Das Wurstbrot in den Tiefen der Handtasche.

Und die Handcreme. Und die Leberwurst. Und so.

(Quelle Bild: Pixabay/ArtisticOperation)

Da musste ich vorhin beim Einkaufen wohl grinsen, als ich bei der Suche nach meinem Schnutenpulli auf dem Boden meiner Tasche mein Hasenbrot von gestern fand.

Gerade die Tage erst sprach ich mit einer Bekannten über vergessene Lebensmittel in den Tiefen unserer Taschen. Wahrscheinlich ein frauenspezifisches Thema. Wegen der Tasche. Wegen der großen Tasche. Meine Bekannte und ich gehören zu der Sorte Frau welche große Handtaschen nutzen, quasi Beutel. Nicht diese kleinen Dinger. Sie fragte mich ob ich das Gefühl kenne ganz sicher zu sein, dass man sich beispielsweise ein hartgekochtes Ei in die Tasche gepackt hat für die Pause am Arbeitsplatz, aber dieses Ei dann nicht findet bzw. einfach vergessen hat. Das ist ja nicht dramatisch. Dramatisch wird es dann wenn Ei, Hasenbrot, Apfel, Birne und Co. quasi „über dem Punkt sind“ und anfangen zu müffeln. So wie bei ihr das vergessene Ei. Das hat nicht nur gemüffelt, nee, es war auch aufgeplatzt. Da ist man dann als Frau gut und gerne für 60 Minuten beschäftigt weil man die Tasche ausräumt, diese wenn es geht wäscht, und andere Dinge feucht ab wedelt. Oder weg schmeißen muss.

Mir passiert es oft, dass ich Kleinkram beim Einkaufen schnell in meine Tasche pfeffere. Die neu gekaufte Handcreme, Zigaretten, gerne auch mal die Leberwurst wenn der Einkaufskorb total voll ist. Angekommen in der Bude bin ich teilweise schnell abgelenkt weil das Telefon klingelt, das Handy rappelt oder was auch immer. Da vergesse ich gerne mal die Handcreme und die Leberwurst. Die Kippen nicht, die wandern hier sofort auf ihren Platz. Erst kürzlich war ich Einkaufen, betrat den Laden, suchte in meiner Handtasche meine Geldbörse. Und siehe da, ich fand die Handcreme. Was ja nicht schlimm ist. Schlimm wird es dann, wenn man die Handcreme genau in diesem Geschäft erst gekauft hat. Und den Kassenbon nicht mitnahm. Total panisch ging ich gleich zur Kasse und zeigte die Handcreme. Und erklärte, dass ich ja erst den Laden betreten habe, diese Handcreme schon vorher käuflich erworben hatte, und dem Verdacht des Ladendiebstahls gleich aus dem Weg gehen möchte. Da mich die Dame im Eingangsbereich gesehen hatte, ich war nicht mal in die Nähe der Cremes gekommen, wurde ich durchgewunken. Mit Schweiß auf der Stirn!

Das grausamste Erlebnis mit vergessenen Dingen in einer Handtasche hatte ich mit einem Joghurt. Ich hatte diesen nicht vergessen, ich hatte keinen Hunger auf ihn. Er ging also wieder mit nach Hause. Meine Handtaschen machen viel mit wenn es um das runter fallen geht oder wo gegen hauen, gerne werfe ich von oben mein Schlüsselbund hinein. Das hat mir dieser Joghurt an diesem Tag übel genommen und sich gewehrt: Indem er aufplatzte. Beim Griff in die Tasche auf der Suche nach dem Schlüssel hatte ich letzten Endes Sahne-Joghurt mit Krokant an der Hand, der Rest war in die Tiefen der Handtasche gelaufen. Bei meiner Geldbörse hatte sich der Sahne-Joghurt mit Krokant besonders wohlgefühlt, das Kleingeld wollte hinterher abgewaschen werden sowie diverse Plastikkarten. Krokant hat seinen Stolz und haftet wie Bolle 😉

Vorhin habe ich dann das Hasenbrot von gestern raus geholt, dabei gleich die Handcreme benutzt, und geschaut ob noch irgendwo eine Leberwurst schlummert.

Das Ding ist jetzt clean. Und so leicht. Toll. ^^

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Trulla und der drölfzigste Rechtfertigungsversuch.

(Quelle Bild: Pixabay/Alexas_Fotos)

Mein Kommentar:

Mensch, Trulla, was machen wir denn bloß mit Ihnen? So extrem sauer heute? So übel getroffen? So arg verbittert? So verzweifelt auf der Suche nach positivem Input?

Ich gehöre weder zu Ihren Fans, noch zu irgendwelchen „Hatern“ (das Wort ist so hohl und absolut nicht passend, auch und gerade was die Erklärung betrifft). Egal. Ich beschäftige mich hin und wieder mit Ihnen, weil ich einfach nicht glauben kann was man zu hören und sehen bekommt auf Ihren Seiten. Man könnte sagen es fasziniert mich. Deshalb schreibe ich auch gerne über solch skurile Menschen (ob Sie das nun positiv oder negativ sehen, das liegt nicht in meiner Verantwortung).

Beginnen wir aber von vorne:

Sie haben sich den Weg in ein öffentliches Leben ausgesucht, und sich dafür entschieden auch weiter in der Öffentlichkeit zu stehen. Ansonsten wären Sie nach und nach, ganz langsam und ohne Tamtam von der Bildfläche verschwunden. Hätten sich vielleicht woanders niedergelassen, sich einen Job gesucht, still und heimlich vielleicht auch ein neues Glück gefunden.

Sie hingegen versuchen mit aller Gewalt bzw. Penetranz (so mein Eindruck) weiterhin in der Mattscheibe aufzutauchen, weiterhin Artikel über sich in diversen Magazinen zu lesen, vielleicht auch weiterhin auf den einen oder anderen roten Teppich eingeladen zu werden. Das dürfen Sie auch, kein Ding.

Wenn man doch aber den Wunsch hat zu den Personen des öffentlichen Lebens zu gehören, dann muss da weit mehr um die Ecke kommen als kurzlebige Berichte über die neu entdeckte Liebe zum Sport, über das thematisieren von Bodyshaming. Über die Kinder, welche inhaltlich (in meinen Augen) teilweise wie Clowns dargestellt werden. Sorry, ist aber so.

Sie sind nicht in der Lage die Stimmung, die Kritik, die Vorwürfe oder auch netten Worte der Leute, welche Ihnen folgen und sich äußern, wahrzunehmen, mal zu überdenken oder auch zu reflektieren. Sie schaffen es einfach nicht an sich zu wachsen. Ein Berater würde Ihnen gut zu Gesicht stehen. Jemand der sie ausbremst wenn Ihnen mal wieder die Sicherungen durchbrennen. Jemand der Ihnen sagt, dass diverse Thematiken oder Bilder nichts in der Öffentlichkeit zu suchen haben. Jemand der Ihre Texte Korrektur liest. Jemand der sie realistisch betrachtet, der Sie berät und auf den Sie hören. Bei letzterem hört die Reise ja schon auf, Sie scheinen auf niemanden zu hören. Schon gar nicht, wenn Kritik zur Sprache kommt. Kritik ist gerade im Showbusiness härter denn je, mehr als bei uns Normalos. Wenn Sie damit nicht umgehen können und sich so rechtfertigen wie heute, dann schalten Sie ihr Smartphone aus, löschen Ihre Accounts und treten nie wieder vor eine Kamera, ein Mikrofon oder was weiß ich. Das ist im Grunde genommen ganz simpel.

