Du kommst aus Uslar, wenn auch Du desöfteren Deinen Strassenname buchstabieren musst

Tatort war mein Telefon, ich musste vorgestern mit einer Behörde sprechen irgendwo in Deutschland.
Die hatten nämlich Post für mich an mein Elternhaus geschickt, und ich wollte diesen schwerwiegenden Irrtum klären. Weil mein Vater immer mit mir meckert wenn da Post für mich ankommt.
Okay, der junge Mann fing an alles zu vergleichen. Name (die meinen wohl alle, mit über 40 Jahren hat man mittlerweile geheiratet. Schenkelklopfer jedenfalls), Geburtsdatum, Adresse.
Er so: “Strasse?”
Ich: „Bella Clava.”
Er: “Geschrieben wie gesprochen Bella Clava?”
Ich: “Jau.”
Er: „Zusammengeschrieben oder getrennt?”
Ich: “Getrennt.”
Er: “Bella wie Bella?”
Ich: “Bella wie Bella.”
Er: “Clava groß?
Ich: “Ja.”
Er: “Mit C oder K?”
Ich: “Mit C.”
Er: “Clava mit v oder mit w?”
Ich: “Mit v.”
Er: „Clava mit doppeltem l oder einfach?”
Ich: “Einfach. Bei Clava einfach, bei Bella doppelt.”
Er: “Was?”
“Ich: “Nix, machen Sie hinne, Essen steht aufm Herd.”
Er: “Bustabieren Sie bitte mal.”
Ich: „Herd?“
Er: „Ne, Bella Clava“ (und lacht).
Ich: “… (dauert jetzt zu lange).
Er: “Ich wiederhole mal” … (dauert jetzt auch zu lange)
Er: “Hausnummer?”
Ich: “Ja, .. (das sag ich hier nich).
Er: “Postleitzahl ist in dem Bereich von Uslar noch die alte Postleitahl?”
Ich: “Googlen Sie mal Uslar, Sie sind witzig.”
Er: “Okay, haben wir es.”
Fertsch.
Gut, dass er Uslar gelesen hatte, sonst wäre es sicherlich weiter gegangen mit “Russland?” “Goslar?” “Buchstabieren Sie bitte mal”. ^^

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Das habe ich in 46 Jahren noch nicht erlebt.

