulsstar lassen noch heute mein Herz höher schlagen. Meine totale 80er Jahre Hymne ist „Take on me“ von Aha. Die neue Deutsche Welle setze nen akkuraten Meilenstein, und wir feiern auch heute noch danach.
Da gab es noch kein HartzIV, da hatte man für 20 Mark den Einkaufswagen im Discounter halbvoll, da haben wir Dinge wie Raider oder Banjo noch mit Genuß gegessen, gab es ja nicht so oft. Da haben wir die Schleckmuscheln ausgeleckt, uns Zeug in Mund gekippt was geknallt hat und fast die Füllungen aus den hinteren Backenzähnen riß, da tranken wir Quensch und so ein Kram, bei blasser Gesichtfarbe gabs ne Pulle Rotbäckchen, bei Unwohlsein Lebertran, und wir brauchten noch die vorgedruckten Krankenscheine die man sich aus so nem Heft reissen und selber ausfüllen musste wenn wir krank waren und zum Arzt mussten.
Da fuhren die Busse aus den Dörfern in die Stadt und umgekehrt in einem viel engmaschigeren Intervall wie heute. Da sind wir mit der ganzen Familie in die nächste Großstadt gefahren wenn neue Klamotten gebraucht wurden, Internet gab es ja noch nicht. Ich kam damals nicht über die Rolltreppen hinweg, das war für mich Zauberei.
Ich liebe die 80er Jahre, es war eine so wundervolle Zeit. Und ich würde mir wünschen mein Sohn dürfte 1 Woche der 80er erleben dürfen.

 

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Touchscreen und Grobmotorik: Läuft.

Touchscreen ist toll, ich kann mit meinem Zeigefinger das Internet beherrschen, Juchu.
Gibt aber halt so ein paar kleine Kniffe die man beherrschen sollte:
– Wische nie einen Krümel vom Display wenn Du online bist bei Facebook. Kann nämlich passieren dass man durch das wegwischen einen Beitrag geliked hat, auf die schnelle „gjeojf“ gepostet oder so. Und auch keinen Krümel wegwischen wenn Du gerade andere Profile anschaust. Durch das simple wischen ist schnell man eine Freundschaftsanfrage gestellt oder eine Freundschaft beendet. Oder blockiert oder so. Das erklär dann mal.
– Achte immer auf den richtigen Winkel Fingerkuppe-Display. Mir passiert es total oft dass ich, anstatt hoch- oder runter zu scrollen, dauernd Links anklicke. Dann gehen die auf, machste wieder zu, wieder falscher Winkel, Link geht wieder auf, machst Du wieder zu, das geht hier auf dem Smartphone manchmal über Minuten. Mein Zeigefinger nimmt dann richtig Anlauf dass ich mal von der Stelle komme, stellenweise mit so einem Affenzahn dass ich wieder zurückscrollen muss weil ich an 30 neuen Einträge vorbeigerast bin.
– Geh nie mit einem Lappen vorsichtig über das Display wenn Du Kaffee verschüttet hast, und gerade in einer Single-App online bist. Das ist total peinlich, gerade dann wenn in den Apps Herzen für „mag ich, ja sieht nett aus,“ oder dicke fette Kreuze für „oh nee, ist jetzt echt nicht so meins“ angeboten werden. Ich hab letztens bei einigen während des Wegwischvorganges auf die Herzen geklickt, ich wollte das aber gar nicht. Dann geh ich tagelang da nicht mehr rein, weil mir das sooooo peinlich ist, gerade wenn die Männer darüber eine Meldung bekommen. Da kann man auch nicht sagen: „Das war ich nicht, das war mein Lappen.“
– Ja, und dann noch bei whatsapp das Mikro für die Sprachnachrichten, unten links bei mir. Will ich was nachlesen und muss scrollen, komme ich da dauernd drauf. Dann geht das „pling“, und ich geh vor Schreck immer raus da. Will ich einen Status anschauen, ruf ich auch schon mal da an, weil der Zeigefinger wieder falsche Koordinaten hatte. Total klasse bei Leuten die nicht wissen dass man deren Nummer hat, oder mit denen man zerstritten ist. Oder halt abgelegte Liebeleien. Hatte ich letztens, hat mir ein Kumpel erzählt:
„Siehste?“, hat er zu meinem Kumpel gesagt, „Sie steht ja noch auf mich. Sagt sie will nix mehr mit mir zu tun haben, ruft mich aber spätabends um 23 Uhr an. Die ist doch scharf auf mich.“
Ich bestelle dann liebe Grüße über meinen Kumpel mit dem Hinweis, dass da Fliegenkacke auf dem Display war, und beim runterkratzen bin ich auf den Hörer gekommen. Das ist echt die bekloppteste Erklärung die ich jemals von mir gegeben habe, die total bekloppteste. Fliegenkacke, oh Man! ^^