Zu der mir schon aus den Ohren kommenden Leier mit den fünf Kindern: Sie haben sich für diese Kinder entschieden, das erwähnte ich schon mehrmals. Wofür soll man Respekt zeigen? Für 4x einen Kreißsaal von innen gesehen? Für 4x Schmerzen unter der Geburt? Sie wussten doch vor den Zwillingen schon wie schwer es ist als alleinerziehende Mutter. Und nun, nachdem Kind vier und fünf da sind, soll man quasi vor Ihnen niederknien, sie feiern und huldigen? Ich bitte Sie! Ihr Schicksal war grausam, das will ich auch nicht runter spielen. Aber wie schon tausende Male im Netz gelesen, gibt es viele, viele Menschen mit den verschiedensten Schicksalsschlägen. Auch Mütter. Auch mit mehr als einem Kind.

Sie nannten Ihre Kinder im Zusammenhang mit dem Wort „Leistung“. Ähm, ein Kind ist keine Leistung sondern Herzblut. Wie kann man es Leistung nennen ein Kind zu lieben, groß zu ziehen, auf den richtigen Weg zu bringen? Das sind die Pflichten einer Mutter. Welche sie gerne macht sowie mit jeder Faser ihres Körpers und ihrer Seele. Auch wenn es mal nicht so läuft, perfekt sind wir alle nicht. Sie brauchen dafür aber Bestätigung wildfremder Menschen? Verstehe ich das jetzt richtig? Dann überdenken Sie mal Ihr Dasein als Mutter.

Ich sehe auch einen guten Schulabschluss und eine abgeschlossene Lehre nicht unbedingt als Glanzleistung an. Wenn dann nur für die, welche arge Probleme haben oder hatten in diesem Bereich.

Generell sei gefragt, warum Sie bis zum Erbrechen von Ihren Fans als leistungsstarke Frau angesehen werden wollen? Ich persönlich finde Glück, Gesundheit, Zufriedenheit, ein tolles soziales Umfeld, einen Job welcher uns ernährt, ein Dach über dem Kopf usw. viel, viel wichtiger.

Nun regen Sie sich über üble Nachrichten auf, suchen wie immer die Rückendeckung der Fans. Richtig, Nachrichten unter der Gürtellinie sind nicht so das gelbe vom Ei.

Nun würde ich Sie gerne nochmals an den Rauswurf einer bestimmten Dame erinnern bei der Eröffnung der Faneteria oder wie der Laden heißt. Da ist es, so wie ich es gesehen habe, zu keinem hinnehmbaren Wortwechsel gekommen. Ganz im Gegenteil. Bei Worten ist es scheinbar, ich betone scheinbar, nicht geblieben. War das Ladylike? Vorbildlich? Fair?

Gerne erinnere ich Sie auch daran, dass Sie oft den Satz „ich hasse Menschen“ zu ihrer Lebenseinstellung zählen. Zumindest war es mehr als 1x zu hören und zu sehen.

Sie beschimpfen hin und wieder auch Ihnen unbekannte Menschen, teils mit Fäkalsprache und ordinären Gesten. Grüße gehen raus an Ihre große Tochter, welche sich ähnlich verhält.

Sie führen User vor, welche Ihnen nicht in den Kram passen. Durch Screenshots mit lesbarem Name bei Insta zu Beispiel.

Und dann erwarten Sie Fairness, Anstand und Respekt?

Kommen wir zum Ende und zu Ihnen persönlich:

Wenn Sie bei 220.000 Followern überfordert sind, weil sechs davon mal aus der Reihe tanzen, dann sollten Sie Ihren Kanal schließen und vielleicht in der Zeit Socken stricken oder Malen nach Zahlen für sich neu erfinden.

Und wenn Sie, um anderen zu beweisen was für eine tolle Frau Sie sind, diese positiven, netten, lieben Nachrichten immer mal wieder der Welt unter die Nase reiben müssen, dann ist mein Verdacht, dass Sie 0,0 Selbstbewusstsein haben. Von diesem Selbstbewusstsein prahlen Sie doch aber so oft. Und dass Ihnen das alles nichts ausmacht, Sie kalt lässt usw.

Und wo wir beim prahlen sind: Ihre Kolleginnen und Kollegen (aus der Gastronomie) auf der Insel sind momentan hart gebeutelt, auch dieses Drama erwähnte ich schon. Einigen geht es finanziell richtig schlecht. So schlecht, dass teilweise nicht mal Geld für Essen und Trinken da ist. Es gab schon diverse Berichte zu diesem traurigen Thema. Vielleicht schalten Sie mal Trash-TV ab und diese Dokumentationen an.

Wie empathiefrei muss man sein um als Gast, welcher auf Mallorca leben darf, Bilder zu zeigen vom shoppen, beim Friseur, im Nagelstudio, beim Augenbrauen machen? Während einige der Menschen, welche dort geboren sind bzw. diese Insel ihre Heimat nennen, am Existenzminimum leben. Ich könnte mich jeden Tag über diese Respektlosigkeit Ihrerseits aufregen.

Für all das möchten Sie gefeiert werden? Lob hören? Als starke Frau angesehen werden? Interviews geben? Vor eine Fernsehkamera treten? Auf dem roten Teppich zu den ganz Großen der Branche gehören? Das können Sie unmöglich meinen.

Es wäre schlau gewesen sich mal ein paar Tage zurück zu nehmen, mal in sich zu gehen. Gerade wenn einem die Öffentlichkeit zu viel wird. Den Fokus mal auf das Wesentliche richten im privaten Bereich. Aber nein, Sie hauen dann nochmal richtig drauf bzw. einen raus. Verstehe es wer will.

Haben Sie mal ausgerechnet, wie viel Zeit Sie am Smartphone verbringen und verplempern? Bilder machen, diese bearbeiten, Videos machen, diese bearbeiten. Das alles hochladen, schön untermalen mit Musik und Herzchen und Bärchen z. B., dann die Reaktionen abwarten, User blockieren, Screenshots machen. Ich könnten noch lange so weitermachen. Sie klagen über Müdigkeit. Gott, ja, ich wäre auch müde wenn ich jeden Tag nur mit dem Smartphone in der Hand durch die Welt laufe und mein Leben quasi Dauer online stattfindet. Das wird Ihnen sicherlich ein guter Arzt genau so erklären.

