Investigativ in Bodenfelde unterwegs – für den Schüttenhoff

(Quelle Bilder: Schüttenhoffgesellschaft Bodenfelde, Steffi Werner)

(M)ein Kommentar

Uslar/Bodenfelde/ Kaum nimmt man am Fahnenausmarsch und an der Generalversammlung teil, werden die wildesten Spekulationen aufgestellt. Ich bin gefragt worden ob es stimmt, dass ich neuerdings zu den Marketenderinnen gehöre. Zur Beruhigung an alle:

Nein, ich werde NICHT in einem kurzen Uniformrock als Marketenderin durch Bodenfelde marschieren. Das will auch keiner sehen. Es war ein kurz aufkeimendes Gerücht. Woher auch immer es kam.“ Schenkelklopfer 🙂

Da ich am Freitag beim Hexentreffen teilnehmen durfte (Dankeschön für die Einladungen an dieser Stelle), war ich quasi mittendrin statt nur dabei. Investigativ um genauer zu sein.

Aber beginnen wir von vorne.

Fahnenausmarsch/Generalversammlung

Ich war schon ziemlich uffjeregt muss ich zugeben an diesem 10. März. Und dann erstaunt. Erstaunt darüber, dass der Mann, der an meinem 18. Geburtstag mucksmäuschenstill auf meiner Rattan Couch in meinem Kinderzimmer saß, so brüllen kann. Herrschaftszeiten. Meistgehörte Worte/Sätze bei der Meldung an den Hauptmann:

Augen geradeaus“,

stillgestanden“,

rührt euch“.

(Selbst ich nahm teilweise Haltung an)

Vom Herrn Oberst gab es für die Einheiten stellenweise etwas „Lack“, natürlich humorvoll untermalt.

Der Fahnenausmarsch war etwas verregnet, was den Damen und Herren allerdings nicht die Laune verhagelte. Man konnte einigen die Vorfreude auf das Pfingstwochenende schon ansehen unter dem Regenschirm.

Bei der anschließenden Generalversammlung war der Saal rappelvoll.

Es ist ja unglaublich, wie viel Arbeit hinter all dem steckt. Das wurde mir bei einigen Tagesordnungspunkten erst klar.

Hätte ich gewusst, dass das Freibier dort fliest wie das Wasser die Weser hinunter, dann hätte ich am Montag Urlaub eingereicht, das ist Fakt. Im Verlauf der Veranstaltung jedenfalls standen einige schon auf den Stühlen und haben gefeiert.

Als ich mit dem Uslarer Bürgermeister den Saal verließ, sagte ich so zu ihm:

„Hier, hör mal. Is` so schön hier, ich sollte einen Bodenfelder heiraten.“

Er so:

*………, *……………., *……………..! *zensiert, es war aber positiv 🙂

 

Die Hexen und die Gulaschsuppe

Letzten Freitag dann der Besuch bei den Hexen. Es war das 7. Treffen. Ob die lustige Fahrt nach Willingen dazu zählt, ist ja wumpe.

Ich habe über 20 feierwütige Damen gezählt, allerdings trudelten im Laufe des Abends noch mehr ein. Das hörte gar nicht mehr auf. Man war so nett und beantwortete mir meine gefühlten 4376 Fragen zu dem Part mit den Hexentanz am Pfingstmontag.

Schon Heinrich Sohnrey beschrieb, dass

>>… gegen Abend urplötzlich ein Haufen Frauen aus dem Hinterhalte hervorbrach und die Musik vom Platze holte. … Die ganze Gesellschaft schloss sich an, und unter Schreien und Jauchzen wogte der Trubel hinter der schmetternden Musik im ganzen Ort umher. Auf jedem Kreuzwege und freiem Platze wurde im rasendsten, wildesten Tempo ein Reigen aufgeführt und alles mit fort- und herumgerissen. << (Quelle: Schüttenhoffseite).

Dass genau ein solches Szenario auch an diesem Pfingstmontag in ähnlicher Form stattfindet, kann ich mir nach dem Besuch des Hexentreffens wohl denken. Das kriegen die hin, kein Thema. Herr Sohnrey wird geahnt haben, welche Riege 2019 am Ruder ist 😉

Nach einer nahrhaften Grundlage in Form einer Gulaschsuppe gingen die Damen ins „Trainingslager“, wenn Sie verstehen was ich meine 😉 Feiern können sie jedenfalls. Bis morgens um 3.30 Uhr wurde getagt (munkelt man).

Pfingstmontag um 13.30 Uhr geht`s rund mit den Hexen, nur mal so als dezenter Hinweis.

Männereinfangen: Das wird mein Event

Bei meiner Recherche stolperte ich bei der Beschreibung des Hexentanzes über folgendes Wort: „Männereinfangen“. So, wer sich weiter oben an meine Worte Richtung Uslarer Bürgermeister erinnert, der kennt meinen Plan. Und wenn ich mir dafür in Vaddern seiner Werkstatt noch einen Reisigbesen klöppeln muss 😉

Zurück zu Thema:

Während die Hexen feierten, füllte sich auch der Gastraum nebenan. Der männliche Anteil schoss leicht nach oben. An den Shirts konnte man erkennen, dass auch einige Herren der Einheiten kurz auf ein Feierabendbierchen vorbei schauten. Ein mir gut bekannter Pionier antwortete dann auf meine restlichen 325 Fragen ordnungsgemäß und erzählte, wie sich teilweise die vier Tage Schüttenhoff in der Vergangenheit so gestaltet haben. Die Highlights sozusagen. Die legendären Geschichten.

Leute, ich würde das nicht annähernd durchhalten.

