Geschichten aus dem Uslarer Land: Der Masterplan.

Der Masterplan für ein multifunktionales Uslar – Die Weichen sind gestellt.

(M)ein Kommentar.

Am 14.11.2019, bei der Sitzung vom Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungsausschuss im Rathaus, war es so rappelvoll seitens der Besucherinnen und Besucher, dass 2x Stühle/Bänke nachgeordert werden mussten. Wer um 19.15 Uhr im Rathaus erschien, der musste stehend auf die Damen und Herren unserer Lokalpolitik schauen.

Die Vorstellung vom Masterplan durch die cima, Tagesordnungspunkt 4, sorgte am vergangenen Donnerstag jedenfalls für Furore in den „heiligen Hallen“ unserer Kleinstadt. Wenn das Interesse am Werdegang von Uslar so groß ist, dann darf man das gerne als einen positiven Aspekt werten.

Das wichtiges dann jetzt: Am Donnerstag wurde seitens des Ausschusses die Empfehlung abgegeben dem Masterplan zuzustimmen. Es folgen noch weitere Beratungen im Finanzausschuss, im Verwaltungsausschuss und last but not least natürlich in der Ratssitzung Anfang Januar 2020.

Wie gesagt, momentan sprechen wir noch von einer Empfehlung.

Die Vorstellung des Masterplanes war umfangreich, informativ, beleuchtete viele Sequenzen, war teilweise logisch und teilweise befremdlich. Ich habe irgendwann Block und Stift in die Handtasche geworfen weil ich mir all die Infos nicht mehr aufschreiben konnte, ich wäre nicht mehr an meinen Aufzeichnungen entlang gestiegen.

Ich schreibe jetzt quasi aufgrund meiner Erinnerungen an diesen Abend.

Den Link zum ausführlichen Masterplan am Ende des Artikels lest am besten in Ruhe und selbst, wenn ich darauf eingehe dann dehydriert ihr oder liegt unterzuckert auf dem Wohnzimmerteppich.

Was mir bis zum Donnerstag nicht klar war, das war der Plan/Wunsch die Wiesenstraße mit der Innenstadt auf diverse Art und Weise zu verbinden. Das Leben tobt momentan in der Wiesenstraße, da muss man sich nichts vormachen. Das Verkehrsaufkommen dort hat seit dem Wegzug einiger Geschäfte von der Altstadt nach dort unten arg zugenommen.

Teil des Masterplanes ist unter anderem die Menschen aus der Wiesenstraße auch in die Lange Straße zu locken. Ein Vorschlag war der „Uslar-Taler“, welcher in der Einkaufsmeile ausgegeben wird, aber nur in der Stadt einzulösen wäre. Diesen Vorschlag fand ich nicht übel.

Mit einer hervorstechenden Beleuchtung u. a. soll diese Verbindung sichtbar gemacht werden. Auch nicht die dümmste Idee.

Weiter ging es mit dem leidigen Thema Leerstand der Häuser/Geschäfte in der Langen Straße. Eine Idee war, diese nicht genutzten Geschäfte als Wohnraum zu vermieten. Auch nicht die schlechteste Lösung, wer wohnt nicht gerne in einem ehemaligen Geschäft, welches vielleicht auch noch von einem typischen, alteingesessenen Uslarer betrieben wurde.

Warum man unsere Gassen aufwerten möchte, bzw. darüber nachdenkt, das entzieht sich meinem Verständnis. Ich finde die Gassen okay wie sie sind. Das verstehen aber wahrscheinlich nur die Uslarer.

Dass die Idee, die Lange Straße beispielsweise mit Spielgeräten auszustatten keine gute Idee ist, darauf kamen die Damen und Herren von selbst.

Was ich bei der Vorstellung vermisste, das war die Einbeziehung vom unteren Postberg/dem Neustädter Platz. Laut den Erläuterungen an diesem Abend ist am Forstgarten Schluss mit den Überlegungen.

Wer vielleicht geschäftlich durch Uslar fährt und am Postberg Nähe der Post an der roten Ampel steht und nach links schaut, der sieht ein ungepflegtes Gebäude: Die alte Post. Ob man da Lust hat den Blinker links oder rechts zu setzen um sich die Innenstadt von Uslar mal genauer anzuschauen, das bezweifle ich. Es sieht dort (leider) schrecklich aus.

Die Sauberkeit unserer Stadt war auch oft Thema bei der Vorstellung des Masterplanes. So muss es in diesem Jahr eine Aufräumaktion gegeben haben wie ich hörte.

Ebenso finde ich schade, dass der Neustädter Platz nicht Thema war. Wer sich an einem Sonntag frühmorgens dort mal in aller Ruhe dieses Plätzchen anschaut (ohne Verkehr), der merkt schnell, dass es eine wunderschöne Ecke von Uslar ist. Zudem eine charakteristische Ecke von Uslar. Genau da fahren viele Auswärtige lang. Die „Einflugschneise“ von Uslar wäre vielleicht eine Chance den ein oder anderen Auswärtigen in die Innenstadt zu locken. Leider kamen mir diese Gedanken erst beim Verlassen des Rathauses, somit war die Chance auf eine Frage in der unterbrochenen Sitzung dahin.