Da ich aber ahne, dass Sie beratungsresistent sind, mache ich gleich das, was ich eben erwähnte: Offline gehen. Und dankbar sein, dass ich zu den Normalos gehöre, welche sich einen solchen Affentanz nicht geben müssen. Nicht die schönste, beste, tollste, begehrenswerteste und erfolgreichste Frau sein zu wollen. Und dann auch noch mit Hilfe der Technik in Form von Filtern und all dem Schmu. Den Mut haben zu sich zu stehen, eben so wie man ist. Das zeichnet eine tolle Frau aus. Und genau das strahlt sie dann auch aus. Man könnte es auch Charisma nennen. Dafür gibt es aber keine Filter 😉

Jeder ist seines Glückes Schmied, das hat die Oma schon gesagt. Und sie hatte so verdammt recht. ^^

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Lieber kein Influencer als ein schlechter Influencer.

Mein Kommentar:

Influencer: Für mich das Unwort des Jahres. Ach, was rede ich, das Unwort des Jahrzehnts. Ich habe mir mal ein paar recht bekannte Influenzer angeschaut, gerade bei Instagram, und mein Urteil ist zu 90% vernichtend.

Kommen wir mal speziell und in erster Linie auf richtig blamable Influencer zu sprechen, so wie Tausendschön nebst Mutter, der Trulla.

Punkt 1: Ich verstehe die nicht rein akustisch gesehen. Die eine nuschelt, die andere näselt mich zig Filtern bearbeitet in die Kamera. Und schafft teilweise nicht einen geraden Satz zu sprechen. Ich verstehe die Botschaft nicht. Trulla filmt sich gerne im Chaos, die Twins brüllen in die Aufnahmen, im Hintergrund sieht es aus wie bei Luis Trenker im Rucksack. Erst gestern wieder eine Story, bei der man am Ende mindestens vier leere Flaschen (Wein?) sieht in der Story von Trulla, ein volles Glas derselbigen Flüssigkeit daneben, und die Kinder lachend auf einer Treppe sitzend. Es war aber keine Werbung für Sprit, das muss man erwähnen 😉

Punkt 2: Die eine präsentiert sich in zu knapper Kleidung, die andere aber auch. Nun haben im Hause B. Bikinibilder/Pobilder gerade die oberste Priorität. Bodyshaming ist bzw. war das Thema. Jeder mag sich so mögen wie sie/er ist. Ich finde das toll. Nicht aber bei Tausendschön und Trulla. Sie zeigen sich, erklären sich, rechtfertigen sich, beleidigen, führen teilweise andere vor, gerade Kritiker, und erwarten dann große Unterstützung der folgenden Fangemeinde. Weil sie sich so nicht mögen, das erkennt jeder in der zweiten Instanz. Entschuldigung, Mädels, habt ihr kein Selbstbewusstsein und Rückgrat? Wisst ihr nicht um euren Wert? Seid ihr echt abhängig von der Meinung Dritter und Fremder? Habt ihr nichts vorzuweisen, was euch ausmacht? Charisma oder so? Können? Wissen? Talent? Aura?

Punkt 3: Wenn ich etwas bewerbe und Kohle verdienen möchte, dann erkundige ich mich was genau ich da bewerbe. Sind die Produkte okay? Kann ich das vertreten? Muss ich auf Nebenwirkungen hinweisen? Stimmt das Preisleistungsverhältnis? Gibt es Bewertungen im Internet?

Nicht aber bei Tausendschön und der Mama: Die zwei liebreizenden Mädels würden auch ranzige Forellen bewerben, wenn es denn Kohle einbringt wie es scheint.

Trulla wirbt für Sportkleidung, Lippenstift, Cremes, Nahrungsergänzungsmittel und all die Rotze.

Tausendschön wirbt für Make up und Zahnbleaching. Mal fliegt der eine Sponsor raus, mal kommt der andere dazu. Die Firmen sind ja auch nicht doof und recherchieren. Beide machen die Werbung so unprofessionell und übel, dass ich nicht mal eine Handcreme bestellen würde oder Topflappen. Oder eine ranzige Forelle.

Tausendschön und Trulla, lasst euch doch mal von einem Psychologen o. ä. auf den Weg bringen, atmet entspannt durch die Hose, sortiert euch und dann, aber erst dann, stellt euch der Öffentlichkeit.

Alles andere ist echt peinlich. Ihr seid keine Showgrößen in der Medienlandschaft, ihr seid DIE Peinlichkeit vor dem Herren in meinen Augen. ^^

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Mist, Mensch. Jetzt ist das Gummi gerissen!

(Quelle Bild: Pixabay/Anrita 1705)

Hätte man vor der Pandemie diesen Satz gesäuselt, dann wäre unser Kopfkino in eine ganz bestimmte Richtung gewandert 😉

Seit Corona hört man diesen Satz/Ausruf so oft.

Ich war die Tage beim Einkaufen und während ich mir den Mundnasenschutz aufsetzen wollte im Auto, hing das Teil ganz verdächtig tief auf der linken Seite. Weil das Gummi für den linken Lauschlappen gerissen war. Kann passieren. Es war jetzt mein zweites Mal, also ein defekter Schnutenpulli. Ach Herrje, was denn nun? Nach Hause fahren bringt nichts, da schlummert keine Maske mehr.

Ich schaute über den Parkplatz ob ich jemanden kenne, welche(r) mir schnell ein Paket aus dem Discounter holt damit ich dann danach rein kann in den Discounter. Und genau in solchen Momenten kommt keiner. Sonst laufen einem alle 20 Sekunden bekannte Gesichter über den Weg, aber wenn das Gummi gerissen ist, nicht einer.

Total hektisch wühlte ich in meiner Handtasche umher und siehe da: Auf dem Boden neben dem Deoroller lag noch ein Mundschutz. Puh, Glück gehabt!

Auch wenn man die Maske bei sich trägt wie eine Selbstverständlichkeit, rennt man hin und wieder doch ohne los. Komischerweise passiert es mir immer wieder in einem ganz bestimmten Geschäft. Meist merke ich es selbst oder an den bösen Blicken der anderen Kundinnen/Kunden.

Das Teil hängt bei mir im Auto am Schaltknüppel. Eigentlich eine recht gute Idee. Es sei denn, man geht mal ein paar Meter und lässt das KFZ stehen. So stand ich kürzlich vor der Apotheke meines Vertrauens, ich war zu Fuß unterwegs. Ich war in der Stadt, mein Auto auf dem Parkplatz vor der Bude, der Mundschutz am Schaltknüppel. Was soll ich sagen? Ich war an diesem Morgen viel zu Fuß unterwegs weil ich nochmal zurück rannte.

Gestern musste ich so schmunzeln, als ich mit einem Kaffee in guter Gesellschaft in der Innenstadt vor einer Kneipe saß: Eine Bekannte lief vorbei, lächelte, blieb wie angewurzelt stehen, rief:

„Oh nee, Maske vergessen“

und rannte zurück zum Auto. Ich denke jetzt mal, ihre Maske hing auch am Schaltknüppel. Dann lief sie wieder vorbei, dieses Mal mit Maske. Alle Beteiligten grinsten.

