Von Karma, Kuh-Pippi und Kinderkram.

(Quelle Bild: Pixabay)

Kenner der Szene werden es ahnen: Wir wenden uns heute mal wieder der DANIELA Büchner zu. Nicht nur, dass sie für mich schon jetzt den inoffiziellen Titel „Heulboje des Jahres„ ergattert hat. Nein, ich bin der Meinung sie hat auch die goldene Himbeere verdient. Für die bescheidenste schauspielerische Leistung in nur 9 Tagen. Ich wiederhole: In nur 9 Tagen. Das musste erst mal bringen. Junge! 😉

Ich erinnere dezent an die Szene, als DANIELA Büchner die flüssigen Exkremente der Kuh weg gehauen hat wie andere einen Wodka. Übung? Übung! Schön weit auf die Futterluke und rein mit dem Kram. Die Begründung ihrerseits es getan zu haben um Elena etwas zurückgeben zu können (schlapplach) glaube ich ihr weniger. Ich denke es war der klägliche Versuch auch nur einen Bruchteil von Anerkennung zu bekommen. Resozialisierung in ihrer kuriosesten Form. Womit wir beim Thema wären: Anerkennung scheint dieser Frau beinahe wichtiger zu sein als alles andere. Schon auffällig, dass sie mit Kritik scheinbar nicht im geringsten umgehen kann. Das hat sie in der Vergangenheit ja oft behauptet und immer recht cool getan. Ich erinnere mich an ihre von übertriebenem Selbstbewusstsein geschwängerten Statements bei Instagram. Welche aber nur so von Unsicherheit strotzten, wenn man zwischen den Zeilen gelesen hat.

Zu sehen ist eine DANIELA Büchner, die auf Kritik aggressiv zu reagieren scheint und sich dann in die Rolle eines Kleinkindes begibt. Eines arroganten Kleinkindes. Man hätte gerne vor dem Fernseher sitzend einen Schnuller in Camp gebeamt. Und ein Schnuffeltuch. Vielleicht auch ein Fläschchen Beruhigungstee mit Fenchel, Anis, Kamille, Johanniskraut und Baldrian. Gerne auch eine Windel für den Fall der Fälle. Kritik, ablehnendes Verhalten und Menschen welche ihr nicht zu Füßen liegen bzw. taffer sind als sie, sind ihr wohl ein Dorn im Auge. Oft erinnert sie mich an die kleine Schantalle aus der Marienkäfer-Gruppe im Kindergarten Ecke Mallorca Gasse/Delmenhorster Platz. An eine Petze. Man überlege folgendes: Elena hatte auf dem Rückweg von einer Prüfung mit Schwindel zu kämpfen, musste sich mehrmals setzen. DANIELA Büchner hat nichts anderes zu tun als sich bei ihr in diesem Moment auszuheulen und zu berichten wer was zu ihr/über sie gesagt hat. Empathieloser geht es wohl nicht.

Wie kann man eine Frau wie Sonja Kirchberger mit Kräuterhexe betiteln, wenn man selber nicht mehr zu sein scheint wie eine Gewürzmagierin? Sonja Kirchberger ist das, was eine DANIELA Büchner gerne wäre: Eine gestandene, charismatische, erfolgreiche und intelligente Frau.

Wenn sie nur ahnen würde was im Internet so los ist seit ihrem Einzug in den Dschungel. Und wenn sie nur wüsste wie viele User bei Twitter über sie lachen. Wie sie bei Facebook größtenteils zerrissen wird. Wenn sie die Beiträge sieht in denen „Kollegen“ aus Funk und Fernsehen recht negativ über sie sprechen. Oha, dann sollte man Beruhigungszäpfchen bereithalten. Sicherlich geht sie davon aus, dass die Zuschauer vor dem Bildschirm Standing Ovations zelebrieren wenn sich die Kameras auf sie richten. Dass wir alle Fahnen mit „Daniela for President“ schwenken wenn ihr Name auftaucht. Dass bei der Nennung von „mein Mann“ alle in ihre Taschentücher schnäuzen. Dass sie von Milliarden Fans vor ihrem Hotel erwartet wird mit der Krone auf`m Koppe. Ach, was sage ich: Trillionen von Fans!

Es scheint, als gönne DANIELA Büchner anderen nicht den Dreck unter den Fingernägeln. Die Finger und die Nägel auch nicht. Egal ob Mann oder Frau, vielleicht auch Hund, Katze, Maus, Meier, Müller, Schulze und so. Wer auf ihr Gesicht geachtet hat als Markus aus der Prüfung kam mit 8 Sternen (aus ihrer vergeigten Prüfung!) der hat gesehen, dass ihr Lächeln aussah wie gefroren. Gekünzelt noch dazu. Von ihren Worten danach ganz zu schweigen. Teamwork scheint nicht ihr`s zu sein. Soziales Miteinander scheint sie nicht zu interessieren. Sie interessiert wohl nur wie sie dasteht. Vielleicht nicht gerade gut, aber immerhin steht sie ja noch da. Was man eigentlich schon huldigen könnte/sollte/müsste. Ich hatte eher mit einem theatralischen Abgang gerechnet so nach dem Motto:

„…“.