Seit einigen Wochen vernahm ich immer wieder Unwetterwarnungen für meine Region. Nachdem ich panisch den Balkon sicherte, und mir im Kopf die wildesten Phantasien ausmalte was passiert, wenn ein Tornado meinen Balkon nach Chile fliegen lässt, mit Stühlen und Tisch und Wäscheständer bewaffnet, aber nix passierte, fuhr ich runter und stempelte das alles ab unter “Panikmache.”
Gestern in der Rauchpause in der Klinik das erste grummeln am Himmel. Wir scherzten noch … “Kleb Dir Kondome unter die Schuhe und setz Dich ins Auto, dann bist Du sicher”.
Knapp 2 Stunden nach Feierabend zog es sich zu und der Himmel wurde schwarz. Ja, das sah nicht gut aus. Regen setzte ein, ich fuhr den Kurzen zur Arbeit. Auf den 15 m zum Wagen hätte ich schon an einem Wet-Shirt-Contest teilnehmen können, das waren Tropfen so dick wie Walnüsse. Und dann gings ab. Ich habe noch nie die Schnellwischtaste vom Toyota suchen müssen, aber gestern war es so weit. Ich konnte nichts mehr sehen. Ein Regenschauer wie er im Buche stand. Runter vom Gas, Lüftung an, und sachte gefahren. Den Kurzen vor seiner Arbeitsstätte rausgelassen, und 20 m weiter musste ich anhalten, weil ich nichts mehr sehen konnte. 10 Minuten überlegt wie ich jetzt nach Hause komme, da ich eine Strasse hätte nutzen müssen, die relativ schnell absäuft. Wieder auf die Hauptstrasse, ich habe einen Wagen aufgrund der Regenschauer nicht mal gesehen, und bin 200 m weiter auf einen Parkplatz abgebogen. So stand ich dort, und der Hagel setzte ein. Ich habe den Wagen gewendet und fuhr vor einen Discounter, um etwas geschützer zu sein. Einen so langen und heftigen Regen-/Hagelschauer kannte ich bis gestern nicht. Es blitzte und donnerte, im Discounter flackerte das Licht, eine Verkäuferin zuckte zusammen, und ich saß mutterseelenallein im Auto. Kein Handy dabei, kein Geld dabei, keine Kippen dabei. Ganz toll Steffi, prima ausgerüstet. Der Wagen beschlug, er beschlug wie aus der Szene von “Titanic”, in der sich die beiden in der Kutsche liebten. Ich liebte aber keinen. Ich stand vor einem Verkaufsschild das mir verrie, dass Pers.. im Angebot ist, 100 Waschladungen für 15,99 Euro. 40 Minuten gaffte ich auf das Schild, und wischte alle 5 Minuten das Kondenswasser von meinen Scheiben, also innen. Fenster runter ging nicht, das hat gegallert wie am St. Nimmerleinstag. Ich kam aus dem Wagen nicht raus wegen dem Regen. Ich konnte nicht in den Discounter weil ich keine Kohle dabei hatte. Ich konnte niemanden anrufen, weil mein Handy in der Küche lag, 4. Stock, Dachgeschoss. Ich war alleine und wischte alle 5 Minuten die Scheiben von innen ab, und von außen wenn ich die Zündung anstellte. Ich hörte den ersten Einsatzwagen der Feuerwehr, ich hörte die Sirenen und ahnte, dass dem Uslarer Land und den Gebieten drumherum gerade nichts Gutes blüht. Aber ich wusste auch, dass genau die Damen und Herren jetzt ihr Bestes tun um schlimmeres zu verhindern, Schaden zu begrenzen und zu helfen wo es geht. Ich fands echt beruhigend. Als der Regen nachgelassen hatte, fuhr ich über Umwege nach Hause, und sah aus den Augenwinkeln die Katastrophe. Ich sah aber auch die komplett durchnässten Feuerwehrleute, Frauen wie Männer, deren Feierabend sicherlich in weiter Ferne lag. Weil eine Sirene nach der nächsten heulte. Weil ich ein Martinshorn nach dem nächsten hörte und ein Blaulicht nach dem nächsten sah. Weil ich bei Facebook Fotos und Videos betrachten konnte und das Ausmaß erst begriff, als ich wieder zu Hause war. Hier war alles in bester Ordnung, zum Glück. Das können andere hier aus der Region sicherlich nicht von sich und ihrem Hab und Gut behaupten. War schon heftig hier.
#Uslar #UslarerLand #Solling #SollingVoglerRegion #Unwetter #Regen #Gewitter #Feuerwehr #FreiwilligeFeuerwehrUslar #FeuerwehrenausdemLankreisNortheim #Hutab

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Du kommst aus Uslar, wenn …

… auch Du weißt, welches leider schon lange geschlossene/mittlerweile abgerissene Etablissement sich in der Wiesenstr. 25 befand.
Richtig, das Meeting.