Und noch heute gibt es unter den Maskenträger(innen) zwei Lager:

Die, welche ich auch mit Maske sofort erkenne und

die, welche ich weder am Aussehen noch an der Stimme erkenne.

Da stammelt man sich teilweise echt einen zurecht wenn man so gar nicht weiß, wer da nun gerade grüßte.

Aber ob erkannt oder nicht erkannt: Bei keinem der Beteiligten ist das Gummi gerissen 😉

Unwort bzw. Satz des Jahres 2020 sollte auch sein:

Das Gummi ist gerissen.

Dafür stimme ich dann sofort unangefochten. ^^

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Geschichten aus dem Uslarer Land – Kaiserwetter und kein Pekermarkt.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Da machen in diesem Jahr sicherlich viele dicke Backen, dass an diesem Wochenende, bei bestem Septemberwetter, die Innenstadt bzw. viele Macherinnen und Macher nicht die Hacken in den Teer gehauen haben mit den Vorbereitungen für den Pekermarkt 2020. Keine Musik ist zu hören und keine Moderatoren, kein Parkplatzproblem rund um die Kernstadt, kein Geruch nach Bratwurst und Co. Und Peker natürlich.

Jetzt am Abend, wo wahrscheinlich einige von uns mit Freunden und/oder Familie an irgendeiner Bühne gestanden hätten, bei Bier, Cola oder was weiß ich, sitzt man auf seinem Sofa. Und schwelgt in Erinnerungen. Ich zumindest. Gerade jetzt die Tage bekam man die Facebook-Erinnerungen angezeigt die letzten Jahre betreffend. Bilder mit Freunden etc. Da wird man schon etwas melancholisch.

Seit 1989 ist der Pekermarkt Programm. Hätte mir im letzten Jahr jemand gesagt, dass ich in diesem Jahr am Montag danach keinen Urlaub nehmen muss, eben weil kein Pekermarkt stattfindet, dann hätte ich sie oder ihn gefragt ob man irgendwas zu sich genommen hat. Und dass sie oder er sich mal an den Kopp packen soll ob die Musik noch spielt.

Ja, ja, ja, ich weiß. Alles zetern und meckern und sentimental werden hilft ja nun nix, 2020 ist eben vieles anders.

Ja, ja, ja, die „kleine Kneipe“ hat sich heute Abend die Tradition bezüglich des Pekermarktes auf die Fahnen geschrieben und geladen. Bestimmt ist die Bude rappelvoll.

Auch die Fleischerei Hartwiger & Petersen hat das Pekeressen aufgegriffen und für zu Hause angeboten. Was auch toll ist. Sicherlich sind in diesem Jahr die „to go-Varianten“ von Kartoffel, Mett und Gurke über den Tresen gegangen.

Und ja, ja, ja, 2021 oder auch 2022 sind wir wieder alle am Start und feiern eines der typischen Stadtfeste von bzw. für Uslar.

Unser Balkon geht Richtung Innenstadt, wir wurden in den letzten Jahren vom Shanty-Chor Bodenfelde geweckt zum Beispiel, 2019 flogen hier die Zielspringer vor unseren Augen vom Himmel, ich konnte Susi Platte hören und diverse Bands, wir haben unsere Autos das komplette Wochenende nicht vom Parkplatz bewegt. Weil wir dann an Orten parken mussten und unsere Einkäufe schleppen, bis man gepumpt hat wie ein Maikäfer wenn man zu Hause angekommen ist.

Die obligatorische Begrüßung mit Sven-Bolko wenn man sich zufällig über den Weg lief, die netten Gespräche in den letzten 2 Jahren mit diversen netten, anderen Menschen. Der erste Nordhäuser Doppelkorn 2018 an der Graft.

Die Bilder mit den Musikern zur Erinnerung, die Smalltalks mit denselbigen um sich kurz kennenzulernen.

Die Stimmungsmacher von Schottenrock, welche 2019 ein Fahrgeschäft „enternten“ und für gute Stimmung und viele Lachkrämpfe sorgten. Und für Furore.

Nicht zu vergessen der Countdown vom Bürgermeister, bevor das Feuerwerk startete.

Sonntag gegen Abend auf der Graft war schon Pflicht wenn Rescuer die Bühne rockte.

Fans der etwas härteren Klänge kamen auf ihre Kosten mit Motörblast, der KISS-Tribute-Band usw. Und man dachte echt die Graft wird weg geballert. Es war anders, aber ich mochte das. Und ich könnte noch hunderte von Beispielen nennen, an die ich gestern und heute dachte, und morgen sicherlich auch.

Gerade in den letzten Jahren wurde der Pekermarkt teilweise kritisiert. Ob zurecht oder unbegründet, das mag ich nicht bewerten. Jeder hat seine Sicht auf die Dinge und seine Erwartungen.

Ich war immer einer von den Menschen, welche sich erst abends auf den Weg machten, und mit Freunden die Nacht zum Tag. Das war für mich immer eines der Highlights im September hier in Uslar.

Wollen wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder den Montag danach Urlaub nehmen müssen/können/dürfen, weil wir endlich wieder feiern bis die Schwarte kracht. Sowie die Tradition aufrechterhalten um die „tolle Knolle“. Und die Pandemie sich verkrümelt hat. ^^

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Von fünf Kindern, Bodyshaming und ganz viel Selbstliebe.

(Quelle Bild: Pixabay/RobbinHiggins)

(M)ein Kommentar.

Jau, man muss wohl kerngesund sein in jeglicher Hinsicht, um die Eskapaden der Trulla halbwegs zu verstehen. Wobei man diese Eskapaden nicht verstehen kann, es sei denn man hat einen Facharzt in den Richtungen Psychologie, Psychiatrie oder Neurologie zum Beispiel. Dann, aber auch nur dann, wird man die Leiden der mittelalten Trulla (ich wette, sie wird den Briefroman von J. W. Goethe jetzt in dem Wortspiel nicht erkennen) halbwegs einsortieren können.

Aber: Wenn es uns unterhält, zum schmunzeln bringt oder auch für Lachkrämpfe sorgt, dann ist der Spaß wichtiger wie Verständnis.

Unser aller Trulla bringt eigentlich jeden Tag einen Klopper über den man spricht. Manchmal berichten auch die Klatschblätter darüber. Diese Meldungen sind dann nicht unbedingt die Druckerschwärze wert, aber das Sommerloch war groß, da tut es auch die neue Frisur von ihr. Egal. Hauptsache skurile Artikel.

Beginnen wir mit den fünf Kindern, das ist seit dem Dasein der Witwe immer und immer wieder die Überschrift, der Inhalt, der Aufhänger, das Nonplusultra bei Trulla. Nun leben wir im Jahr 2020, im 21. Jahrhundert. Es gibt die Pille, Diaphragmas, die Dreimonatsspritze, natürliche Verhütung wie Coitus interruptus, Kondome etc. Wer nicht schwanger werden möchte/darf, der hat eine Vielzahl von Verhütungsmöglichkeiten, welche meistens auch ihre Dienste tun. Und ganz wichtig: Man wird nicht schwanger durch Flugsp*rmien, man muss da schon „Unga-Unga“ für machen.