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„Mein Baby gehört zu mir!“


Seufz, da träum ich heute noch von dass das mal ein Typ bezüglich meiner Person sagt. Aber gut, ich geh halt zu selten mit einer Wassermelone durchs Land 😉
Dirty Dancing feiert heute sein 28-jähriges Jubiläum. Ich denke wir alle kennen diesen Streifen, der in uns Mädels damals und auch heute noch den Wunsch nach einem Johnny erwachen ließ.
Ich weiß heute noch wo und mit dem ich diesen Film sah. War ja in den 80ern, der weltbesten Zeit.
Als ich den Titel hörte, also „dirty“, wusste ich nicht so recht was mich erwartet. Aber dann hat mich der Film mitgerissen. Natürlich auch Patrick Swayze, in erster Linie Patrick Swayze. Die Rolle war ihm auf den Leib geschrieben, es gab viele Szenen in denen er unglaublich sexy rüberkam. Ich persönlich stehe eh auf etwas verwegenere Typen, so wie den Johnny eben. Lederjacke, Sonnenbrille, kaugummikauend, rebellisch. Ich war damals 17 Jahre alt, und mir war klar dass ich unbedingt so einen Johnny kennenlernen muss, nur ein Johnny sollte an meine Seite, auch wenn ich tanztechnisch jetzt nicht sooooo auf dem Laufenden bin. Das war für uns Mädels doch legendär als er mit ihr die Hebefiguren übte, da haben wir doch alle von geträumt dass uns ein Johnny so romantisch ins Wasser gleiten lässt.
Ich fand die blonde Tanzlehrerin, also seine Ex total hübsch, was hatte sie für lange Beine und was für ein bildhübsches Gesicht. Laut lachen muss ich heute noch wenn die Szene kommt als Babys Schwester diesen Song bei der Generalprobe singt, schief wie nix Gutes und ohne jegliches Taktgefühl plus einem total albernen Outfit und dem kleinen Mädchen mit der Klampfe. So geil.
Das legendäre Happyend: Er springt von der Bühne und kommt tanzend auf sie zu, mit einem Gesichtsausdruck bei dem ich heute noch Gänsehaut bekomme, wow.
Nicht alle Songs in dem Film waren mein Geschmack, aber „Time of my life“ versprüht noch heute Lebensfreude.
Dirty Dancing ist ein Requileg aus den 80ern, ich schau ihn heute noch wenn er wiederholt wird, ist wie eine kleine Zeitreise.
P.S.: Nen Johnny hab ich bis heute noch nich gefunden, also wer einen kennt der einen kennt der wiederum einen kennt: Ich trag auch gerne die Wassermelone. ^^

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„Ich ess jetzt in der Mittagspause keine Krake mehr!“

