Viele für einen – die Typisierung für „Zetti“, Frank Zindel.

(Quelle Bild: Jörg Grabowsky)

Eine erneute Typisierung wird im Uslarer Land auf die Beine gestellt. Wieder sind die Menschen von den Dörfern gefragt bzw. aus dem Uslarer Land. Natürlich auch (und gerne) Damen und Herren aus den Nachbarstädten/-gemeinden.

Frank Zindel aus Wiensen braucht eure/Ihre Hilfe.

Zetti, wie ihn viele nennen, sucht dringend seinen genetischen Zwilling.

Knapp 1,5 Jahre ist es her, dass im Uslarer Land bzw. im hessischen Vernawahlshausen die letzte Typisierungsaktion stattfand. Heißt, dass heute wieder junge Menschen ein Alter erreicht haben um als Stammzellenspender(in) in Frage zu kommen.

Und genau ihr seid jetzt gefragt, mehr denn je!

Wenn ihr 18 Jahre alt seid, gesund und ein Mindestgewicht von 50 kg aufweisen könnt, dann steht einer Registrierung nichts mehr im Weg.

Mit Einverständnis der Eltern wäre eine Registrierung auch mit 16 Jahren bzw. 17 Jahren möglich, Spender wird man allerdings erst mit Erreichen der Volljährigkeit, bzw. werden erst dann die Daten freigeschaltet (nähere Erklärungen dazu siehe link).

Auch Leute bis 50 Jahre, welche sich vielleicht erst jetzt zu einer Typisierung durchringen konnten, sind mehr als willkommen.

Unterstützend an beiden Tagen in Wiensen ist ein Team der Universitätsmedizin Göttingen vor Ort.

Per Abstrich im Mundraum erfolgt die Typisierung, es ist keine Blutentnahme notwendig.

Aufgrund der derzeitigen Situation im Bezug auf die Pandemie wird es ein Leitsystem geben, welches die Menschen sicher durch die Abläufe/die Halle führt. Jede Besucherin und jeder Besucher kennt sicherlich die AHA-Regeln (Abstand halten – Hygiene – Mund-Nasenmaske), diese sind natürlich einzuhalten.

Es gibt auch die Möglichkeit sich vor der Unterkunft der Feuerwehr Wiensen im Auto testen zu lassen, falls jemand wenig Zeit hat oder Kontakte vermeiden möchte/muss. Vergleichbar mit einem Drive In.

Wichtig sind auch Geldspenden, die Kosten für eine Typisierung liegen bei 50 Euro.

Es ist möglich eine Spende direkt im Dorfgemeinschaftshaus abzugeben, aber natürlich kann auch der Weg über die Sparkasse Göttingen genutzt werden auf das Konto des

Vereins „Hoffnung e. V.“,

IBAN DE30260500010056023054,

Stichwort „Zetti“

Alle weiteren vielleicht auftretenden Fragen werden beantwortet auf der Seite der HSG Schoningen/Uslar/Wiensen:

https://hsg-suw.de/1064-unser-zetti-braucht-hilfe-und-hilft

Dort kann auch eine Einwilligungserklärung runter geladen werden für Eltern minderjähriger Mädchen und Jungs in Bezug auf eine Typisierung vor dem 18. Lebensjahr.

Liebe Leute, wenn ihr schon typisiert seid oder es Ausschlusskriterien gibt, dann erzählt anderen von der Typisierungsaktion in Wiensen. Und denkt daran, dass auch Geldspenden gebraucht werden um die Typisierungen durchführen zu können.

Diese Typisierungsaktion in Wiensen ermöglicht auch anderen Patientinnen oder Patienten, welche auf eine Stammzellspende warten, dass sie vielleicht ihren genetischen Zwilling finden. Denn mit jeder Typisierung füllen sich die Spenderdateien/das nationale Register. Genau das ist auch im Sinne von Frank bzw. sein Wunsch.

Wann: Samstag, 27. Februar und Sonntag, 28. Februar 2021

Uhrzeit: Zwischen 14 Uhr und 18 Uhr

Wo: Dorfgemeinschaftshaus Wiensen, Bodenfelder Str. 2, 37170 Uslar-Wiensen

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Erich Kästner
Quelle Bild: Pixabay/geralt)

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Ich umklammerte das Lenkrad wie eine Mutter ihr Erstgeborenes.

(Quelle Bild: Pixabay/Manfred Richter)

Ich musste am letzten Sonntag eine kurze Strecke mit dem Auto zurück legen am Morgen, knappe 10 km. Es war der Sonntag, an dem es in der Nacht geschneit hatte wie Bolle.

Jeder der mich kennt weiß, dass ich schon bei normalen Wetterlagen eine grottenschlechte Autofahrerin bin. Im Winter ist immer noch Luft nach unten, dann ist ganz schlimm. Panik pur!

Bei Schnee bzw. Glätte umklammere ich das Lenkrad wie eine Mutter ihr Erstgeborenes und habe eine Körperspannung vom Scheitel bis zur Sohle wie ein Kunstturner. Die Nase hängt fast an der Windschutzscheibe und ich habe oft das Gefühl mir gleich auf den Poncho zu brechen vor Aufregung. Ich rauche dann wie ein qualitativ hochwertiges Räuchermännchen, mir war bei dieser Tour schon speiübel von der Pafferei. Von meiner unkontrollierten Atmung waren die Scheiben beschlagen wie ein Badfenster nach 60 Minuten heiß duschen.