Meine Meinung? Hätte ich 3 Kinder und wäre alleinerziehend weil der Vater verstorben ist (wenn auch lange nach der Trennung) dann wäre ich vielleicht traumatisiert und würde genau so etwas nie wieder erleben müssen. Aber noch viel wichtiger: Ich würde es meinen Kindern nie wieder zumuten. Das ist echt eine Packung.

Drei Kinder alleine groß ziehen, sich um alles kümmern müssen, die Finanzen am Laufen halten, Rückhalt bieten usw.: All das ist schon Hardcore.

Wieso man dann nach relativ kurzer Zeit von einem neuen Partner erneut schwanger wird, das sorgt bei mir persönlich für Kopfschütteln. Diese Beziehung zu J. hatte noch keine große Stabilität, wurde in einem anderen Land ausgelebt, mit einem Mann welcher medial damals schon präsent war und somit klar sein musste, dass es Privatsphäre nicht geben kann/wird. Letzter Satz nur am Rande.

Es war ihre Entscheidung erneut Kinder zu bekommen. Dann ist das Argument mit den fünf Kindern für mich außer Kraft gesetzt. Und ich frage mich wie die drei älteren Kinder sich fühlen, wenn sie immer und immer wieder hören, dass sie eigentlich das Problem sind, weswegen deren Mama sich fortwährend in der Öffentlichkeit in dieser Art und Weise über sie äußert. Wegen denen sie Geld verdienen muss in den niedersten Formaten. Es ist echt nicht einfach einen regulären Job zu finden als alleinerziehende Mutter, aber es ist möglich. Und es wäre ein gutes Beispiel für die Kinder. So funktioniert das Leben, nicht anders. Das verticken von Kosmetik mag die Mäuler stopfen kurzzeitig, aber es ist nichts auf dem man aufbauen kann und bestehen für die nächsten Jahre. Gerade wenn man es so lieblos und unprofessionell präsentiert wie Trulla.

Weiter geht es mit dem Bodyshaming. Ich persönlich bezweifele ganz stark, dass Trulla dieses Wort mal gegoogelt hat. Es bedeutet in etwa Diskriminierung, Beleidigung, Mobbing oder Demütigung von Menschen aufgrund ihres Aussehens. Wikipedia erklärt das recht ausführlich. Es hat nichts damit zu tun, dass man sich für sein Äußeres schämt. Nun benutzt Trulla, welche seit geraumer Zeit ihre Bilder durch zig Filter jagt, ein solches Wort.

Das Problem beginnt ja nun in dem Moment, in dem man sich der Öffentlichkeit Tag für Tag zeigt. Verzerrt. Bearbeitet. Nicht der Realität entsprechend. Es wäre kein Problem, würde man sich so zeigen wie man ausschaut. Mit über 40 Jahren sind da Falten, die Haare werden grau, die Oberschenkel haben die Orangenhaut eingeladen, unsere Bäuche schwellen an nach dem Verzehr von 1 Gramm Süßigkeiten, so dass man die Füße dann nicht mehr sehen kann. Wir haben Augenringe, teils größer als unsere Brüste, wir bekommen Krampfadern und all das Zeug. Nee, das ist echt nicht schön.

Aus genau diesem Grund würde ich mich nicht tagtäglich im Internet präsentieren. Schon gar nicht bearbeitet bis zur Unkenntlichkeit. Weil meine Freunde und Bekannten mich kennen. Die würden sich echt in die Hose machen vor Lachen wenn ich Bilder teile so glatt gebügelt wie ein Oberhemd. Und sie hätten Recht.

Und ja, ich fand die unbearbeiteten Bikinibilder grausam. Nicht wegen der Fülle oder dem Gewicht oder dem Flipper über dem Bauchnabel bei Trulla, sondern eher deshalb weil ein Thema zerrissen wurde, welches einen ernsten Hintergrund hat. Und sie es in meinen Augen ausnutze um Aufmerksamkeit zu erregen.

Zur Selbstliebe:

Selbstliebe ist wichtig. Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein sind wichtig. Viele erlangen aber diese Attribute erst recht spät. Weil das Leben uns geprägt hat und wir durch unsere „Baustellen“ erst erkennen wie wertvoll wir sind. Nicht für andere, sondern für uns. Nicht für Fremde, sondern für unsere Familien und Freunde. Weil diese uns mögen und schätzen eben weil wir so sind wie wir sind. Punkt. Wenn man sich definiert über seinen Charakter, sein Können, über Träume und Wünsche. Das ist Selbstliebe. Das ist vor allem aber Authentizität.

Dabei geht es aber nicht um unser Äußeres, sondern um Dinge welche viel tiefer gehen. Selbstliebe sollte man nicht verwechseln mit Arroganz oder Überheblichkeit.

Wenn Trulla das Wort Selbstliebe erwähnt, dann bekomme ich immer Plaque. Weil sie meiner Meinung nach nicht verstanden hat was dieses Wort überhaupt bedeutet. Generell sind Menschen, welche mit sich im Reinen sind, zufrieden. Trulla meckert und meckert und meckert. Es ist zu warm, zu kalt, zu viele Haaren, doofe Haare, zu früh, zu spät. Alles doof. Bei ihr ist zu 90% immer alles doof. So viel dann zu Zufriedenheit und Selbstliebe. Läuft bei ihr 😉

Ich schaue mir hin und wieder am Abend die Storys der „Grande Dame“ an, und frage mich welche Message sie eigentlich an ihre Fans hat.

Was drückt ein Bild aus, am Morgen aufgenommen, in einem dunklen Raum?

Was soll mir ein Bild sagen, wenn Trulla Baumkronen fotografiert?

Welche Botschaft steckt hinter den Videos von den Kindern? Welche ich irgendwie fast nie verstehe, wie 80% der anderen Userinnen/User auch? Egal welches Kind es betrifft, logopädische Probleme haben wohl alle wie ich vermute.

Was sollen mir hoch geprümmelte Brüste sagen zu jedes Tages- und Nachtzeit?

Fragen über Fragen.

Kommen wir zum Ende: Meine Sympathie gehört dem ältesten Sohn. Er ist kaum zu sehen, scheint sich abgegrenzt zu haben. Endlich, nach all den Vorführmanövern in der Vergangenheit. Das verdient höchsten Respekt, da er anscheinend klar ist in seinen Ansagen und das Theater der Trulla nicht mit spielt. Das spricht für Selbstbewusstsein und klaren Menschenverstand sowie Selbstschutz.