Apropo Meinung: Noch immer sind die Uslarer gefragt um sich mit ihrer Meinung bzw. ihren Vorschlägen einzubringen. Nicht meckernd bei Facebook, sondern konstruktiv bei der Stadt oder bei der cima. Am Donnerstag jedenfalls nahmen einige Uslarer kein Blatt vor dem Mund und sagten ihr Meinung zu der Thematik. Das war sehr interessant.

Eine wichtige Wortmeldung kam zum Schluss: Man hoffe, dass der Masterplan umgesetzt wird, und nicht (wieder) in einer Schublade vor sich hin gammelt. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. ^^

P. S.: Danke an Wilfried Fischer für die nachträglichen Erläuterungen.

Auszug der Sitzung, guckste da:

Protokoll der Sitzung

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Die kleine Kneipe in unserer (Langen) Straße.

(Quelle Bilder: Michael Römer/Udo Klümper)

Uslar/ Wenn sich in Kürze in der Langen Straße 48 die Türen öffnen, dann ist Uslar um eine Kneipe reicher: Micha(el) Römer, vielen gerade aus Fußballkreisen bekannt, zudem gebürtiger Sohlinger, wagt den Schritt in die Selbstständigkeit. In und mit der „kleinen Kneipe„.

Diese Idee schwirrte schon länger in seinem Kopf umher, und nun hat er Nägel mit Köpfen gemacht und haucht unserer Innenstadt ein wenig mehr Leben ein.

Die Gastronomie ist gerade ihm nicht fremd, schon seine Eltern führten über viele, viele Jahre eine Kneipe im Ahletal, die „Themse“ in der Bleichstraße.

Und jetzt wird der Micha quasi die Familientradition fortführen und das auch noch in sehr ehrwürdigen Räumen:

Nämlich dem ehemaligen Stadt-Cafè, damals erfolgreich geführt unter Wilhelm „Willi“ Klümper. Wenn sich Menschen aus der Region zeitversetzt den Staffelstab in die Hand geben, trotz langer Pausen, dann erfreut es das Uslarer Herz um so mehr. Was Wilhelm Klümper 1968 startete, setzt Micha Römer knapp 50 Jahre später fort.

Folgenden Fahrplan hat sich der Micha überlegt:

  • Am Montag ist Ruhetag, ansonsten ist an den anderen Tagen ab 11 Uhr geöffnet. Am Wochenende, sprich Freitag, Samstag und Sonntag, kann ab 9 Uhr in der kleinen Kneipe gefrühstückt werden. 
  • Es wird auch eine kleine, überschaubare Mittagskarte geben für den Hunger zwischendurch, damit keiner zur Diva wird. Ob z. B. mit dem obligatorischen Schnitzel, den Pommes oder DER vermissten Delikatesse in unseren Gefilden: Dem halben Hähnchen. Der Micha hat auch einen heimlichen Spitzname dafür im Sinn, diesen werde ich aber nicht verraten.
  • Vom Stil her wird es eher locker-flockig zugehen, die Einrichtung ist bewusst sehr rustikal gehalten, es wird quasi muckelich wie Dittsche sagen würde.
  • Geplant sind Abende mit Live-Musik, Motto-Geschichten wie 80er/90er Partys, vielleicht auch Comedy o. ä. Man muss halt schauen auf was die Gäste abfahren, was gut ankommt und wohin die Reise geht. Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.
  • Es ist möglich beim Micha für Familienfeiern/geschlossene Gesellschaften für +/- ca. 40 Personen zu reservieren, dafür wird dann allerdings der normale Kneipenalltag dicht bleiben müssen.

Im kulinarischen Angebot rein Bier technisch gesehen ist natürlich Bergbräu am Start sowie Schneiders Weisse.

Im Frühling/Sommer/Herbst, wenn der Planet vom Himmel brennt, wird man in der kleinen Kneipe auch vor der Tür sitzen können. Bestuhlung an der frischen Luft ist unbedingt geplant.

Die obligatorische Tasse Kaffee wird man in der kleinen Kneipe auch schlürfen dürfen, also tut sich eine weitere Möglichkeit auf um sich am Nachmittag in der Innenstadt auf eine Portion Koffein oder eben nicht Koffein verabreden zu können. Oder was auch immer 😉

Wie sang schon Peter Alexander:

>>Die Postkarten dort an der Wand in der Ecke, das Foto vom Fußballverein.
Das Stimmengewirr, die Musik aus der Jukebox. All das ist ein Stückchen Daheim.<<

Der genaue Eröffnungstermin wird früh genug bekannt gegeben, Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Es geht aber echt in Kürze steil in der Langen Strasse 48.

In diesem Sinne: Viel Erfolg, Micha. ^^

Mehr Infos bei Facebook: Die kleine Kneipe

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Ein Samstagabend auf der Polizeiwache: Läuft!

