Die heiße Phase hat begonnen: Schüttenhoff Bodenfelde 2019

(Quelle Bilder: Schüttenhoffgesellschaft Bodenfelde/Thomas Thiele)

An Tagen wie diesen …

Diese Textzeile wurde schon 2014 beim Schüttenhoff in Bodenfelde auf dem Festzelt lauthals mitgesungen, und für viele der Mitwirkenden, Fans, Besucher, Organisatoren und Helfer(innen) sowie Bodenfelder(innen) mag es auch im Jahr 2019 wieder DAS Motto sein.
Die Vorbereitungen für den Schüttenhoff am Pfingstwochenende nehmen an Fahrt auf:
Der Schüttenhoff-Ball ist durch, der Vorstand/Stab tagt schon, die junge Garde tritt die Übungseinheiten an, die Organisation ist seit geraumer voll im Gang, Reiter und Pferde lernen sich kennen, das Hexentreffen 2.0 ist über die Bühne, die Seiten der Schüttenhoffgesellschaft in die sozialen Netzwerken posten sich warm.
Der Countdown läuft unaufhörlich und die Vorfreude auf das nur alle 5-6 Jahre stattfindende historische Fest liegt in der Luft. Die überlieferten Spiele zu Lande und zu Wasser stehen vor der Tür. Kurz und knapp:
Let`s get ready to rumble.
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Bodenfelde krempelt sich von rechts auf links

Bodenfelde, der kleine aber feine Ort in Niedersachsen, in Nähe der Landesgrenze zu Hessen mit knapp 3100 Einwohnern (Stand Wikipedia Dezember 2017) krempelt sich am Pfingstwochenende von rechts auf links. Über 300 Aktive werden auf den Beinen sein und in ihren Uniformen die Einheiten darstellen: Den Stab, die Husare, die Artillerie, die Jäger, die Pioniere, die Marine, die alte Garde, die junge Garde, die Sanitäter. Unterstützend dabei: Die Marketenderinnen. Es ist ein unglaublich toller Anblick.
Tausende von Besuchern werden erwartet, welche die historischen Festspiele verfolgen möchten und bei DEM EVENT 2019 in Südniedersachsen dabei sein wollen. Denn eines ist Gewiss: An diesen 4 Tagen wird nicht nur ein geschichtsträchtiges Brauchtum zum Leben erweckt. An diesen 4 Tagen wird auch gefeiert bis die Schwarte kracht.
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Mit Musik geht alles besser

Für die musikalische Begleitung an einem hoffentlich wettertechnisch spitzenmäßigen Wochenende sind verantwortlich
  • der Musikverein Bodenfelde e. V. (schon seit fast einem halben Jahrhundert Begleiter beim Schüttenhoff),
  • der Spielmannszug Bollensen,
  • der Spielmannszug Schoningen,
  • er Spielmannszug Schönhagen,
  • der Spielmannszug Würgassen,
  • der Spielmannszug Ebergötzen,
  • der Fanfarenzug Lindau und das
  • Musikkorps Marchingpower.
Im Festzelt zur Eskalation bereit sind
  • die Weserbergland Musikanten,
  • die Mondstürmer,
  • die Comeback Partyband und die
  • Bückeburger Jäger sowie der
  • Musikverein Bodenfelde e. V.
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Das Programm

Start ist am Freitag, 07. Juni um 18.30 Uhr mit dem Sammeln der Einheiten an der Weserschlagd, der Meldung an den Generalfeldmarschall, der Kranzniederlegung, ab 20 Uhr mit der Königsproklamation und dem Tanz. Ab 22 Uhr großer Zapfenstreich.
Ende ist am Montag, 10. Juni gegen Mitternacht, der Schüttenhoff 2019 nimmt dann offiziell Abschied mit der „Beerdigung“ dieses Spektakels.
Zwischen diesen beiden Tagen erwartet die Besucher ein Programm, welches nicht zu toppen ist: Z. B. die Parade, die Festspiele, die Umzüge, die Verpflichtung auf die Schüttenhoff-Ordnung, der Hexentanz, die Konzerte der Musikzüge auf dem Zelt, die abendlichen Partys, der Festplatz mit Vergnügungspark, die „Kriegsgerichtsverhandlung“, der Frühschoppen etc.
Das komplette Programm sehen Sie hier: Das Programm
Bodenfelde legt sich ins Zeug und bereitet seinen Gästen ein Pfingstwochenende der Extraklasse. Erwähnenswert hierbei das Engagement der Mitwirkenden, das Herzblut für diese Tradition, die Liebe zum Detail, das Durchhaltevermögen aller Beteiligten, das Zusammenwirken von alt und jung, die viele Arbeit vor, während und nach dem Schüttenhoff.
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Nach dem Schüttenhoff ist vor dem Schüttenhoff

