Die strenge Lisbeth, der schelmische Harry und die schöne Meghan.

Auch ich bekenne mich zu den Menschen, die morgen von 11.00 Uhr bis knapp 15 Uhr vor dem Fernseher sitzen werden beim ZDF, um mal wieder einer royalen Hochzeit beizuwohnen. Weil mich so etwas wirklich fasziniert, gerade Hochzeiten dieser Rangordnung. Für mich jedes Mal wieder unvorstellbar dieser Hype, diese minutengenauen Planungen, dieses von Anfang bis Ende durchdachte Protokoll. Die vielen fast durchdrehenden Menschen in den Straßen von England.

Manchmal wünscht man sich fast, ein Blumenkind bekommt einen Schreikrampf und pfeffert jemandem aus der königlichen Familie das Blumenkörbchen um die adligen Ohren. Am besten Charles, er bietet die größte Angriffsfläche 😀

Oder sagt schlimme Worte auf dem Weg zum Altar:

Ich gehe nicht neben Kimberley, die riecht nach Furz, die doofe Kuh!“

Es passiert einfach nicht, die sind getrimmt wie der Rest des Adels. Bei der Hochzeit von William und Kate hatte zumindest Pippa Middleton mal kurz für Furore gesorgt mit ihrem engen Kleid hinten um den wohlgeformten Po herum. Das alleine war schon zu viel wie ich lesen konnte. Deshalb soll Meghan keine Trauzeugin bzw. Brautjungfern haben: Man hat Angst, da raubt wieder eine mit einem wohlgeformten Hinterteil der Braut die Show. Und der Lisbeth halt.

Der Harry, irgendwie fiel er mit seinen Eskapaden früher schon sehr aus der Rolle in Lisbeth ihrem Hause. Er hat ja schon so manchen Klopfer gebracht. Und gerade das finde ich so sympathisch an ihm. Sicherlich hat er Nummern gerissen welche weniger witzig waren. Teilweise sogar geschmacklos. Nur musste ich teilweise grinsen wenn wieder Schlagzeilen über ihn zu lesen waren, dass er beispielsweise abgefeiert hat wie ein Wahnsinniger, und für einige Momente die Etikette sowie Oma Lisbeth vergaß. William ist ja eher so der ruhige, besonnene, artige Part. Ein kleiner Betbruder eben. Und dann kam der Harry und riss mit seinen Stories fast den Palast aus der Verankerung.

Die Presse überschlägt sich seit Monaten, es wird mit wilden Spekulationen um sich geworfen. Das Leben der Meghan M. wird auseinander genommen wie ein toter Fisch beim sezieren. Die strunzendoofen Überschriften ließen schon ahnen, dass da viel gequirlter Bullshit geschrieben wird. Ich finde sie sauhübsch, der Rest muss mich nicht interessieren.

Morgen sitze ich wie sicherlich Millionen anderer Menschen auch in Jogginghose vor der Flimmerkiste, mit einem kleinen Taschentuch ausstaffiert, Pott Kaffee am Mann/an der Frau und werde wie immer fasziniert sein von der royalen Welt und dem Drumherum.

Man mag als kleines Mädchen davon geträumt haben, dass man einen Prinzen heiratet. Heute nicht mehr. Mal ehrlich? Für mich wäre das alles nichts. So das Leben am Hofe im allgemeinen, mit Lisbeth oder einer Frau wie Lisbeth in der Verwandtschaft. Weil ich mich all den Regeln, der schon genannten Etikette, diesem dauernden Benehmen müssen nicht stellen wollen würde. Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass die morgen eine Hochzeit feiern, welche wie eine Party wirkt, also bei der man eben richtig abfeiert. Wobei ich vorhin hörte, dass der Brauttanz nach Whitney Houstons Song: „I wanna dance with somebody“ abgehen soll. Weil beide Fans von ihr sind. Es wäre ihnen zu wünschen, dass sie so feiern wie sie feiern möchten, und nicht nach Regeln und Zeitplan. Das sind junge Leute.

Ich stelle es mir total steif vor. Da kann man als Braut nicht mal eben mit einem Bier um die Ecke huschen und heimlich `ne Kippe rauchen: Da wird die Lisbeth schon für sorgen! Oder bei den Freunden/Kollegen am Tisch als Braut gemeinsam mit einem Schnappes anstoßen und sich anzügliche Witze erzählen:

Hier, kennste den? Fragt eine Nutte eine andere Nutte …“ Bla, bla, bla.

Haste auch Lisbeth hinter Dir stehen mit drohendem Finger.

Bei diesen Hochzeiten scheint alles minutiös durchgeplant, da wird nichts dem Zufall überlassen. Teilweise sitzen die ersten Gäste stundenlang in der Kirche. Sicherlich darf man dann auch nicht mal kurz austreten, das gibt das Protokoll nicht her. „Aufhalten bis zum Schluss-Segen“ ist die Devise.