An diesem besagten Sonntag ging es aber anfangs glatt, selbst eine kurvenreiche Höhenlage habe ich genommen wie Walter Röhrl. Spitzengeschwindigkeiten von 30 bis 40 km/h erschienen auf dem Tacho 😉

Ich war kurz vor dem Ziel, als meine Scheibenwischer zickten. Auf den Wischblättern muss Eis gesessen haben, die wischten immer bescheidener. Ich musste den Kopf schon schräg legen und im Sitz nach unten rutschen um etwas zu sehen. So entschied ich mich kurz an einer Bushaltestelle anzuhalten, auf einem unserer Dörfer, und das Drama zu beenden. Die Haltestelle war nicht geschoben, das hatte ich nicht gesehen wegen der bescheidenen Sicht und der tiefen Sitzposition. Nachdem ich die Wischblätter verarztet hatte und wieder in mein Auto sprang, bewegte sich die Karre nicht mehr vom Fleck: Ich saß fest!

Meine Strategie: Anfahren, zurück fahren, 1. Gang, 2. Gang, wieder zurück fahren, mittendrin gefühlte 465x die Karre abgewürgt, 1. Gang, 2. Gang, wieder zurück fahren usw. Es war wie beim Schunkeln. Halt nur ohne Spaß. Ich kam einfach nicht vom Fleck. Die Karre stank schon so dermaßen, als würde angebrannter Toast vor dem Lüftungsschlitz hängen. Der Auspuff qualmte, als würden da 20 Schlümpfe im Rohr eine Shisha nach der nächsten durch ziehen. Mir was das so peinlich, ich betete gen Himmel, dass mich keiner der Anwohner erkannte.

In meiner Not und Angst, dass mir die Karre abfackelt, bin ich zu einem Mann gegangen welcher gerade Schnee schob knapp 20 oder 30 Meter weiter. Und bat ihn um Hilfe. Er ist sofort mitgekommen, half mir mit seinem Schneeschieber, ich war an (s)einer Schaufel aktiv und schüppte für den Weltfrieden. So befreiten wir mein rotes Flirt-Mobil von dem Schnee um die Reifen. Als ich den Gestank erwähnte gab er mir den Hinweis, dass es wohl die Kupplung sei. Macht Sinn, auf der hatte ich nämlich rum geeumelt mit den Füßen wie eine irische Stepptänzerin.

Als der gute Mann und meine Wenigkeit alles frei geräumt hatten, sprang ich in mein Auto und der gute Mann rief: „Jetzt nach links einschlagen!“, das tat ich auch und: Schwupps, war die Karre auf der Straße.

Leider konnte ich mich nur noch mit Fenster unten bölkend schnell bei ihm bedanken, die Karre hatte gerade Schwung und lief in der Spur. Ich hätte ja gerne wenigstens die Schaufel noch mit zurück getragen. Nicht eine Wassermelone, sondern die Schaufel.

Das war jedenfalls total nett von dem guten Mann, ich war nämlich fertig mit der Bereifung. Aber: Ich habe mir nicht vor Aufregung auf den Poncho gebrochen, bin heile zu Hause angekommen und ließ das Auto an diesem Tag stehen. Ich halte nie wieder zwischendurch an und winke ab heute jedem Dorfbewohner zu, welcher an der Straße steht.

In der letzten Woche hatte ich jeden Morgen Probleme vom Parkplatz zu kommen (kaum geräumt), aber heute morgen dann war Routine an der Tagesordnung und bin ich dermaßen souverän mit der Taktik „Erster Gang – Rückwärtsgang – vor und zurück“ aus der Lücke gekommen, dass ich schon fast Spaß hatte.

Man sprach mir am Abend ein Lob aus. Yeah! ^^

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Das perfekte Geheimnis: Der Film hat (bei mir) gesessen!

(Quelle Bild: Pixabay/TajebMEZAHDIA)

Viele von Ihnen/von euch werden besagten Film kennen. Für die, welche damit jetzt nichts anfangen können:

Sieben Freunde treffen sich zum Abendessen und sprechen ab, ihre Handys auf den Tisch zu legen. Jeder kann und soll somit Nachrichten, Telefonate etc. des anderen nachvollziehen können. Eine Menge Alkohol kommt ins Spiel. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass auch Paare an diesem Tisch sitzen. So nimmt das Chaos seinen Lauf bis hin zur teils totalen Eskalation (das war jetzt die kurze, knappe Version).

Ich habe diesen Film erst kürzlich gesehen und hätte mich weg schmeißen können vor Lachen. Tolle Schauspieler denen ich echt abgenommen hätte, dass sie auch im wahren Leben beste Freunde sind. Eine eigentlich ernste Thematik wurde recht humorvoll beleuchtet. Bis hin zu wirklich harter Kost, wenn dann die ein oder andere Nachricht laut vorgelesen wurde oder eben auch Telefonate mit angehört. Was da abging: Hör mir auf 🙂

Nach dem Film habe ich mich gefragt, ob ich an einem solchen Experiment teilnehmen würde. Ich kam relativ schnell auf die Antwort: Nein!