(Quelle Bild: Pixabay/Alexas_Fotos)

Es sollte ein total entspannter, ruhiger Samstagabend werden. Beim Einkaufen überkam mich die Idee und der Heißhunger auf eine Pizza vom Schnellimbiss nebenan. Man gönnt sich ja sonst nix. Mit der Pizzaschachtel auf dem Beifahrersitz und Knoblauch geschwängertem Duft im Flirtmobil musste ich rückwärts vom Parkplatz auf die Hauptstraße fahren, jetzt nicht so meine Königsdisziplin. Und plötzlich gab es einen Rums! Mir blieb das Herz stehen, ich dachte im ersten Moment ich habe jemanden angefahren. Ich fuhr ein paar Meter weiter und sah im Rückspiegel, dass ich auf einer kleinen Verkehrsinsel ein kleines Schild in Schräglage gefahren hatte. Ich also links ran und das Auto begutachtet: Im Dunkeln war nichts zu sehen. Und ich hatte mein Handy nicht dabei um die Polizei zu informieren. Zu Hause angekommen habe ich die Pizza auf den Esstisch geschmissen und die Polizei angerufen um den kleinen Unfall zu melden. Alles andere wäre ja Fahrerflucht gewesen. Man bat mich kurz vorbei zu kommen. Jacke wieder an, ab ins Auto und zur Wache gerammelt. Der freundliche Herr ging mit einer Taschenlampe an mein Auto, und da sah ich dann auch den Schaden. Das Flirtmobil hat etwas gelitten. Der Lack war ab, wie bei der Fahrzeugführerin auch 😉 

Auf die Frage des freundlichen Herren, ob mein Abstandhalter nicht gepiept hat konnte ich nur antworten, dass meine Karre 20 Jahre alt ist und noch über ein Kassettendeck verfügt.

Er so:

Kassetten gibt es doch gar nicht mehr.“

Ich so:

„Doch, ich habe noch 3 Tüten voll.“

Er so:

Schweigen!

Und dann habe ich gelitten als der freundliche Herr sah, dass mein TÜV abgelaufen ist. Ach Du Schande, wie peinlich! Die Frage nach Führerschein und Fahrzeugschein löste Schweißausbrüche in mir aus, denn ich war ohne Handtasche losgefahren. In meiner Jackentasche schlummerten nur meine Geldbörse, Kippen, mein Handy und eine alte Rotzfahne. Okay, okay, okay, fahren wir halt schnell nach Hause. Beim Verlassen des Parkplatzes leuchtete meine Tanknadel rot.

Sprit ist alle – böse Falle.

Ich kam aber noch zu Hause an, rannte die Treppen rauf, schnappte meine Handtasche, rannte die Treppe wieder runter, und hatte noch den Knoblauch geschwängerten Duft der Pizza vom Esstisch in der Nase. Also wieder zur Wache gebrettert, die Papiere vorgezeigt, den Vorgang aufgenommen und zwischendurch dachte ich mir, dass es sicherlich bessere Alternativen für einen Samstagabend geben mag: Zum Beispiel eine warme, Knoblauch geschwängerte Pizza. Der freundliche Herr sagte mir, dass er sich den Schaden an dem Schild noch anschaut. Ich war so froh, dass ich da nicht mit hin musste. Ich dachte echt ich muss in den Streifenwagen steigen, an der Verkehrsinsel aussteigen und dann kriegen etliche Leute mit, dass ich ein kleines blaues Verkehrsschild umgehämmert habe.

Dann kam noch die Ermahnung wegen dem TÜV, ihr ahnt sicherlich was hier nächste Woche auf der Prioritätenliste ganz oben steht.

So fuhr ich wieder nach Hause mit rot leuchtender Tanknadel, rannte die Treppen wieder rauf und aß meine mittlerweile kalte Pizza mit Knoblauch geschwängertem Belag.

Ich bin gespannt auf die Rechnung der Straßenmeisterei.

Freunde, macht es bitte nicht so teuer. Ich biege das Ding auch wieder gerade wenn es sein muss. Echt jetzt.“ ^^

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Prädikat: Leider geil! Heavy Metal in Elfis Rockscheune.

(Quelle Bilder: Steffi Werner, Jens Dreier)

Uslar/Vahle Obwohl es durchaus ein paar Leute mehr hätten sein können, ging am vergangenen Samstag in Elfis Rockscheune der Punk ab. Bis spät in die Nacht wurde abgefeiert, der Musik gelauscht und viel erzählt zwischen alten und neuen Bekannten. 

Aber beginnen wir von vorne: „Reminder“ eröffnete den Abend und bereitete die Party-People auf „Against Evil“ quasi vor. Und dann kamen sie um die Ecke: Noble John, Shasank Venkat, Sravan Chakravarthi, Siri Sri und Oliver Rix (er ist an der Seite von Against Evil während der Tour). Es war eigentlich in den ersten Sekunden schon klar, dass die vier jungen Männer unglaublich sympathisch sind. Was sich auch bewahrheitete. So durften die Fotografen Bilder von ihnen machen, man sprach zusammen, und das alles ohne Anflug von Star-Allüren. An diesem Abend war oft unser Schul-Englisch zu hören, selbst ich bekam ein paar hinnehmbare Sätze auf die Kette. Trotz meiner Warnung:

„Oh, my english is terrible“

Weil wir natürlich wissen wollten wie die Tour begann bzw. bis jetzt so lief, ob sich die vier Jungs in Deutschland wohlfühlen usw. Mir ist in Erinnerung geblieben, dass sie den Himmel hier in Deutschland so mögen, er hat andere Farben wie der Himmel in Indien, sagten sie.