Aber gut, vielleicht interpretiere ich das auch alles falsch und da fliegt morgen die Kuh, und die Lisbeth tanzt die Polonaise ihres Lebens und geht ab wie H. P. Baxxter zu „Hyper, Hyper“.

Apropo: Irgendwie finde ich es schon bemerkenswert, wenn sich eine Frau wie die Queen so im Griff hat. Über 90 Jahre alt, seit knapp 60 Jahren im „Job“, keine Skandale um sie persönlich. Der Rest der Truppe fiel ja doch hin und wieder auf mit „nicht dem Hof angemessenen Aktionen“.

Meghan sei zu wünschen, dass sie es vielleicht schafft etwas frischen Wind in die königlichen Hallen zu bringen. Eine junge, hübsche Frau, die keine über dem Knie endenden Röcke tragen darf und keine High Heels, ist irgendwie veraltet. Auch wenn es sich um ein Mitglied der königlichen Familie handelt.

Ich verwette meine durchflennte Rotzfahne von morgen darauf, dass sie es schafft. ^^

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Grüner, bunter, heller und schöner als sonst.

(Quelle Bilder: Steffi Werner)

Nee, ich habe mir keine neue Batikhose gekauft, ich meine den seit geraumer Zeit schon relativ gut gelaunten und alles gebenden Frühling. Mit blauem Himmel und Sonne satt. Irgendwie habe ich so den Eindruck, man freut sich von Jahr zu Jahr mehr auf diese Jahreszeit. Und nicht nur ich. Meine Freunde schießen Bilder in der Natur welche den Verdacht nahe legen, die freuen sich auch ein Loch in die Mütze. Bzw. freuen die sich ein Loch in die Mütze, ich weiß das ja, es sind eben meine Freunde.

Mein Onkel hat immer gesagt:

„Stefanie, es ist Böschungswetter“.

Das habe ich damals nicht gerafft. Heute weiß ich was er meinte. Er ist aber auch ein Schelm, der Onkel 🙂

Ich arbeite seit Mitte Oktober in einer Klinik im Wald, und habe fast ein halbes Jahr dieses Gelände kahl gesehen. Nackige Bäume und so. Nackige Bäume, Regen, auch oft arschkalt und keine Nebengeräusche. Ich konnte mir nicht vorstellen wie das alles ausschaut, wenn es wieder grün wird. Nun sehe ich es, schon geil irgendwie. Nebengeräusche sind auch da. Stellenweise die Vögel, stellenweise der „Rasenmäher-Mann“, welcher total konzentriert von links nach rechts und wieder von rechts nach links eimert auf seinem Gerät vor meinem Büro-Fenster, und mich minutenlang zurückwirft in meiner Schreibtätigkeit, weil ich nix höre außer sein Gerät. Er hat ja Kopfhörer auf, er ist fein raus aus der Nummer. Dafür liebe ich ihn, wenn es danach nach frisch gemähtem Gras riecht. Gäbe es diesen Duft als Parfüm, Deo oder Raumspray, ich würde mir das sofort kaufen.

 

 

 

Vor meinem Balkon stehen Birken, die waren auch fast ein halbes Jahr nackig. Wie schnell die plötzlich anfingen wieder grün zu werden, ich bilde mir ein man konnte es 12-stündlich in großen Schritten beobachten.

Die Menschen um mich herum haben generell bessere Laune. Ist der Himmel blau – scheint die Sonne – blühen die Kirsch- und Apfelbäume: Zack, alle glücklich. Jetzt wird sich verliebt, verlobt, verheiratet. Ich jetzt nicht, aber einige um mich rum. Es sei ihnen gegönnt. Ich bin aber auch gerade verknallt: In den Raps.

Ich kann mich nicht daran erinnern in den letzten Jahren mal hier über die Dörfer gegurkt zu sein, um dann aus dem Auto auszusteigen und ein paar Meter zu gehen. Als würde man das alles förmlich aufsaugen. Natürlich Bilder machend um sie dann bei Instagram und Co. zu teilen. Genau das macht die halbe Nation, der Frühling wird gerade gefeiert auf Teufel komm raus.

Vorhin war ich Einkaufen am Abend, da sind die meisten ja irgendwie pampig und müde und meckerig. Als ich das Schild „Kasse geschlossen“ hinter mir aufstellen musste, und die Kassiererin die Kunden an die andere Kasse verwies, dachte ich da kommt jetzt gleich volles Brett Gegenwehr mit Gemotze und so.

„Hier, was soll denn das? Ich habe doch nur 3 Harzer Roller, das geht doch schnell!“

Kam aber nichts. Alle so:

„Okay, na klar, kein Ding.“

Lächelnd auch noch. Das kann nur der Frühling so etwas. Oder die waren alle frisch verknallt oder frisch verlobt oder frisch verheiratet. Das weiß ich jetzt nicht. Ist ja auch wumpe.^^

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Erstens kommt es anders, und zweitens als mal plant.