Weil man doch so seine kleinen Geheimnisse hat. Gerade wenn man viel in den sozialen Netzwerken unterwegs ist und viel Apps wie den Messenger oder WhatsApp nutzt. Weil:

Da kotzt man mal ab, da verrät man jemandem kleine Schwärmereien, da schüttet man sein Herz aus oder was auch immer. Eben Intimitäten. Ich kann da nur für mich sprechen. Gerade jetzt in Zeiten der Pandemie sind sicherlich Telefonate drin, auch ein Treffen mit der besten Freundin, aber irgendwie ist das nicht dasselbe wie in „normalen Zeiten“. Soll heißen, Austausch findet momentan viel online statt.

Ebenso habe ich mich gefragt ob es sein kann, dass viele von uns durch die Nutzung vieler Portale im Internet eine zweite Seite an sich entdeckt haben. Mir ist das schon oft aufgefallen. Im Internet bin ich doch teilweise anders drauf als im wahren Leben. Bei Bekannten bin ich hin und wieder ebenfalls erstaunt, dass ich sie bei Facebook z. B. anders erlebe als real.

Kommen wir auf die Paare in dem Film zu sprechen: Die/der ein(e) oder andere wird auch das Gefühl kennen, dass das Vertrauen ein wenig leidet wenn man so gar nicht weiß, mit wem oder wo die Partnerin/der Partner so rum daddelt den lieben langen Tag. Wenn das Handy schnell verschwindet beim Blick darauf. Wenn sich jemand mit dem Handy in eine stille Ecke verkriecht. Oder das Handy versteckt wird. Auch einigen von uns wird das bekannt vorkommen wenn man sich selbst betrachtet, so ehrlich muss man sein. Dieses Phänomen wird auch im Film anschaulich dargestellt. Teils überspitzt, aber nicht unrealistisch.

Der Film endet jedenfalls richtig fies: Da hatte einer der sieben Freunde ein totales Ass im Ärmel, ich wäre da echt nicht drauf gekommen.

In dem Film „das perfekte Geheimnis“ steckt viel Wahres. Wer ihn noch nicht kennt: Anschauen lohnt sich wirklich.

Würden Sie/würdet ihr mit Ihren/euren Freunden ein solches Experiment wagen? Und das Smartphone für alle offen auf den Tisch legen?

Ich jedenfalls bin raus. ^^

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You can`t hurry love – Happy birthday, Sir Phil Collins.

(Quelle Bild: Josy_Dom_Alexis)

Wer kennt ihn nicht, den 1982 erschienenen Song „you can`t hurry love“ von Phil Collins? Ein Song, welcher für mich ein absolut typischer 80er Jahre-Song ist und auch immer bleiben wird.

Phil Collins feiert heute seinen 70. Geburtstag. Und er schaut, wenn man sich seine Biographie zu Gemüte führt, auf ein bewegtes Leben zurück. Und auf eine ebenso bewegte Karriere.

Er war ein Meister der Balladen wie ich finde. Songs wie

a groovy kind of love,

do you remember,

two hearts,

separate lives,

you`ll be in my heart,

take a look at me now,

um nur einige zu nennen, erzeugen noch heute bei mir Entenpelle und Kopfkino an alte Zeiten.

Den Song „one more night“ hörte ich vor einigen Jahren, als ich zum ersten Mal Berlin besuchte. Unvergessen dieser Moment. Obwohl ich diese Nummer schon hunderte Male gehört hatte.

Hier schlummern zwei CD von Phil Collins bzw. Genesis, diese Musik begleitet mich seit den 80er Jahren.

„Easy lover“, 1985 veröffentlicht, lässt mich noch heute mittanzen. Ebenso wie „you can`t hurry love“, dieser Song erschien, da war ich 12 Jahre alt, im Jahr 1982.

>> mit über 150 Millionen verkauften Tonträgern (plus 150 Millionen mit Genesis zu den weltweit erfolgreichsten Musikern der Branche (Quelle Wikipedia).

Das muss man erst mal schaffen.

Seine Musik würde ich interpretieren als nie sachte dahin dümpelnd. Viele seiner Songs hatten eine Dynamik, die man schwer erklären kann.

Sicherlich ist heute in the air tonight der meist geteilte Song in den Netzwerken, an dieser Scheibe kann man sich nicht satt hören. Genau das ist auch einer der Songs von ihm, welcher mehrere Facetten in sich trägt. Legendär das Solo an den Drums.

Schaut man sich seine Laufbahn an, dann hat der gute Mann schon früh begonnen. Mit 5 Jahren bekam er sein erstes Schlagzeug geschenkt. Wer hätte da gedacht, dass er irgendwann die Menschen aus dem Sessel haut mit seinen Einlagen am selbigen.

Ich habe eben erst gelesen, dass Phil Collins an einer meiner absoluten Lieblingsballaden der 80er Jahre beteiligt war, nämlich am Song „chinese wall“, gesungen von Philip Baileys, produziert 1984.

Natürlich sind auch in seiner Biographie weniger schöne Dinge zu lesen, aber darüber muss man an einem runden Geburtstag, genauer gesagt einem 70. Geburtstag, sicherlich nicht sprechen.

Mit der Musik von Phil Collins haben viele von uns sicherlich ab gefeiert, geheult, sich auf eine Reise zurück in die 80er Jahre oder auch 90er Jahre begeben. Oder sich im hier und jetzt beschallen lassen. Und ich bin mir sicher, dass für viele von uns mindestens ein Song prägend war auf unsere Erinnerungen bezogen.