Was an diesem Abend allerdings auch wieder zu spüren war, das war die Vorfreude auf den Schüttenhoff.

Vorfreude ist die schönste Freude. Keine 6 Wochen mehr, dann wird der Zeltboden schon beben.

Ich komme dann aber nicht mit dem Auto. Versprochen. ^^

Hinweis:

Eine Abordnung der Schüttenhoffgesellschaft ist am 31. Mai von in der Zeit von 12 Uhr bis 13 Uhr auf NDR1 zu hören in der Sendung „Plattenkiste“. RADIO AN.

NDR1 Plattenkiste

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Die letzte gelbe Telefonzelle: Weg ist sie.

(Quelle Bild: Pixabay/anaterate)

Hach ja, man wird fast etwas wehmütig und nostalgisch wenn man gesehen hat, wie die letzte gelbe Telefonzelle ihre Reise angetreten hat über den Königssee.

Heute noch habe ich den Geruch dieser Zellen in der Nase, die Teile rochen von innen alle gleich. Was wohl auch an den Telefonbüchern gelegen hat, welche rechts vom Apparat hingen. Man musste die hochklappen um Nummern zu suchen. Natürlich waren die nicht immer zu 100% vollständig, irgendein Dödel hat teilweise die Seiten raus gerissen.

Zu der Zeit der gelben Telefonzellen brauchte man immer Kleingeld in der Börse. Und teilweise noch viel mehr Zeit. Und natürlich musste man mit weniger netten hygienischen Zuständen klarkommen. Es war cool wenn man die Groschen rein geworfen hatte und wählte, später dann tippte. Und das Telefonat beendet war wenn die Groschen aufgebraucht waren. Letztes war dann weniger cool.

Manchmal hat man aus der gelben Telefonzelle in der Jugend den Schwarm angerufen inkognito, weil zu Hause die ganze Familie mithören konnte. Gerade dann, wenn die Schnur vom Telefon jetzt nicht die längste Schnur war.

Wir haben in den Dingern als Jugendliche heimlich gepafft, den Weltfrieden geplant, das Universum dumm und dämlich diskutiert, geknutscht und so. Silvester dienten die gelben Telefonzellen als „Testgelände“ für Böller jeglicher Art. Das hat aber auch gerumst und gequalmt 😉

In den gelben Telefonzellen hingen auch diese Notrufhebel, die konnte man im Ernstfall umlegen. Ich erinnere mich noch dunkel, dass in der Zelle vor meinem Elternhaus dieser Hebel oft sinnlos bewegt wurde und so der Notruf ausgelöst war. Da fand Remmi Demmi im Dorf statt, das glaubt mal. 

Heutzutage würde wohl kaum noch jemand den Hörer in die Hand nehmen ohne diesen vorher zu desinfizieren. Auf den Gedanken kamen wir damals gar nicht. Es sei denn es klebte Kaugummi dran. Hubba Bub*a, 3 Wochen alt und hart wie Euterbock.

Wenn abends das Licht darin anging, war alles voller Motten. Es gab auch Zellen, da war alles voller Spinnweben, toter Falter und anderem Flattervieh. Immer dann, wenn die zuständige „gelbe Telefonzellen-Reinigungskraft“ jetzt nicht sooooo oft vorbei schaute. Es war nämlich immer jemand zuständig für die Reinlichkeit. 

Wenn man die Tür schloss von der gelben Zelle, dann war das ein Stück Privatsphäre. Eingebildete Privatsphäre. Weil man draußen jedes Wort verstand. Es sei denn man hat geflüstert und schützend die Hand vor die Muschel gehalten. 

Es gab auch Tage, da standen mehrere Personen vor der gelben Zelle. Das konnte dann teilweise dauern. Hatte jemand ein lauteres Organ, kannte man die Geschichten von den „Vorsprechern“ immer bis ins Detail. Und man wünschte sich in den nächsten Tagen wieder besagte Person vor sich in der Warteschleife zu haben um das alles weiter zu verfolgen.

Wie gesagt, bei uns auf dem Dorf stand die Zelle vor unserem Haus. Man konnte im Blick haben wer viel telefonierte. Nostalgisch finde ich heute im Nachhinein betrachtet den Anblick, wenn die Hausfrau in Kittelschürze in die Zelle ging und das Geld aus der Kittelschürze holte. Und wenn wir als Kinder in den Schacht für das Rückgeld schauten und noch ein paar Groschen fanden.

Hach ja, man wird wehmütig und nostalgisch wenn man an die gelbe Telefonzelle denkt.

So sei der gelben Telefonzelle die letzte Reise über den Königssee gegönnt. Ich hoffe, da hing kein Hubba Bub*a am Hörer. ^^

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Von Balkonkästen, Blumenerde, Saatbändern und Kälte.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Eigentlich wollte ich meinen Balkon nicht bepflanzen, weil wir hier windschnittig leben. Hier pfeift es aus jeder Himmelsrichtung. Ich habe nach einem Sturm vor langer Zeit meine Balkonmöbelabdeckplane auf der anderen Seite des Hauses wieder gefunden, und mein“ kleines Schwarzes“ in einem Busch neben dem Haus. Es sollte nur auslüften und schwupps – hing es im Rhododendron unten auf der Wiese.

Aber irgendwie sieht das so nackig aus hier. Und so ganz unwichtig sind Pflanzen/Blumen ja auch nicht für Insekten.

Also bin ich losgegangen und habe mich eingedeckt: Saatbänder Marke „hängende Balkonpflanzen“, Saatgut Marke „Wildblumen-Style“. Aber auch Pflanzen, welche aus der Saat schon lange raus sind. Noch Balkonkästen besorgt und Draht, damit ich die Dinger fixieren kann. Wegen dem Wind eben. Und Blumenerde. Ganz viel Blumenerde.