Schwupps, wurde aufgebaut nachdem Reminder erfolgreich die Bühne verlassen hatte nach dem einheizen, und Elfis Rockscheune stand ganz im Zeichen von indischem Heavy Metal. Obwohl ich mehr auf der Hardrock-Schiene fahre, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus und war durchaus positiv überrascht. Die Jungs von Against Evil hatten sofort einen Draht zu der zuhörenden Gemeinde und rissen sie mit. Die ersten CD, Shirts und Autogrammkarten gingen in den Besitz der Besucher über. Was mir sofort auffiel war die Liebenswürdigkeit und die anfängliche Schüchternheit der vier Musiker. 10 Sympathiepunkte für Against Evil. Nach dem Gig mischten sie sich unter die Besucher, tranken ein Bier mit uns und Smalltalk war an der Tagesordnung. Der gesamte Abend war total stressfrei, kein Zoff, keine Randale sondern einfach nur eine extrem gechillte Party mit familiärem Charakter. Das schöne war, dass wir alle bei der ersten Deutschlandtour von Against Evil dabei waren. Vielleicht denkt man daran zurück wenn sie in Zukunft auf noch viel größeren Bühnen/Events stehen werden.

Anmerkung der Redaktion: Bernd „das Tier“ Petsch hat Konkurrenz bekommen: Noble „the Animal“ John 😉

Ein Highlight war auch der Besuch der Biker aus dem Sauerland, welche in Eschershausen zu einem fröhlichen Wochenende bei Familie Johanning eingecheckt hatten. Sie sichteten das Plakat von Elfis Rockscheune, sind in ein Taxi gestiegen und landeten im beschaulichen Vahle. Diese Biker waren es auch, welche dann die Rockscheune spät in der Nacht mit uns abschlossen und es hier so nett fanden, dass sie wiederkommen wollen. Besser geht`s ja nicht, oder? 😉

Solche Abende bekommt man nur auf die Kette wenn alle mit anpacken, gerade wenn solche Events ohne Eintritt auskommen (müssen). Die Preise für eine Wurst oder eine Hefe-Kaltschale waren mehr als human. Die Gigs von Reminder und Against Evil wurden nicht wegen Profit auf die Beine gestellt, sondern um den Fans einen tollen Abend zu ermöglichen. Eine Seltenheit wie ich finde. Gäbe es Leute wie Elfi, Frank, die Jungs und Familien sowie Freunde und Fans von Reminder und Against Evil nicht, welche im Vorfeld und im Nachgang mit in der Reihe der Helferinnen und Helfer stehen, dann wären solche Veranstaltungen gar nicht zu wuppen.

Und gäbe es hier die Menschen nicht, welche sich an einem Samstagabend auf den Weg Richtung Vahle machen um sich genau solche Sachen anzuschauen bzw. dabei zu sein, dann wäre es hier um einiges trauriger.

Hinweis: Reminder wird bald 40, dann habt ihr die Möglichkeit auch dabei zu sein wenn E-Gitarren und Drums ein kleines Dorf zu einer tollen musikalischen Bühne machen mit total entspanntem Feierfaktor. Für mich mittlerweile ein Geheimtipp und Muss im Uslarer Veranstaltungskalender.

Keep on rocking und thanks für diesen fantastischen Abend.

@Jens Dreier

 

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Vom frühen Vogel und Nudeln um 10.30 Uhr.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Ich muss zugeben, dass ich mir an den Wochenenden nie einen Wecker stelle. Samstags und sonntags wird ausgeschlafen. So lange, bis ich von alleine aufwache oder durch die immer früh aufstehenden Nachbarn, welche geräuschtechnisch dann nicht so zimperlich sind. Es wird mir immer ein Rätsel sein wie man um 7.30 Uhr schon für den Weltfrieden die Bude saugen kann.

Heute war es dann aber anders: Ich hatte um 8.15 Uhr schon einen Termin und bin so gegen 6.30 Uhr aus der Kiste gekrabbelt. Wollte ich zumindest. Nach mehrmaligem Snooze war es dann 7 Uhr weil ich gerade die perfekte Schlafposition gefunden hatte. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern wann ich das letzte Mal an einem Samstag um diese Uhrzeit aufgestanden bin. Jedenfalls bin ich gegen 8 Uhr dann hier Richtung Innenstadt gelaufen. Es hatte etwas genieselt und war auch recht frisch, aber ich habe so richtig tief durchgeatmet. Regenluft ist ein toller Duft, die Luft ist dann so klar irgendwie. Ich war dann doch erstaunt wie viele Autos schon unterwegs waren, hin und wieder auch ein paar Leutchen. Mir schoß durch den Kopf dass meine Freunde, hätten sie mich um diese Uhrzeit zu Fuß gesehen, an ihrem Verstand gezweifelt hätten. Oder sich Sorgen gemacht.

„Hä? Steffi samstags um 8 Uhr ohne Auto unterwegs? Was ist da los?“

Normalerweise gehe ich um diese Uhrzeit an wenigen Wochenenden von Events nach Hause mit meiner Handtasche schleudernd. Ich habe in die Richtung gehend echt Durchhaltevermögen 😉

Jedenfalls habe ich dann heute Morgen seit langer Zeit die Momente genossen wenn eine Kleinstadt erwacht. Wenige Geschäfte hatte schon geöffnet, einige waren gerade dabei. Der Obstmann stellte seine Äpfel vor die Tür, die Buchhandlung kramte die Deko auf den Bürgersteig, vor einem Lokal waren die Stühle und Tische noch angekettet und verregnet. Innen wurde gerade bei geöffnetem Fenster durch gesaugt. Ich hatte noch kurz überlegt ein paar Brötchen zu holen, aber in unserer Innenstadt gibt es keinen Bäcker mehr. Als mir dann der Gedanke kam von der Tankstelle welche mitzunehmen, hatte ich schon an Geschwindigkeit zulegt weil ich viel zu viel Kaffee getrunken hatte und eiligst nach Hause wollte. An der „Tanke“ war soviel los. Also bin ich den Berg wieder hoch gekrabbelt und habe bitter bereut, dass ich mein Smartphone nicht dabei hatte um ein paar Bilder zu machen von einer erwachenden Kleinstadt. Hätte ich nicht diese Unmengen an Kaffee getrunken, dann wäre ich sicherlich noch ohne Ziel hier durch die Straßen gelaufen.