Ich finde es immer grandios, wenn ein Mensch mit seiner Musik genau so etwas schafft. Wenn ein Musiker immer seine Spuren hinterlässt.

Ich ende mal mit einem Zitat, welches auch auf die Musik von Phil Collins zutrifft:

Mit der richtigen Musik kannst Du alles vergessen, oder Dich an alles erinnern.

(Quelle unbekannt).

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Die Bildschirmkontrolle von Oliver Pocher – Influenzer leicht erklärt, und das ziemlich geil.

(Quelle Bild: Pixbay)

Auch wenn ich diesem Mann nicht immer positiv gegenüber gestimmt war, hat mich seine „Bildschirmkontrolle“ dann doch positiv beeindruckt.

Wer damit jetzt nichts anfangen kann: Oliver Pocher nimmt unsere Influenzer etwas näher unter die Lupe und deckt halt die ein oder andere kuriose Nummer auf. Bei Instagram. Ja, er führt sie dann auch vor, mit viel Sarkasmus, aber auch Humor. Er recherchiert viel und fasst das gesehene Drama jeden Tag zusammen.

Influenzer faszinieren mich auch immer wieder, jeden Tag auf`s Neue. Ich meine allerdings die Influenzer, welche das alles nicht aus Spaß an der Freude machen, locker durch die Hose atmend, sondern welche sich davon einen finanziellen Vorteil verschaffen wollen. Weil sie Produkte verticken, weil sie sich mit zig Filtern fast zur Unkenntlichkeit bearbeiten, weil sie über Belanglosigkeiten berichten, weil sie meinen zu den ganz Großen des Showbusiness zu gehören.

Einer Casting-Show entsprungen, hüpfen viele dieser eher weniger bekannten Gesichter auf den Zug der Influenzer auf. Dagegen ist auch eigentlich nichts einzuwenden.

Wären da nicht diese Grotten langweiligen Storys mit Null Inhalt, die bis zum Erbrechen (wiederholenden/dümmlich wirkende) Fragerunden, gestellte und bearbeitete Bilder. Gepaart mit Werbung für No Name-Produkte für (meiner Meinung nach) absolut überteuerte Produkte, meinst im Bereich Kosmetik angesiedelt.

Kracher sind für mich immer die Statements zum Weltgeschehen.

Die eine animiert andere Leute dazu, in Zeiten von „stay home“ Schneebilder zu posten. Der Harz z. B. wurde eh schon überrannt von Tagestouristen, hunderte von Menschen rodelten für den Weltfrieden, verstopften die Straßen, sorgten für Staus ohne Ende, hinterließen ihre Exkremente im schönen Harz. Während einer Pandemie. Besagte Influenzerin rief aber dazu auf, tolle Bilder aus dem Schnee zu posten. Einige Lämmer folgten dieser Bitte, man mag es kaum glauben.

Andere Influenzer bewerben gerne Pflegeprodukte. Aber nicht nur ein Pflegeprodukt, nee, die bewerben gleich gerne im Dutzend. Pflegeserie A ist das Hammer, der Wahnsinn, die Lösung aller Probleme im dermatologischen Bereich.

Pflegeserie B ist auch der Hammer, der Wahnsinn, die Lösung aller Probleme im dermatologischen Bereich.

Pflegeserie C und D folgen, E- Z sind auch der Hammer. Die Lösung aller Probleme im dermatologischen Bereich. Jung, frisch, faltenfrei – das alles für einen Schnapper.

Weiter geht es mit Nahrungsergänzungsmitteln, Tee usw.:

Obst und Gemüse waren gestern – heute bringen nur online erhältliche Mittelchen und Teesorten den Gesundbrunnen, totale Gesundheit und natürlich die Lösung aller Probleme im dermatologischen Bereich.

Kaufe ich keinen Tee für 2,90 Euro welcher mir schmeckt: Nee, mir wird dank der Influenzer ein Tee für knapp 30 Euro angeboten, bestelle ich 10 Pakete, bekomme ich beispielsweise 55% Rabatt. Och ja, das rechnet sich.

Erst kürzlich gesehen: Da bewirbt eine DER Influenzerin on earth einen total überteuerten Tee, aber zum entschlacken haut sie sich den günstigen Tee für 1,95 Euro in den Einkaufswagen aus dem Discounter und dann in den Verdauungstrakt.

Richtig klasse die Damen, welche Sportbekleidung verticken:

Schon mit 7 Jahren nicht über den Bock im Sportunterricht gekommen, aber mit der Sportbekleidung von Firma XY ist man extrem sportlich unterwegs. Nach 10 Metern mit dem Hund hechelnd unterwegs, einer Ohnmacht nahe, nach Luft schnappend wie ein Karpfen an Land, aber dank der Sportbekleidung fühlt man sich toll und durchtrainiert und überhaupt. Da machen die Bilder nichts aus, wenn man sich mit einer XL in eine S presst bzw. zwängt, echt nicht 😉

Da fällt doch keinem Follower auf, wenn man abends in seiner Story postet, dass man sich Chips und Flips und Schokolade und Rotwein in den Pansen kloppt. Gerne auch einen Magenbitter hinterher.

Jeder Influenzer, welcher etwas auf sich hält, fliegt momentan nach Dubai. Alle haben dort geschäftlich zu tun, alle machen das natürlich nicht aus Spaß an der Freude. Abschalten – sich erholen – das Leben genießen- darum fliegt man trotz „stay home“ gerade nach Dubai. Völlig klar, ich verstehe das total.