Ich hab bei Facebook einen Artikel gelesen, der mich und auch andere User(innen) zum posten quasi nur so animierte.
Überschrift war:
„Wenn Sie jetzt etwas nahrhaftes für die Mittagspause organisieren – lassen Sie lieber die Finger von diesen acht Lebensmitteln.“
Behaltet bitte die Worte MITTAGSPAUSE und LEBENSMITTEL im Kopf, denn es ging um folgende 8 Dinge:
Bittermandeln, Fliegenpilze, rohe grüne Bohnen, Muskatnuss, Sannakji oder eine lebende Krake, Kugelfisch oder die Leibspeise Fugu, Maniok, Akkefrucht oder die Nationalfrucht Jamaikas.
Danke für diese Info, Danke, Danke, Danke!
*Ironietaste an*
Da wäre ich doch nie drauf gekommen dass eine lebende Krake, ich wiederhole: eine lebende Krake! nicht genießbar ist. Ich hau mir öfter mal eine in Schlund, meist schon in der Frühstückspause. Die Tentakel sind lecker, schmatz. Aber das muss man mir doch sagen, das hätte ich viel früher wissen müssen. Ich sitze an der Weser und angle Kraken, stundenlang, und mir sagt sowas keiner.
Bittermandeln hab ich immer in der Hosentasche, so als Schnack für zwischendurch. Oder zum knabbern auf dem Balkon abends. Liegt immer ein Beutel im Auto, falls es mal länger dauert, oder ich zur Diva werde.
Dass mit den Fliegenpilzen muss ich meiner Kollegin mal sagen, die haut die Dinger weg wie nix Gutes in der Pause, manchmal auch zwischendurch, oder schon wenn sie ins Büro kommt und wild drauf rumbeisst. Ich seh das doch!
Beim Kauf von rohen grünen Bohnen wechseln wir uns ab, mal kauft sie und mal kaufe ich, essen wir beide gerne. Die knacken so schön wenn man reinbeißt.
Der Kugelfisch: Hier kommt 1x/Woche so ein Tante-Emma-Verkaufswagen vorbei. Und wenn der seine Verkaufsklappe öffnet, dann ruft die freundliche Verkäuferin schon über die Strasse:
„Steffi, soll ich den Kugelfisch einpacken oder esst ihr ihn gleich? Ist total frisch. Ich hab noch 3, willste einfrieren? Dann pack ich die gut ein, hast ja erst später Feierabend, sonst wird der ranzich.“
*Ironietaste aus*
Ich weiß nicht wer da unter dieser Überschrift diese Thesen an den Tag legte. Fakt ist dass wir, die da gestern mitgeschrieben haben, echt Spaß hatten.
So, hat wer Bock auf ne Runde Kugelfisch? Ich hab noch welchen eingefroren. ^^

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Hellhörige Wohnungen, was nen Mist!

Ich wohne jetzt in Wohnung 3 seit meinem Schlüpftag, und es waren alles hellhörige Wohnungen. Ich wollte das ja nicht mehr, aber man darf ja nicht probe Schlafen, sonst wäre ich schlauer.
Nachbarn sind toll, gerade wenn man sie mag, aber ich muss nicht immer alles mitbekommen. Und ich möchte auch nicht dass diese Nachbarn von mir immer alles mitbekommen.
Wenn ich in meiner jetzigen Wohnung niese, rufen die unter mir „Gesundheit“, ich rufe zurück „Danke“, sie rufen zurück „Bitte.“ Klingelt bei denen unter mir das Telefon oder die Hausklingel, renne ich los und geh an Apparat oder drücke auf den Türsummer. Streiten meine Nachbarn, bin ich hier so was wie Alexander Hold, ich bin live dabei, bilde mir ein Urteil, würde das gerne kundtun, halte mich aber zurück. Paaren sich hier welche im Viertel, bin auch ich live dabei, ich möchte manchmal hinterher klatschen, „Und dann die Hände zum Himmel, komm lass und fröhlich sein“ singen.
Die hören aber auch alles von mir: Meine Heulkrämpfe, meine Lachkrämpfe, meine hitzigen Diskussionen am Telefon oder privat auf dem Sofa, meine Verdauung, die Zeiten wann ich Dusche und die Wäsche wasche, wann ich sauge und wie oft ich sauge, wann ich da bin oder nicht da bin, ob ich verliebt bin oder nicht verliebt bin, „Hände zum Himmel und so“. Möbel rücken in der Nacht, ich mag das so um 2.37 Uhr. Dauerpullern um 3.17 Uhr mit Klospülung auf Groß, ich mag das. Totaler Knaller wenn man hier telefoniert und die Fenster auf Kipp hat: Ich weiß alles, alles weiß ich! … „und die hat mit dem und der hat gesagt und sie hat erwidert und da hat er aber, so ne blöde Kuh, ich hau die kaputt, Blablaba.“
Ich schleiche hier morgens um 4.45 Uhr in meinen grauen Fellpuschen durch die Wohnung, föne mein güldenes Haupthaar auf der niedrigsten Stufe, mit Fenster zu, schwebe elfenhaft um 6.10 Uhr im Treppenhaus runter und halte die Haustür fest damit ich niemanden wecke.
Kennt ihr das auch?

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Sternschnuppen-Nacht: Ich hab Urlaub, ich darf das versuchen.