Mit sicherlich viel Wehmut, tollen Erinnerungen, schönen Augenblicken und einem besonderen Gefühl der Zusammengehörigkeit werden die Bodenfelder und auch die Fans/Besucher/Mitwirkenden vom Schüttenhoff 2019 dann wieder ein paar Jahre warten müssen bis es wieder heißt: “An Tagen wie diesen.”
Die Historie lässt sich auf folgender Seite lückenlos nachlesen:
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Seit 30 Jahren Rockmusik und kein bisschen leise: Rescuer gibt Gas.

(Quelle Bilder: Rescuer)

Ein rundes Jubiläum im Uslarer Land – Rescuer lädt ein zum Jubiläums-Konzert im KuBa (Jugend- und Kulturbahnhof) Uslar

Uslar/ Seit nunmehr 30 Jahren zieht sich ein musikalischer roter Faden durch Uslar, welcher bei der Cover-Band „Rescuer“ endet.

Ein musikalischer roten Faden mit einigen Gründungsmitgliedern, vielen Band-Namen, späteren Einsteigern, auch Aussteigern und irgendwie auch ganz viel Historie.

Das Herzstück von Rescuer

Wenn

  • Maik Schietzoldt,
  • Christoph „Chris“ Vogt,
  • Thomas „Tom“ Schietzoldt,
  • Michael „Miks“ Wolter und
  • Bernd Raab

heute auf der Bühne stehen bzw. vor/hinter der Bühne das Mischpult und die Technik bedienen, dann ahnt man sicherlich nicht, wie sich diese fünf Herren überhaupt fanden.

Über die Liebe zur Musik nämlich. Aber dieses auch nur, weil die Zwillinge Tom und Maik sowie ihr Schwager Bernd aus der ehemaligen DDR in Uslar landeten, und so früher bzw. später auf Miks und Christoph stießen. Verdammt gut so, denn diese Formation ist mittlerweile der Dauerbrenner und das Herzstück von Rescuer.

Was 1985 mit „melodiösem Heavy-Metal“ begann, ging über eigene musikalische Kompositionen bis hin zu Cover-Stücken, und genau damit machten sich die Männer von Rescuer in den letzten Jahren mehr und mehr einen Name.

Von Hertie und der Konfirmation

Wahrscheinlich hat die Gitarre von Miks, 1975 bei Hertie gekauft, die besten Zeiten hinter sich.

Mit Sicherheit auch der Bass von Christoph, welchen er sich von seinem Konfirmationsgeld gönnte.

Die besten Zeiten vor sich hingegen haben immer wieder die von Rescuer gespielten Cover-Songs. Denn diese sind der „Rescuer Family“ und den neuen Fans bekannte Gassenhauer aus den 70er, 80er und 90er Jahren. Als Rock noch Rock war und Musik noch Musik.

Anders ist nicht zu erklären, dass Rescuer mittlerweile auch weit über Uslar hinaus auf sich aufmerksam macht. Viele Feten und Feiern über die Grenzen der Solling-Vogler-Region hinaus starten durch mit Rescuer.

Am 16.03. geht es auf eine musikalische Zeitreise

Darum wird das Fest gefeiert wie es fällt:

Am 16.03.2019 ab 20 Uhr im KuBa (Jugend- und Kulturbahnhof) Uslar. Eine bessere Location lässt sich für dieses Jubiläum kaum finden, denn auch der KuBa ist ein Ort mit einer vielfältigen musikalischen Palette im Angebot. Der KuBa und Rescuer gehören irgendwie zusammen 😉

Freunde und Fans der Klänge wie z. B. von ZZ Top, Bon Jovi, aber auch Marius Müller Westernhagen und Co. sind am 16.03. eingeladen um auf eine musikalische Zeitreise zu gehen: Mit Rescuer.

Der Eintritt ist frei, es darf gefeiert werden wie in alten Zeiten.


Info:

Wann: Samstag, 16.03.19 ab 20 Uhr

Wo: Jugend- und Kulturbahnhof Uslar, An der Eisenbahn 1, 37170 Uslar

Eintritt: Frei

Weitere Infos: Rescuer

Weitere Infos: Jugend- und Kulturbahnhof Uslar

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Heut` war so ein schöner Tag: Schallallallallaaaa.