Oliver Pocher beleuchtet genau diese Dinge total akribisch, jeden Tag, wie schon gesagt sehr gut recherchiert.

Ich persönlich mag die Hinweise seinerseits auf eine Welt von Eintagsfliegen, welche die Welt momentan nicht braucht.

Good luck für eure Geschäfte, liebe Influenzer. Good luck.

Und Gruß an Olli und Amira. Hört bitte mit der Bildschirmkontrolle nicht auf. . ^^

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Stell Dir vor es ist Silvester light – und das Fernsehprogramm ist noch viel „lighter“.

(M)ein Kommentar.

(Quelle Bild: Pixabay/OpenClipart-Vectors)

Es war ein außergewöhnlicher Jahreswechsel, das muss man nicht näher beleuchten. So war ich der Meinung, dass unser Fernsehprogramm in dieser Situation evtl. ein anderes Fernsehprogramm sein wird wie sonst die Jahre.

Heilig Abend habe ich schon die Krise gekriegt: Was um 20.15 Uhr gesendet wurde war für mich weniger prall: Wiederholungen von diversen Klassikern, welche man schon zum drölfzigsten Mal gesehen hat. Oder eben Musiksendungen, welche meinen Musikgeschmack so gar nicht trafen.

Weihnachten habe ich mir 2x hintereinander das Aschenbrödel angetan und dann zwei Tage über Stunden die Schwarzwald-Klinik. Gefühlte 354 Sendungen.

Und weiß Gott, ich fühlte mich am Ende wie ein Chirurg, welcher kleine operative Eingriffe übernehmen könnte und eine Oberschwester Hildegard in die Schranken weisen ;-

Letzteres war der positive Aspekt vom Weihnachtsprogramm, das war echt was für mich.

Am Silvesterabend war ich ohne vorherigen Blick in die Fernsehzeitung ebenfalls überzeugt davon, dass das Fernsehprogramm den momentanen Umständen ein wenig angepasst wird. Vielleicht irgendwo ein Krimi, ein Psychothriller, wegen mir auch ein schnulziger Liebesfilm. Egal. Einfach irgend etwas, was ein klein wenig ablenkt.

Dem war dann auch nicht so, ich kann nicht aufzählen wie oft das komplette Programm hoch- und wieder runter geschaltet wurde auf der Suche nach irgend etwas mit ein bisschen Sinn und Verstand. Da half auch der immer wieder stattfindende Blick in die Fernsehzeitung nix. Ab 20.15 Uhr schwerpunktmäßig Musiksendungen über Musiksendungen über Musiksendungen. Gerade wenn es Wiederholungen waren bei denen man feiernde Leute sah, überkam mich Bock auf Party. Bei den 80er Hits war es ganz schlimm: Als würde man sich selbst einen stumpfen Bleistift in die Kniescheibe rammen. Da kamen so die Erinnerungen hoch an die Partys aus diesem Jahrzehnt.

Zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich über die Anschaffung von Streamingdiensten nach. Und ärgerte mich darüber, beim Einkaufen nicht doch die zwei DVD mitgenommen zu haben welche mich anlächelten. Wären knappe vier Stunden gerettet gewesen.

Da haben die Programmchefs in diesem Jahr (meiner Meinung nach) den schlechtesten Job gemacht. Die Filme welche liefen, waren grenzwertig. Auf Klamauk hat man auch nicht immer Bock. Auch nicht auf Comedy. Wir haben uns zwei Tanzfilme hintereinander reingezogen. Gut, es gibt schlechtere, der Tänzer in der Hauptrolle sah Schweiß bedeckt auch wirklich toll aus. Bei den Tänzerinnen überkam mich der Neid, da diese so durchtrainiert waren und ohne Cellulite 😉

Schmunzeln musste ich bei dem Gedanken, dass jemand welcher jetzt allein zu Hause sitzt, spätestens beim Erscheinen eines 70er Jahre-Schlagersängers mit einem Hemdkragen so groß wie ein Bügelbrettbezug und Koteletten bis über die Ohrläppchen, sein buntes Partyhütchen aus der Hosentasche friemelt und abgeht wie die wildeste Partymaus.

Ich kann unter`m Strich nur sagen, dass sich meiner Meinung nach unsere Sender echt einen abgebrochen haben mit dem Programm für den 31.12.2020. Als wären nur zwei Tage Zeit gewesen an diesem ungewöhnlichen Jahreswechsel, halbwegs der Situation angemessene Alternativen auf die Beine zu stellen.

Meine Lichtblicke an diesem Abend waren, neben tollen Gesprächen und dem ein oder anderen Lachkrampf, das Aufstoßen von den Bandnudeln mit dem Schweinefilet 😉

Die Sache mit den Streamingdiensten habe ich hier auf der Agenda, da könnt ihr ein Eis drauf essen. ^^

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Neue Eiskratzer kratzen gut – alte Eiskratzer kratzen besser.

(Quelle Bild: Pixabay)

Von runden Eiskratzern, Auto-Entfeuchtern mit Bambus und so.

Wer mich kennt, der kennt auch mein „Winterbeutelchen“: Da ist alles drin, was Frau (oder auch Mann) so braucht für die kalte Jahreszeit. Auch wenn ich sonst an modernen Dingen jetzt nicht sooooooo interessiert bin: Mein „Winterbeutelchen“ sollte up to date sein.