Es kamen dann noch diverse andere Pflanzen dazu, auch noch diverse andere Balkonkästen und diverse andere Blumenerde. Noch mehr Blumenerde. Der letzte Sack beinhaltete 35 Liter, ich habe nach 50 Stufen gepumpt wie ein Maikäfer hier im Hausflur und hatte dauernd Schiss, dass der Beutel reißt. 35 Liter Blumenerde im Treppenhaus: Ich hätte gefegt wie doof. Diesen Beutel Blumenerde habe ich wie einen Säugling durch das Treppenhaus getragen, vorsichtiger ging nicht. Wie eine Prozession war das.

Nach knapp einer Woche konnte ich sehen, dass sich die Saat hier wohlfühlt. Da kommt jetzt ganz langsam Bewegung in die Blumenkästen. Was hab ich mich gefreut, da entwickelt man leichte Muttergefühle.

Tja, und dann kam die Kälte zurück. Das hätte ich im April einkalkulieren müssen. Habe ich aber nicht. Als ich am Freitag im Büro saß und dicke, fette Schneeflocken vom Himmel fielen, war mein erster Gedanke:

Oh nee, nein, mein Saatgut!“

Also den Kurzen angerufen, der war zum Glück noch zu Hause, und ihn gebeten alte Handtücher über die zwei Kästen zu hängen. Das hat er auch gemacht, nur eben nicht mit alten Handtüchern. Egal. Nur das Beste für die Saat. Nach Feierabend bin ich gleich auf den Balkon und habe die Lage gepeilt. Das sah aber gut aus. Handtücher wieder drüber und gleich auf die Wetter-App geschaut wann meine Saat über den Berg ist. Die Prognose war jetzt nicht so dolle.

Heute morgen schien die Sonne, der erste Gang war auf den Balkon zu meinem Saatgut. Kurz abdecken und checken was so geht. Die Handtücher waren gefroren, ich konnte die quasi runter heben. Und die Saat lächelte mich an.

„Super, Mensch, diese Saat ist eine tolle Saat. Eine windschnittige Saat. Saat, Du bist toll.“

Etwas Wasser dran, die Kästen hatten ja zwei Tage totale Quarantäne.

Und dann kam der Regen. Und es war wieder arschkalt. Und die Kästen bis zum Anschlag voll mit Gießwasser und Regenwasser.

Aber: Es kommen immer mehr grüne Keime aus der Erde gekrabbelt.

Und es soll ja ab morgen wieder wärmer werden mit mehr Sonnenschein.

Der Kauf der Solarlampen ist eine eigene Story wert, ich habe nicht gesehen, dass die Teile bei Einbruch der Dunkelheit blinken wie Disko-Kugeln aus den 80ern. Aber auch schön 😀

Wenn sich meine Wildblumen und hängenden Balkonpflanzen halten, dann besorge ich denen noch andere Kameraden: Hängepflanzen in Blumenampeln. Die kaufe ich aber fix und fertig, dieses Geschleppe von den Säcken steht mir bis oben hin. Echt jetzt. ^^

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Bad Oeynhausen, die Jogginghose und die Jeans-Allergie

(Quelle Bild: PDPics/Pixabay)

An einer Realschule in Bad Oeynhausen ist nun Schluss mit Jogginghosen tragenden Schülerinnen und Schülern: Wer zum vierten Mal in Folge nach drei Verwarnungen in dieser bequemen Freizeitkleidung in der Schule erscheint, darf wieder nach Hause gehen und sich umziehen.

Ich finde es gut. Und unterstütze das Argument, dass der „Couch-Potato -Look“ auf das Sofa gehört, nicht in die Schule.

Und dass es etwas mit Respekt zu tun hat wie man sich kleidet. Ob nun in der Schule, im Job oder auf der Straße.

Ich liebe meine Jogginghosen heiß und innig, kein Thema. Der erste Gang nach Feierabend ist der Gang ins Schlafzimmer. Raus aus der Jeans – rein in die Jogginghose. Niemals würde ich auf die Idee kommen mit meiner blauen Schlamper-Jogginghose ins Büro zu gehen. Oder zum Einkaufen. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich damals in einer Jogginghose in die Schule gehen wollte. Da wäre hier auch was los gewesen wenn ich diesen Wunsch geäußert hätte, das könnt ihr glauben 🙂

Das Argument einer Mutter fand ich zum schreien komisch: Als Befürworterin der Jogginghose nannte sie eine „Jeans-Allergie“ als Grund dafür, dass ihr Nachwuchs mit Jogginghose im Unterricht erscheint. Das habe ich noch nie gehört. Aber gut, kann ja wirklich so sein. Aber: Es gibt ja noch andere Hosen: Flanellhosen, Lodenhosen, Cordhosen etc. Einfach dem Kindelein ein derartiges Beinkleid kaufen und der Drops ist gelutscht 😉

Die Jogginghose gehört heute anscheinend teilweise zum guten Ton unserer Stars und Sternchen. Nicht selten tragen diese Designer-Jogginghosen, teils aufgepimpt, und stehen so vor der Kamera/dem Publikum. Für mich persönlich noch immer befremdlich.

Am letzten Wochenende war ich mit einer Bekannten auf einem Stadtfest. Wir haben uns immer wieder betreten angeschaut wenn erwachsene Damen und Herren in ihren Jogginghosen durch die Stadt wanderten. Das waren nicht wenige. Und nein, das waren jetzt auch keine schicken aufgehübschten Jogginghosen, sondern eher die alten Modelle.