Was ging mir die graue Grütze auf die Nerven: Winter mit Regen, grauem Himmel und einer Stimmung wie im Herbst. Ich finde Schnee jetzt nicht so prickelnd, aber es wäre mir lieber gewesen das Wetter zeigt sich knackekalt in weißer Pracht, gerne mit blauem Himmel und Sonne.

Aber wir sind ja nicht bei „wünsch Dir was“, sondern bei „so ist es.“

Heute war der Tag der Tage irgendwie. Man wachte auf und sah einen strahlenden blauen Himmel ohne Wolken. Und die Sonne. Die Luft roch so geil. Nach Frühling. Yes! So soll es sein.

Obwohl ich an den letzten Wochenenden eher die Couch-Potato war, an vielen Wochenenden quasi bin, taten ein paar Schritte an der frischen Luft heute so gut.

Es ging anscheinend aber nicht nur mir so, denn viele waren heute unterwegs und haben diesen traumhaften Tag genossen.

Mein Onkel sagte bei diesem Wetter vor langer Zeit mal zu mir:

Stefanie, es ist Böschungswetter.“

Heute war Böschungswetter, den Hintergrund seiner Aussage erkläre ich hier nicht im Detail 😉

Der heutige Tag läutet den Frühling noch nicht ein, das wäre zu früh.

Die Kraniche, welche ich beim Einkaufen am Abend noch hörte, läuten den Frühling auch noch nicht ein. Egal. Welcome back, Kraniche.

Es war so herrlich heute.

In einer Haushaltsgruppe konnte ich lesen, dass die Hardcore-Hausfrauen die Sonne fürchten, weil sie Schlieren an den Fenstern zeigt, Staub auf den Möbeln, Dreck an den Fliesen. Wie wumpe mir das alles ist.

Es gibt wichtigere als Fenster putzen: Nämlich hinaus schauen.“

Euch/Ihnen einen sonnigen Sonntag. ^^

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Das kleine Mädchen in der pinkfarbenen Jacke.

(Quelle Bild: Pixabay/ebpilgram)

Stadtkind und Dorfkind und so.

Vor ein paar Wochen fiel mir morgens auf dem Weg zur Arbeit ein kleines Mädchen auf in einer total auffälligen pinkfarbenen Jacke. Dieses kleine Mädchen war auf dem Weg zum Schulbus. Auf einem unserer Dörfer rund um Uslar. Ich musste etwas schmunzeln weil es fast schon herzerwärmend aussah, wie dieses kleine Persönchen mit dem großen Ranzen auf dem Rücken zur Bushaltestelle ging. Ich sah sie schon aus weiter Entfernung, dieses pinkfarbene Jäckchen hat echt Leuchtkraft. Auch bei Dunkelheit. Dieses kleine Mädchen geht bei Wind und Wetter zur Haltestelle. So kenne ich es aus meiner Kindheit auch noch.

Mal steht das kleine Mädchen dort alleine, mal spielt sie mit den anderen Kindern. Weder die Dunkelheit noch die eisigen Temperaturen machten den Kindern etwas aus. Sie kamen klar.

Vor ein paar Wochen hatte ich verschlafen und war später dran als gewohnt. Ich wohne gegenüber von einer Grundschule, das muss ich kurz erwähnen. Als ich zum Auto ging war es zu der Zeit, als die „Mutter-/Vater-Taxis“ hier einflogen auf unserem Parkplatz. Es war viel los, das kann ich wohl behaupten. Wie im Taubenschlag kamen die Eltern samt Kindern an und wie im Taubenschlag fuhren die Eltern wieder ohne Kinder ab. Aber irgendwie dauerte das alles. Ich konnte noch sehen wie ein Vater mit den Kindern an den Kofferraum ging und live dabei war, als die Kiddies ihre Ranzen aus dem selbigen holten. Überhaupt war auffällig, dass das alles irrsinnig lange dauerte. Also das „Absetz-Manöver“.Es fahren aber auch zu bzw. von dieser Grundschule Busse. Das am Rande bemerkt.

Nun könnte ich erwähnen, dass diese Grundschule an einer stark befahrenen Hauptstraße liegt. Aber: Das kleine Mädchen in der pinkfarbenen Jacke steht an derselben Hauptstraße, halt nur knapp 2 km bzw. 3 km weiter.