Nun bin ich schon seit recht langer Zeit immer wieder über den exquisit beworbenen „runden Eiskratzer“ gestoßen, welcher müheloses Entfernen von Eis auf den Scheiben verspricht, und welchen ich auch zum nachfüllen von Kühlwasser nutzen könnte. Das Teil hat auch einen extra Aufsatz gegen extreme Vereisungen. Also habe ich die knapp 8 Euro investiert, bzw. 16 Euro, wir haben in diesem Haushalt zwei Autos.

Investiert wurde auch in einen Auto Entfeuchter mit Bambus, ein 2-er Set für knapp 15 Euro. Dieses verspricht keine beschlagenen Scheiben mehr, die Feuchtigkeit wird angezogen wie ein Magnet. Eisfreie Scheiben – kein Schimmel – keine unangenehmen Gerüche. Bingo!

Meine vereisten Scheiben habe ich bislang mit einer alten Musikkassette frei gerömert. Die Feuchtigkeit innen an den Scheiben habe ich bislang mit einer alten Tennissocke, mit Katzenstreu gefüllt, versucht in den Griff zu bekommen. Letzteres sah bescheiden aus, gerade wenn vorne und hinten ein Modell lag „weiße Tennissocke Größe 41 mit roten Doppelrändern und Krümeln von Katzenstreu“ auf der Ablage.

Enteiser-Spray ist hier schon lange raus, wenn man das Zeug von den Scheiben gewischt hat sieht die Karre aus, als hätte ein Lama darauf gespuckt. Dann muss man das mit einem Handtuch oder Geschirrtuch nach reiben, um dieses dann zu Waschen und Gefahr zu laufen, dass die mit in der Trommel befindlichen Unterhosen danach ein dezentes Batik-Muster aufweisen. Das Zeug ist ja nicht ohne.

Nun habe ich beide Teile getestet:

Vom runden Eiskratzer habe ich mir mehr versprochen. Oder ich bin zu doof für die Nutzung. Auch mit dem Teil kratze ich mich morgens in Ekstase. Egal wie ich das Ding halte, ob kreisende Bewegungen oder aggressives von oben nach unten Wirbeln: So wirklich schnell geht es nicht. Kühlwasser auffüllen wurde hier noch nicht versucht, die Sache wäre noch offen. Der Pümpel für extreme Vereisungen ist nur aufgesetzt, wenn ich morgens für den Weltfrieden gekratzt habe, sprang das Teil ab und rollte unter den Wagen. Hängst Du morgens um 7.45 Uhr auf den Knien neben der Karre auf dem Parkplatz und fuchtelst unter dem Auto herum nach dem Pümpel.

Der Auto-Entfeuchter mit Bambus gibt mir seit der Drapierung hinten ein gutes Gefühl weil ohne Chemie und so. Der sieht auch um Klassen besser aus als die mit Katzenstreu gefüllte Tennissocke. Aber vom Tisch reißt das Ding leider auch nicht die Welt. Die Scheiben sind nach wie vor von innen dicht wenn es ziemlich kalt ist.

Gut, Schimmel habe ich keinen gefunden, das wäre jetzt ein Pluspunkt. Zu den Gerüchen aufsaugen kann ich weniger sagen, da müsste vielleicht der Hund meiner Schwester mal einen riesigen Pumps lassen im Auto um das zu testen. Oder irgendein besoffener Kumpel, den ich von A nach B fahren muss. Aber die sind momentan rar gesät.

Ich sitze nun wieder in meinem KFZ und schrubbe innen das Eis mit einer Musikkassette von der Scheibe. Von außen auch wieder. Bester Eiskratzer ever 😉

Was ich mit dem runden Eiskratzer mache? Vielleicht in Verbindungen mit Rasierschaum die flaumartigen Beinhaare entfernen. Oder die Rückenhaare vom Kumpel, welchen ich besoffen von A nach B fahre irgendwann mal wieder. Ich hole die 8 Euro bzw. 16 Euro noch raus, egal wie. ^^

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Wenn die Postfrau 2x bastelt.

(Quelle Bild: Pixabay/Peggy_Marco)

Geschichten aus dem Uslarer Land:

Ich hatte heute eine Begegnung, um welche es viel zu schade wäre wenn sie in meiner Erinnerung verschwindet ohne Erwähnung.

Es trug sich zu in der Poststelle vom REWE Markt in der Wiesenstraße.

Ich hatte mir überlegt ein paar Kleinigkeiten zu verschicken (Weihnachtsgeschenke natürlich), ich praktiziere das alles eher selten, bin da also nicht drin um Thema. Auf der Suche nach einem Karton mit der passenden Größe war ich schon recht erfolglos in der letzten Woche. Nun hatte ich einen gefunden, kleine Unebenheiten wurden meinerseits mit Panzerband überarbeitet nachdem ich alles dort hinein geprümmelt hatte. Stolz wie Bolle fuhr ich also gegen Abend in den REWE um das Paket durch die Nation zu schicken. Vom Kundenaufkommen ging es am heutigen Abend, letzte Woche war ja die Hölle los.

Tja, als ich da nun mit meinem Paket stand, kam die pure Ernüchterung seitens der freundlichen Angestellten: Der Inhalt stand etwas heraus, nur minimal, aber der Karton schloss nicht zu 100%. Da halfen auch nicht meine mit Panzerband geschwängerten Korrekturversuche. Das kann so nicht verschickt werden. Und wenn doch, dann für eine mordsmäßige Gebühr.