Ich kann mir nicht helfen, dieser Anblick wirkt immer so verloddert und hinterlässt bei mir einen negativen Eindruck.

Ich bin gespannt, wie viele Mädels und Jungs in Zukunft von jetzt auf gleich noch unter Jeans-Allergien leiden, sollte sich diese Kleiderordnung auch an anderen Schulen durchsetzen. ^^

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Podiumsdiskussion zum Freibad Volpriehausen: (M)ein Kommentar.

 (Quelle Bild: Pixabay/HardyS)

51 Jahre Heimat

In einem vollbesetzten Saal der Dorfgemeinschaftsanlage Schlarpe eröffneten die zwei Dorfmoderatorinnen Ester Graepler und Annika Wilke den Themenabend um die Frage nach dem Werdegang bezüglich dem Freibad in Volpriehausen. Es ist und wird nicht einfach, das wurde mir an diesem Abend mehr als klar.

Das Freibad Volpriehausen wurde erbaut am 23.05.1968 und schaut auf eine 51-jährige Geschichte zurück. Damals gebaut für knapp 635.000 DM.

  • 51 Jahre, in denen viele Geschichten geschrieben und erzählt wurden/werden um dieses Freibad.
  • 51 Jahre, in denen sich Generationen mit diesem Freibad verbunden fühlten und noch fühlen. Es ist ein Stück Heimat, das war am Abend der Podiumsdiskussion mehrmals zu hören.

Zu hören war allerdings auch eine Stimme welche mehr oder weniger darauf hinwies, dass Veränderung bezüglich des Standortes „altes Freibad“ nicht unbedingt negativ zu betrachten ist. Dass man, wenn es weitergehen soll, an Nostalgie nicht unbedingt festhalten darf.

Fragen und Antworten

Tja, und nun ist nicht klar wohin die Reise geht: Was die Besucher sich wünschen, was die Helfer überhaupt noch leisten können.  Welchen Einfluss die Umgehung bezüglich dem Bau der B241 auf das Freibad haben wird. Woher das Geld nehmen für Ausbesserungen, woher noch helfende Hände bekommen zur Unterstützung? Und: Welche Alternativen sind noch möglich und umsetzbar? All das wurde bei der Podiumsdiskussion erklärt und diskutiert. Ich erwischte mich mittendrin dabei, dass meine Argumente hinsichtlich Pro und Kontra durch die Anregungen der anderen Besucher ins Stocken gerieten. Das ist das tolle an Diskussionen: Sie regen nicht selten zum umdenken an.

Die Fakten

Fakt ist, dass die Heizöltanks nicht mehr betrieben werden können, man würde sich den Hintern abfrieren ohne diese.

Fakt ist auch, dass viele Ausbesserungen und Reparaturen anstehen, damit das Freibad weiter in Betrieb genommen werden kann in der nächsten Saison.

Die Suche nach den Fördertöpfen ist schon im Gange, dazu konnte viel berichtet werden.

Der Bau der Umgehung der B241 und die Alternativen

Sollte der Bau der B241 beginnen, dann muss das Freibad schließen. Es wäre nicht möglich für einen reibungslosen Badebetrieb ohne Staub und Lärm zu sorgen. Auch und gerade im technischen Bereich. Dieser Punkt war für mich mit einer der dicksten Brocken.

Wenn das Bad 2 oder 3 oder 4 Jahre schließen muss: Haben sich die Besucher dann nicht schon lange eine andere Alternative hier in der Region gesucht um sich abzukühlen? Das waren auch meine Bedenken.

Soll der Standort beibehalten werden oder wäre ein anderer Standort nach Bau der Umgehung der B241 sinnvoller? Aber wo? Und wie? Ein neues Freibad? Woher käme das Geld? Oder doch besser ein Schwimmteich? In einem Schwimmteich können die Kinder aber nicht ihre Schwimmabzeichen machen, diesen Wortbeitrag fand ich interessant und informativ. Wie verhält es sich an einem Schwimmteich mit der Badeaufsicht? Wo genau käme dieser Schwimmteich überhaupt hin? Die Palette der Fragen hatte es echt in sich.

Die Vorschläge für das Ausweichen während der Bauphase in andere Freibäder der Region z. B. waren theoretisch sinnvoll, aber praktisch nicht einfach umsetzbar. Denn wir erreichen heute mit Bus und Bahn nicht bequem jedes Ziel im Stundentakt. Zudem müssen auch Bus und Bahn bezahlt werden und bezahlbar sein können für Familien.

Neue Helfer – neuer Termin

An diesem Abend fanden sich zum Glück neue Helferinnen und Helfer, welche in der Saison 2019 ihre Unterstützung anboten.

Am 24.04. wird das nächste Zusammentreffen stattfinden, und zwar um 19 Uhr im Gemeindehaus in Volpriehausen. Bis dahin werden sicherlich viele Dinge geklärt und abgeklopft sein. Ganz bestimmt werden auch bis dahin neue Ideen auf dem Plan erscheinen.  Es wird spannend bleiben. Und weitergehen. Die Frage ist nur in welche Richtung und mit welchem Plan in der Tasche.

Bei der Anzahl an engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus den Bollertdörfern darf man sich sicher sein, dass diese das Ding wuppen irgendwie. ^^

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Die Macht der Presse und die Penetranz von Z-Promis.