Holger Schwanz, für Dich for remember 😉
Ich habe beim googlen eben auf einer Eventseite allen ernstes noch Adresse und Telefon-Nr. vom Meeting gefunden. Wiesenstrasse 25, Telefon: 05571/…. .
Alle die, die Uslars Diskothek nicht mehr kennengelernt haben, haben ganz gepflegt was verpasst. Jeden Donnerstag und jeden Samstag war Party in der Wiesenstrasse. Vorher, bevor der Umzug in den Güterbahnhof erfolgte, stand das Meeting an der Ilse-Kantine, da wo sich jetzt das Albert-Schweitzer-Seniorenzentrum befindet. Und genau dort fand auch mein erster Besuch statt. Es muss Anfang der 80er gewesen sein. Kinderdisko, Sonntagnachmittag. Für mich vom Dorf war das ein Input, der seinesgleichen suchte. Ich weiß sogar noch, dass ich einen grauen Pulli mit Snoopy drauf trug, und ein Netzhemd darüber, das war damals Mode. Mit meiner Mireille Mathieu-Frisur zusammen war diese Kombination optisch schon eine Zumutung. Tja, und so begegnete ich eines sonntags dem Wolfgang Stahl, auch „Disko-Jupp“ genannt. Der war ja streng, Alter! Weil wir wenig Taschengeld hatten, nuckelten wir stundenlang an unserer Cola rum. Das passte dem Wolfgang nicht. So kam er zu uns und meckerte:
„Das ist hier kein Bahnhof, ihr müsst schon was verzehren.“ Ich hatte mehr Schiß als Vaterlandsliebe, und seit dieser Begegnung immer Geld für zwei Cola bei mir, wegen Disko-Jupp. Heute quatschen wir wenn wir uns begegnen, und ich muss keine Cola dabei trinken
Nach dem Umzug in die Wiesenstrasse habe ich viel mehr Erinnerungen an das Meeting. Ich habe noch Speddy`s Stimme im Ohr, ich sehe noch die Tanzfläche vor mir, die zwei Theken, die Treppen runter zur Toilette, den Zigarettenautomat rechts an der Wand vor den Toiletten. Das Personal kriege ich auch noch zusammen teilweise. Und die Kassierer und Türsteher und Chefs des Ladens auch. Und halt das Inventar an Besuchern. Das war gar keine Frage wohin man donnerstags ging. Erst ein Pita bei Dimmi an der Scheibe, und dann ins Meeting. Das hat damals keinen gestört wenn Du aus dem Mund nach Zwiebel gerochen hast.
Wahnsinn, von wo die alle kamen: Oberweser, Raum Göttingen, teilweise Kassel. Der Parkplatz, ich glaube es war Schotter mit Schlaglöchern, dass die Achse stöhnte, war am Wochenende immer gut besucht mit Autos. Ich könnte hunderte von Geschichten erzählen. Total peinlich war mir mal, als ich zu spät war und meine Mutter vor der Tür stand, im Faltenrock und obersauer, um mich abzuholen. Da war man Gespräch nach einer solchen pädagogischen Maßnahme.
Oder als ich meinen ersten Liebeskummer hatte und von Heulkrämpfen im Meeting heimgesucht wurde. In diesen Sitzgruppen, wenn man reinkam rechts. Da saß ich und habe geflennt wie eine 5-jährige, die den Strohhalm nicht in die Caprisonne kriegt.
Waren wir knapp bei Kasse, tranken wir Alt-Schuss oder Bier mit dem Strohhalm, ging die Laterne halt kostengünstiger an.
An meinen letzten Besuch kann ich mich auch noch erinnern, es muss kurz vor der Schließung gewesen sein. Ich war schwanger, also muss das fast 19 Jahre her sein. Im Meeting sah ich meine erste Hypnose-Show, und hätte dem Typen fast eine geballert als meine Freundin da wie leblos auf der Tanzfläche lag.
Wer was auf sich hielt, der ging ins Meeting. Für den kleinen Hunger zwischendurch gab es dann später bei Peter (reimt sich) ein Baguette, im Trödel um die Ecke. Und für eine Runde Billiard oder den Absacker bot sich immer das Trödel an. Auch für andere Dinge wie man damals so hörte 😀
Die Meeting-Revival-Party 2012 im Kuba war mit die schönste Revival-Party, die es hier so gab. Mucke von damals, Menschen von damals. Ich habe total viele nicht mehr erkannt. Und vor der Tür standen noch viel mehr, wollten rein und konnten nicht rein, weil der Laden überfüllt war. Man kann der Ära Meeting eigentlich kein schöneres Kompliment machen, wenn in die Jahre gekommene Menschen in Erinnerungen schwelgen und sicherlich viele, genau wie ich, an diesem Abend eine Erinnerung an die nächste hatten. Schade, dass anscheinend die Revival-Geschichte nicht mehr stattfindet.
Übrigens habe ich bei der letzten mit Speedy kurz gequatscht, der damals, als er in Wiensen war, in der Schweiz lebte: Leute, der sieht noch original aus wie damals. Wenn man die Augen schloß und er sprach ins Mikrofon, hatte man stellenweise Angst man ist wieder zu spät, und die Eltern holen uns da gleich raus. Geil wars, richtig richtig geil. Original und Revival 🙂

#Meeting #WiesenstrasseUslar #Uslar #UslarimSolling #80er #90er #Diskothek #Schönwars

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Die verpatzte Party.