Ach, lassen wir das 😉 

Es regnet nur über DANIELA, die schlimmsten Prüfungen macht DANIELA, die traurigsten Lebensgeschichten erzählt DANIELA, alle wilden und giftigen Tiere suchen DANIELA, nur DANIELA ist kalt, die Müdigkeit gehört nur DANIELA usw.  Ich verbinde so viel Negativität mit dieser Frau. Sie ist für mich vergleichbar mit z. B. Karies, einem Kropf oder Migräne: Das braucht kein Mensch bzw. ich nicht. Ganz im Gegenteil. Ich muss mich korrigieren: Sie hat mich zum Lachen gebracht: In der Szene als ihr Schlafplatz abgesoffen ist. Sie hat geflennt (mal wieder theatralisch) wie eine 9-jährige, der die Kugel Schokoladen-Eis aus der Waffel gefallen ist. Ich saß klatschend und nach Luft japsend auf dem Sofa wie eine Robbe 🙂

Das Argument, sie hat Existenzängste und ist deshalb in den Dschungel gegangen, mag nachvollziehbar sein. Es gäbe aber eine sichere Lösung: Ein normaler Job welcher regelmäßig Geld bringt. Sie ist kein Mensch welcher vor eine Kamera gehört. Ebenfalls zustimmen muss ich der These von Kader Loth, dass sie noch nicht „fertig“ war für diese Art Show. Sie hätte sich, aber vor allem den Kindern etwas mehr Zeit zur Trauerbewältigung zugestehen müssen. Dafür wäre das abtauchen aus dem Showgeschäft angebrachter gewesen. Und für die Kinder sinnvoller, rücksichtsvoller und fairer. Diese hängen in dem Theater mit drin und können das wahrscheinlich überhaupt nicht verarbeiten was da passiert ist und gerade passiert.

Ich sehe sie schon vor meinem geistigen Auge wie sie im Hotel ankommt nach dem Camp: Während die anderen vielleicht Duschen, Essen, Chillen etc. wird sie mit gefühlten 280 km/h auf ihr Zimmer rennen und das Smartphone in die Hand nehmen in der Hoffnung, dass ihr die Nation zu Füßen liegt: Ihre Bilder in den Tagesthemen, ihre Wortbeiträge in Titel, Thesen, Temperamente, ihre Statements in einer Sondersendung bei Arte. Wie gerne wäre ich dabei wenn sie rafft, dass selbst die Moderatoren der Sendung sie scheinbar belächelt haben. Ach Kinder, ich wäre in dem Moment gerne Mäuschen. Geht aber nicht, vor Mäuschen hat sie ja auch Angst. Schlimm isses, echt schlimm 😉 

Ach ja, und Gruß an Ingo W. von der Bild, der Artikel von ihm war echt der Kracher.

Auszug. >> Es passierte im Oktober 2019 auf Mallorca. Danni Büchner (41) hatte soeben die erste „Faneteria“-Saison ohne ihren geliebten Jens erfolgreich zu Ende gebracht und ordentlich einem im Tee, als sie die Türe ihres Cafes abschloss.

Absacker in einem Nachbarlokal. Sie war locker drauf, aber gewohnt derbe und laut. Sie schaute mich, den BILD-Reporter, an und fragte leicht lallend: „Glaubst Du, dass ich den Dschungel gewinne?“ Nicht eine Sekunde zögerte ich mit der Antwort. „Nein“, sagte ich, „Du wirst den Dschungel nicht gewinnen!“ >> (Quelle Bild.de)

Herrlich. ^^

P. S.: Gerne, Frau Büchner. Gerne 🙂

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Mädelsabend: Effektiver als eine Psychotherapie und ein Antidepressivum.

(Quelle Bild: Pixabay/Stock Snap)

Ich liebe es mit meinen Mädels zusammen zu sitzen, ich packe mir schon immer vorher zwei Pakete Taschentücher in die Handtasche weil ich weiß, dass ich Tränen lache.

Wenn Frauen wissen, dass sie unter sich bleiben, dann sind sie irgendwie entspannter. Da brezelt sich keine großartig auf und behängt sich mit Klunkern: Nee, die sind dann irgendwie näher an ihrer Basis, Oooooommm.

Da wird auch mal was schlüpfriges erzählt

Da wird in der Runde auch mal was schlüpfriges erzählt, da ist keine an Bord und zieht sich alle fünf Minuten den Lidstrich nach, da sitzen alle relaxed so rum, keine ist auf ihre Haltung fixiert, da ist es egal wenn die frisch gefönte Locke mal nicht so liegt. Man ist ja unter sich. Unter Frauen.

Das kann sich aber schlagartig ändern wenn ein Mann in die Nähe einer Frauenrunde kommt, egal ob man den kennt oder nicht. Z. B. wenn sich zwei Typen im Restaurant an den Nachbartisch setzen. Es gibt Frauen, die dann plötzlich anfangen, ihre Basis wieder zu verlassen, Ooommm and away.

„Alter Falter, krasser Scheiß!“

Ich hatte mal so ein Exemplar in meiner Frauenrunde. Plötzlich änderte sich die Sitzhaltung und sie thronte wie die Loreley auf ihrem Kiefernstuhl. Ein kurzer Griff unter die Hupen, wie beim Betten aufschütteln, damit die Dinger im Ausschnitt besser zur Geltung kommen. Dinge über die sie vorher lachte, wurden peinlich dementiert:

“Pscht, nicht so laut, nicht so laut jetzte. Pscht.”