(Quelle Bild: Pixabay/MichaelGaida)

Ein Kommentar

Ich habe in den letzten Wochen/Monaten (auf einige spezielle Fälle bezogen) viel auf unseren „großen Seiten“ gelesen. Und mir auch oft Gedanken darüber gemacht, warum der Voyeurismus heutzutage so ausartet im Bereich der Berichterstattung. Warum wir beispielsweise bis in kleinste Detail an Tragödien teilnehmen wollen, warum bis ins kleinste Detail berichtet wird. Welche Macht die Presse/die Sender teilweise haben, in welche Richtung sie vieles lenken können. Welche Überschriften fokussieren, aber im Grunde genommen so gar keinen Inhalt hervorbringen. Und welche Meldungen nach ein paar Tagen versickern, während sich andere über Monate halten. Hier sei die Frage nach dem Warum erlaubt, und hier beantwortet sich diese Frage teilweise von ganz alleine.

Gerade wenn es um Schicksalsschläge geht, auch im Bezug auf prominente Personen (oder solche, die sich dafür halten bzw. so angepriesen werden).

Der bekannte Satz:

„… sprach zuerst mit der Leiche“

hat in den letzten Wochen mehr denn je an Aktualität gewonnen. Leider. Wenn der Tod eines Menschen wochenlang die Meldungen beherrscht. Wenn der Tod eines Menschen dokumentiert wird, stellenweise mit grenzwertigen Bildern/Interviews. Wenn über den Tod eines Menschen spekuliert wird, auch wenn diese Spekulationen noch so an den Haaren herbei gezogen scheinen. Wenn uns solche Meldungen auf der einen Seite echt total nerven, man sie aber auf der anderen Seite trotzdem liest. Bei Facebook usw. sind allerdings die Kommentare dazu das Salz in der Suppe. Auch ich spreche mich davon nicht frei. Also vom mitlesen und Salz in die Suppe streuen. 

Ich bin auf diverse Seiten gestoßen im Zusammenhang mit einer ganz bestimmten Berichterstattung, und dort haben sich Menschen zusammen getan die viel Insiderwissen hatten und eben nicht nur spekuliert haben.

Da kamen dann plötzlich ganz andere Infos an das Tageslicht. Und ich war so naiv zu denken, dass aufgrund dieser Schilderungen diese penetrante Berichterstattung über einen gewissen Vorfall bald ein Ende nimmt. Das tat und tut sie aber nicht. Es wird immer weiter im Sumpf gewühlt. Verkaufszahlen sind wichtig, das ist auch mir klar. Ohne Moss nix los. Wie sehr unsere Medien viele von uns lenken, wie sehr sie nicht immer so wirklich realitätsnah berichten, das wurde mir persönlich in den letzten Wochen allerdings mehr als deutlich.

Kommen wir in diesem Zusammenhang nun zu den Z-Promis:

Verfolge ich die Presse, dann begegnen mir oft Namen welche ich nicht kenne. Noch nie gehört. Wer ist das? Teilweise google ich diese Leute. Die Zahl der Stars und Sternchen nimmt jeden Tag rasant an Fahrt auf. Ob nun unsere lieben Influencer, unsere Casting-Teilnehmer diverser Formate, ob die Teilnehmer an den verschiedensten Dokumentationen. Viele verglimmen schneller als sie auftauchten am Show-Himmel, andere halten sich. Nur leider nicht immer aufgrund ihrer Talente, ihrer Leistungen, ihrem Ehrgeiz, ihrem Fleiß oder ihrer Gaben, sondern aufgrund ihrer Penetranz. Und ihrer Schmerzlosigkeit. Schmerzlos muss man wohl sein um sich zum Honk zu machen und um sich zu verkaufen. Wobei einige wenige es noch halbwegs niedlich veranstalten und es so in das Herz der Zuschauer schaffen. Das ist auch dann in Ordnung, wenn betreffende Person das alles selbst in der Hand hat.

Nicht in Ordnung ist es aber, wenn ein(e) Hinterbliebene(r) eines (Z)Promis, egal wie sie/er fokussiert hat, das große Geld riecht und alles verkauft was eigentlich zur Privatsphäre gehört. Wenn die Person, um die es eigentlich geht, nichts mehr daran ändern kann aufgrund von Krankheit oder schlimmeren Entwicklungen. Wenn Menschen den Medienrummel aushalten müssen, welche das eigentlich nicht wollen. Weil sie zu jung sind, das Trauma noch nicht überwunden haben, sich vielleicht auch in ihrer Privatsphäre gestört fühlen. Genau das ist anscheinend der neue Trend. Die Medien beißen an, denn intime Dinge lassen sich gut verkaufen. Da schließt sich der Kreis.

Er hat gehört“, „sie hat gesagt“, „seine letzten Worte waren“, „hier aktuelle Fotos/Videos, schaut mal“ etc.

In der letzten Zeit sind einige Ikonen verstorben. Echte Ikonen. Man konnte ein paar Tage diese Meldungen lesen, dann war Schluss. Darin mag der Unterschied liegen: Es hat etwas mit Achtung, Respekt und Pietät zu tun. Privilegien, die einige Hinterbliebene in Ehren halten. Schade, dass diese Privilegien auszusterben scheinen.

Ich möchte jedenfalls nicht, dass man mein Privatleben verkauft in einer Situation, in der es mir nicht gut geht. Oder ich nicht mehr auf diesem Planeten verweile. Egal auf welche Art und Weise, weil sich jemand daran bereichern möchte. Punkt.

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Von Gastauftritten und vielen Gästen: Rescuer füllte den Kulturbahnhof.

(Quelle Bild: Mona Thiele/Torsten Prey)

Uslar/ Als gestern im Kulturbahnhof Uslar gegen 20.30 Uhr Christoph, Miks, Maik, Thomas und Bernd startklar waren und ihr Jubiläumskonzert „30 Jahre Rescuer“ eröffneten, taten sie dieses vor einem großen Publikum. Der Kulturbahnhof Uslar war mehr als gut gefüllt.