 

Eigentlich sollte der heutige Tag DER Tag schlechthin werden für mich. Nein, nein, nein, ich wollte heute nicht heiraten. Wen denn auch 🙂

Ich wollte am frühen Morgen auf dem Weg ins Alte Land sein, zur Baumblüte. Tja, nun sitze ich nicht im Reisebus Richtung Heimat, sondern auf dem Sofa Richtung Bett.

Vielleicht erinnert ihr euch an die Kolumne, in der ich mein „Fernweh“ beschrieb die schönen Ecken dieses Landes betreffend.

Durch Zufall stolperte ich Anfang des Jahres über zwei Busunternehmen welche Tagesfahrten anbieten. Für mich „Autofahr-Legasthenikerin“ die Chance mal durch das Land zu eiern. In den Bus einsteigen – Leberwurststulle aus packen – zurücklehnen – Kopfhörer auf die Lauschlappen und Attacke in fremde Städte. Heute sollte die Jungfernfahrt sein. Wochenlang habe ich mich gefreut wie Bolle, mir einen neuen Rucksack gekauft, bequeme Schuhe plus Sport-BH, mal läuft ja viel 🙂

Wikipedia habe ich nach Infos durchforstet, Bilder angeschaut vom Alten Land. Ich habe den Fotoapparat aufgeladen, Belag für leckere Stullen besorgt, Mineralwasser inklusive, und ich sah mich schon in Reihe 3 rechts am Fenster sitzen. Aber: Diese Fahrt wurde aufgrund einer zu geringen Teilnehmerzahl storniert. Ich stornierte mich auch irgendwie, ich hätte heulen können.

Kennt ihr das, wenn man sich wochenlang auf etwas freut, einem dieses Vorhaben auch manchmal über Wasser hält im Alltag weil man etwas Tolles vor sich hat, und mit einem Schlag ist das erledigt? Aus die Maus? Ende im Gelände? Vergleichbar mit der Vorfreude auf ein Date mit einem rattenscharfen Typen und dann sagt der plötzlich ab!

Ich weiß nicht wie oft ich in der letzten Nacht wach wurde und dauernd an das Alte Land dachte. Dass ich dieses imposante Bild der blühenden Bäume nun verpasse. Auch das Mittagessen in Buxtehude, das war im Programm enthalten. In Buxtehude war ich auch noch nie. Ich kann euch nicht sagen wie vielen Menschen ich das in den letzten Wochen erzählt habe. Einige Kollegen und Freunde haben sich schlapp gelacht wenn ich die Passage mit dem Mittagessen in Buxtehude so betonte. Die sahen mich sicherlich vor ihrem geistigen Auge schon eine Scholle weglaschend am Tisch sitzend.

Nun bete ich zu dem Busunternehmen, allen Mitreisenden der Fahrten nach Potsdam und zur Kieler Woche, dass alle artig teilnehmen, nicht 26 Leute krank werden und die Fahrt nicht storniert wird, dass der Bus rappel voll ist und ich mich an diesen beiden Wochenende mal andernorts sehe.

Fahrt Nr. 4 zur Meyer-Werft in Papenburg steht auf meinem Wunschzettel, die auf den Brocken auch. Ich bin fast 48 Jahre alt, wohne quasi einen Steinwurf vom Harz entfernt und war noch nie auf dem Brocken. Das darf man auch keinem erzählen. Bei dieser Fahrt ist auch eine Kaffeetafel enthalten. Ich sehe mich da schon auf einer Holzbank sitzen und Nusstorte essen. Viel Nusstorte. Ich hoffe das ist „all you can eat“ oder sowas in der Art. Mit „Kaffee-Flat“. Und nein, ich kaufe keine Heizdecke, das verspreche ich euch. ^^

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Splitter oder nicht Splitter, das ist hier die Frage.


 

Tag 8 ohne Wlan in der Bude neigt sich dem Ende. Ohne Wlan, ohne Festnetztelefon, ohne Erreichbarkeit auf dem Handy, weil ich da merkwürdigerweise nicht mitbekomme wenn jemand an bimmelt. Die werden alle auf die Mailbox umgeleitet. Weiß der Teufel, was für Knöppe ich da wieder gedrückt habe. Der freundliche Nachbar hat uns sein Wlan angeboten, so kann man hin und wieder nach dem Rechten sehen im www, Musik hören, Kolumnen schreiben und Artikel.