An der Grundschule hier steht morgens sehr oft ein Streifenwagen. Wahrscheinlich aus dem Grund der Überwachung/Sicherheit. Bei dem kleinen Mädchen in der pinkfarbenen Jacke stand bisher in unmittelbarer Nähe noch nie ein Streifenwagen. Zumindest habe ich das in den letzten Wochen nicht gesehen.

Nur 2 km oder 3 km Entfernung, aber doch ein so großer Unterschied.

Ich kenne das kleine Mädchen in der pinkfarbenen Jacke mit dem großen Ranzen nicht, aber irgendwie bin ich total stolz auf sie. ^^

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Schicke sie/ihn noch 1x um die Welt.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Seit geraumer Zeit ist auffällig, dass hier bei Facebook Bilder von Menschen auftauchen, welche kürzlich verstorben sind. Auch Bilder von Tieren. Natürlich zeigen diese Bilder Mensch/Tier zu Lebzeiten. Wobei ich vorhin das Foto eines verstorbenen Hundes sah. Angehörige/Frauchen/Herrchen/Freunde/Fremde bitten dann darum, diese Bilder über das eigene Profil zu teilen, um diese Menschen/Tiere noch 1x um die Welt reisen zu lassen. Facebook ist ja international.

Man darf sich gerne fragen welchen Sinn das haben soll. Wahrscheinlich ist es eine Art Trauerbewältigung. Dagegen ist auch nichts zu sagen. Jeder geht mit Trauer anders um.

Wenn ich das Bild einer verstorbenen Katze aus den USA hier in Südniedersachsen teile, was hat die Katze dann davon? Vielleicht hilft es der Halterin/dem Halter, aber sicherlich nicht der Katze.

Ich frage mich allerdings ob die verstorbenen Menschen gewollt hätten, dass ihr Bild und ihre Geschichte durch das Internet geistern. Geteilt teilweise von Leuten, zu denen keine Verbindung besteht.

Ich frage mich auch ob diejenigen, die diese Bilder teilen, kurz hinterfragen wen sie da um die Welt schicken.

Weiterhin sei die Frage erlaubt, wie es mit dem Datenschutz aussieht.

Mal eben ein Foto mit ein paar Worten des Abschiedes/der Trauer hochladen und auffordern dieses zu teilen, ist nicht gerade die feine englische Art. Zumal die verstorbene Person dafür wahrscheinlich nicht ihre Zustimmung gegeben hat oder gegeben hätte. Vielleicht war diese Person gar nicht bei Facebook, Twitter und Co. vertreten, eben weil sie nichts davon gehalten hat.

Für mich persönlich wäre es der Horror, würde man Fotos meiner verstorbenen Angehörigen/Freunde in den sozialen Netzwerken hochladen und die anderen User bitten dieses Bild zu teilen. Ich würde es auch für mich nicht wollen. Niemals.

Ganz schlimm fand ich heute, dass einige User/Userinnen ein Bild des kleinen Julen verbreitet haben mit der wiederholten Bitte es zu teilen wegen der Reise um die Welt und auch der Anteilnahme. Das wäre Sache der Eltern, nicht Sache von wildfremden Personen. Eigentlich weiß auch niemand, ob das Bild wirklich den verunglückten Junge zeigt. Nicht mal eine Quellenangabe war dabei. Von dem Einverständnis der Eltern ganz zu schweigen, das weitaus übelste an der Sache.

Wenn dann noch aufgefordert wird Herz zerreißende Worte in der Chronik zu teilen den kleinen Julen betreffend, ahne ich eher Likegeilheit. Und Pietätlosigkeit dem Kind sowie seinen Eltern gegenüber. Das macht man einfach nicht. Punkt.

Es ist immer schlimm einen Menschen oder ein Haustier zu verlieren. Aber nicht weniger schlimm finde ich die Respektlosigkeit, Fremde aufzufordern Fotos/Intimitäten zu verbreiten. Von jemandem, der genau so etwas vielleicht nie gewollt hätte. Oder sich nicht mehr dagegen wehren kann. Von der Machtlosigkeit der Hinterbliebenen ganz zu schweigen.

Einfach mal darüber nachdenken.

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Mein erstes Mal – der Schüttenhoff 2014 damals – Junge!

(Quelle Bild: Schüttenhoff Bodenfelde)

Wahrscheinlich werden bei der Überschrift schon 99% der Bodenfelderinnen und Bodenfelder den Kopf schütteln und sich mit der Hand vor die Stirn kloppen.