Wochenlang habe ich mich auf das letzte Wochenende gefreut. Feuerwehrfest in Schönhagen. Im Zelt. Mit Partybands. Und Theke. Und Bratwurstbude. Tschakka, mein Abend. Da ich weiß, dass dieses Völkchen dahinten feiern kann dass sich die Balken biegen, war ich in ektatischer Vorfreude auf eine lange Nacht. Eine Nacht, in der ich tanzend durchs Zelt eimere. Eine Nacht, in der so manches Bier durch meine Kehle rinnt .Eine Nacht, die für mich erst dann endet, wenn die Sonne aufgeht, und ich mit meiner Handtasche schleudernd und pfeiffend im Hausflur hochtänzele.
Am frühen Abend hatte ich den Kurzen und seine Kumpels zu einem anderen Kumpel gefahren, die Jungs wollten dort auch hin. Ich bekam wieder Anweisungen wie:
„Sprech mich da nicht an.“
„Mecker nicht, wenn ich ein Bier trinke.“
„Blamier mich nicht.“
Immer dasselbe, mir kommts schon aus den Lauschlappen.
Jedenfalls bin ich wieder nach Hause in dem Wissen, dass wir uns beim Aufbrezeln im Bad nicht in die Quere kommen und uns vorm Alibert nicht gegenseitig hin- und herschubsen. Mein Kosmetikkoffer und ich hatten freie Bahn.
Das Beinkleid lag schon bereit, ich ging im Kopf den Inhalt meines Kleiderschrankes durch und überlegte, welche Schuhe mich sanft durch die Nacht tragen. *Atemlos träller*
Konto wurde geplündert, ich hau mir auch gerne mal eine Currywurst oder Pommes rot-weiß in Kopp.
Noch schnell ein Kippchen vor der Restauration, schon mit dem Fußspitzen wippend, und ich kontrollierte kurz auf dem Flur ob ich alles habe. Zigaretten, das kleine Portemonnaie, Kaugummi, Kopfschmerztablette, Taschentücher, Schlüssel. War auch alles da, fast alles: Der Schlüssel war weg. Hallo? Der Schlüssel liegt immer in dem weißen Korb auf dem Schuhschrank, immer! Nur da eben nicht. Also alle Räume abgegangen, in meinen Jacken nachgeschaut. Ich wurde immer hektischer. Das kann nicht sein, ich hatte die Jungs ja noch gefahren. Und wieder in jeden Raum, wieder in meinen Jacken nachgeschaut. Nichts! Ich weiß nicht wie oft ich diesen Suchprozess vollzog, der Schlüssel fand sich nicht an. Kurze Überlegung, wie ich ins Haus und in die Wohnung komme mitten in der Nacht ohne Schlüssel: Es fand sich keine Alternative. Da ich auch nicht wusste wie ich dort hinkomme, wollte ich das Auto mitnehmen und stehen lassen. Das geht aber nicht ohne Auto, da kann man ja nix stehen lassen. Ich hätte heulen können, Rotz und Wasser hätte ich heulen können. Denn mittendrin drangen Musikfetzen an mein Ohr, von besagtem Fest. Ich wusste, dass es dort gerade steilgeht. Ohne mich steilgeht. Ich hatte Schmacht auf eine Wurst und Pommes, ich bekam auch plötzlich Schmacht auf gebrannte Mandeln und Zuckerwatte. Wahrscheinlich weil ich wusste, dass diese Dinge nicht mehr meine Magenschleimhaut berühren. Und ich sah mich vor meinem geistigen Auge auch nicht auf der Tanzfläche rumspringen, und ich sah vor meinem gestigen Auge auch nicht den Kurzen, der die Auge verdreht und sich dann zuhält, weil Muttern abgeht wie eine Rakete im Zelt. Ca. 23.30 Uhr ging ich nochmal alle Räume ab, durchwühlte nochmal meine Jackentaschen, und war schon saumüde und demotiviert und zickig. Ich hatte keine Lust mehr den Fernseher anzustellen, nicht mal aufs Bett hatte ich Bock. Also habe ich mir die Kopfhörer auf die Ohren gezimmert und mir Scooter reingepfiffen *Hyper Hyper* Genau so kriege ich meine Aggressionen gut in den Griff. Und dann gings ab ins Bett, ohne die Handtasche zu schleudern und ohne ein fröhliches Liedchen zu trällern.
Am nächsten Tag, ich wusste ich hatte es verkackt, haushoch verkackt, wollte ich den Schuhschrank wieder an die Wand schieben. Der stand irgendwie schief. Und was fand ich dort? Meinen Schlüssel! Wäre ich da mal eher drauf gekommen. Er war wohl nach hinten gerutscht. Oder der Kurze hat ihn nach hinten rutschen lassen. Oder der Partygott hat ihn nach hinten rutschen lassen weil er wusste, dass ich wahrscheinlich erst das Zelt verlasse, wenn mich der Sicherheitsdienst freundlich, aber bestimmend vor die Tür setzt.
Ich brauche ein Schlüsselbrett an der Wand, das hat so keinen Sinn. ^^