Während ich noch dachte, ich muss jetzt wieder nach Hause bzw. mich auf eine mehrtägige Suche nach einem passenden Karton begeben, suchte die freundliche Angestellte in ihren Kartonresten und fand einen passenden. Und nicht nur das: Mit einem Cuttermesser schnitt sie den Karton auf die passende Größe zu. Hier was weg und da was weg und hier wieder Pappe angelegt damit der Karton auch zu 100% verschlossen war. Zwischendrin wurde noch Paketband nachgeordert, sie klebte das alles für mich fachmännisch zu. Wie gesagt, es war in dieser Zeit meist nur ein Kunde hinter uns, mit denen sprach sie auch kurz, und sie bastelte und bastelte und bastelte. Bis ich dann am Ende meine Geschenke in einem Karton hatte, welcher durch den TÜV ging. Ich fand das so süß und nett und hilfsbereit.

In der Post war in den letzten Tagen die Hölle los, die Leute standen teilweise bis vor die Tür. Aber nicht 1x habe ich bemerkt, dass die Angestellten genervt waren oder unfreundlich oder was auch immer.

Gerade meine „Bastel-Fee“ ist immer gut gelaunt, sie lacht viel und auch wenn sie gerade totalen Stress hat: Man merkt es ihr nicht an. Das beobachte ich schon immer und finde das echt Weltklasse. So macht Einkaufen bzw. Pakete verschicken Spaß.

Das war heute für mich ein wirklich tolles Erlebnis, welches mir viel Stress und Zeit ersparte und den Empfängern der Geschenke eine längere Lieferzeit. Auch wenn es wahrscheinlich vor Weihnachten nicht mehr klappt mit dem Zustellen von besagtem Paket. What happens.

Und ja, liebe Karin, das nächste Mal nehme ich auch den richtigen Adress-Aufkleber. Danke für den Hinweis. Man lernt ja nie aus. ^^

Dir und Deiner Familie schöne Weihnachten, und bleib wie Du bist 🙂

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Es kommt auf den Blickwinkel an.

(Quelle Bild: Pixabay)

Auch ich gehörte zu denen, die zu Beginn der Pandemie nicht nur Angst und Panik hatten, sondern die sich um ihr Leben beraubt fühlten.

Viele von uns schoss es von rechts nach links und von oben nach unten.

Eine noch nicht dagewesene Situation, in die man herein wachsen musste. Oder noch muss.

Viele kennen es: Morgens den Tränen nahe, mittags total gute Laune und abends dann der Absturz. Ambivalent – mein Wort des Jahres 2020.

Erst in den letzten Wochen wurde mir klar, wie dankbar ich mich in der jetzigen Situation eigentlich fühlen sollte, und das für uns kein Grund zum jammern besteht.

Wir in unserem Haushalt haben hier Jobs im systemrelevanten Bereich. Wir müssen nicht bangen um Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit.

Wir in unserem Haushalt bekommen unseren Lohn pünktlich und müssen keine finanziellen Schwierigkeiten befürchten.

Wir in unserem Haushalt wohnen ländlich, nicht in einer Großstadt in einer Dachgeschosswohnung ohne Balkon. Wir brauchen nur ein paar Minuten um in der Natur Spazieren gehen zu können.

Wir in unserem Haushalt sitzen nicht seit Wochen oder Monaten im Homeoffice, wir haben unsere Kollegen um uns. Wir lachen, wir debattieren, wir diskutieren. Das tut echt gut.

Ich habe höchsten Respekt vor den Eltern von Kindergarten- oder Schulkindern. Eltern, welche sich jetzt neu organisieren müssen und sicherlich an ihre Grenzen kommen was die Betreuung der Kinder angeht. Weil es nicht immer zu organisieren ist. Und viele exzellente Fachkräfte schon das Handtuch werfen mussten um die Notbremse zu ziehen, damit der Nachwuchs aufgefangen werden kann.

Wir in unserem Haushalt haben eigentlich wenig auszuhalten:

Ein Dach über dem Kopf, eine warme Wohnung, ein gefüllter Kühlschrank, ein regelmäßiges Einkommen, eine tolle Heimat, auch tolle Freunde, und ein positiver Blickwinkel.

Kürzlich erst mitbekommen:

Aufgrund der nicht stattfindenden Weihnachtsfeiern lassen sich einige Geschäftsführungen die „Weihnachtsfeiern to go“ einfallen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen Saft, Sekt, Mandarinen, Nüsse und Kekse überreicht. Als Dank und aus Respekt.

Aber es gibt noch immer die, welche sich über den Plastikteller darunter beschweren.

Aufgrund der gerade existieren Situation werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilweise ermutigt an einer Wichtel-Aktion teilzunehmen. Eine kleine Aufmerksamkeit für ein paar Euro, ein paar nette Worte. Einfach um zu zeigen bzw. zu demonstrieren, dass man an die Menschen denkt, welche mutterseelenallein Weihnachten verbringen. Aus dem Kreis der Kolleginnen und Kollegen.

Aber es gibt immer die, welche das Haar in der Suppe suchen und nicht in der Lage sind mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Und sich dazu entscheiden eben nicht daran teilzunehmen.