Christoph dankte all denen, welche auf unterschiedlichste Art und Weise in den letzten 30 Jahren an der Seite von Rescuer waren.

Das Konzert war gespickt mit einigen Highlights. Sehr emotional war der Moment, als die Kinder der Musiker auf der Bühne erschienen mit einem Geburtstagskuchen. Und ihren Vätern sagten wie stolz sie auf sie sind. Da hatte man etwas Pipi in den Augen.

Tolle Gastauftritte

Der erste Gastauftritt gehörte Denise: Unter anderem knallte sie mal eben von Melissa Etheridge „like the way i do“ ins Mikrofon. Stimmlich passte sie richtig klasse in die Herren-Kombo.

Dann erschien der Mann auf der Bühne, welcher aus der Uslarer Musikszene auch nicht mehr wegzudenken ist: Axel Sch. Er reihte sich mit seiner Gitarre auf der Bühne ein und rockte zusammen mit Rescuer den Saal.

Weiter ging es mit dem Gastauftritt von Heiner E. und seiner Mundharmonika: Blues war angesagt. Akustisch eine tolle Ergänzung, es gab den Songs die gewisse Note.

Nächster Gastsänger war Mike the King O., der bekannte Elvis-Imitator aus Uslar. Kennste? Kennste! So übernahm der Rock`n Roll das Zepter für die nächsten Stücke.

Die Uslarer Musikszene war gut vertreten

Im Publikum zu sehen waren auch noch andere ehemalige Musiker bzw. aktuelle Musiker aus der Uslarer Szene: Markus B. von Project: Haven, Frank Sch. von Reminder, und Volker R., welcher schon mit Miks und Axel auf der Bühne stand damals als „Damn`let`s jam“.

Als Finalsong erklang „the Passenger“, Denise und Mike holten nochmals die Mikrofone hervor und ein toller Abend neigte sich gebührend dem Ende.

Das Publikum war ein dankbares Publikum, welches einfach nur gepflegt und harmonisch ab gefeiert hat. Mit einer der besten Sprüche des Abends:

Mich erinnert das alles an die alten Zeiten in der Papiermühle so von der Stimmung her“.

Es war jedes Alter vertreten und irgendwie waren die Besucherinnen und Besucher bunt gemischt und sehr gechillt 😉 

Chapeau!

Last but not least sollte erwähnt werden, dass gestern auf Eintrittsgelder verzichtet wurde. Der Überschuss von den Getränken geht an den Kulturbahnhof Uslar in finanzieller Form, freiwillige Spenden kommen dem Forum „Kinderarmut“ in Uslar zugute. Chapeau!

Für den Lacher des Abends sorgte ein junger Mann, welcher nach dem Genuss von zu viel edlem Gerstensaft anstatt „Zugabe“ versehentlich „Flughafen“ rief. Das machte aber nichts, man verstand was er wollte 🙂 

Bleibt zu hoffen, dass Uslar noch viele solcher Partys feiern darf. Mit Rescuer.

Auf die nächsten 30 Jahre.^^

Das Video zum gestrigen Abend: 30 Jahre Rescuer

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Pack die Badehose ein – oder auch nicht?!?

Uslar/Volpriehausen

Ob wir Bürgerinnen und Bürger aus dem Uslarer Land auch in Zukunft die Badehose einpacken können/dürfen/wollen und nach Volpriehausen ins Freibad düsen, das ist die grundsätzliche Frage am kommenden Freitag in der DGA Schlarpe.

Ab 19.30 Uhr wird es mit den Moderatorinnen Annika Wilke und Esther Graepler zu einer Diskussionsrunde kommen zu der alle Interessierten eingeladen sind.

Wird es weitergehen? In welcher Form wird es weitergehen? Ist das Freibad Volpriehausen vielleicht in naher Zukunft Geschichte?

Diese Fragen können nicht nur die Damen und Herren der Bürgerinitiative des Freibades beantworten, auch nicht all die helfenden Hände, die Verantwortlichen, die Unterstützer. Die Besucher sind auch gefragt. Und werden auf ihre Fragen ebenfalls Antworten bekommen wenn es um weitere Pläne und den momentanen Stand der Dinge geht.

Auch ein Freibad kommt in die Jahre. Heißt: Die Dinge werden nach 10 Jahren nicht frischer oder moderner. Eine Bürgerinitiative in Eigenregie, mit sicherlich etwas Unterstützung, wird das alles finanziell auf Dauer nicht wuppen können. Eines der Probleme.

Zudem stellt man sich die Frage, welche Rolle der Neubau der B241 spielen wird wenn diese eines Tages in unmittelbarer Nachbarschaft den Verkehr dort entlang führt. Wiederum das andere Problem.

Wir hier in Uslar haben nur einige wenige Kilometer entfernt zwei Freibäder, in denen die jüngsten Uslarer das Schwimmen erlernen können. Bedenkt man, dass immer weniger Kinder die Chance darauf haben, eben weil in der Vergangenheit nicht nur in unserer Region die Bäder schließen mussten, dann ist das nicht nur eine traurige sondern auch eine gefährliche Entwicklung.

Zwei Freibäder, in denen sich auch die Erwachsenen nach Feierabend, an den Wochenenden oder im Urlaub in der Sonne rekeln können, ein paar Bahnen ziehen, bei einem Kaffee oder Eis den neusten Klatsch und Tratsch austauschen. Das ist der Vorteil und das schöne an unseren kleinen Freibädern. In dörflicher Idylle.