Den besten Empfang haben wir in meinem Schlafzimmer. Am Fenster stehend. Richtung Nachbar. Da funzt das. Ich stehe am gekippten Fenster, der Kurze liegt auf meinem Bett. So viel Bewegung und Kommunikation war lange nicht in meinem Schlafgemach. Ansonsten warten wir halt gerade viel. Auf eine Verbindung. Die ist nämlich oft weg. Total nervig wenn man einen 354-Zeiler geschrieben hat, und der ist dann weg wenn Wlan vom Nachbar auch weg ist für Sekunden. Fängste wieder von vorne an. Bin ich froh, dass ich nicht verliebt bin und keine Liebesschwüre versenden muss. Sind die Debatte aus der Welt hier 🙂

4 Anrufe beim Anbieter, 2x Ferndiagnose, 1x Störung. Es muss jemand zu uns kommen. Das sollte morgen sein. Ich musste im Vorfeld klären ob ich eher Feierabend machen kann. Ich habe das Gästeklo geputzt. Ich habe Mineralwasser gekauft. Falls der Techniker mal pullern muss und Durst hat. Heute bekam ich eine SMS, dass jetzt alles wieder funktioniert. Störung behoben. Frau Werner ist wieder on air. Ich weiß nicht wo wieder alles funktioniert und Störungen behoben wurden, hier jedenfalls nicht. Ich habe alle Stecker für 2 Minuten gezogen, alles runter gefahren, die Telefonkabel geputzt, Batterien aus dem Telefon raus und wieder rein, Ententanz zur Auflockerung der Muskulatur, wieder alles hochgefahren: Das Schweigen im Walde.

Anruf Nr. 4 oder 5, nochmalige Fernwartung des Anbieters: Voll die fette Störung, aber voll. Der Techniker, welcher morgen kommen und an den Telefonkasten wollte, hat seinen Termin wieder gecancelt. Ob der am Kasten war weiß keiner, bei mir hat sich jedenfalls niemand gemeldet. Tja, nun stehen wir hier. Ich würde mal gerne wieder telefonieren können und angerufen werden. Nicht so ganz unwichtig wenn man Familie hat und Freunde und Kollegen. Zudem bezahlt man das alles ja auch. Der nette Mann vorhin hat so merkwürdige Fragen gestellt, bei denen ich mit 47 Jahren wie ein Ochse vor dem Tor stehe.

Was für eine Box haben Sie?“

So eine Rote, mit Grau abgesetzt.“

Nee, von welchem Anbieter.“

Ach so. Also, das war ja so vor 5 Jahren, Laber, Rabarber, Sabbel, Heul.“

Ähm, ziehen Sie mal den Stecker aus dem Splitter und machen ihn in die Dose in der Wand.“

(Oder war es umgekehrt?)

Jetzt links oder rechts? Würden Sie mir einen Gefallen tun? Sprechen Sie bitte mit mir wie mit einer 5-jährigen, ich komme da nicht mehr hinter her mit der Technik!“

Haben Sie Kinder? Können die helfen?“

„Äh, ja, der kommt bald, der macht das. Bald kommt er.“

Ich bin so froh, dass ich meinen Fernseher nicht auch damals über diesen Anbieter laufen lassen habe, ich stünde jetzt da wie die letzte uninformierte Eule.

Vielleicht morgen. Tschakka. Bald kommt er. ^^

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Erst im Wald, dann auf der Wache!

Manchmal frage ich mich warum es nicht möglich ist, dass ich mal 24 Stunden ohne kleine bis mittelschwere Katastrophen durch den Tag komme. Nur einen Tag. Meine Güte!

Es fing alles irrsinnig schön an, im Erlebniswald beim Waldmarkt. Und Jubiläum des Baumhaushotels. Ich habe heute meine erste Wildschweinbratwurst gegessen, mich mit Gewürzen eingedeckt und mir selber Schmuck geschenkt. Aus altem Besteck gemacht. Total geil. Mir schenkt ja sonst keiner was. Ja, ich weiß, ich hab`s schwer *jammer*

Mit dem Smartphone bewaffnet, stolperte ich durch den Wald/über das Gelände, ein Bild nach dem nächsten schießend. Mal ganz im Vertrauen: Wir wohnen hier schon geil 😉

Auf dem Weg zu meinem Auto, es zog sich, das glaubt mal, hält ein Bekannter mit dem Fahrrad an und fragt mich, warum mein vorderes Kennzeichen fehlt? Was? Oh Gott! Nee, nicht auch das noch! Ich im Schweinsgalopp zum Auto: Stimmt, Nummernschild weg, mich blickte ein schwarzes, nacktes Gestell an. Mein Bekannter und ich sprachen noch darüber, dass ich am besten den Verlust gleich melde auf der hiesigen Wache. Vielleicht wurde es auch schon gefunden.

Ich bin der größte Schisser vor dem Herrn bei so einer Nummer. Nun musste ich knapp 10 km zurück. Mit nackter Vorderfront. Mir war das saupeinlich. Und ich hatte Angst, dass mir ein Streifenwagen entgegenkommt, dieser hinter mir her fährt mit dieser Leuchtschrift oben auf dem Dach – „anhalten, Sie kennzeichenlose Tusse, aber zackig“ – man mich raus winkt und dann die Nummer kommt mit Papieren und Verbandkasten zeigen und erklären, dass man das Nummernschild verloren hat! Andere verlieren Schlüssel oder was weiß ich, wir verlieren Nummernschilder. Meine Fresse!