Mir war nicht mehr bewusst wie ruhig es an einem Samstag um 8 Uhr eigentlich ist. Und wie gut mir dieser kleine, frühe Ausflug tat.

Sicherlich nehme ich mir jetzt vor des öfteren so früh aus der Schlafmolle zu klettern, und sicherlich drehe ich mich dann um 7 Uhr noch 18x um weil ich so müde und platt bin sowie gerade die perfekte Schlafpostion gefunden habe. Ich kenne mich. Es sei denn, ich lege meine Termine samstags in Zukunft immer auf die frühen Morgenstunden.

Sonntags kann ich keine Termine machen um 8 Uhr. Muss ich mir in die Richtung etwas anderes überlegen.

Nachteil dieses frühen Ausfluges: Es ist 10.20 Uhr und ich habe schon zwei Teller Mittagessen von gestern aus den Töpfen gekratzt. Und heute Abend stehe ich dann plärrend vor dem Spiegel weil die Bluse am Pansen so spannt. Aber okay, irgendwas ist ja immer und Nudeln gegen 10.30 Uhr schmecken auch. ^^

Euch/Ihnen trotz dem grauen Himmel ein schönes Wochenende.

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Von viel redenden Menschen, ausverkauften Rouladen und günstigem Wein.

(Quelle Bild: Pixabay/LillyCantabile)

Ich war gestern noch recht spät beim Einkaufen und traf einen ehemaligen Kollegen. Ein unglaublich sympathischer und lieber Mensch, der immer viel zu berichten hat. Der immer sehr viel zu berichten hat. Eben einer, bei dem die Kartoffeln anfangen zu keimen im Einkaufswagen wenn Du den Absprung nicht schaffst. Und dieser ehemalige Kollege hatte vorher schon meine jetzige Kollegin getroffen in einem anderen Supermarkt, die Welt ist ja oft ein Dorf. Und ich denke noch so:

„Hossa, sie wird wieder fluchen weil sie nicht vom Fleck kam. Schreibst Du sie nachher mal bei Whatsapp an.“

Ich stieg gerade aus meinem Auto aus vor der Haustür, da fuhr sie am Parkplatz vorbei und hielt an. Ich musste nichts sagen, ich sah schon was los war.

Auch sie hatte den Absprung aus dem Gespräch nicht geschafft. Trotz mehrmaliger Versuche. Und noch viel schlimmer: Als sie es dann geschafft hatte, waren die Rouladen, welche sie unbedingt brauchte, ausverkauft. Er hatte sich nicht um Kopf und Kragen geredet, sondern sie quasi um ihre Rouladen. Meine Kollegin musste dann umschwenken und für das Mittagessen am Sonntag eine Alternative finden. Ja, so kann das kommen.

Ich musste hier zu Hause noch schmunzeln.

Dieser ehemalige Kollege erzählt aber auch immer die härtesten Geschichten, also spannend ist es schon.

Als ich mit ihm so auf dem Parkplatz stand und nach dem Blick auf die Uhr mitteilte wie spät es ist (es war 20.50 Uhr, der Discounter hatte bis 21 Uhr geöffnet), ging er seelenruhig Richtung Einkaufswagen. Keine Eile – keine Hektik – kein Stress. Bewundernswert. Und ich gehe davon aus, auch die Verkäuferinnen und Verkäufer wissen nun welches Auto er sich gekauft hat, wo er am Wochenende hinfährt, was sein Vater auf keinen Fall erfahren darf etc. Pünktlich Feierabend hatten diese Damen und Herren garantiert nicht.

Wenn dieser ehemalige Kollege Sonderangebote sieht, dann gibt es kein Halten mehr. Er kauft nicht 1 Teil oder 3 Teile. Nein, wenn es in seinen Augen ein totaler Schnapper ist, dann rammelt er sich den ganzen Kofferraum voll mit der Beute. So auch passiert vor einiger Zeit mit günstigem Wein. Alles rein hinten in die Karre. Nur leider, leider ist die Ladung verrutscht, und beim Öffnen der Kofferraumklappe flogen die Flaschen gleich hinterher.

So wie meine Kollegin gestern auf Rouladen verzichten musste, so musste er damals auf viel Wein verzichten.

Gleicht sich das alles wieder aus. ^^

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Es wurde getanzt bis tief in die Nacht: Meeting Revival-Party

Da hat die Ü30- bzw. Ü40-Partygemeinde (mit Luft nach oben) aber gestern gezeigt, wo der Frosch feiertechnisch so die Locken hat. Schon vor 21 Uhr war das Gelände am Kulturbahnhof mehr als gut gefüllt. Mein Plan, gleich eine Bratwurst zu essen als Grundlage, war nach den ersten Gesprächen schon vergessen. Ich hätte mich am liebsten zu Gaby an die Kasse gesetzt um genau zu sehen wer dort alles aufschlägt. Menschenskinder, die Leute kamen und kamen und kamen. Zum Glück war das Wetter auch Bombe, so konnte man tiefenentspannt draußen sitzen/stehen und den Klängen der absoluten 80er- bzw. 90er Jahre-Gassenhauer lauschen. Peter und Speedy kredenzten nahtlos die Songs von damals. Es dauerte nicht lange, da wurde schon abgehottet auf der Tanzfläche. Als von den tanzenden Schulterpolster-Boys „Girl you know it`s true“ kam, ging mein Kopfkino schon los im Bezug auf damals.