Und es gibt noch immer die, welche sich über diese Nächstenliebe beschweren und das alles als Nonsens betiteln und keinen Cent für die Menschen in ihrem direkten Umfeld übrig haben. Von ein paar netten Worten und Gesten ganz zu schweigen.

Wenn ich Sprüche lese wie:

„Jeder, der jetzt noch arbeitet, sollte einen Bonus bekommen“ dann wird es mir speiübel.

Denn jeder, welcher jetzt noch arbeiten darf, sollte sich glücklich schätzen. Auch wenn viele sicherlich an ihre Grenzen kommen, gerade das Pflegepersonal. Dieser Job verlangt mehr ab als manche gerade leisten können, ich weiß. Diese Menschen dürfen jammern.

Es kommt auf den Blickwinkel an. Da sollte die/der ein(e) oder andere mal in sich gehen bevor gejammert wird auf hohem Niveau. ^^

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Mund-Nasen-Masken haben auch so ihre Vorteile.

(Quelle Bild: Pixabay/Engin Akyurt)

Seit Monaten sind wir jetzt schon mehr oder weniger mit den Masken vertraut. Ich weiß nicht wie es Ihnen/euch geht, aber das Teil gehört jetzt zu uns Frauen wie unsere Handtasche oder dem Mann sein Kamm hinter in der Hosetasche. Ich vergesse sie nicht mehr beim Einkaufen, ich habe immer eine in Reserve und meist hängt das Teil 10 Stunden am Tag an meinen Ohren. Ich merke manchmal zu Hause nicht mal, dass mir das was am Kinn herum flattert weil ich vergessen habe die Maske an den Schaltknüppel zu hängen, und in voller Montur durch den Hausflur laufe bis in die Bude.

Seitdem wir die Teile tragen müssen hat sich mein Lippenstift-Konsum halbiert. Wenn nicht so gar geviertelt. Braucht man ja nicht mehr, das sieht ja eh kaum einer. Im Job vielleicht. Da ich da aber die Maske ständig hoch und wieder runter ziehe, würde wahrscheinlich nach einer Stunde mehr Lippenstift in dem Teil hängen als meine Lippen zu zieren.

Auch so kleine Pickelchen oder was auch immer lassen sich hervorragend hinter der Maske kaschieren. Kein Abdeckstift mehr, kein Concealer: Maske hoch und das dermatologische Drama hat ein Ende. Wobei mir aufgefallen ist, dass ich mir echt viel zu viel Zeug ins Geschichte klatsche: Was da abends innen in meiner Maske hängt, das ist erschreckend. Von wegen „färbt nicht ab“, seit der Maskenpflicht erkennt man auch qualitative Unterschiede auf dem Sektor „Make up“.

Nun ist mir letztens aufgefallen, ich berichtete schon, dass man natürlich jetzt so spontan einige Menschen nicht erkennt. Und auf der anderen Seite von einigen Leuten auch nicht erkannt wird. Das hat sich bei mir bis zum heutigen Tag nicht geändert. Ich grüße teilweise freundlich ohne zu wissen, wer da gerade an mir vorbei geht.

Man trifft ja teilweise auf Menschen welche einen unendlichen Redebedarf haben. Oder extrem neugierig sind. Ich kann da ehrlich gesagt nicht immer drauf. Begegne ich diesem Kaliber, dann grüße ich und gehe einfach weiter. Wenn ich dann später darauf angesprochen werde kann ich entgegnen, diese Person nicht erkannt zu haben wegen der Maske 🙂

Was übrigens auch geht, ich habe das vor einem Spiegel versucht, ist das Zunge raus strecken. Das sieht kein Mensch. Läuft man jemandem über den Weg den man so gar nicht leiden kann, dann darf die Zunge ruhig mal für ein paar Sekunden nach draußen. Es hilft jetzt nicht unbedingt weiter, ist auch nicht die feine englische Art, baut aber vielleicht Aggressionen ab.

Mir als Raucher kommt man auch nicht so schnell auf die Schliche wenn ich mal eine gepafft habe: Weil der Atem nicht 1:1 übersetzt wird quasi mit Maske.

Mittlerweile sind wir wohl all Fachmänner wenn es um die Qualität der Teile geht. Stoffmasken gehen bei mir überhaupt nicht, ich hechele hinter den Teilen wie ein verdurstender Hund. Momentan habe ich ein Modell, welches recht schnell an Spannkraft verliert und dann irgendwann rutscht. Aber stylisch ist mit fast schwarzer Außenfront. Es gibt auch welche mit neutralem Geruch, wiederum welche die irgendwie stinken wie Euterbock.

Und nicht zu vergessen die Teile, bei denen mir recht schnell die Ohren wehtun. Weil sie stramm sitzen. Sehr stramm. Die Form meiner Ohren ist aber noch dieselbe, da steht nix ab oder schwabbelt.

Was allerdings durchgehend schwierig bleibt, das ist das telefonieren. Man versteht sich nicht immer so brillant, zumindest empfinde ich es so. Aber gut, dadurch könnte man eigentlich auch unangenehme Telefonate abwürgen.

„Was?

Waaassss?

„Hör mal, ich verstehe Dich nicht!

ICH VERSTEEEEEHEEEEE DICH NICHT!

Wer ist da?

Was? Auf Wiederhören!“

Sind wir so vernünftig und tragen die Masken noch so lange wie es sein muss. Ob sie stinken, Pickel verdecken oder Lippenstift aufsaugen. ^^

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