Steffi, bitte, nicht Dein Ernst jetzt!“

Ja, Mensch, sorry Leute. Doch!“

Obwohl nur ein paar Kilometer von Bodenfelde wohnhaft, war ich mit 44 Jahren zum ersten Mal beim Schüttenhoff dabei damals vor 5 Jahren.  Aber nicht als Besucherin, sondern dienstlich.

Gerade bei den Übungsabenden im Vorfeld hinsichtlich dieses Festes/Festwochenendes wurde mir nach und nach klar, dass der Bär steppen wird. Und dass sich nicht nur hunderte von Aktiven einfinden werden, sondern auch tausende von Besuchern. Nach ausreichender und exzellenter Vorbereitung in den vielen Schulungsstunden kam dann mein erster Schüttenhoff. Mit so vielen Uniformen hatte ich nicht unbedingt gerechnet, auch wenn die Meldungen in den sozialen Netzwerken bzw. die Schnappschüsse von diesem historischen Event schon einen ersten Hinweis darauf gaben.

Als ich an meinem ersten Einsatztag mit an der Weserpromenade stand, wusste ich teilweise nicht wo ich nun zuerst und zuletzt hinschauen sollte. Uniformen über Uniformen über Uniformen. Menschen über Menschen über Menschen. Und Pferde. Und Uniformen. Und Menschen.

Und plötzlich sieht man Männer, die sich sonst nur im Auto oder zu Fuß zeigen, auf einem schicken Pferd sitzen. Als hätten sie nie etwas anderes getan als auf einem schicken Pferd zu sitzen.

Plötzlich sieht man den Nachbar, der sich sonst nur in Jeans und T-Shirt zeigt, in einer schicken Uniform stramm an der Weser stehen. Als hätte er nie etwas anderen getan als in einer schicken Uniform stramm an der Weser zu stehen.

Schon bei den Proben brannte der Planet vom Himmel, Pfingsten 2014 war ein dolles Wochenende mit viel Sonne und wirklich hohen Temperaturen. Kriterien, welche uns im Dienst leichte Sorgen machten.

  • Hoffentlich trinken die alle genug. Wasser natürlich. Oder Saft.
  • Hoffentlich haben die alle genug gegessen. Was leichtes natürlich. Oder Obst.
  • Hoffentlich stehen die alle auch mal im Schatten. Mit Kopfbedeckung natürlich. Oder gut eingecremt.

In den Einheiten war die Stimmung wohl locker-flockig, aber es herrschte auch Zucht und Ordnung. Ich konnte das alles noch nicht so wirklich einordnen.

An dem Tag, an dem ich zum ersten Mal auf die Schlachten traf im Ortskern, Bodenfelde war rappelvoll mit Aktiven und Besuchern, die Sonne brannte wieder volles Brett und gnadenlos, war ich abends nach meinem Dienst platt wie ein 2-jähriges Kind. Und habe vor Erschöpfung geschlafen wie ein dicker Maikäfer auf dem Rücken. Laut schnarchend. Mit zusammengefallenen und angesengten Flügeln.

All die Eindrücke musste ich irgendwie erst mal wechseln.

Die Männer, welche plötzlich auf Pferden saßen, ritten durch den Ort, dass mir Angst und Bange wurde! Ich war angespannt vom Scheitel bis zu den Schuhsohlen.  Als die älteren Herren dann mit in die Schlacht einstiegen, hatte ich versucht jeden einzelnen im Auge zu haben. Ich hatte echt etwas Angst um die Aktiven. Sie waren mir so sympathisch.

Kleinere Knallgeräusche waren schon wohl zu hören, aber mein persönliches Drama kam ja noch: Als die Kanonen gezündet wurden. Ich bin gefühlte 17 Meter abgehoben, ca. 354 Mal, meine Pumpe war im Takt kompatibel mit der Kapelle so rhythmustechnisch und mein erster Gedanke:

„Steffi, jetzt schießen sie schon auf Dich!“

Du liebe Güte, ich dachte kurz meine Kameraden müssen sich gleich um mich kümmern.

Die galoppierenden Pferde, die kampfeslustigen älteren Herren, die Kanonen, die Sonne: Ich hielt wie hypnotisiert meine Wasserflasche mit angespanntem Bizeps und Trizeps und fragte mich:

„Was kommt jetzt noch?“

Ich hatte was von Marine und Schiffen gehört. Und kurz keimte in mir der Gedanke auf, ich müsse vielleicht mit einem Tretboot auf der Weser für Erste Hilfe-Maßnahmen irgendwie vor Ort sein. Das musste ich aber nicht. Puh!