Ca. 100 Sternschnuppen, bei jeder darf man sich was wünschen: Ich sitz hier im Frotteebademantel mit grauen Fellpuschen im Wohnzimmer und hoffe dass ich die 2.00 Uhr Marke noch erreiche. Mir reichen ja 10 Wünsche, ich will nicht großkotzig wirken. Ich hab den Stuhl auf dem Balkon in den Winkel geschoben dass meine Nachbarn mich nich sehen: Sieht echt ulkig aus wie ich da eben probeweise saß, die denken doch ich hab nicht mehr alle Latte am Zaun wenn ich da mit dem knöchellangen schwarz-weiß gestreiften, 20 Jahre alten Bademantel in Fellpuschen stehe und den Himmel anbete! Das Gerede dann morgen an der Biotonne: Ich mag nicht darüber nachdenken! Ich guck aus Verzweiflung die Werbesender um wach zu bleiben, ich bin kurz davor mir die Heizmatte mit Massageeffekt zu bestellen, mit Lichteffekten, ich bin kurz davor. Ich bügel jetzt noch ne Jeans und nen Shirt, ich kann in dem Outfit den Sternen nicht entgegen treten, die verlassen ihre Umlaufbahn wenn sie mich hier im Frottee-Overall mit Winterschlappen sehen.
Euch wünsche ich, dass sich Eure Träume erfüllen, ob mit Sternschnuppen oder ohne:-)

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Einkaufszettel, wer braucht schon einen Einkaufszettel?

Ich! Ich weiß nicht warum ich heute noch ohne losgehe im dem Glauben an die 4-5 Teile, die dringend benötigt zu werden zu denken, denn komme ich nach Hause, hab ich die Hälfte vergessen, der Rest sind Sachen die ich NICHT gebraucht hätte! Ihr kennt das sicherlich auch. Ich weiß beim Betreten des Geschäftes was gerade ausgegangen ist, aber wenn ich dann da so rum schaue, mich noch unterhalte etc., ist die Hälfte schon wieder vergessen. Das wäre ja nicht so schlimm wenn es einem beim Verlassen des Ladens noch einfallen würde. Mir fällt es aber immer erst zu Hause ein, wenn die Läden schon geschlossen haben. Bestes Beispiel:
Letzten Samstag. Nicht ein Blatt Toilettenpapier mehr im Hause, deshalb fuhr ich spät nochmal los. Dann hab ich wieder hier geguckt was es so an Angeboten gibt und was reduziert ist (ich liebe diese Kisten wo rote 30% günstiger Aufkleber drauf sind), Plausch mit einer Freundin die ich dort traf, bezahlt, nach Hause … Toilettenpapier vergessen. Geschäft zu – Samstag Abend – der Kurze und ich saßen auf dem trockenen. Was machste da? Ab zu Papa. Diese Schmach dann immer wenn Du als Mutter mit 45 Jahren Deinen Vater um eine Rolle Klopapier anpumpen musst. Und er kann das sticheln ja nicht sein lassen: „Wenn Dir der A…. nicht angewachsen wäre, würdest Du den auch vergessen.“ „Gib Dir mal Mühe dass zu ändern.“ „Das muss man doch im Kopf haben.“
„Ja Papa, ich weiß!“
Dann steh ich da wie eine 5-jährige mit 1 Rolle geblümten Klopapier im Arm und überlege wo ich mir das nächste mal eine leihen könnte falls das nochmal passiert. Diese stundenlange Vorträge machen mich immer alle! Aber was will man tun, 2 Tage auf dem trockenen geht ja nicht.
Ich muss mir auch mal angewöhnen ab und zu nachzuschauen was noch in Mengen da ist, und was sich dem Ende neigt. Ich meinte letztens Mehl im Haus zu haben, fing auch an mit Kuchen backen, alles in der Schüssel, fehlte nur noch Mehl, aber Mehl war nicht da. Ich hätte schwören können da waren noch 3 Tüten. Um 22.03 Uhr ganz ganz schlecht.
Aber Nudeln hab ich hier dass die Tür vom Küchenschrank bald nicht mehr zugeht, alles voller Nudeln. Geh ich die Tage einkaufen, hole ich wieder welche, das ist so ein automatischer Griff im Discounter. Und mit Hunger einkaufen gehen ist sauteuer. Das hat mir meine Oma schon gesagt. Ich höre ja nicht. Was ich dann anschleppe und hier ins Erdgeschoss schleppe in so einer XXL-Einkaufstüte, überrascht mich immer wieder. Wenn ich dann satt bin und in den Kühlschrank oder Vorratsschrank schaue, läuft es mit eiskalt den Rücken runter. Da stehen dann Sachen die ich nicht runterkriege weil ich sie nicht mag. Aber mein bestialischer Hunger signalisierte mir: „Nimm mit! Nimm unbedingt mit! Heute magst Du es!“
Wenn ich Glück habe mag es der Kurze, wenn nicht geb ich es meinem Vater. Der weiß dann aber immer wo der Frosch die Locken hat, wieder einen Vortrag über mein schusseliges Einkaufsverhalten. Dann fühlste Dich auch wie 5 Jahr alt, das könnt ihr glauben. ^^

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Die Nation scharrt mit den Hufen: Die Stinkefinger-Emojis sind im Anmarsch!