„Tausendschön“ wird ihrer Mutter immer ähnlicher, bei ihr ist Hopfen und Malz verloren wie mir scheint. Auch bei ihr sind Züge von Narzissmus zu erkennen. Und eine totale Selbstüberschätzung, ohne dass da persönlich oder beruflich etwas im Gange wäre im positiven bzw. vorbildlichen Sinn. Wenn sie eines können, dann ist es Shoppen. Und Shoppen. Und … Shoppen.

Narzissmus, dieses Wort höre ich immer und immer wieder wenn es um Trulla geht. Aber gut, das wäre eine Sache für Fachärzte, nicht für Hobby-Psychologen wie unser eins. Weil: Wir sind ja alle neidisch und Hater 😉

So, und nun aber ab zu der nächsten Story aus dem Wendehammer in C. M. Früher war es das Sandmännchen, heute ist es Trulla welche den Abend aus läutet.

ich verabschiede mich in ihrer Manier:

Viel Liebe an Euch, ihr Herzmenschen. ^^

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Ich bin im Bilde über die aktuelle Uhrzeit in Abu Dhabi.

(Quelle Bild: Pixabay/Capri23auto)

Sicherlich kenne viele von Ihnen/euch den neuesten Schrei auf dem Markt der Armbanduhren. Die normale Armbanduhr war gestern – heute trägt man Smartwatch. Kannte ich bis vor Kurzem nicht. Ich wurde darauf aufmerksam weil eine Bekannte echt oft auf ihre Uhr schaute und diese Uhr auch hin und wieder vibrierte. Riesengroß war sie noch dazu. Also die Uhr jetzt, nicht die Bekannte 😉 Nachdem sie mir verriet was ihr die Uhr so alles anzeigt, von erhaltenen Nachrichten bei Fatzebook oder WhatsApp bis hin zur Pulsfrequenz, gestiegener Stockwerke oder auch ihre Schlafphasen bzw. -dauer, wurde ich neugierig und schaute mir die Dinger mal genauer an. Was es alles so gibt, ich konnte es ja kaum glauben. Meine Armbanduhr sieht toll aus, aber ich habe mehr und mehr Probleme die Uhrzeit zu erkennen. Das Ding hat ein so kleines Ziffernblatt, bzw. werden meine Augen auch nicht besser. Außerdem, ganz wichtig, fand ich die Schrittzähler an diesen hochmodernen Smartwach-Dingern so faszinierend. Ein Teufelswerk.

Nach tagelanger Suche wegen einem Modell mit großem Ziffernblatt, akzeptablem Preis und einem halbwegs damenhaftem Aussehen kam das Teil hier an. Ich habe so ein Ding käuflich erworben, es ging nicht anders.

Na ja, ich muss ja nicht erwähnen wie lange ich brauchte um das Teil zu aktivieren. Beziehungsweise muss man diese Uhren aufladen bevor man da überhaupt was aktivieren kann. Hier fliegt nun ein Ladekabel mehr herum in der Bude.

Was soll ich sagen? Nachdem ich alles so eingestellt hatte mit allen Dingen welche mir wichtig erschienen, war ich schwer beeindruckt.

Das beste Beispiel ist das Beispiel mit der Bewegung. Wenn ich im Büro eine gewisse Zeit fast unbeweglich auf meinem Bürostuhl herum döllmere, meldet sich meine neue Uhr und fragt mich, ob ich Lust auf einen Spaziergang habe. Nun gut, Spaziergänge sind im Job jetzt nicht soooo gerne gesehen alle 2 Stunden.

Oder sie sagt mir, dass ich mich mal wieder bewegen sollte. Meist nutze ich die Meldung für eine kleine Pullerpause. Kaum losgegangen Richtung Toilette, meldet sich die Uhr und lobt mich für meine Aktivität.

Diese Uhr meldet mir auch die Etagen welche ich hoch- bzw. runtergegangen bin. Mein persönliches Ziel waren 6 Etagen. Also 6x hier 60 Stufen hoch und 60 Stufen runter. Ich schaffe es nicht immer. Meist nur dann wenn ich den Müll vergessen habe und nochmals in die Bude muss, oder wenn ich die Nachbarn besuche. Da hatte ich letztens die magische Zahl von 15 erreicht. Da hat mich die Smartwatch aber gelobt wie irre.

Total interessant ist das Schlafprotokoll. Ich sehe wie lange ich geschlafen habe, wie intensiv in der Tief- und wie lange in der Leichtschlafphase. Wie oft und wie lange ich wach war. Ganz ehrlich: Meine Schlafzeiten sind bescheiden, da wundert mich die dauernde Müdigkeit nicht. Aber die Uhr sagt genau das, was Schlafmediziner schon vor 20 Jahren zu mir sagten.

Zudem kann ich meine Pulsfrequenz verfolgen, meinen Stresslevel, das aktuelle Wetter und die Uhrzeit in Abu Dhabi. Bei letzterem bin ich auf den falschen Knopp gekommen, ich kenne niemanden in Abu Dhabi und will da auch nicht hin. Aber Hey, ich habe Kenntnis über die aktuelle Uhrzeit in Abu Dhabi 😉

Wenn ich am Wochenende in der Küche sitze und meinen Gedanken nachhänge oder Kaffee trinke in aller Seelenruhe, dann meldet sich die Uhr auch und weist mich darauf hin, dass ich mich zu wenig bewege. Was teilweise dazu führt, dass ich die Uhr vom Handgelenk entferne. Man fühlt sich teilweise so erwischt. Wochenende ist Wochenende. Aber da ist die Uhr knallhart.

Einige der Widgets dieser Uhr habe ich nicht aktiviert, Sachen wir Workouts, Kalorien und so. Nur der Gedanke daran, dass die Uhr erkennt wenn ich wieder total unkontrolliert 500 g Chips in mich hinein stopfe, ist ein unangenehmer Gedanke. Und dann meldet sie mir sicherlich noch viel öfter, dass ich mich zu wenig bewege, spazieren gehen soll oder Treppensteigen.

So ein klein wenig Zuspruch brauche ich dann doch, da bin ich ehrlich. ^^

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Du kommst aus Uslar, … wenn auch Du Abende/Begegnungen wie diese genießt.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Seit Corona ticken wir alle anders und verschieden, ich persönlich hatte echt Null Bock auf Besuche diverser Kneipen hier vor Ort.

Null Bock auf Abstandsregeln, Null Bock auf MNS, Null Bock auf reglementierte Stunden unter freiem Himmel.

Heute aber setzte sich der Rebell bei uns durch, ein Treffen unter Freunden wurde binnen kürzester Zeit auf die Beine gestellt. Bei Micha in der „kleinen Kneipe“.

Der Mundschutz in der Handtasche für den Gang auf die sanitäre Anlage war gebongt, das war allerdings auch das kleinste und einzige Übel.

Wie gut es tat in der Langen Straße auf dem Bürgersteig zu sitzen, wie gut es tat dann doch etwas Leben zu beobachten in dieser unserer Kleinstadt.

Thema Nummer 1 war Corona bei uns am Tisch.