Sätze die vorher fielen, wie z. B.

“Man, was haben wir da welche getankt, wisst ihr noch? Alter Falter, krasser Scheiß”

werden ausgetauscht in

“Ich trinke gerne vor dem Kamin einen trockenen, qualitativ hochwertigen Rotwein, am besten aus der Normandie.”

„Sie hat die Kurzen weggekippt, als gäbe es kein Morgen mehr“

Hallo? Sie hat letztens sechs halbe Liter Dosenbier abgepumpt und die Kurzen weggekippt, als gäbe es keinen Morgen mehr! Was faselt sie da? Und welcher Kamin? Sie hat einen Heizlüfter.

Und immer der Blick zu den Männern.

Das Haupthaar wurde alle fünf Sekunden neu durchgestylt mit den Fingern, ich hatte mehr Haare auf meinem Schnitzel als Pfifferlinge in der Soße.
Und dann nahm die auch plötzlich so kindliche Züge an, und sprach plötzlich auch so anders, so piepsig irgendwie. Ich war schon drauf und dran ein Lätzchen zu besorgen, damit sie sich bei weiterer Rückentwicklung nicht den Palatschinken in den Ausschnitt sabbert.

So geht nicht mal die Queen zum Klo

Ihr Gang auf die Toilette war dann der Kracher, so geht die Queen nicht mal zum Thron, schon lange nicht zum sanitären Thron. Ich dachte damals der wächst gleich eine Schleppe plus Krone und Zepter aus der Handtasche beim Gang aufs Klo.

Die Nummer zog aber, die Typen am Nachbartisch waren wuschig, die Stimmung bei uns am Tisch hingegen war quasi im A…. .
Draußen beim verabschieden dann drauf angesprochen kam:

“Echt? Hab ich garnicht bemerkt.”
“Mädel, trink mal ne Dose Bier, Du wirst sonst zur Diva.”
“Echt?”
“Echt!” ^^

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Alles voller Männer!

(Quelle Bild: Pixabay/Geralt)

Vorteil von Silvester? Mir sind schon lange nicht mehr soviele Männer über den Weg gelaufen wie heute beim Einkaufen. Alles voller Männer. Im Discounter, im Getränkemarkt: Überall waren Männer! Kleine Männer, große Männer, schlanke Männer, vollschlanke Männer, gepflegte Männer, ungepflegte Männer, und so weiter, und so fort. Ich wollte fast so ’ne Flirtnummer außen an meine Kutte tackern, das wäre ja heute echt DIE Chance gewesen. Und ich habe total viel gelernt, gerade beim Einkaufen. Z. B. wie man 4 Kisten Bier in den Kofferraum eines Kleinwagens bekommt, wie man diese im Einkaufswagen so stapelt, dass man den auch noch schieben kann und nach vorne noch was sieht, welches Bier so der Renner ist zum Jahreswechsel, und, und, und. Ich hatte soviel Spaß beim Beobachten wie lange nicht mehr. Beim Bezahlen das totale Gegenteil vom normalen Wocheneinkauf: Er steht vorne, ER packt aufs Band, ER kontrolliert jede Kiste und jede Flasche und jeden 6-er Träger, und SIE steht tooootaaaaal gelangweilt hinten an *gähn*. Der eine Herr bezahlte und sagte 4x zu ihr:

„Pack den Bon ein, los pack den Bon ein, vergiß den Bon nicht, den Bohon!“

Ich weiß nicht ob er die 4 Flaschen Rum, den Weinbrand, den Klaren und das Bier am Donnerstag wieder umtauschen will und das nur als Deko in die Garage stellt? Der Gute hatte so einen roten Kopp, dass ich im Geiste nochmal die Reanimation und stabile Seitenlage durchging.
So, und dann ging’s weiter im Discounter am Tisch mit dem Feuerwerk: Die standen da wie die Küken um die Tränke, total süß. Während wir Frauen bei totalen Schnappern eines Designers bei Schuhen und Handtaschen z. B. kreischend durch die Gänge flitzen und alles anfassen und durchwühlen, uns in den Haaren ziehen und beissen wenn es sein muss, stehen die da wie die Küken um die Tränke. Der eine im Jogginganzug und mit Gummilatschen, nicht gekämmt, komplett tiefenentspannt, und ich glaube der hat sich echt alles durchgelesen was da zu lesen war an dem Zeug. Ich lese das nicht wenn ich es kaufe, ich versuche zu verstehen wie ich es zünden muss anhand der Bilder, und nehme auch nur so ein Kram für Kinder ab 6 Jahren. Aber der machte es sehr akribisch. Ich wollte noch fragen wo er wohnt bzw. böllert, aber er war irgendwie in Trance, und da soll man ja keinen ansprechen sonst erschrecken die sich so.
Ich glaube heute Abend hören viele Männer folgenden Satz von ihren Frauen:

„Gib die Bankkarte her, Du stürzt uns noch ins Verderben. Das nächste Mal bleibste im Auto sitzen.“

P. S. an die Männerwelt: Was würden wir nur ohne Euch machen?! ^^

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Schrei vor Glück – oder vor Verzweiflung!