Auf dem Weg zur Polizei habe ich versucht genau so hinter dem vorausfahrenden Fahrzeug zu fahren, dass keiner meine nackte Schürze sieht. Einige Leuten schauten nämlich schon blöd beim Anblick meiner Frontansicht. Also vom Auto jetzt 😀

Auf der Wache angekommen betete ich gen Himmel, dass ein Beamter im Dienst ist welcher mich kennt. Und vielleicht weiß, dass mein Leben so im allgemeinen und des öfteren durch solche Katastrophen gezeichnet ist. Und zum Glück: Er kannte mich. Ich Hibbelkopp muss da rein gestürzt sein als hätte man mich ausgeraubt. Ich bin dann immer so uffjeregt, flügelschlagend, mit verzerrt hoher Stimme und schwitzend. Jeder andere hätte gedacht:

„Ihr Nummernschild mag sie verloren haben, ihre Unschuld wohl nicht. Was ein Weib!“

Der nette Polizist und ich haben kurz den Schaden angeschaut, es muss sich gelockert haben das Kennzeichen, also kein Diebstahl. Ich habe nämlich darüber nachgedacht, dass sich ein schlimmer Finger mein Nummernschild vorne dran klatschen könnte, eine Bank ausraubt, und hier steht heute nachher das SEK am Bette.

Nun ist aktenkundig dass mein Nummernschild irgendwo im Uslarer Land liegt, ich war über die Stadtgrenze nicht hinaus seit gestern. Das weitere Vorgehen wurde besprochen und ich habe nun einen Zettel in meiner Handtasche, dass das fehlende Nummernschild gemeldet wurde. Falls mich morgen im Hessenland ein anderer Streifenwagen anhält auf dem Weg in die Klinik. Ich bin immer total angespannt wenn die Damen und Herren nebst Dienstwagen in meiner Nähe sind. Totaler Schwachsinn, ich mache ja nichts. Wegen eines fehlenden Nummerschildes wandert man ja nicht in U-Haft bei Wasser und Brot.

Ich hätte mich stundenlang auf der Wache umschauen können, habe wieder gefragt wie eine 5-jährige, so a la:

„Is ruhig heute?“

„Mit welcher Besatzung arbeitet ihr?“

„Was ist denn jetzt wenn und überhaupt und generell?“

„Warum?“

Die Damen und Herren waren wirklich nett, ich kann das nicht anders sagen.

Eben kam eine whatsapp vom Kurzen, der ist 35 km entfernt von mir. Ob ich schon mitbekommen habe, dass unser Nummernschild vorne fehlt. Er wurde darauf angesprochen. Spitze, das höre ich gerne, das hat noch gefehlt. Vielleicht hänge ich mir da morgen früh einen Blumenstrauß vor, damit das nicht so nackt aussieht wenn ich zur Arbeit fahre.

Und die Moral von der Geschicht: Mach `nen Aufruf bei Facebook, dann findet es sich oder auch nicht. Warum ich keinen Mann habe? Den würde ich auch noch verlieren. ^^

!!!Falls es jemand findet der uns kennt, dann bitte melden!!!

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550 Singlemänner in einer Boeing 747

Der 1. April: Für mich “Naivchen” einen rabenschwarzer Tag.

Ging auch gut los vorhin: Ich habe eine Meldung bei Facebook gelesen, dass die Hilfsorganisation, für die auch ich tätig bin, jetzt “Rettungsschweine” ausbildet, als Unterstützung für die Rettungshunde. Mein erster Gedanke war:

“Cool, kannste jetzt doch bald an Übungen teilnehmen.”

Ich habe ja Angst vor Hunden.
Als ich gerade ansetzen wollte um meine durchaus vor Euphorie triefende Meinung kundzutun, fiel mir ein:

“Attention Frau Werner, heute ist der 1. April.”

Da ich zu den Menschen gehöre die erst mal alles glauben, versuche ich an Tagen wie dem heutigen keine große Konversation zu betreiben. Und am besten nix kommentieren, weil ich nicht weiß ob Ente oder nicht Ente oder Ente süß-sauer.
Am 1. April stelle ich alles in Frage, alles.
Und falle mit Pauken und Trompeten auf fast jeden Joke rein.
Würde es jetzt hier klingeln, und es würde jemand in die Sprechanlage brüllen:

“Steffi, komm mal schnell runter, hier liegt ein Brontosaurus, und der atmet so unregelmäßig”,

ich würde in meinen Tiger-Puschen mit 70 km/h die Treppe runter laufen, den 1. Hilfe-Beutel unterm Arm, im Geiste die Reanimation vornehmend.
Käme ein Anruf, ich müsste mal ganz schnell meinen Wagen wegfahren, weil hier gleich eine Boeing 747 zwischenlandet, besetzt mit 550 nackten Singlemännern, die alle mal ganz dringend auf meine Toilette müssten, ich würde meinen Wagen wegfahren, auch in Tiger-Puschen.
Heute wäre ein exzellenter Tag jemandem seine Liebe zu gestehen. Reagiert die Person jetzt nicht soooooo begeistert, könnte man es revidieren mit den Worten

“April, April.”