Ich hätte gerne eine Runde Breakdance gesehen. Jemand der auf`m Koppe Drehungen vollzieht und so. Naja, vielleicht beim nächsten mal.

Der Getränkewagen war sehr begehrt, teilweise stand man in Zweierreihen um an diverse Kaltgetränke zu kommen. Wie damals an der Theke im Meeting zur besten Zeit.

Es war eine ausgelassene, total entspannte Atmosphäre. Wie oft konnte man beobachten, dass sich die Leute kurz in den Arm nahmen. Teilweise hatte man einige Leute jahrelang nicht mehr gesehen (Gruß an Andrea an dieser Stelle und an Nicole und an Susanne usw.).

Wie das immer so ist, waren mir einige Gesichter fremd. Aber: Man kann ja nachfragen. Da war ein ganz Schicker am Start, ich hab den Name vergessen, ich Schaf.

Mein Highlight war das Erscheinen von „Disko-Jupp“, dem Wolfgang. Der härteste Kassierer on earth war er damals. Er war es auch der damals mit mir meckerte, weil ich nur eine Cola getrunken hatte den ganzen Abend über. Das war noch im alten Meeting. Junge, hatte ich immer Muffe wenn die Kohle nur für ein Getränk reichte. Wir wollten ihm gestern eine Cola ausgeben, als Retourkutsche. Aber selbst das haben wir vergessen vor lauter Beobachterei und Jabbelei.

Im Vorfeld hatte ich etwas Panik, dass ich Flenne vor Rührung. Dem war allerdings nicht so.

Der Abend verging viel zu schnell. Ich saß gestern schon um 17 Uhr gekämmt und gestriegelt in der Küche voller Vorfreude und habe mit den Füßen gescharrt. Und dachte kurz darüber nach mein 80er Outfit aus dem Schrank zu holen. Und noch Lockenwickler einzudrehen. Und mich von oben bis unten mit Jovan Musk Oil zu bestäuben, das habe ich nämlich noch im Alibert stehen. Der Erinnerung wegen. Den Gedanke hatte aber nicht nur ich wie ich später erfuhr. Wäre eine Überlegung für die nächste Party wert: Wer im 80-Style erscheint oder nach „My Melody“ riecht, bekommt vergünstigten Eintritt oder so.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Meeting Revival-Party wieder etabliert im Uslarer Veranstaltungskalender. Und DJ Wimmer bei der nächsten Sause mit am Start ist. Und natürlich, dass Gaby und ihr Team nochmals einladen. Das habt ihr echt fein gemacht 😉

Im Bett ist mir übrigens eingefallen, dass ich die Bratwurst vergessen habe.  Irgendwas is ja immer, nä? ^^

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Von Vorfreude und … mal wieder den 80er Jahren.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Meine Freunde sind sicherlich schon dezent genervt von mir, weil ich seit Wochen beinahe über nichts anderes spreche/schreibe als von einem DER Events 2019: Eine Revival Party. Genauer gesagt die „Meeting Revival-Party“. Die Party findet morgen statt, ich bin schon total uffjeregt.

Das Meeting war in den 80er/90er Jahren hier in dieser meiner Kleinstadt eine Diskothek. Jeden Donnerstag und jeden Samstag versammelte sich dort quasi die Gemeinde.

Als wir uns die Tage darüber unterhielten, haben viele ihre Geschichten/Erinnerungen erzählt. Schenkelklopfer, da waren so witzige Stories bei. Eine Handball-Kollegin erinnerte sich daran, dass uns der Türsteher nicht reingelassen hatte, wir waren zu jung. Wir wurden mit unseren Turnbeuteln nach Hause geschickt frei nach dem Motto:

„Du kommst hier net rein.“

Ich erinnere mich daran, dass genau dieser Türsteher dann, nachdem wir dort hinein kamen, gemeckert hat. Weil ich stundenlang an meiner Cola herum nuckelte. Seine Worte waren:

Das ist hier kein Bahnhof!“

Ja, ja, ja. Für `ne zweite Cola reichte die Kohle aber nicht. Ich hatte so Schiss vor dem und werde das echt nie vergessen.

Morgen dann gibt es nach einer mehrjährigen Pause eine neue Runde Erinnerungen. Viele sind gespannt wie die Flitzebogen.  Einige reisen sogar von außerhalb an und nächtigen mal wieder in der Heimat. Meistgelesener Kommentar zum Event:

Es war damals eine so schöne Zeit.“

Das war es auch.

Neulich beim Einkaufen rief eine Bekannte:

Steffi, 18.05.?“

Ja, Andrea, 18.05.!“

High Five 😉

Und man darf gespannt sein wer morgen wieder wen nicht erkennt oder sofort erkennt. Wer überhaupt erscheint. Und wie oft über die damaligen Zeiten gesprochen wird. Wie die Party-Gemeinde nach der Musik eskaliert auf der Tanzfläche. Wer vielleicht ihrer/seiner ersten großen Liebe über den Weg läuft etc.