(Quelle Bild: Pixabay)

Na? Wer erkennt den Slogan? Richtig, es geht um Pakete. Um bestellte Ware. Um die Glückseligkeit, wenn die erwartete Ware bei der Besitzerin/dem Besitzer angekommen ist. 

Ich bin da eher altmodisch und kaufe gerne vor Ort. Geht die Kohle gleich über den Tresen in bar und ich kann Schuhe oder Klamotten auch anprobieren. Selbst wenn ich dann vielleicht tiefer in die Tasche greifen muss. So unterstützt man den heimischen Handel, das kommt noch hinzu.

Total lange hatte ich nichts im Internet bestellt nachdem man mir Schuhe folgendermaßen lieferte: Einen Schuh in Größe 39 und einen Schuh in Größe 41. Da mag wohl der Mensch, welcher die Schuhe sortierte, einen in der Krone gehabt haben oder einen schlechten Tag. Dann beginnt das Drama mit der Rücksendung. Gefolgt von eventuellen Zahlungsquerelen.

Wenn man erst Abends nach Hause kommt, ist das mit der Zustellung oft ein Problem. Buchsendungen z. B. können nicht in Shops geliefert werden, zumindest war das bei meinem auserwählten Buchhändler so. 3x ging die Bestellung zu mir, 3x saß ich noch im Büro als der freundliche Liefermensch klingelte, und dann ging die Bestellung zurück an den Buchhändler. Ich hatte mit dem freundlichen Buchhändler soviel netten Kontakt, dass ich fast geneigt war mich in ihn zu verlieben. Gegen eine nochmalige Gebühr von 4,95 Euro konnte ich dann meine Ware nochmals bestellen und freundlicherweise wurde mir diese Sendung dann an einen Shop gesandt. Da war dann nix mehr mit verlieben 😉 

Die letzte Bestellung beinhaltete Hosen, ich habe so elendig lange Beine und brauche eine bestimmte Hosenlänge. Die gibt es hier vor Ort nicht. Also Hosen bestellt. Bei der Größe hatte ich mich vertan, das wurde mir 2 Minuten nach der Absenden der Bestellung klar. Sofort Kontakt zum Kundenservice aufgenommen, die waren aber überlastet, so kamen die falschen Hosen hier an. Ich wurde gebeten eine neue Bestellung aufzugeben von insgesamt 3 Service-Mitarbeiterinnen. Okay, alles klar, mache ich. Die erste Ladung Hosen kam, es passten nur meine Füße in das Beinkleid, ich kam da gar nicht rein. Das kommt davon wenn man im Büro ewig Wasabi-Nüsse futtert während der Paketzusteller an der Haustür klingelt.

Die neuen Hosen wurden bestellt, sie kamen auch, aber eine Hose fehlte. Während ich wieder Kontakt zum Kundenservice aufnahm erhielt ich eine Email, dass eine Hose auf dem Weg zurück zum Hersteller ist. Das hatte ich überhaupt nicht veranlasst! Wieder den Kundenservice kontaktiert, da kam zeitgleich eine weitere Email, dass die Hose auf dem Weg zu mir ist. Puh, zum Glück.

Die Zeitangaben der Lieferungen sind auch nicht immer das gelbe vom Ei: Während es heißt, das Paket kommt zwischen 9 Uhr und 13 Uhr z. B. am Samstag, man steht dann früh auf und kämmt das Haupthaar damit der Paketzusteller nicht erschreckt, klingelt es während man duscht oder auf dem Pott sitzt um 8.30 Uhr. Da ich ungerne im Bademantel durch den Hausflur renne, ist die Ware weg, der Paketzusteller weg, der „Schrei vor Glück-Effekt“ weg.

Der letzte Paketzusteller war aber total nett, der mit den schweren Badezimmerschränken. Der fragte mich nämlich ob ich alleine wohne und in welcher Etage. Als ich erwidern wollte:

Hallo? Sie gehen aber ran“,

antwortete er:

Die bekommen Sie nicht hoch“.

Ich doof wie sonst was:

Klar!“

Ich habe das Paket nicht mal bewegen können.

Gruß an den Paketzusteller vom Badschrank: Sie waren ein Hase. ^^

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Steht: Man darf ihn nur nicht anfassen.

(Quelle Bild: Pixabay/picjumbo-com)

Nein, meine Damen und Herren, es wird nicht schlüpfrig am 4. Advent. Es geht um das Thema Handwerken. Ätsch 😉

Ich habe zwei linke Hände, bin generell grobmotorisch, verstehe Aufbauanleitungen nicht und raste komplett aus wenn ich es gerade in diesem Bereich nicht auf die Kette bekomme. Wie kürzlich, als ich zwei Pakete in Empfang nahm mit bestellten Badezimmermöbeln. Die waren so schwer, dass ich sie in Etage 3 über Stunden stehen lasse musste bis der Kurze kam und mir die Teile in die Bude schleppte. 

Aber: Kann ja sein, dass man so etwas noch lernt. Es kann doch nicht so schwer sein. Dachte ich zu diesem Zeitpunkt noch und holte mir in weiser Voraussicht sogar einen Akkuschrauber für mein Projekt.