So käme man quasi noch raus aus der peinlichen Nummer.


Hätte ich über 75 Mille beim Euro-Jackpot gewonnen, hätte ich es heute erzählt. Da glaubt es einem ja eh keine Sau.

“Hier, der war echt gut, da träumste von, wa?”

Ich werde mich heute viel zu Hause aufhalten, wenig ans Telefon gehen, bei Facebook nichts kommentieren, und mich heute Abend selbst auf meinem Sofa für meine grenzenlose Naivität feiern.

“Ihr Name war Naiv, Steffi Naiv.” ^^

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Ich finde da keinen Pinökel

Als ich heute Morgen mehr so nebenbei in meinem Statuseintrag bei Facebook erwähnte, dass ich seit der Umstellung auf die Sommerzeit jetzt wieder „up to date“ bin was meine Uhrzeit im Auto angeht, war ich nicht im entferntesten darauf vorbereitet, dass total viele meiner Freunde auch in der Winterzeit mit Sommerzeit in der Weltgeschichte herum fuhren.

Einige wenige berichteten, dass sie nun die Winterzeit im Karren angezeigt bekommen, so wie meine beste Freundin. Das schrieb sie mir vorhin bei Whatsapp. Also irgendwie hängen anscheinend viele in der Zeitschleife in ihren Kisten.

Letztes oder vorletztes Jahr hatte mir ein Mechaniker in der Werkstatt die Uhrzeit umgestellt. Ich hatte ihn gar nicht darum gebeten, es ging um ein anderes Problem mit meinem Kfz. Er sah es und handelte. Und dachte bestimmt:

„Weiber! Tausend Dinge ins Gesicht klatschen, aber keine Uhr umstellen können!“

Und mal ganz ehrlich? Ich finde neben der Uhr im Auto auch keinen Pinökel den ich drücken, raus ziehen oder malträtieren könnte. Irgendwie ist da nix. Meine Uhr ist allerdings nicht nur stundenmäßig falsch eingestellt gewesen, sondern sie geht auch knapp 15 Minuten vor. Ich weiß das ja, rechne dann immer 15 Minuten zurück auf dem Weg zur Arbeit oder zu Terminen. Mitfahrer, welche diese Marotte nicht kennen, schauen immer total sparsam auf meine Uhr. Ich kann die Panik bei denen quasi riechen. Manchen erkläre ich das Problem, andere lasse ich schmoren. Wie unruhig einige dann auf dem Sitz herum rutschen 🙂

Was die Änderung der Uhrzeit hier in der Bude angeht, sind wir in der Sommerzeit angekommen. Okay, okay, die Mikrowelle hat immer total wirre Zeiten auf dem Display, die zählt aber nicht. Die soll nur das Essen warm machen, nicht die Uhrzeit anzeigen.

Im Auto ist jetzt auch alles klar. Fast. Bis auf die 15 Minuten Verzögerung. Im Büro hängt keine Uhr, die PC werden sich automatisch umgestellt haben. I hope so. Das sehe ich ja morgen.

Eben bei Instagram reagierte wieder eine Frau welche auch zugab, dass sie nun im Auto die richtige Uhrzeit hat.

Ist das eigentlich ein typisch weibliches Problem mit den Uhren im Auto? Oder wie? Oder was? Hä? ^^

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Frühlingsgefühle kommen dann wann?

Die Sneaker wollen aus dem Schuhschrank.

Noch vor ein paar Tagen hatte ich Frühlingsgefühle. Diese unerklärliche Leichtigkeit, gute Laune, Beschwingtheit, die Lizenz zum Verlieben und Vorfreude darauf, dass das Leben wieder bunt wird. Bunt im Bezug auf Bäume mit grünen Blättern und auf Osterglocken, auf Krokusse, auf blauen Himmel und Sonnenschein. Ich hatte so Bock darauf, die Winterjacke gegen die Jeansjacke tauschen zu können und die Winterbotten gegen die Sneaker. Ich hatte so Bock auf laue Tage und Abende, draußen sitzen mit Freunden, quatschen und Spaß haben an der frischen Luft.