Aber auch Stories aus unserer Vergangenheit, total skurile Erlebnisse, aber auch der Abriss des Meetings/des Trödels, Krachergeschichten von entfernten und recht nahen Bekanntschaften kamen auf den Tisch. Gerne auch in den 80ern beginnend, da waren wir alle einer Meinung: Die 80er in Uslar waren geil.

Nun sitzt man in der Langen Straße seit Monaten mal wieder und stellt fest, wie gut das eigentlich tut. Und nicht nur Du nimmst das wahr, sondern auch einige andere. Denn die „kleine Kneipe“ füllte sich. Es waren die Damen aus Sohlingen, welche einmarschierten und ebenfalls dort einkehrten. Einige andere auch, wie Ann-Kathrin und Jan-Erik. Da verquatscht man sich mal von Tisch 3 zu Tisch 5. Und genau das fühlt sich klasse an in diesen Zeiten.

Der Micha hat seine OP und Reha gut überstanden, er hat den Laden im Griff, ist immer für einen Joke und Spruch bereit. Das macht die Sache einfacher und so angenehm.

Es war ein toller Abend. Wir alle tragen unseren Teil dazu bei. ^^

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„Heute ist immer noch nicht so mein Tag.“

(Quelle Bild: Pixabay)

(M)ein Kommentar.

Kaum eine Person aus der Welt der Reality-Pfeifen, welche unsere Wohnzimmer teilweise berieseln am Abend wenn man den Rotz einschaltet, spaltet die Nation so wie sie: Daniela B., auch liebevoll „Trulla“ genannt. Es gibt nur zwei Lager: Die Hardcore-Fans und die verachtende Fraktion. Dazwischen gibt es nichts. Null. Nada (dieses Wort musste ich googeln, ich spreche nicht so ein lupenreines Spanisch wie die Trulla).

Wieder mal macht sie von sich Reden, wieder mal weder durch Leistung oder Können. Sondern durch eine, wie ich finde, schon fast aufdringliche, penetrante und inhaltslose Berichterstattung ihre Person betreffend. Das aber auch nicht unbedingt über Shows, Interviews, Fernsehauftritte o. ä., sondern über ihren Instagram-Kanal. Trulla ist quasi Dauer online. Das Handy ist an ihrer Hand scheinbar so angewachsen wie anderen die Fingernägel. Sie berichtet gerne über sich, auch über sich, und manchmal auch über sich. Von der Baustelle die Kinder betreffend nehme ich hier Abstand, auch diese landeten in einer Intensität vor ihrer Linse in Posen/Situationen, welche für mich persönlich fragwürdig sind.

Ach ja, hin und wieder postet sie bei Instagram Hecken, Dächer der Nachbarn, den Frischkäse am Morgen, die Wurst am Abend. Aber ganz viel über sich, auch über sich, und manchmal auch über sich.

So konnte man letztens erst lesen, dass ihr alles schwer fällt, dass sie am liebsten zu Hause ist, die Nähe ihrer Kinder sucht. Zu sehen ist etwas später eine Trulla, welche im Bezug auf diese Aussage lächelnd im Meer liegt.

Jau, das geht ja vielen von uns so: Fertig mit der Bereifung, aber man findet dann noch Zeit sich im Badeschlüppa in den ortsansässigen Bach zu schmeißen um wildfremde Menschen daran teilhaben zu lassen. Kennste, oder? Kennste, klar!

Einen Tag später dann wieder bei Instagram eine Trulla nett zurecht gemacht, also geschminkt, das Haupthaar gefärbt, viele Filter nutzend um das Äußere recht attraktiv erscheinen zu lassen mit großen Augen, vollen Lippen, einem pickel- sowie faltenfreien Teint. Und wie immer mit dem obligatorischen „Hola“, „Ola, „Helau“ oder so. Sie lebt ja in Spanien, da muss man im Tritt bleiben die Sprache betreffend.

Dann sagt sie folgenden Satz, welcher mir jetzt noch das Blut in den Adern gefrieren lässt:

„„Heute ist immer noch nicht so mein Tag.“

Dann folgten mehr als 13 Videos bei Instagram über den Tag verteilt. Aber das nur am Rande.

Trulla ist traurig, sie vermisst ihren Mann, sie fühlt sich alleine.

Kein Ding, jeder von uns kennt diese Momente. Man hängt durch, ist kraftlos, traurig, kaum in der Lage den Alltag zu bewältigen mit allem was dazu gehört.

Eine Phase ist die, dass man etwas neben der Spur ist, sich aber noch gut verkaufen kann und niemand etwas merkt.

Eine weitere Phase ist die, dass man total neben der Spur ist, sich nicht mehr gut verkaufen kann, Kaffee kochen eine Mammutaufgabe darstellt, nur das Duschen zu einem körperlichen Kraftakt wird. Man zieht sich zurück, man weint, man hadert. Man möchte nur für sich sein, man duldet vielleicht die besten Freunde um sich herum.

Nicht aber Trulla. Sie ist selbst während allen Phasen der depressiven Verstimmung in der Lage sich Ohrringe in die Lappen zu hängen, Wimperntusche aufzutragen, sich ihr Smartphone in die Visage zu halten und mit beinahe königlicher Stimmwahl der Welt zu sagen, dass heute noch immer noch nicht so ihr Tag ist.

Jau, und dann rollen auch Tränen, Trulla muss Feudeln unter den Augen. Und während sie einen Seelenstriptease hinlegt, muss sie darauf verweisen, dass sie sich sicherlich neu schminken muss.

Bitte? Neu Schminken?

Hat Trulla nicht kürzlich erst ihre geschminkte Rübe in Wasser getaucht um zu beweisen, dass die Produkte von „Schönheit der Banane“ (Name von der Redaktion geändert) wasserfester sind als Wasserfest?

Bitte? Neu Schminken?

Und dann hält sie auch noch ein total verschmoddertes Tuch in die Kamera, weil sie vergessen hat auf das Schminken zu verzichten mit Produkten von „Schönheit der Banane“, eben weil sie nicht ahnte oder wusste, dass sie Weinen muss?

Bitte? Neu Schminken?

Hängt da jetzt echt all die Wimperntusche, der Lippenstift, das make up und die Augenbrauen-Farbe drin plus die künstlichen Wimpern und der schwarzen Ansatzfarbe für das Haupthaar aus dem Discounter? Und das mit dem Code „Neuschminken50%fürNervenzusammenbrücheaufMalle.de“?

Das ist ja echt Beschiss!

„Mensch, Trulla, tut uns leid. Wer hätte das gedacht und geahnt. Da sitzen Sie da und bekommen einen Nervenzusammenbruch, säuseln Dankesreden über den Globus für ihre über 200.000 Abonnenten mit nicht enden wollenden Rinnsalen die Tränen betreffend rechts und links mit knapp 6 Litern in der Minute, und dann rennt der Lidschatten schneller weg wie der „heiße Mi… Mirabellenbaum?“

So, nun reagieren die Käseblätter der Nation auf die psychisch nicht gerade ausgewogene Situation der Trulla. Okay, wem es gefällt, Schlagzeile ist halt Schlagzeile und bringt Kohle in die Haushaltskasse.