Die Aufbau-Aktion kam schon ins Wanken als ich nur die Füße des neuen Badezimmerschrankes anbringen wollte: Die Schrauben sind immer weggerutscht und durch die Bude geflogen. Weil die Beschichtung des Bodens vom Brett arschglatt war. Dank einer Leihgabe eines Bekannten in Form eines mir bis dato unbekannten Werkzeuges ging das dann aber irgendwann.

Für kurze Zeit war ich die Herrscherin über Leim, Hammer, Akkuschrauber. Und über die Gebrauchsanleitung, welche bei mir relativ schnell für hohen Blutdruck sorgte. Weil sich zwei Schraubenarten so ähnlich sahen und ich hier sortiert habe wie damals die Tauben beim Aschenbrödel die Linsen und den Mais. Ich habe halt nur nicht gegurrt. 

Völlig entnervt habe ich mir dann Videos bei Youtube angeschaut, es stockte nämlich beim Anbringen der Schublade und der Tür. Diese Videos waren in Sprachen welche ich nicht verstand, also musste ich zig Mal schauen um zu schnallen wie herum denn nun und so weiter und so fort. Das war meine einzige Kommunikationsmöglichkeit. Ich habe den Schrank in jede erdenkliche Position gebracht um weiter zu kommen. Das Ding lag, dann stand es, dann lag es wieder. Und ich war immer bemüht die für mich beste Stellung zu finden um den Akkuschrauber anzusetzen. Meine Aggressionspotential war schon ganz weit oben, aber ich wollte endlich zumindest den kleineren Schrank nutzen können. Egal wie der aussieht. Und was soll ich sagen? Er sieht bescheiden aus! Die Schublade darf man nicht anfassen, hüppt die gleich raus aus den wabbeligen Schienen, und die Tür schließt auch nicht so wirklich gerade. Überhaupt darf man an das Schränkchen nicht gegen titschen, es wackelt in einer ganz speziellen Form.

So, nun steht hier noch original verpackt ein Hochschrank mit zwei (!!!) Türen. Und er bleibt auch verpackt in naher Zukunft. Ich muss einen Tag erwischen an dem ich besonders motiviert bin. Und an dem ich bei Youtube wieder Handwerker-Videos anschauen mag in Sprachen, welche ich nicht verstehe. Und an dem der Akkuschrauber wieder aufgeladen ist. Oder bis ich in diversen Kleinanzeigen Badmöbel finde, welche schon zusammen gebaut sind.

Der Akkuschrauber ist aber mein Freund, dieses Erfolgserlebnis wenn die Schraube in der Versenkung verschwunden ist und man zu allem Überfluss die Schraube überdreht hat. Wenn ich nix kann, aber überdrehen kann ich. Schraubentechnisch und mental. ^^

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„Das gibt ein geschmeidiges Fell.“

 

(Quelle Bild: Pixabay/stevepb)

Oder: Der Kampf mit 2 Stücken Butter und 10 Eiern ohne Mixer.

Es kam mir kürzlich in den Sinn einen Kuchen zu backen. Einen Nusskuchen. Habe ich lange nicht mehr gegessen/gebacken, und eine meiner liebsten Kolleginnen hatte auch Heißhunger darauf. Leider habe ich das Rezept vom Nusskuchen meiner Mutter nicht mehr, es war der beste Nusskuchen dieser Welt. Die Kuchen unserer Mütter/Großmütter waren generell die besten Kuchen dieser Welt.

Also habe ich diverse Rezepte online rausgesucht, mit Äppeln drin, schön saftig und fruchtig, und natürlich habe ich gleich die doppelte Menge an Zutaten eingekauft: Einen Kuchen für uns zu Hause und einen Kuchen für das Büro. Ihr kennt das ja: Kuchen im Büro sorgt immer für Luftsprünge. Kuchen im Büro ist quasi wie „Rock am Ring“ für Verwaltungsfachangestellte und diverse andere Berufsgruppen.

So habe ich 2 Stücken Butter und 10 Eier in die Rührschüssel geballert, wollte den Mixer aktivieren und siehe da: Der Mixer wollte nicht mehr. Es war noch der Mixer meiner Oma, ich möchte schwören mit diesem Mixer wurde schon der Kuchen zu meiner Einschulung angerührt. Er hat lange gehalten, kein Thema, aber musste das gerade jetzt sein? Ja, was denn nun? Einen Mixer in der Nachbarschaft leihen? Es war ein Sonntag, das muss ich kurz erwähnen, ich hätte keinen Mixer kaufen können. Da ich aber auch aussah wie die Grazie vom Schlammteich, fiel diese Option weg. Mit Hüttenschuhen und in Jogginghose mit wenig Elastananteil durch das Treppenhaus schleichen bzw. bei den Nachbarn klingeln macht jetzt nicht soooo den seriösen Eindruck. Und ich fragte mich wie wohl meine Urgroßmütter ihre Kuchen anrührten zu Zeiten, in denen es keine Mixer gab.

Also die Ärmel hochgekrempelt, diverse Kochlöffel und Schneebesen bereitgelegt, die elastanarme Jogginghose glatt gestrichen  und ab ging die Luzie.

Und was soll ich sagen? Es erforderte zwar viel körperlichen Einsatz, es dauerte etwas länger, aber ich bekam alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verrührt und aus dem geschmeidigen Teig wurde ein leckerer Nusskuchen mit Äppeln drin. 