Zwei Freibäder, an denen auch an den Wochenenden Events auf die Beine gestellt werden um Besucher anzulocken. Der Rubel muss rollen, sonst kann man sich all die Arbeit und Mühe sparen. Das ist die Realität, und diese lässt sich leider nicht immer schön reden.

Um schauen zu können wohin die Reise geht, welche Argumente die Besucher anbringen (ob positiv oder negativ), ob überhaupt weiterhin Interesse besteht, was die Bürgerinitiative zu berichten hat, das alles ist Inhalt der Diskussion am Freitag in Schlarpe. 

Gerade bei solchen Gesprächen entstehen oft neue Ideen, neue Sichtweisen, neue Tendenzen.

Deshalb sind Sie alle aufgerufen sich bei Interesse einzubringen in die Zukunft des Freibades Volpriehausen.

Es wäre schon toll, wenn auch in Volpriehausen weiterhin die Badehosen ausgepackt werden.

„Weiter machen“ würde der Schorse jetzt sagen. Weiter machen. 😉

Info:

Wann: Freitag, 15.03.19 ab 19.30 Uhr

Wo: Dorfgemeinschaftsanlage Schlarpe

Mehr Infos:  Bollertdörfer e. V.

 

 

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Von Doppelnamen, Kinder-Kostümen und Karneval.

(Quelle Bild: Pixabay/annca)

Man könnte meinen, wir wollen/werden in Zukunft die Zeit der Narren und des Karnevals, genauer gesagt die Tage der Fröhlichkeit und Ausgelassenheit in Grund und Boden quatschen bzw. diskutieren.

Kramp-Karrenbauer, Leutheusser-Schnarrenberger und nun auch noch Möller-Hasenbeck

Ich staunte nicht schlecht, als ich eher am Rande den Eklat über Bernd Stelter und seinen Beitrag bei einer Karnevalssitzung in Köln mitbekam. Es ging um weibliche Doppelnamen. Kramp-Karrenbauer und so. Kennste? Kennste!

Kurios, dass wir uns ein paar Tage vorher noch mit ein paar Leuten über die doppelten Nachnamen unterhielten/austauschten. Wenn mir der Doppelname einer Dame nicht einfällt, nenne ich alle „Leutheusser-Schnarrenberger“. Das hat auch keine weitere Bedeutung, das ist nicht abwertend oder aufwertend gemeint, bezieht sich nicht im geringsten auf die Dame persönlich. Dieser Name ist zumindest für mich sehr einprägend. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe mir den Ausschnitt angeschaut in dem Bernd Stelter auf der Bühne stand und Frau Möller-Hasenbeck (die verärgerte Zuschauerin) so respektlos war, eben diese Bühne aufzusuchen und sich aufzuregen. Wegen seinem Beitrag zu Doppelnamen. Na, da war die Frau Möller-Hasenbeck volles Brett auf dem richtigen Event. Was für eine Spaßmaus, die Frau Möller-Hasenbeck. Was für eine Spaßmaus.

Während (s)einer Aufzeichnung eumelte sie auf die Bühne. Darüber kann jeder seine Meinung haben. Mir wirft sich die Frage auf was ungezogener war: Der Beitrag von Bernd Stelter über Frau Kramp-Karrenbauer/Doppelnamen oder das Benehmen der Frau Möller-Hasenbeck? My winner is: Frau Möller-Hasenbeck. Yeah!

Fakt ist allerdings: Stelter durfte bleiben, Möller-Hasenbeck musste den Saal verlassen. Finde den Fehler.

Nur schade, dass der WDR die Szene letztendlich raus geschnitten hat und sich so der Dame mit dem Doppelname beugte.

Für kleine Kinder gibt es keine Kultursensibilität

Etwas mehr beunruhigte mich die Meldung, dass eine Kita aus Hamburg in diesem Jahr den Eltern von den Kiddies eine Art „Kostümkodex“ empfahl. Ist nix mehr mit Indianer, Scheich und Co. Man konnte Worte in diesem Zusammenhang lesen wie Stereotype, kultursensibel, diskriminierungsfrei und vorurteilsbewußt im Bezug auf Erziehung. Laut diversen Berichten haben betreffende Eltern diese Bitte auch akzeptiert.

Für uns Erwachsene vielleicht eine Sache mit Sinn und Verstand. Weil wir es checken. Oder auch nicht. Betonung liegt auf „uns Erwachsene“. Aber auch da trifft es nicht die Meinung aller Menschen, denn das Netz diskutiert wie irre. Wir heute Morgen beim Frühstück auch. Man traute sich nicht zu sagen:

„Reiche mir doch den Friesenkeks“,

das ist bestimmt auch schon kultursensibel, was? 😉

Wie will man einem kleinen Jungen erklären, dass er aus Gründen der eventuellen Diskriminierung nicht als Indianer in den Kindergarten gehen kann?

Wie einem kleinen Mädchen, dass vielleicht das Kostüm der Prinzessin eine Klischee darstellt?

Diese Kinder wollen damit nicht negativ urteilen, dafür sind sie zu klein. Die Erwachsenen interpretieren negativ. Und geben das vielleicht auch dem Nachwuchs mit. Da liegt eigentlich eher der Hase im Pfeffer.

Ich wäre als kleines Mädchen nie auf die Idee gekommen, dass mein Zigeunerkostüm negativ behaftet sein könnte. Meine Eltern auch nicht. Ich habe dieses Kostüm geliebt.

