Steht sie da in der Pampa. Junge, Junge, Junge!

Der liebe Gott hat beim Verteilen des Orientierungssinnes meine Wenigkeit wohl irgendwie übersehen. Oder mir nur eine Prise davon zugeworfen. Anders ist das teilweise echt nicht mehr zu erklären.

Ich wollte gestern Abend auf eine Veranstaltung hier in der Nähe. An diesem Ort war ich noch nie, es war eine Art Gehöft. Da ich bei Einbruch der Dunkelheit los wollte, hatte ich mir kurz vorher bei Mr. Google schon mal den Weg angeschaut. Ich habe kein Navi.

Aha, Ortseingang rechts rein und wieder rechts rein, gerade aus und 1x links.“

Gut, alles klar, kriege ich hin, eine meiner leichtesten Übungen. Ich musste auch nur 1x zurück setzen weil ich den Weg links rein übersehen hatte, hihi 🙂 Da war ja weit und breit nix, ich sah schwach ein paar Lichter leuchten in weiter Ferne und schloss daraus, dass es nur dieses Gehöft sein kann welches ich suchte. Es war mittlerweile schon dunkel. Nachtblind bin ich ja auch, das kommt erschwerend hinzu. Aber das Ziel war erreicht. Ich war noch nicht ausgestiegen, da ging ich im Koppe den Weg zurück schon mal durch. Rechts, geradeaus, dann links und wieder links und schwupps, bin ich auf der Hauptstrasse. Als ahnte ich was kommt. Nach knapp 2 Stunden brach ich auf. Hui, ich musste wenden und es war abschüssig. Wie der Motor aufgeheult hat, Du liebe Güte!

Ab ging die Luzie zurück. Ich habe wohl die Abzweigung nach rechts übersehen und bin weiter geknallt durch Flora und Fauna. Mir kam das komisch vor, da waren doch auf dem Hinweg nicht so viele Kurven. Ich muss doch bald mal in dem Ort sein. Irgendwas stimmte nicht. Und wo kommen die Tannen plötzlich her? Hä? Dann kam ich an einem Haus an, sicherlich ein Försterhaus oder so was in der Art, und da war dann auch die asphaltierte Straße zu Ende. Nun musste ich mich zur Ruhe zwingen und konzentrieren. Bitte jetzt nicht um 23 Uhr einen Anruf absetzen müssen, weil ich nicht weiß wo ich bin und mich meine Freunde suchen müssen. Ich weiß nicht mal ob mein Handy dort Empfang hatte. Mit zitterigen Händen eine Kippe aus der Schachtel gezogen, den Glimmstängel an und wild gepafft. Ich wollte bitte einfach nur nach Hause und schnellstmöglich raus aus dieser dunklen Ecke. Mir was das unheimlich da. Ich also wieder gewendet, diesmal ohne aufheulenden Motor und wieder zurück. Ich hatte echt etwas Panik, dass ich mich total verfranse und stundenlang über Feldwege brettere bis zum Sonnenaufgang.

Links sah ich die Lichter meiner Stadt, also musste ich mich auch links halten. Die nächste Abzweigung links war dann meine. Aufatmen, das Dorf kam immer näher, ich war gerettet.

Heute habe ich mitbekommen, dass zwei Männer in dieser Ortschaft standen und das Navi das Gehöft nicht angezeigt hat. Die sind dort gar nicht erst gelandet. Also war ich doch eigentlich gar nicht so schlecht, nä? Und das ohne Navi. ^^

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.