Die Schlachten waren geschlagen, der Festumzug begann. Wir in unserem Fußtrupp waren irgendwie auf einer Wellenlänge mit der Einheit der Jäger,  total nette Männer waren das. 

Bei der Affenhitze hatten sich einige Aktive Geschirrtücher unter die Kopfbedeckungen geschoben um den Schweiß aufzusaugen. Ich wette, bei einigen wog das Tuch nach dem Umzug so viel wie ein halbes Pfund Schlachte-Mett vom Metzger des Vertrauens.

Und immer hatte man die Augen bei den Besuchern, den aktiven Damen und Herren. Hin und wieder kam es auch zu Einsätzen, meines Wissens nach aber zu keinen dramatischen Ereignissen.

Ich habe stundenlang literweise Wasser getrunken, war nicht 1x austreten, habe geschwitzt wie in einer 105 Grad-Sauna mit Kiefernnadel-Aufguss, hatte Puls und Blutdruck, in meinen Dienststiefeln müssen gefühlte 1254 Grad gewesen sein.

Aber: Nach einem Narkose ähnlichen Schlaf am Abend nach dem nächsten Dienst konnte ich kurz und knapp erklären, um was es beim Schüttenhoff in Bodenfelde geht.

Dieses Jahr ist es wieder so weit. Der Part mit den Kanonen wird mich nicht aus den Puschen hauen. Und ich bin nicht im Dienst. Diesmal nicht. Ich bin bereit. Junge! ^^

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Neujahrsempfang Uslar 2019 – Schnittchen, Schläuche, Schnacker.

Nun ist auch er schon wieder Geschichte, der Neujahrsempfang unserer Stadt. Ausrichter in diesem Jahr war unsere Feuerwehr. In der Schule an der Schwarzen Erde gab es Ansprachen, Shakehands, Worte des Dankes und ein Rèsumè des Jahres 2018.
Die Feuerwehr richtete den Fokus darauf, wie wichtig das Ehrenamt hier in unseren Breitengraden ist ihre Arbeit betreffend, den Rettungsdienst inbegriffen. Gerade in der ländlichen Region. Und wie wichtig Arbeitgeber sind, die ihre (nebenbei noch Ehrenamtlichen) Angestellten in die Einsätze gehen lassen, auch und gerade wenn diese während der Arbeitszeit stattfinden. Wie wichtig der Nachwuchs ist, die Ausbildung, die Familien hinter den „Ehrenämtlern“.
Es gab kurze Einblicke in die Arbeit unserer Feuerwehren auf der Bühne.
Schon lange wissen sicherlich viele von uns zu schätzen wie schnell und kompetent unsere Feuerwehren agieren. Ich finde die kurzen Zeitspannen zwischen Alarmierung und den ersten Einsatzfahrzeugen auf der Straße immer wieder verblüffend.
Wie wichtig das Ehrenamt ist, davon konnte auch der Stadtjugendring ein Lied singen. Auch an dieser Stelle kamen viele Worte des Dankes an all die Unterstützerinnen/Unterstützer von diversen Events und Tätigkeiten. Ohne die Ehrenamtlichen ginge hier weitaus weniger.
Unser Bürgermeister schloss sich dem an. Er thematisierte viele Dinge, die uns Uslarer im vergangenen Jahr beschäftigten. Sei es die Baustelle Wiesenstraße, die Ampel Bella Clava, unseren Haushalt, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Bei mir blieb der Eindruck hängen, dass man mit etwas mehr Optimismus in die Zukunft schauen muss. Und selber mit anpacken kann und sollte, wenn uns etwas gegen den Strich geht. Meckern kann jeder, selbst aktiv werden sollte dann allerdings auch eine Selbstverständlichkeit sein um etwas zu bewegen. Dafür gibt es in Uslar und auf den Dörfern so viele Möglichkeiten.
Die Gespräche bei Mettbrot, Bier oder Wasser im Anschluss sind irgendwie immer das Salz in der Suppe. Wenn man sich austauscht, kennenlernt, dem Gegenüber auf das Schild schaut, welches beim Empfang den Besucherinnen/Besuchern auf die Blusen, Hemden, Sakkos und Blazer geklebt wird um zu sehen mit wem man es zu tun hat.
Man lernt noch immer neue Leute kennen, auch wenn man hier schon zig Jahre lebt.
Ehrenamt, ein positiver Input und ein
Dankeschön, das war heute der Tenor beim Neujahrsempfang 2019 in Uslar. Und das war verdammt gut so.
Was im wahren Leben funzt, das sollte online auch funzen, oder? ^^

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Eine verspätete, kleine Weihnachtsgeschichte aus Uslar.