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Feuerwehrfest Schönhagen: „War das damals ne Sause mit Mickie Krause.“

Ich rühre mal ein wenig die Werbetrommel für das nächste Wochenende. In Schönhagen geht’s steil. Und wenn es nur annähernd so wird wie das letzte Fest, ich glaube es war 2010, dann geht da was.
Kleine Anekdote am Rande: Bei dem damaligen Fest, als Mickie Krause verpflichtet wurde, war ich im Dienst vom DRK. Den ganzen Tag. Weil ich von den sogenannten VIP`s immer gerne Autogramme ergattere oder Bilder. Also war ich schlau und von morgens bis spät in die Nacht vor Ort. Mit Uniform ist es oftmals doch leichter, mal einen kurzen Kontakt zustande kommen zu lassen. Als die Kasteltuther Spatzen damals in Verliehausen waren, sind die netten Herren sogar zu uns gekommen und es kam zum Small Talk. Weiter gehts. Der Abend kam, wir standen im Zelt verteilt mit unserem Equipment, und die Masse drehte durch als Mickie Krause auf die Bühne kam. Seine Musik ist zwar nicht so meins, aber er schaffte es in relativ kurzer Zeit eine mordsmäßige Stimmung zu machen. Neben mir und hinter mir und vor mir stiegen die Leute auf Stühle und Tische und gingen ab wie die Raketen. Und wir standen in guter Manier und voll konzentriert dazwischen. Ich so zu mir selber: „Selbst Schuld Steffi, hättest ja eher Feierabend machen können, und auch dort oben auf dem Tisch stehend Deine Arme rhythmisch durch die Luft schleudern.“ Aber ich hatte ja noch den Plan mit Mickie auf der Tasche. Sein Auftritt war vorbei, er verließ die Bühne. Ich in einem Affenzahn hinterher, und den Verantwortlichen und dem Sicherheitsdienst erklärt, dass ich gerne ein Autogramm hätte oder ein gemeinsames Foto. Antwort: Negativ! Ich sah meine Felle davon schwimmen, war total kaputt und müde von dem langen Tag und setzte zum Gegenangriff an. Die Leute vollquastschen kann ich ja. Und was soll ich sagen? Experiment gelungen. Ich wurde mit einer Kameradin zu Herrn Krause geleitet. Mir blieb fast die Pumpe stehen, das erlebt man ja auch nicht alle Tage. Also nahm Mickie Krause mich rechts in den Arm, meine Kameradin links, und Fotos wurden geschossen. Ich raunte Mickie mit einer recht erotischen Stimmlage zu: „Ich bin ja noch Single.“ Er daraufhin … nichts! Na gut, dann wird das wohl nix so als Steffi Krause. Jedenfalls war der Abend der Hammer, die Stimmung war nicht zu toppen und das Zelt bebte vor lauter feierlustigen Menschen. Das ist mit der Grund, weshalb ich zivil am nächsten Wochenende dort aufschlagen wollte. So ein kleines bißchen feiern hat noch keinem geschadet.
Also liebe Uslarer und die anderen Bewohner unserer Dörfer: Man soll die Feste feiern wie sie fallen. Das wäre dann am nächsten Wochenende in Schönhagen eine gute Möglichkeit. Man sieht sich
😉

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Und ich denke noch so: „Fährste schnell zum REWE Wiesenstrasse, ist ja um die Uhrzeit nix mehr los.“