Anscheinend haben User jahrelang auf diese Emojis gewartet, und bald gibt es sie auch in verschiedenen Hautfarben. Ich frag mich gerade ob es da eine Steigerung bezüglich der Hautfarbe gibt: Wird der Hautton vom Stinkefinger dunkler, ist dann auch die Bedeutung heftiger? Darf ich mich geehrt fühlen wenn ich einen gelben geschickt bekomme und keinen dunkelbraunen? Ist das demnächst eine Anmache, ein Kompliment?
„Hey, Horst-Herbert hat mir nen gelben Stinkefinger geschickt, ich glaub der ist scharf auf mich.“
Ach ja, wir sind schon ein putziges Volk: Es wird sich beschwert dass unsere Kinder immer ungezogener werden, nicht mehr grüßen etc., sich unangemessen ausdrücken und das ganze Kram, aber nen Stinkefinger zu Kommunikationszwecken anbieten. Ich höre die Nation schon wieder schimpfen. Ich wäre für ein brechendes Emojis gewesen, ein Kotz-Smiley, das bräuchte ich so ab und an mal. Aber nein, Mittelfingermodus wird demnächst aktiviert. Na dann …
Aber: Wir können auch Nachrichten als ungelesen markieren, auch wenn wir sie schon gelesen haben. Sind wir wieder beim blauen Haken. Bei mir geht das jetzt schon, ich schalte einfach die Lesebenachrichtigung aus, also ist sie aus, die Maus.
Das geht angeblich auch für einzelne Gruppenchatmitglieder. Willste die Kollegin nicht lesen die immer „Muhaha“ und „Rofl“ und „Hahaha“ schreibt nach jedem Posting, nach echt jedem Posting, oder die immer diese „Guten Morgen-Wunschkarten“ oder „Gute Nacht-Wunschkarten“ nachts um 1.37 Uhr übern Kanal hämmert, machst Du sie stumm. Das merkt die aber gar nicht. Man könnte ja noch nen Stinkefinder-Emojis hinterher schicken, kommt die Botschaft an.
Und: Ich könnte jedem Chatpartner einen Klingelton zuordnen und einen Vibrationsalarm plus evtl. ein farbiges LED-Licht. Wird kompliziert:
Flirtpartner 1: Rotes LED-Licht, Vibration auf Stufe 1564, Hintergrundmusik aus nem guten Porno.
Flirtpartner 2: Rosa LED, Vibration absteigend, Hintergrundmusik aus nem billigen Porno.
Flirtpartner 14, der schon 7x auf der Blockierliste war: Kein LED, Vibrationsstufe quasi im Minusbereich, Hintergrundmusik „Neues aus Uhlenbusch“.
Beste Freundin hat dann grün und die Tante blau und das Kind gelb. Freundin brummt nach „Friends will be friends“, Tante brummt nach „Herzilein“, Kind brummt nach „Rappelkiste“ oder diesem neumodischen Musikkram, kommt auf das Alter an. Alle LED`s leuchten kunterbunt, es brummt im Gehölz, ganz viel Musik und ganz viele unterschiedliche Stinkefinger-Emojis. Juchu!
Was kommt als nächstes? Sich paarende Emojis im Lackcatsuit, der Schlüpper ouvert am Arsche?
Ich krieg da jetzt schon Kopfschmerzen von.
Wobei ich ja nicht weiß ob das für mein Smartphone gilt, muss ich abwarten. Aber die Frau im Fernseher hat gesagt ich kann mir den Stinkefinger-Emojis kopieren und dann verschicken, muss ich dann halt suchen und so im Netz.
Ach Leute, und ich dachte früher immer die Einstichstelle meiner Trinktüte ist kompliziert, ihr wisst schon welche ich meine, die mit dem „C“ am Anfang und dem widerlich starren Strohhalm der mir den O-Saft auf die Hosenbeine schoß, auf meine Lieblings-Cordhose. ^^

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