Als ich vor ein paar Tagen in die Mittagspause ging, ich laufe dann immer ein paar Meter draußen umher, da roch es auch schon nach Frühling. Ich hatte echt Lust auf einen Marsch durch den nahegelegenen Wald. Stundenlang. Die frühlingshaft geschwängerte Luft aufsaugend. Meine Hoffnung war, dass dem Winter nun die Luft ausgeht, die Russen-Peitsche der Geschichte angehört und wir die Winterklamotten hinten in den Schrank schubsen können.

Irgendwie hatte man das Gefühl, wir hatten 6 Monate Herbst. Mir gingen dieses grauen, dunklen und regenreichen Tage total auf den Sack. Der Winter war ja quasi kein Winter, bis auf die wenige Tage mit Schnee und Minusgraden. Aber selbst die reichen mir jetzt. Ich weiß, ich weiß, ich weiß, wir haben noch Winter so kalendarisch gesehen. Es ist keine Premiere, dass wir Mitte März noch Schnee haben und Minus 4 Grad. Hatten wir schon – kennen wir schon – müssen wir mit leben.

Ich persönlich hatte meine Winterjacke schon nach rechts außen gehangen, die Winterbotten übergefeudelt und im Schuhschrank nach hinten gestellt. Das Parfüm der schweren Nuancen gegen das Parfüm der leichten Nuancen ausgetauscht.

Ein paar Tage hatte wir Temperaturen die Hoffnung darauf machten, dass es bald wieder rund geht mit den Frühlingsgefühlen.

Meine Wetter-App sagt mir, dass wir auch am 01.04. des nachts noch Minusgrade haben hier in der Region. Dann reicht es aber auch, ich habe die Faxen echt dicke! ^^

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Wenn der Postmann 1x klingelt.

So stand ich gestern Morgen da wie eine Magd aus Uhlenbusch.

Ich hatte etwas im Internet bestellt und bekam eine Mitteilung, dass diese Lieferung in 2-3 Werktagen bei mir ist. Das wäre dann Montag oder Dienstag gewesen nach meiner Berechnung. Ich bestelle total selten, mir ist das immer zu kompliziert. Weil ich tagsüber nicht da bin. Meist hat man dann diese Benachrichtigungskarte im Briefkasten, dass das Paket bei der Post liegt oder in diesen Apparatismen. Diese neumodernen Aufbewahrungsfächer, bei denen man den Code der Benachrichtigungskarte vorhalten muss, auf einem Display unterschreibt und das Gedöns. Ich breche mir da regelmäßig einen ab. Auch aus diesem Grund kaufe ich lieber vor Ort. Vor Ort ist immer besser.

Nun sitze ich gestern Morgen in der Küche bei einem „Hallo wach-Kaffee“, mit einem alten Herren-Frotteebademantel bekleidet, zwei verschiedene Socken an, wirres Haupthaar, total zerknautscht. Und es klingelte. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich das Postauto. Nun sollte alles ganz schnell gehen. Ich an die Gegensprechanlage und rein getrötert. Ich wollte um etwas Zeit bitten um mir was an den Hintern zu ziehen. Unsere Gegensprechanlage hat ihre eigenen Regeln, mal geht sie und mal geht sie nicht. Gestern ging sie nicht! Während ich flügelschlagend vor dem Schuhschrank rum sprang und überlegte wie ich schnell aus der Nummer komme, höre ich im Hausflur schon Stimmen. Och nee, bitte nicht! Als ich die Tür öffnete, sprang schon ein sportlicher, gutaussehender Jüngling in den 4. Stock. Ich habe versucht meinen Unterkörper hinter der Wohnungstür zu verstecken, damit er das modische Drama unten rum nicht sieht. Ging nicht. Also stand ich in voller Pracht morgens um Zehne im Hausflur. Ich habe mich 1000x bei dem jungen Mann für mein Erscheinungsbild entschuldigt. Aus dem Hals habe ich dabei bestimmt nach schwarzem Kaffee gestunken. Sagt er:

„Wenn ich heute frei hätte, dann hätte ich auch länger geschlafen.“

Toll, er dachte sicherlich nicht nur:

„Was ein optischer Fauxpas, dieses Weib“,

er dachte sicherlich auch:

„und pennen tut sie bis in die Puppen“.

Ich schnell die Lieferung unterschrieben, das Paket an mich gerissen und in Windeseile die Tür zu. Rums!

Mein Gedanke war, dass er später zu seinen Kollegen sagt:

„Falls ihr was für die 15 habt, für die olle Schrulle von oben, dann macht euch auf was gefasst. Die sieht aus wie Elli Pirelli. Von oben bis unten. Und `ne Fackel nach Kaffee hat sie, da wird Dir schlecht!“ ^^

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„Wo sind denn hier die Rohrzangen?“

Am Freitag nach Feierabend musste ich noch in den Baumarkt vor Ort. Weil ich für die Schlüsselanhänger aus der Verlosung noch Schlüsselringe brauchte. Ich schlendere gerne dort mal durch. Gerade durch die Lampenabteilung. Weil dann immer alle Lampen angehen wenn man dort rum schleicht. Bewegungsmelder, ihr versteht? Als ob man auf einer Showbühne steht: Licht aus – Spot an! Sauwitzig fand ich auch die Test-Klingeln: Da konnte man drauf drücken und es ertönte der Klingelton. Ding-Dong! Ich brauche keine Klingel, aber ich hätte stundenlang da stehen können und auf die Klingelknöpfe drücken. Ich glaube diese Klingeln gibt es nicht mehr. Schade.