Kohle für 5 Kinder, von denen zwei mit Sicherheit selbst für sich sorgen könnten, die Nummer drei in Kürze. Die Zwillinge müssen versorgt werden, dafür hat jeder Verständnis. Versorgt werden in finanzieller und emotionaler Form. Letzteres scheint nicht so wirklich zu funzen, zumindest ist das mein Eindruck in den Storys. Und während Mama sich im kurzen Kleidchen dreht, steht das kleine Mädel unbeholfen daneben. Aber gut, man muss Prioritäten setzen, is klar.

So, nun ist die depressive Verstimmung wohl verflogen, Trulla präsentiert sich in Sportbekleidung. Sie wirbt für Sportbekleidung um Kohle zu verdienen. Auf die teilweise kritischen Stimmen ihre Figur betreffend reagiert sie in unzähligen Insta-Storys. Sie erklärt sich und erklärt sich und erklärt sich.

Nebenbei werden ganz böse Nachrichten an sie veröffentlicht, mit Erkennung der Namen dieser Userinnen/User. Alles zu sehen bei Instagram.

Dann findet sie nach einer depressiven Episode die Zeit und Kraft für Bilder im Schlüppa. Hey, es ist okay wenn man einen dicken Po hat und Krampfadern bzw. Besenreiservarizen. Das ist echt okay. Wenn man dazu steht und nicht die rechts kurz im Bild herumlaufenden Hunde versucht in den Fokus zu rücken.

Es ist auch okay sich im Badeanzug zu zeigen. Wenn man dazu steht und nicht aus Mangel an Selbstbewusstsein auf positives Feedback angewiesen ist.

Trulla spricht seit einiger Zeit wie dem Königshaus entsprungen, also edel und wie ich finde, recht arrogant. Das akustische Gequietsche in die Kamera ist Geschichte, nun machen wir auf adelig. Vergessen sind all die ordinären Gesten in der Vergangenheit. Was interessiert sie ihr Geschwätz von gestern.

Man muss mit über 40 Jahren nicht mehr perfekt sein. Uns niederem Volk geht es nicht anders. Man darf auch gerne Filter benutzen, wir aus dem niederen Volk machen das auch. Nicht so extrem, aber wir machen es.

Man darf auch gerne mal nicht sooooo gut drauf sein, das sind wir aus dem niederen Volk sicherlich auch hin und wieder.

Aber spätestens dann, wenn man online versucht etwas darzustellen, was der Realität nicht annähernd nahe kommt, sollte man einen Gang zurück schalten.

Nicht Likes und Abonnenten zählen, sondern die Realität und die Menschen um uns herum.

Und Gruß an die Twins, wo auch immer sie gerade sind. ^^

P. S. Trulla, 98% der Infos für diesen Artikel habe ich von Ihnen, also von Ihren Beiträgen bei Instagram, die restlichen 2% schieben sich die Redakteure und „Fans“ gegenseitig zu. Aber das nur am Rande.

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„Was ist denn da mit der Bettdecke los?“

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Der Sommer 2020 hatte bzw. hat uns ziemlich gut im Griff. Temperaturen über die 30 Grad und Sonne satt waren an der Tagesordnung. Gerade wenn man Urlaub hat ist das nicht die schlechteste Konstellation. Ich gehöre auch zu den Glücklichen, welche bei der Hitze nicht im Büro sitzen müssen sondern auf dem Balkon chillen dürfen.

Unsere Bude, halbwegs Dachgeschoss, hatte sich natürlich auch aufgeheizt. Ich bin schon zum Schlafen auf das Wohnzimmer ausgewichen, mit geöffneter Balkontür war es nachts teilweise auszuhalten. Trotzdem wusste ich manchmal nicht wohin mit mir, mir lief die Suppe von abends bis morgens den Hintern herunter. Die Wechseljahre pausieren ja leider nicht wenn der Planet vom Himmel brennt. Das kommt noch erschwerend hinzu.

Und dann kam der Tag an dem ich rigoros mein Bettzeug abends auf den Balkon schleppte auf meine Sitzecke. Seit knapp 8 Jahren der erste Versuch unter freiem Himmel zu pennen. Ich hatte all die Jahre immer etwas Muffe mich attackiert ein Greifvogel, meine Nachbarn hören mich schnarchen, ich werde von Mücken umlagert usw. Den Abend aber war mir das echt alles egal, ich bin kaputt gegangen vor Hitze.

Die erste Nacht war der Hammer! Selten bin ich so schnell eingeschlafen und habe so gut durchgeschlafen. Erwacht man während die Sonne aufgeht, dann ist das echt ein toller Moment.

So schlief ich auch die nächste Nacht draußen. Und die übernächste.

In der 3. Nacht wachte ich dann allerdings auf. Als ich mich wenden wollte auf meiner Unterlage, war die Bettdecke so schwer. Ich bekam das Ding nicht angehoben, es fühlte sich an wie Beton.

„Hä? Was denn jetzt los? Was ist mit meinen Beinen passiert? Hält mich da jemand fest? Hallo“?

Ich war so im Tiefschlaf, dass ich ein paar Anläufe und Minuten brauchte um die Lage zu peilen:

Ein Regenguss vom Feinsten. Mein Oberkörper lag unter dem Dach, ab dem Knie war da aber kein Dach mehr.

Was weiß ich, wie lange ich da schon so lag während der Himmel seine Schleusen geöffnet hatte. Nachdem ich dann die Situation raffte und halbwegs klargekommen bin, riss ich in Null komma Nix mein Bettzeug unter den Arm und rannte ins Wohnzimmer. Schneller Wechsel vom Bettzeug, man hat ja noch eine Garnitur in Reserve, und wieder auf das Sofa.

Seit diesem Tag konnte ich leider nicht mehr unter freiem Himmel schlafen, gerade in der Nacht kommen hier Schauer runter. Wenn auch nur kurz, aber sie kommen runter. Was der Natur natürlich gerade guttut und wichtig ist.

Pennen unter freiem Himmel ist echt ein Erlebnis. Und erholsam. Und irgendwie echt was anderes.

Mich hat auch kein Greifvogel angegriffen, kein Nachbar sprach mich auf das Schnarchen an, und es war keine Mücke in Sicht bzw. hatte ich keine Stiche. Ich wäre dann jetzt so mutig in einem Garten zu schlafen wie mein bester Freund. Gut, mit den tierischen Besuchern auf Augenhöhe muss ich dann wohl umgehen, aber die fressen mich ja nicht.

Und noch ein Tipp falls man keinen Platz für einen Pool hat: Eine einfache Wanne kaufen, gefüllt mit kaltem Wasser in die man die Füße stecken kann, wirkt wahre Wunder. Und jetzt hoffe ich auf eine regenfreie Nacht während meinem Urlaub, in der ich nochmals unter freiem Himmel schlafen kann. Die Sache mit dem Schnarchen ist mir mittlerweile wumpe. ^^

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