Als einer meiner Kollegen den Kuchen genüsslich verspeiste, sagte eine Kollegin zu ihm:

Da sind 2 Stücken Butter drin und 10 Eier – das gibt ein geschmeidiges Fell!“

Wer sich daraufhin fast am Nusskuchen verschluckte vor Lachen, das erratet bitte alleine.

Und die Moral von der Geschicht: Ein Mixer will irgendwann auch mal nicht. ^^

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Car wash: Links ich – rechts tonnenweise Schaum.

Quelle Bild: Pixabay/Mimzy)

Eigentlich musste ich mir nie Gedanken machen um das säubern meines KFZ: Mein Papa hatte ein Waschgerät und so hielt ich hin und wieder den Pistolenschlauch auf meine Karren.

Nun musste ich mich neu orientieren und schaute mir nebenbei mal eine Waschanlage Marke „do it yourself“ an. So ganz ohne

„Guten Tag, fahren Sie den Wagen vor, wir machen das für Sie. Bezahlt wird am Ende, Sie stehen da nur rum, gucken zu und schon jetzt  einen schönen Abend, gute Frau.“

Während ich mein KFZ kürzlich an einer Tankstelle mit Waschstrasse aussaugte, hatte ich immer die Männer im Auge welche ihre Autos selbst reinigten in einer Waschstrasse.  Learning bei looking quasi.

Ich schaute mir auch zwischendurch die Erklärungen in diesen Waschanlagen an. Da hängen ja so Hinweisschilder für den exakten Gebrauch. Und ich fragte vorsichtshalber in der Tankstelle nach wie das alles so funktioniert und all das Gedöns. Die mündliche Einweisung erfolgte und ich krempelte die Ärmel hoch. Attacke, es geht ab! Und schwupps – hatte ich mir 2 Waschmarken gekauft und rammelte mein KFZ in die heiligen Hallen der Waschanlage. Die Waschmarke Nummer 1 warf ich ein, das Programm „Vorwäsche“ wurde meinerseits gewählt und ab ging die Luzie. Alles nach Plan und Anweisung.

Ich feudelte mein KFZ ab und feudelte es ab und feudelte es ab. Mich wunderte, dass irgendwie kein Schaum erschien. Vielleicht kommt das noch. So freudelte ich weiter.

Ich vernahm wohl aus dem Augenwinkel, dass rechts neben mir eine Reinigungsbürste Schaum spuckte wie irre. Unten auf dem Boden bildete sich schon ein kleiner Schaumberg mit rasanter Geschwindigkeit. Ich war aber noch am feudeln, mit meiner Reinigungspistole beschäftigt und wusste nicht, warum der Schaumberg immer weiter anschwoll wie manch einem der Kamm. Bis ich auf die Idee kam, nachdem mich ein anwesender Mann anstarrte wie die Jungfrau Maria, dass die Schaum spuckende Reinigungsbürste zu meinem Waschvorgang gehörte.

Pistole links rein geprümmelt, die Reinigungsbürste mit Schaum  geschwängert rechts raus gerissen und mein KFZ geschrubbt wie irre, weil die Waschprogramme ja zeitlich begrenzt sind. Mir was das so peinlich!

Zack, die Uhr war abgelaufen, mein KFZ war voller Schaum, und so warf ich die nächste Marke ein zum abspülen. Und stellte das Programm auch auf „abspülen“. Mein Blick ging durch meine Reinigungsstraße, ich hatte Panik, dass die wieder irgend eine Bürste irgend etwas ausspuckt und ich das nicht raffe. Dem war aber nicht so, ich war auf dem richtigen Weg.

Als auch dieses Waschprogramm abgelaufen war, da war ich sooooooooooo stolz auch mich, dass ich nochmal in die Tankstelle ging und verkündete, dass ich es geschafft hatte. Holperig, mit einigen Ungereimtheiten, aber ich hatte es geschafft. Yeah!

Ich habe zwar einen Tag später gesehen, dass der Dreck unten am KFZ noch da war, aber ich wusste ja die Erklärung mit der missachteten Reinigungsbürste.

Noch 2x feudeln und ich habe es drauf. ^^

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Ein Pümpel mit „Bums“: Mein neuer Pressluft-Rohrreiniger

(Quelle Bild: Pixabay/Alexas_Fotos)

Ach Herrje, was für eine Vollkatastrophe wenn das Klo verstopft ist und man komplett überfordert mit der Gesamtsituation. Nach zaghaften Versuchen mittels Spülmittel, Backpulver, Essig und heißem Wasser tat sich … nichts.

Nach weiteren chemischen Keulen mittels Rohrreiniger tat sich ebenfalls … nichts. Du kannst das wiederholen bis zum geht nicht mehr:

Ist das Rohr zu, dann tut sich … nichts.

Ein Hoch auf eine Gästetoilette, war zumindest der lückenlose Ausscheidungsprozess gesichert hier im Hause. 

Ja, man denkt kurz über einen Sanitärfachmann nach, aber wiederum auch nicht so wirklich. Der kostet Kohle. Aber viel schlimmer: Der sieht das Drama dann im Schacht. Ich wusste ja nicht, was denn da genau das Rohr verstopft hatte.