Man munkelt, einige Ehefrauen/Ehemänner sind in Sorge, weil wiederum deren Ehefrauen/Ehemänner morgen auf „the love of the 80th“ stoßen werden. Bei mir recht realistisch, ich war in den 80er Jahren gefühlte 4376 Mal verliebt. Das wissen die Betroffenen allerdings nicht 😉

Die 80er waren meine Zeit. Ich kann teilweise nicht sagen was ich gestern gegessen habe. Aber ich kann sagen, zu welchem Lied aus den 80er Jahren genau was los war. Hier liegen noch zwei Tagebücher. Mit einer Liste ganz hinten, in wen ich verliebt war und wer mich dann auch wollte. Das Schnitt war jetzt nicht soooooo dolle, aber das ist ja wumpe.

Und ich sehe mich schon in der Nacht mit meiner Handtasche schleudern nach Hause gehen bei Sonnenaufgang, und „take on me“ von aha trällern.

Was muss, das muss, gelle? ^^

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Investigativ in Bodenfelde unterwegs – für den Schüttenhoff

(Quelle Bilder: Schüttenhoffgesellschaft Bodenfelde, Steffi Werner)

(M)ein Kommentar

Uslar/Bodenfelde/ Kaum nimmt man am Fahnenausmarsch und an der Generalversammlung teil, werden die wildesten Spekulationen aufgestellt. Ich bin gefragt worden ob es stimmt, dass ich neuerdings zu den Marketenderinnen gehöre. Zur Beruhigung an alle:

Nein, ich werde NICHT in einem kurzen Uniformrock als Marketenderin durch Bodenfelde marschieren. Das will auch keiner sehen. Es war ein kurz aufkeimendes Gerücht. Woher auch immer es kam.“ Schenkelklopfer 🙂

Da ich am Freitag beim Hexentreffen teilnehmen durfte (Dankeschön für die Einladungen an dieser Stelle), war ich quasi mittendrin statt nur dabei. Investigativ um genauer zu sein.

Aber beginnen wir von vorne.

Fahnenausmarsch/Generalversammlung

Ich war schon ziemlich uffjeregt muss ich zugeben an diesem 10. März. Und dann erstaunt. Erstaunt darüber, dass der Mann, der an meinem 18. Geburtstag mucksmäuschenstill auf meiner Rattan Couch in meinem Kinderzimmer saß, so brüllen kann. Herrschaftszeiten. Meistgehörte Worte/Sätze bei der Meldung an den Hauptmann:

Augen geradeaus“,

stillgestanden“,

rührt euch“.

(Selbst ich nahm teilweise Haltung an)

Vom Herrn Oberst gab es für die Einheiten stellenweise etwas „Lack“, natürlich humorvoll untermalt.

Der Fahnenausmarsch war etwas verregnet, was den Damen und Herren allerdings nicht die Laune verhagelte. Man konnte einigen die Vorfreude auf das Pfingstwochenende schon ansehen unter dem Regenschirm.

Bei der anschließenden Generalversammlung war der Saal rappelvoll.

Es ist ja unglaublich, wie viel Arbeit hinter all dem steckt. Das wurde mir bei einigen Tagesordnungspunkten erst klar.

Hätte ich gewusst, dass das Freibier dort fliest wie das Wasser die Weser hinunter, dann hätte ich am Montag Urlaub eingereicht, das ist Fakt. Im Verlauf der Veranstaltung jedenfalls standen einige schon auf den Stühlen und haben gefeiert.

Als ich mit dem Uslarer Bürgermeister den Saal verließ, sagte ich so zu ihm:

„Hier, hör mal. Is` so schön hier, ich sollte einen Bodenfelder heiraten.“

Er so:

*………, *……………., *……………..! *zensiert, es war aber positiv 🙂

 

Die Hexen und die Gulaschsuppe

Letzten Freitag dann der Besuch bei den Hexen. Es war das 7. Treffen. Ob die lustige Fahrt nach Willingen dazu zählt, ist ja wumpe.

Ich habe über 20 feierwütige Damen gezählt, allerdings trudelten im Laufe des Abends noch mehr ein. Das hörte gar nicht mehr auf. Man war so nett und beantwortete mir meine gefühlten 4376 Fragen zu dem Part mit den Hexentanz am Pfingstmontag.

Schon Heinrich Sohnrey beschrieb, dass

>>… gegen Abend urplötzlich ein Haufen Frauen aus dem Hinterhalte hervorbrach und die Musik vom Platze holte. … Die ganze Gesellschaft schloss sich an, und unter Schreien und Jauchzen wogte der Trubel hinter der schmetternden Musik im ganzen Ort umher. Auf jedem Kreuzwege und freiem Platze wurde im rasendsten, wildesten Tempo ein Reigen aufgeführt und alles mit fort- und herumgerissen. << (Quelle: Schüttenhoffseite).

Dass genau ein solches Szenario auch an diesem Pfingstmontag in ähnlicher Form stattfindet, kann ich mir nach dem Besuch des Hexentreffens wohl denken. Das kriegen die hin, kein Thema. Herr Sohnrey wird geahnt haben, welche Riege 2019 am Ruder ist 😉

Nach einer nahrhaften Grundlage in Form einer Gulaschsuppe gingen die Damen ins „Trainingslager“, wenn Sie verstehen was ich meine 😉 Feiern können sie jedenfalls. Bis morgens um 3.30 Uhr wurde getagt (munkelt man).