(Quelle Bild: GDJ/Pixabay)

Es gibt sie noch, die überraschenden Geschichten und die tollen Menschen.

Ich war am 1. Weihnachtstag alleine und schrieb eher in naiver und humorvoller Mission bei Facebook, dass ich auf dem Sofa liege, mir eine Kartoffelsuppe rein pfeife und eine Torte aus der Kühlung. Für mich total okay. Außer mir war ja niemand hier.

Da meldete sich ein junger Mann zu Wort, der das total furchtbar fand und per Kommentar erwähnte, dass er mir gerne einen Teller mit hausgemachten Köstlichkeiten überreichen würde. Ich nahm das zur Kenntnis, dachte aber nicht weiter darüber nach.

Als ich am 2. Weihnachtstag unterwegs war und mein Handy aus der Handtasche zog, hatte ich Anrufe von diesem jungen Mann auf dem Smartphone. Und Nachrichten. Er stand vor meiner Tür, eben mit einem Teller voller hausgemachter Köstlichkeiten. Ich war aber nicht zu Hause.

Der junge Mann bot mir an, dass ich gerne zu ihm kommen kann um mir den Teller abzuholen. So stieg ich gegen Abend in mein Auto und fuhr auf eines unserer Dörfer.

Als ich angekommen war, wurde ich total nett empfangen von einer kleinen Familie in einem tollen Haus.

Und dann stand der junge Mann vor mir und gab mir einen Teller mit Brot und vielen verschiedenen, selbst hergestellten Dingen: Schwartenwurst, Mettwurst, Rotwein-Schinken, Schweinenacken, Gänsebrust und gebrannte Sonnenblumenkerne.

Da war ich wohl baff!

Als ich nach Hause fuhr mit diesem Teller, kam ich gar nicht klar mit der Situation. Ist es echt möglich, dass sich jemand solche Gedanken macht? Und sich ins Auto setzt morgens um jemandem eine Freude zu machen?

Wir klärten das später noch: Er war entsetzt, dass ich an Weihnachten vor mich „hin vegetierte“ quasi. Und er wollte mir/uns etwas Gutes tun. Was er auch schaffte. Keine 24 Stunden dauerte es bis der Teller restlos leer war. Lecker!

Der gute Mann erzählte mir auch noch, dass er anderen Menschen, die er nicht mal kannte, etwas zukommen ließ über Dritte. Das nenne ich mal Nächstenliebe.

Es gibt sie also noch, die tollen Geschichten und tollen Menschen.

Und die Moral von der Geschicht: Vergessen werde ich das nicht. ^^

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Von Zufriedenheit, Leidenschaft, positiven Gedanken und Humor.

(Quelle Bild: Pixabay)

Für mich persönlich war das Jahr 2018 ein mehr als gutes Jahr. So wie 2017 endete, so ging es 2018 weiter. Was ich dem Umstand zugute halte, etwas gewagt zu haben. Dieses Wagnis hat sich ausgezahlt. Auch wenn es mir schwer gefallen ist.

All die Städtetrips, die Konzerte und Ausflüge in die Umgebung haben so unendlich gutgetan. Ich habe 2018 so viel tolle Sachen erlebt wie die ganzen letzten Jahre zusammengerechnet nicht.

Ich kann für mich sagen, dass ich zufrieden bin. Und nicht nach größerem und besserem strebe. Es darf gerne alles so bleiben wie es ist. Dann ist alles gut.

Wenn man Teilen seines Lebens mit Leidenschaft begegnet, dann ist das schon mehr als die halbe Miete. Das betrifft in erster Linie meine Schreiberei. Ich wüsste nicht was ich täte, gäbe es diesen Part nicht.

Positive Gedanken sind auch nicht das schlechteste, ich alte Schwarzmalerin übe stetig daran und werde immer besser 😉 

Humor und Lachen, das Salz in der Suppe. Ich werde mehrmals täglich von Lachkrämpfen heimgesucht. Zum Glück! Was würde ich nur ohne meine humorvollen Freunde machen, welche so oft dafür verantwortlich sind.

Es läuft nicht immer alles glatt, wir alle haben teilweise mit mehr oder weniger heftigen Problemen zu kämpfen. Egal welcher Natur. Dann darf man auch gerne mal ins Kissen weinen, jammern, die Dinge in Frage stellen. Aber dann den Kopf wieder nach oben richten und nicht daran zweifeln, dass es irgendwann wieder besser läuft. Ich weiß, leichter gesagt als getan.