Steffi Werner-Brösel sowie Flora und Fauna

Nun stellt euch mal vor ich lerne einen Mann kennen, welcher mit Nachname Brösel heißt. Und ich bastele mir einen Doppelname:

Steffi Werner-Brösel. Brüller, oder? 😉

Nun dürfen wir gespannt sein, was sich in der Karnevalszeit 2020 tut:

Keine Blumen- und Tierkostüme mehr, weil es Flora und Fauna und die Tierwelt verunglimpft?

Kein Kölsch mehr, weil es dem Alkohol eine Bühne bietet?

Kein kostenlosen Kamellen mehr, weil die Kinder sonst den Bezug zum Geld verlieren?

Keine Krapfen mehr, weil man sich über die wahre Herkunft/Bezeichnung in die Köppe kriegt?

Aber was weiß denn ich schon. Helau. ^^

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Von Speedy, Breakdance und alten Zeiten.

(Quelle Bilder: Lothar Niebur)
Uslar/ Am Samstag dem 18. Mai wird der Jugend- und Kulturbahnhof Uslar den Besucherinnen und Besuchern eine Reise in die 80er/90er Jahre und die Jugend ermöglichen. In eine Zeit, in der es auch in dieser Kleinstadt noch eine Diskothek gab: Das Meeting.

Von Südtirol nach Uslar

Kein geringerer als der Meeting-DJ vor dem Herrn, Speedy (Lothar Niebur), wird an diesem Abend auflegen und dem Publikum genau die Musikstücke kredenzen, zu denen damals getanzt wurde. Und gefeiert. Und was auch sonst noch so alles.
Auf die Idee diese geile Zeit aufleben zu lassen kamen Gaby Scholz, die Familie Weber und der Speedy.
Speedy kommt extra aus Südtirol/Norditalien angereist um mit den Uslarern eine der Partys 2019 zu feiern. Peter Ische wird ihn dabei unterstützen. Speedy hat schon jetzt Spaß in den Backen, das konnte er vorab berichten. Zitat bei Facebook:
>> Yoh. Das wird wieder Affenstark. Freue mich auf euch. Hoffe ich komme vor lauter Wiedersehen zum Musik machen. <<
 
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Ein Stück Uslarer Geschichte

Und da trifft er den Nagel auf den Kopf: Das Wiedersehen mit den Freunden von damals, das schwelgen in Erinnerungen von damals, das Gefühl der Unbeschwertheit von damals, das Feeling bei den Songs von damals.
Viele kennen das Meeting noch als es auf dem Gelände der Ilse-Werke beherbergt war. Das „alte Meeting“. Dort war auch sonntags geöffnet am Nachmittag. Kinder-Disko quasi für die, welche regulär am Abend nicht rein kamen weil sie zu jung waren. Speedy erinnert sich auch noch gerne an die Breakdance-Veranstaltungen im Meeting, das war so sein Ding.
Später kam dann der Umzug vom Meeting in die Wiesenstraße. Bis ins Jahr 2000 konnte sich das Meeting halten, mit sicherlich tausend Geschichten im Gepäck. Dann kam die Schließung und ein Stück Uslarer Geschichte nahm ein jähes Ende.
Umso schöner, dass die Meeting Revival-Party wieder auf dem Plan erscheint. Yes! Und wer sich an die 1. Party erinnert vor vielen, vielen Jahren der weiß noch, dass der Jugend- und Kulturbahnhof aus allen Nähten platzte und sogar die Türen geschlossen werden mussten für die nachrückende Party-Gemeinde, weil es gerammelt voll war. Das war auch Grund für die Überlegung in diesem Jahr das Außengelände mit einzubeziehen.

„Hungrig auf das neue Leben“: DJ Dieter Wimmer

Apropo abfeiern: Ebenfalls über einen Besuch am 18. Mai denkt der DJ nach, welcher in der Diskothek „Thirty-Four“ in Sohlingen (ein Dorf von Uslar) mit zum Aushängeschild gehörte: DJ Dieter Wimmer. Auch seinen Name und sein Gesicht sowie seine Stimme haben Kultstatus. Aus Baden-Baden wird er im Fall der Fälle anreisen und sich sowie die Gäste in Erinnerungen schwelgen lassen. Dieter Wimmer hat viele emotionale Rückblicke an die damalige Zeit. Zitat:
>> Die schönste Zeit die ich mit dieser Zeit verbinde, dass alle Gäste hungrig auf das neue Leben und zwar das Nachleben heiß waren. Raus aus dem Haus, weg vom 3 bis 4 Programm-Fernseher, und ab in die laute Nacht mit bunten Licht, Nebel und kalten Getränken und den ersten Cocktail im Leben und dazu eine Zigarette und cool und lässig an der Bar zu stehen, oder an der Tanzfläche, und Mädchen und Jungs immer hübsch zur Disco-Nacht im Modischen Style. … Und dann kamen die Trends: Breakdance und Robotdance. Und wenn ich z .B. Breakdance aufgelegt habe wurde sofort die Tanzfläche freigemacht und alle standen im Kreis und waren gespannt wer jetzt seine Dance-Performance abliefert, es gab immer Applaus und es war eine gute abwechslungsreiche kleine Tanzpause für uns alle. Es gibt noch sooooo viel tolles was mich an die Wahnsinns 80-ziger erinnert.<<
Man kann nur erahnen, was für eine legendäre Party am 18.05. in Uslar gefeiert wird. Eine mordsmäßige Party bis sicherlich spät in die Nacht/früh in den Morgen.
Feiert bis in die Puppen, Uslarerinnen und Uslarer. ^^
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Info:
Wann: 18.05.2019, 20 Uhr
Wo: Jugend- und Kulturbahnhof Uslar, An der Eisenbahn 1, 37170 Uslar
Bis: Wird spät, woll?
Eintritt: 5 Euro
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