Okay, alles klar, kaufen ich einen Pümpel, der war hier noch nie im Haushalt an Bord.

Geschäft Nummer 1: Pümpel ausverkauft.

Geschäft Nummer 2: Ich habe den Pümpel nicht gefunden.

Aber dafür sah ich im Angebot einen Pressluft-Rohrreiniger, quasi einen Hightech-Pümpel. Kurz die Beschreibung gelesen, er soll alle Verstopfungen ohne Chemie und ohne großen Kraftaufwand lösen. Und das auch noch total simpel. 

Ich das Ding unter den Arm geklemmt und ab an die Kasse.

Die Dame an der Kasse so:

Du tust mir leid!“

Ich so:

Ich mir auch!“

Ich verlangte kurz nach einem Kollegen der mir das Ding erklärt, dieser war auch recht schnell zur Stelle.

Ich konnte meine Fragen stellen zu dem Hightech-Pümpel und staunte nicht schlecht bei seinen Antworten: Ich solle mir alte Kleidung anziehen, die direkte Umgebung etwas abdecken weil es schmutzig werden kann. Lang und schmutzig.  Wegen dem Druck und und dem Verteilungsprozess der Rohrverstopfung. Denn auch ich wusste nicht, was sich genau in diesem Rohr so hartnäckig breitgemacht hatte.

Zu Hause angekommen vertraute ich noch auf mich und ein Wunder, hatte Panik vor den Nachwehen des Pressluft-Rohrreinigers, zog mir einen Müllbeutel über den Arm und fuchtelte in dem Rohr herum wie ein Tierarzt im Darm vom lieben Vieh bei einer biologischen Verstopfung quasi.

Das muss doch da zu lösen sein irgendwie. Es war aber nicht zu lösen, das Rohr war dicht und es tat sich … nichts. 

So baute ich den Pressluft-Rohrreiniger zusammen, schaut zeitgleich ein Video zu dem Thema bei Youtube, deckte alles mit Müllbeuteln ab und zog mir die letzte Klamotte an. Ich dockte den Pümpel an mit einer Präzision, welche selbst mich erstaute. Der Pumpvorgang wurde meinerseits gestartet. 

Mir stand der Schweiß auf der Stirn, der Zeigefinger stand am Abzug und ich stand am Pott. 

Ich drückte den Abzug, es gab einen dezenten Knall und siehe da: Das Rohr war frei!

So stand ich mit der letzten Klamotte ausstaffiert vor dem Klo und feierte mich. 

Und nein, es gab keine Sauerei.

Und nein, Youtube-Videos zu dem Thema verwirren nicht.

Und nein, ich habe keine Angst mehr vor dem Supergau der Verstopfung jeglicher Art hier im Haushalt.

Ich bin die Herrscherin am Abzug vom Pressluft-Rohrreiniger. Mit drei verschiedenen Aufsätzen für alle Vollkatastrophen at home. Yeah! ^^

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Ein Samstagabend auf der Polizeiwache: Läuft!

(Quelle Bild: Pixabay/Alexas_Fotos)

Es sollte ein total entspannter, ruhiger Samstagabend werden. Beim Einkaufen überkam mich die Idee und der Heißhunger auf eine Pizza vom Schnellimbiss nebenan. Man gönnt sich ja sonst nix. Mit der Pizzaschachtel auf dem Beifahrersitz und Knoblauch geschwängertem Duft im Flirtmobil musste ich rückwärts vom Parkplatz auf die Hauptstraße fahren, jetzt nicht so meine Königsdisziplin. Und plötzlich gab es einen Rums! Mir blieb das Herz stehen, ich dachte im ersten Moment ich habe jemanden angefahren. Ich fuhr ein paar Meter weiter und sah im Rückspiegel, dass ich auf einer kleinen Verkehrsinsel ein kleines Schild in Schräglage gefahren hatte. Ich also links ran und das Auto begutachtet: Im Dunkeln war nichts zu sehen. Und ich hatte mein Handy nicht dabei um die Polizei zu informieren. Zu Hause angekommen habe ich die Pizza auf den Esstisch geschmissen und die Polizei angerufen um den kleinen Unfall zu melden. Alles andere wäre ja Fahrerflucht gewesen. Man bat mich kurz vorbei zu kommen. Jacke wieder an, ab ins Auto und zur Wache gerammelt. Der freundliche Herr ging mit einer Taschenlampe an mein Auto, und da sah ich dann auch den Schaden. Das Flirtmobil hat etwas gelitten. Der Lack war ab, wie bei der Fahrzeugführerin auch 😉 

Auf die Frage des freundlichen Herren, ob mein Abstandhalter nicht gepiept hat konnte ich nur antworten, dass meine Karre 20 Jahre alt ist und noch über ein Kassettendeck verfügt.

Er so:

Kassetten gibt es doch gar nicht mehr.“

Ich so:

„Doch, ich habe noch 3 Tüten voll.“

Er so:

Schweigen!

Und dann habe ich gelitten als der freundliche Herr sah, dass mein TÜV abgelaufen ist. Ach Du Schande, wie peinlich! Die Frage nach Führerschein und Fahrzeugschein löste Schweißausbrüche in mir aus, denn ich war ohne Handtasche losgefahren. In meiner Jackentasche schlummerten nur meine Geldbörse, Kippen, mein Handy und eine alte Rotzfahne. Okay, okay, okay, fahren wir halt schnell nach Hause. Beim Verlassen des Parkplatzes leuchtete meine Tanknadel rot.