Last but not least bin ich auch am Ende dieses Jahres wieder dankbar, dass meine Familie und Freunde gesund sind, ich und der Kurze ebenfalls.

Dass Sie/ihr, die Leserinnen und Leser, ein Teil meines Lebens „online“ geworden sind/geworden seid. Das macht mich oftmals stolz.

Sicherlich prallen diese Worte an denen ab, die gerade in diesem Jahr gebeutelt wurden. Aus welchen Gründen auch immer. Ihnen/euch wünsche ich an dieser Stelle alles Gute.

Wenn 2019 so weiter läuft wie 2018, dann kann ich mich glücklich schätzen. Ich freue mich auf das neue Jahr, volles Rohr 🙂 

Ihnen/euch die besten Wünsche für das neue Jahr mit vielen positiven Dingen, Erlebnissen, Momenten und Menschen.

Wir hören uns um Mitternacht. ^^

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Pleiten, Pech und Pannen am heiligen Abend: Bei den anderen.

(Quelle Bild: Pixabay/geralt)


Von verschwundenen Rotwürsten, Tannenbaumständern und Katzen.

Die Schadenfreude stand mir wohl ins Gesicht geschrieben als ich mit bekam, dass nicht bei mir in diesem Jahr einiges schief lief, sondern auch bei meinen Freunden. Es haben aber alle ebenfalls mit Humor gesehen.

Martina, so heißt die eine Freundin, war am heiligen Abend mit ihrer Enkelin unterwegs und hat auf einem unserer Dörfer für ihren Göttergatten eine Rotwurst ergattert. Der isst die nämlich übelst gerne. Und Aroma soll diese Rotwurst haben wie irrsinnig. Das Auto war binnen Sekunden von Rotwurstduft geschwängert, weil diese Rotwurst nicht eingepackt war. Martina schmiss die Rotwurst auf dem Rücksitz auf eine leere Einkaufstasche und setzte dann ihren Einkauf fort hier in unserer Kleinstadt.

Zu Hause angekommen merkte sie, dass die Rotwurst weg war. Alles abgesucht, alles abgeschnüffelt: Wurst weg und Räucheraroma weg. Sie hat alles abgesucht, war auch gewillt nochmal zu dem Discounter zu fahren in der Hoffnung, dass die Rotwurst beim Auto beladen von der Tüte gerutscht war und irgendwo dort weiterhin seine Räucheraromen auf dem Asphalt der Menschheit zugänglich macht. Nix. Nun kam die Idee auf, dass die beiden Hunde, Hilde und Rüdiger mit Name, zwei Leonberger, riesig groß, die Wurst fanden und weg schlabberten. So machte Martina die Geruchsprobe bei den Hunden. Aus dem Hals. Hätten sie diese Wurst gefressen, hätte Martina das gerochen. Wegen dem Räucheraroma. Nix.

Vielleicht wäre es schlau gewesen, auch beim Göttergatte die Geruchsprobe zu machen. Weil mir durch den Kopf ging, dass er diese schon lange verdrückt hatte. Es bleibt ein Rätsel.

Die Carmen lag am ersten Feiertag auf ihrem Sofa neben dem Tannenbaum. Sie hat zwei Katzen und hatte schon mit sich gekämpft ob nun Baum oder nicht Baum. Baum stand. Carmen war kurz vor dem eindösen auf dem Sofa, da vernahm sie ein leichtes Zischen und bums: Zu der Decke auf den Füßen kam der Tannenbaum nebst Schmuck auch noch dazu. Da war wohl viel los an den Mauken von Carmen. Sie hat recherchiert: Der Tannenbaumständer, ein moderner Tannenbaumständer, hatte den Baum jetzt nicht soooooo fest im Griff. Und die Carmen hatte die Sicherung auch nicht aktiviert. Das wissen aber auch Katzen nicht. Beim zarten Annäherungsversuch an den Ständer hatte eine der Katzen irgendeinen Pinökel erwischt und bums: Baum suchte Körperkontakt zu Carmen. Carmen hatte nun durch den Bruder erklärt bekommen, dass sie im nächsten Jahr diesen Sicherungsstutzen nutzen sollte. Die Nummer mit dem versehentlichen Selfie beim hocken unter dem Tannenbaum lasse ich unerwähnt. Frontkameras sind fies, ganz fies.  

Carmen und Martina, ihr habt mich so zum lachen gebracht. ^^

Hat sonst noch jemand hier Missgeschicke erlebt?

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