Und ich denke noch so: „Fährste schnell zum REWE Wiesenstrasse, ist ja um die Uhrzeit nix mehr los.“
Mittwochabend, 21.40 Uhr, einen Tag vor Himmelfahrt, und nur noch 5 Krümel Tabak im Hause. Ja ey, ich weiß, Rauchen ist ungesund, blablabla. Also Jacke übergeworfen und ab in die Wiesenstrasse. Zu geil, selbst um die Uhrzeit wird bei Siebrecht noch gewaschen und gefeudelt was das Zeug hält. Auf der Höhe vom Aldi sah ich schon, dass der Parkplatz beim REWE mehr als gut besucht war. Und irgendwie kam mir der Gedanke, dass in der Nähe vielleicht eine Veranstaltung ist, ein Spiel beim VfB oder so. Bei der Volksbank merkt man ja auch, dass z. B. Schefft eine Modenschau startet. Oder auf dem Friedhof eine große Beisetzung stattfindet. Weil der Parkplatz dann brechend voll ist. Ich also auf vor den Getränkemarkt gegurkt. Munteres Treiben auf dem Parkplatz, viele junge Menschen. Ich reingerammelt in den Laden, und da waren echt zwei Kassen geöffnet. Das Leben tobte, um 21.45 Uhr, in Uslar. Mit dem Beutel Tabak an die Kasse, und ich raunte dem Verkäufer zu:
„Was ist denn hier noch los?
Er so: „Die Welt geht morgen unter.“
Ich wieder so: „Hier eine Kneipe, und Sie alles toppen alles bisher dagewesene“.
Er so: „Kicher.“
Ich hatte leider mein Smartphone nicht mit, sonst hätte ich einen Schnappschuss gemacht.
Ich fahre eher selten in den REWE Wiesenstrasse, schon garnicht zu dieser Uhrzeit. Aber dass in Uslar das Leben durchaus noch tobt, auch um 21.50 Uhr, das habe ich gestern aus 1. Reihe mitbekommen. Man muss halt nur wissen wo und wann. Ich glaube, ich fahr da jetzt öfter runter
😉

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Unsere Dörfer halten die Tradition „Osterfeuer“ am Leben.

Danke an die Dörfer und die Ausrichtung der Osterfeuer rund um Uslar.
Man sah es ja die letzten Tage genau: Trecker und Jungs/Männer im Blaumann, die seit Wochen oder gar Monaten in ihrer Freizeit dafür einstanden, dass wir hier an der Tradition der Osterfeuer festhalten können, und diese besuchen dürfen, zu unserem unterhaltungstechnischen Vorteil. Kein Eintritt, nur eben der durchaus berechtigte Preis für eine Wurst oder eine Cola. Ich kann mich nicht mal mehr entsinnen, wann und wo Uslar ein Osterfeuer ausrichtete. Ist aber auch wumpe, ab Ostersamstag ist die Auswahl hier weit gefächert, wann wir wo und wie ein Osterfeuer ansehen möchten. Gestern Abend war ab Ortsausgang Uslar bis Bollensen eine Dunstwolke, wie Nebel, das waren aber die Osterfeuer. Und da stehen Leute hinter, die das in ihrer Freizeit machen, ohne dass Geld in ihrer eigenen Tasche landet, ohne feuchten Handschlag oder ein „Danke“. Ich sage dann mal Danke, every year the same procedure

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Das ominöse „rote Licht“ in der Wiesenstrasse.

… auch Du irritierst warst über das „rote Licht“ in der Wiesenstrasse.
Als wir gestern recht spät aus Bodenfelde kamen, sahen wir beim Abbiegen in die Wiesenstrasse, dass weiter hinten so ein merkwürdiger roter Schein zu erkennen war. Also runtergeschaltet und weitgefahren. Brennt es da? Ein horizontales Gewerbe? Nee, war der Schein unserer 4. Spielhalle, da ist ein recht auffälliges, rotes Licht um den Bau verarbeitet worden.
Wenn wir nix haben, aber eine stellenweise rotschimmernde Wiesenstrasse haben wir wohl jetzt. Auch mal schön (Ironietaste aus)

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Mancher Anblick in dieser Stadt ist nicht mehr der schönste …