Pfingstmontag um 13.30 Uhr geht`s rund mit den Hexen, nur mal so als dezenter Hinweis.

Männereinfangen: Das wird mein Event

Bei meiner Recherche stolperte ich bei der Beschreibung des Hexentanzes über folgendes Wort: „Männereinfangen“. So, wer sich weiter oben an meine Worte Richtung Uslarer Bürgermeister erinnert, der kennt meinen Plan. Und wenn ich mir dafür in Vaddern seiner Werkstatt noch einen Reisigbesen klöppeln muss 😉

Zurück zu Thema:

Während die Hexen feierten, füllte sich auch der Gastraum nebenan. Der männliche Anteil schoss leicht nach oben. An den Shirts konnte man erkennen, dass auch einige Herren der Einheiten kurz auf ein Feierabendbierchen vorbei schauten. Ein mir gut bekannter Pionier antwortete dann auf meine restlichen 325 Fragen ordnungsgemäß und erzählte, wie sich teilweise die vier Tage Schüttenhoff in der Vergangenheit so gestaltet haben. Die Highlights sozusagen. Die legendären Geschichten.

Leute, ich würde das nicht annähernd durchhalten.

Was an diesem Abend allerdings auch wieder zu spüren war, das war die Vorfreude auf den Schüttenhoff.

Vorfreude ist die schönste Freude. Keine 6 Wochen mehr, dann wird der Zeltboden schon beben.

Ich komme dann aber nicht mit dem Auto. Versprochen. ^^

Hinweis:

Eine Abordnung der Schüttenhoffgesellschaft ist am 31. Mai von in der Zeit von 12 Uhr bis 13 Uhr auf NDR1 zu hören in der Sendung „Plattenkiste“. RADIO AN.

NDR1 Plattenkiste

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Von Gastauftritten und vielen Gästen: Rescuer füllte den Kulturbahnhof.

(Quelle Bild: Mona Thiele/Torsten Prey)

Uslar/ Als gestern im Kulturbahnhof Uslar gegen 20.30 Uhr Christoph, Miks, Maik, Thomas und Bernd startklar waren und ihr Jubiläumskonzert „30 Jahre Rescuer“ eröffneten, taten sie dieses vor einem großen Publikum. Der Kulturbahnhof Uslar war mehr als gut gefüllt.

Christoph dankte all denen, welche auf unterschiedlichste Art und Weise in den letzten 30 Jahren an der Seite von Rescuer waren.

Das Konzert war gespickt mit einigen Highlights. Sehr emotional war der Moment, als die Kinder der Musiker auf der Bühne erschienen mit einem Geburtstagskuchen. Und ihren Vätern sagten wie stolz sie auf sie sind. Da hatte man etwas Pipi in den Augen.

Tolle Gastauftritte

Der erste Gastauftritt gehörte Denise: Unter anderem knallte sie mal eben von Melissa Etheridge „like the way i do“ ins Mikrofon. Stimmlich passte sie richtig klasse in die Herren-Kombo.

Dann erschien der Mann auf der Bühne, welcher aus der Uslarer Musikszene auch nicht mehr wegzudenken ist: Axel Sch. Er reihte sich mit seiner Gitarre auf der Bühne ein und rockte zusammen mit Rescuer den Saal.

Weiter ging es mit dem Gastauftritt von Heiner E. und seiner Mundharmonika: Blues war angesagt. Akustisch eine tolle Ergänzung, es gab den Songs die gewisse Note.

Nächster Gastsänger war Mike the King O., der bekannte Elvis-Imitator aus Uslar. Kennste? Kennste! So übernahm der Rock`n Roll das Zepter für die nächsten Stücke.

Die Uslarer Musikszene war gut vertreten

Im Publikum zu sehen waren auch noch andere ehemalige Musiker bzw. aktuelle Musiker aus der Uslarer Szene: Markus B. von Project: Haven, Frank Sch. von Reminder, und Volker R., welcher schon mit Miks und Axel auf der Bühne stand damals als „Damn`let`s jam“.

Als Finalsong erklang „the Passenger“, Denise und Mike holten nochmals die Mikrofone hervor und ein toller Abend neigte sich gebührend dem Ende.

Das Publikum war ein dankbares Publikum, welches einfach nur gepflegt und harmonisch ab gefeiert hat. Mit einer der besten Sprüche des Abends:

Mich erinnert das alles an die alten Zeiten in der Papiermühle so von der Stimmung her“.

Es war jedes Alter vertreten und irgendwie waren die Besucherinnen und Besucher bunt gemischt und sehr gechillt 😉 

Chapeau!

Last but not least sollte erwähnt werden, dass gestern auf Eintrittsgelder verzichtet wurde. Der Überschuss von den Getränken geht an den Kulturbahnhof Uslar in finanzieller Form, freiwillige Spenden kommen dem Forum „Kinderarmut“ in Uslar zugute. Chapeau!

Für den Lacher des Abends sorgte ein junger Mann, welcher nach dem Genuss von zu viel edlem Gerstensaft anstatt „Zugabe“ versehentlich „Flughafen“ rief. Das machte aber nichts, man verstand was er wollte 🙂 

Bleibt zu hoffen, dass Uslar noch viele solcher Partys feiern darf. Mit Rescuer.

Auf die nächsten 30 Jahre.^^

Das Video zum gestrigen Abend: 30 Jahre Rescuer

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