Sprit ist alle – böse Falle.

Ich kam aber noch zu Hause an, rannte die Treppen rauf, schnappte meine Handtasche, rannte die Treppe wieder runter, und hatte noch den Knoblauch geschwängerten Duft der Pizza vom Esstisch in der Nase. Also wieder zur Wache gebrettert, die Papiere vorgezeigt, den Vorgang aufgenommen und zwischendurch dachte ich mir, dass es sicherlich bessere Alternativen für einen Samstagabend geben mag: Zum Beispiel eine warme, Knoblauch geschwängerte Pizza. Der freundliche Herr sagte mir, dass er sich den Schaden an dem Schild noch anschaut. Ich war so froh, dass ich da nicht mit hin musste. Ich dachte echt ich muss in den Streifenwagen steigen, an der Verkehrsinsel aussteigen und dann kriegen etliche Leute mit, dass ich ein kleines blaues Verkehrsschild umgehämmert habe.

Dann kam noch die Ermahnung wegen dem TÜV, ihr ahnt sicherlich was hier nächste Woche auf der Prioritätenliste ganz oben steht.

So fuhr ich wieder nach Hause mit rot leuchtender Tanknadel, rannte die Treppen wieder rauf und aß meine mittlerweile kalte Pizza mit Knoblauch geschwängertem Belag.

Ich bin gespannt auf die Rechnung der Straßenmeisterei.

Freunde, macht es bitte nicht so teuer. Ich biege das Ding auch wieder gerade wenn es sein muss. Echt jetzt.“ ^^

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„Ich sehe Dich nicht, also bist Du nicht da.“

(Quelle Bild: Pixabay/ivanogood)

Wir kennen sicherlich alle die Situation, dass

a) wir Menschen sehen, denen wir lieber nicht begegnen wollten/möchten oder

b) Menschen uns sehen, die uns lieber nicht begegnet wären/begegnen wollten.

Fangen wir bei b an, also bei den Menschen welche eine Krise bekommen wenn sie Dich oder mich oder sie oder ihn sehen. Das ist alles im grünen Bereich, man kann nicht mit allen peoples of the world können. Dann ignoriert man sich gekonnt, schleicht aneinander vorbei.

Was mich teilweise so nachdenklich stimmt sind Leute, die mich vor relativ kurzer Zeit noch mit High five begrüßten, und urplötzlich durch mich hindurch schauen. Als hätte ich den Mantel der Unsichtbarkeit an. Wie in Trance wandeln die. Oder wie unter Hypnose. Ich könnte ein Martinshorn auf dem Kopp haben in dem grellsten Blauton on earth, mit dem lautesten Signalton on earth, aber die sehen und hören mich einfach nicht. Als wäre ein kurzzeitige Blind- und Taubheit eingetreten plus Amnesie. So wandeln sie an mir vorbei.

Kommen wir zu Punkt a, wir begegnen Menschen wo man denkt:

Ach Herrje, die/der hat mir gerade noch gefehlt.“

Das ist jetzt nicht so meine Königsdisziplin, ich breche mir beim ignorieren oft total einen ab. Läuft mir so jemand plötzlich über den Weg, dann erschrecke ich mich volles Brett. Das merkt die/der andere meist. Dann finde mal den Übergang zum ignorieren. Ein Ding der Unmöglichkeit. Zumindest bei mir.

Befinde ich mich in einer solchen Situation, dann habe ich das Gefühl meine Haarspitzen zünden Wunderkerzen mit anschließendem 5-minütigem Feuerwerk, meine Kleidung nimmt eine Signalfarbe an, meine Schritte sind bis Kanada zu hören und auf meiner Stirn läuft ein Banner mit dem Text:

Ich sehe Dich nicht, also bist Du nicht da. Ich tu mein Bestes so ignoriertechnisch. Verzeih mir die verkackte Nummer. Sooorryyyy.“

Ein sehr guter Freund, wir haben uns eine Zeit lang ignoriert wie der Teufel die arme Seele, hat mich mal auf einen meiner „Ignorier-Momente“ angesprochen. Sein Wortlaut war in etwa:

Es ist natürlich überhaupt nicht aufgefallen, dass Du nach der Sichtung meines Autos in Deine Richtung hektisch angefangen hast in Deiner Handtasche zu kramen. Wie eine Bekloppte hast Du in Deiner Handtasche gekramt und Dein Handy raus geholt um so zu tun, als hättest Du gerade einen Anruf erhalten oder eine SMS oder ein Liebesgeständnis in einer Single-Börse. Man hat aber auf 20 Meter gesehen, dass Du das Handy falsch herum gehalten hast, Dein Kopp hat geleuchtet wie ein Feuermelder und als ich an Dir vorbei war, verschwand das wichtige Handy in der Manteltasche und Du bist um die nächste Ecke gerannt wie bei den Bundesjugendspielen 1981. Nur ohne Staffelstab und Turnanzug.“

Und weiß Gott, er hatte so Recht.

Ignorieren muss gekonnt sein. Ich kann es dann auch … nicht. ^^

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