Das Efeu wächst knusprig

Die Schlüsselringe hatte ich gefunden, und machte noch einen Abstecher in die Blumenabteilung. Mir ist mein drittes Efeu in Folge eingegangen, ich hatte sie bislang oft vergessen zu gießen. Bei mir wächst vieles knusprig quasi. So entschied ich mich für ein Kunst-Efeu. Das muss ich nicht gießen, allenfalls mal abstauben. Die Dinger sehen heutzutage ja nicht mehr sooooo künstlich aus.

Mit dem Löffelstiel gegen den Stift

Auf dem Weg zur Kasse fiel mir ein, dass ich noch eine Rohrzange brauche. Weil unsere Küchenheizung seit Wochen nicht geht, der Stift kommt immer nicht raus. Ohne Stift keine warme Bude. Wir Frauen wäre keine Frauen, würden wir solche Probleme nicht auf unsere Art und Weise lösen wollen. Ich hatte es mit einem Löffelstiel versucht, also den Stift zu lockern, damit endlich die Heizung angeht. Fettlöser hatte ich auch in Unmengen drauf gesprüht. Die Dinger hängen gerne fest in Räumen wie Küchen, in denen gekocht wird etc. Bei uns hatte sich dadurch der Stift festgesetzt. Denke ich. Also kann ja sein.

Backofen an und Klappe auf

Da es gerade bei den Temperaturen letzte Woche arschkalt war, wollte ich eine Rohrzange mein Eigen nennen, das Thermostat abschrauben und den Stift mal bearbeiten. Manchmal habe ich morgens den Backofen angestellt mit Klappe auf, weil ich gefroren habe wie ein Schneider. Und schwupps, kam im Baumarkt am Freitag die nette Verkäuferin und machte sich mit mir auf die Suche nach einer günstigen Rohrzange. Da sie mittendrin aber weiter kassieren musste, machte ich mich alleine auf die Suche. Sie rief noch:

„hinten in der Wand“.

Gut, ging ich hinten zu der Wand. Oh Gott, es gibt so viele Zangen! Ich musste mir die ganzen Namen durchlesen, fand aber keine Zange die sich Rohrzange nannte. Bei ganz vielen stand Wasserpumpenzange dran. Die sahen aber aus wie Rohrzangen. Kosten ja nicht gerade wenig Geld die Teile. Es war schon spät, ich hatte Hunger und war müde, und schnappte mir eine kleine rote Wasserpumpenzange. Ab zur Kasse. Vor mir war ein junger Mann. Die Verkäuferin sah meinen Einkauf und wir sprachen über den Stift, welcher sich keinen Millimeter bewegt. Und darüber, dass ich da schon mit dem Stiel vom Eierlöffel dran war. Er bekam das Grinsen nicht aus dem Gesicht und hat sicherlich gedacht ich habe nicht mehr alle Latten am Zaun.

Zu Hause angekommen, bin ich gleich zur Tat geschritten und habe das Thermostat mit der Zange gelöst. Es war die richtige Zange, eine Rohrzange. Nennt sich auch Wasserpumpenzange. Es hat wohl etwas gedauert, weil mir das Ding immer entglitt. Es war schon dunkel, und ich sah den Stift nicht so richtig. Ich hatte wohl versucht mit der Zange gegen den Stift zu schlagen, aber es tat sich nichts. Ich haue immer überall drauf, hilft oft.

Es werde warm

Am nächsten Morgen, die Sonne stand günstig, stand ich wieder mit der Rohr-/Wasserpumpenzange in der Küche und habe versucht den Stift zu packen und raus zu ziehen. So Fummelarbeit ist nichts für mich. Ich wollte schon aufgeben, die Zange in die Ecke pfeffern und wieder auf den Backofen zurück greifen, da ertönte plötzlich ein Geräusch, der Stift kam raus und die Heizung wurde warm. Gott sei Dank. Nun ist es seit gestern wieder warm in the kitchen. Das Thermostat liegt noch auf dem Tisch, ich habe etwas Sorge, dass der Stift wieder in der Versenkung verschwindet wenn ich es dran schraube. Aber: Ich bin echt etwas stolz auf mich. Als Handwerks-Legasthenikerin so etwas alleine repariert zu haben, macht glücklich. Ich liebäugele jetzt mit einem Akkuschrauber. Aber ich will es nicht gleich übertreiben. ^^

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