Schon traurig zu sehen dass es hier Menschen gibt, die sich am hellichten Tage auf offener Strasse besaufen, die voll wie die Pisspötte einkaufen, die im Suff Schaden anrichten oder sich selbst bzw. andere verletzten (der Vorfall am Neu mit dem Sturz in die Schaufensterscheibe).
In den letzten Monaten habe ich mal beobachtet wieviele Menschen hier nicht mal mehr vor sich selbst soviel Respekt haben und sich in ihren eigenen 4 Wänden heimlich besaufen, sondern völlig schmerzfrei schon dann wenn die Sonne noch am Himmel steht, auf einer Parkbank sitzend oder sonstwo.
In der Bella Clava sitzen sie, am Postberg, Neustädter Platz, Schloßpark, vor einem Lebensmittelgeschäft, Parkplatz Netto.
Da wird auch gerne mal gebrüllt, gestänkert, da werden Passanten nicht gerade selten belästigt.
Aus welchem Grund dieses Klientel zur Flasche greift kann man nur erahnen, das sind sicherlich keine positiven Gründe. Auf der einen Seite tut mir sowas leid, auf der anderen Seite steht es mir aber oftmals bis obenhin. Manch einer braucht dann gerne mal die Hilfe des Rettungsdienstes, und sitzt 2 Tage später im gleichen Zustand wieder an derselben Stelle, mit anschließender Fahrt ins nächste Krankenhaus, mal wieder, auf Kosten der anderen, auf Kosten von uns.
In Gesprächen erfährt man nicht selten, dass sich viele Uslar als neue Heimatstadt aussuchen weil die Mieten hier so günstig sind. Manch einer meint zu denken dass solche Tatsachen auch beinhalten, sich hier benehmen zu können wie eine Wildsau. Was ich hier in der Nachbarschaft so mitbekam, kann ich auch nicht nachvollziehen. Hoch die Tassen jeden Abend bis in die Nacht, immer Besuch, die Bierpullen stehen tagelang auf dem Balkon, vor Mittag steht keiner auf, geht ja keiner arbeiten, und plötzlich kommt der Auszug weil die Miete monatelang nicht gezahlt wurde. Dann gehts in die nächste Wohnung, da wieder raus, in eine andere Wohnung, da wieder raus, usw., usw.
Mich macht es stellenweise echt wütend dass Zugezogene oder auch alteingesessene Uslarer meinen hier gibt es keine Regeln, hier gehts ab wie bei den Hottentotten.
Danke auch an den Landkreis für die 4. (!!!) Spielhalle, das macht Familien mit Kindern sicherlich Lust auf das Leben in einer Kleinstadt, in der ein über Generationen geführtes Geschäft nach dem nächsten schließt.
Wir verkommen hier echt bald zu einem Milieu für Z-Bürgerinnen/Bürger.

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Unser gutes altes Kino, da hab ich so manchen Klopper erlebt.

Lang, lang ist es her. Mir fallen da gerade diverse Erlebnisse ein die ich bis heute nicht vergessen kann.
Es gab doch damals manchmal beim Weltspartag Kinokarten, für Heidi zum Beispiel (Heidi von der Alm jetzt, die mit dem Geissen-Peter, nicht Heidi Klum).
Und nebenan war damals noch der Aldi. Also holten wir uns vorher diese Chips-Verschnitte, ich komme gerade nicht drauf wie die hießen, total fettig das Zeug.
Die kleine Werner die ganze Tüte in Pansen gehauen, das Leben ist ja gerade so schön mit Frau Rottenmeier und Klara und dem Alm-Öhi, Juchu. Noch Brause obendrauf, macht ja elendig durstig dieser salzige Snack. Ende vom Lied: Ich hab mir zu Hause die Seele aus dem Leib gek….., im elterlichen Bett. Ich habe nie wieder dieses fette Kram gegessen.
Jahre später, die erste große Liebe, da geht man alternativ auch gerne mal ins Kino, ist so schön dunkel da, besser als jedes Jugendzimmer mit Kontrollvisiten von Vater und Mutter. Ich setzte zum Angriff an und berührte sein Bein. 1,5 Stunden berührte ich sein Bein. Und frage mich in den 1,5 Stunden warum der eine Cordhose trägt. Da kam ja auch nix zurück so beinberührtechnisch. Ich hatte es wohl versemmelt auf ganzer Linie. Der Film war zu Ende, das Licht ging an, und ich sah das ich 90 Minuten lang den Kinositz liebkost hatte. Das warf mich lange zurück beim Herantasten an das andere Geschlecht, ganz lange warf mich das zurück.
Und mal Austreten während der Vorführung war auch damals keine gute Idee: Ich fand den Schlitz von diesem dicken schweren Vorhang nicht. Ich kam da nicht durch, versuchte dann links ihn wegzuschieben, versuchte rechts ihn wegzuschieben, wieder versucht den Schlitz in der Mitte zu finden. Und das alles mit einer vollen Blase in einem vollbesetzten Kino, die Leute pfiffen mich schon aus weil ich wohl so ein Rabatz machte dass es störte.
Heute kann ich darüber lachen, damals dachte ich das Ilse-Theater hatte sich gegen mich verschworen. ^^

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