Ein Kurzurlaub der besonderen Art.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Sachen gibt`s – oder ein „wernerlastiger“ Kurzurlaub.

Einfach mal raus, ein paar Tage verreisen. Das war mein Plan für drei Tage. Das erste Mal seit der Pandemie. Und ich denke noch:

„Irgendein bekanntes Gesicht wirst Du schon treffen.“

Oder:

„Irgendeine Story wirst Du schon erleben.“

Bingo!

Das erste bekannte Gesicht traf ich kurz nach der Anreise. Die gute Frau hat mich aber nicht gesehen.

Das zweite bekannte Gesicht traf ich auf einer Insel an Tag zwei. Eine Frau, mit der ich meine Kindheit verbrachte. Kurzes Palaver und wir stellten fest, dass wir ja jetzt nicht sooo weit fern der Heimat sind. Da darf man sich auch gerne mal auf einer Insel über den Weg laufen 🙂

Die nächste kuriose Begebenheit vor dem Frühstück im Hotel. Bei der Zigarette am Morgen stehe ich vor der Tür und sehe Fahrzeuge einer mir bekannten Konzertagentur. Wir hatten vor knapp drei Jahren zusammengearbeitet.

Beim Frühstück dann gesellten sich zwei junge Männer an meinen Tisch. Und man kommt ins Gespräch bei Kaffee und Brötchen. Sie hatten am Abend zuvor ein Konzert aufgebaut in der Nähe und mussten am selben Tag weiter zum nächsten Gig. Ich dachte laut und murmelte vor mich hin, dass die von mir entdeckten Fahrzeuge der Konzertagentur vielleicht etwas mit der Veranstaltung am Abend in Zusammenhang stehen. Das bejahte einer der jungen Männer auch. Und so stellte sich heraus, dass sein Chef derjenige war, mit dem ich vor drei Jahren Kontakt hatte, heute noch habe über Facebook. Diesen musste ich natürlich sofort kontaktieren und von der Begegnung berichten.

Am letzten Tag, diesmal bei der Zigarette am Abend, stand vor dem Hotel ein LKW der Firma Werner. Mir blieb kurz die Spucke weg, denn mein Vater hatte auch ein Fuhrunternehmen namens Werner.

Kurz vor der Abreise, ich war wohl der letzte Gast im Hotel, kam ich mit dem Inhaber ins Gespräch. Er wusste sofort wer ich war, nur noch eine Frau Werner weilte in seinem Haus. Und er murmelte etwas von

„mir lief es kalt den Rücken runter, so viele Werners hier.“

Am Donnerstag hatte eine Frau Werner eingecheckt, am Samstag hatte eine Frau Werner eingecheckt, und am Montag hatte eine Firma Werner eingecheckt.

Im weiteren Gespräch erfuhr ich, dass seine Freundin Steffi heißt. Und auch aus Uslar kommt. Wir sprachen dann nochmals, er suchte sogar mein Zimmer auf und erzählte mehr belustigt, dass seine Freundin Steffi aus Uslar quasi gerade Stammbaumsuche betreibt wegen der Werners.

Nur leider, leider, sagten mir die Namen der Werners aus deren Bekanntenkreis so gar nichts.

Grüße gehen jedenfalls heute raus an die Konzertagentur Piekert, an Petra nebst Gatten, an die unbekannte Frau Werner, an die unbekannte Firma Werner, an die unbekannte Steffi P. aus Uslar und dem Hotel Ceteno in Bokeloh bzw. dem Herrn Müller. Und er würde noch weitere kalte Schauer bekommen wenn er wüsste, dass der Name Müller auch ein bekannter Name innerhalb meiner Familie war. Sachen gibt`s. ^^

Share

Ein merkwürdiger Trend.

(Quelle Bild: Pixabay/StockSnap)

Es ist wohl besser, bei einigen nachfolgenden Wörtern die Buchstaben durch * zu ersetzen, dem lieben Frieden und der respektvoller Ausdrucksweise zuliebe.

Anfangs fand ich es noch witzig, wenn ich Bilder von beispielsweise Tassen sah, auf denen „Halt die Fr*sse“ stand. Ist ja mal etwas anderes als Namen oder Hirsche oder was weiß ich.

Gut, dann kamen Shirts dazu mit Aufschriften wie „Ich hasse Menschen“, „ich liebe Steine“, „sprich mich nicht an! Du hast genug Probleme“, etc. Der Mittelfinger auf der Kaffeetasse ist ja auch ein Hingucker. Mein absoluter Favorit im negativen Sinn ist allerdings folgender Slogan: „Geh weg, Du unnötiger Sozialkontakt“.

Wie gesagt, anfangs fand ich das alles noch witzig, heute geht es mir allerdings ehrlich gesagt nicht nur auf den S*ck. Nee, ich finde diese Art und Weise quasi die Konversation, also das miteinander sprechen so negativ darzustellen, total grausam.

Okay, es kann ja sein, dass ich den Sarkasmus nicht verstehe oder den Trend generell nicht verstanden habe. Vielleicht mag mich da jemand aufklären.

Mir ist klar, dass einige meiner Bekannten und Freunde Jobs haben, in denen sie Dinge hören stundenlang, die ich wahrscheinlich keine 30 Minuten aushalten würde.

Bestimmt gibt es auch Leute, die froh sind wenn sie nach Feierabend nicht mehr sprechen müssen. Weil sie genau das 8 Stunden am Tag machen müssen. Vielleicht auch immer mit denselben Inhalten.

Und auch ich bin teils abends so genervt, dass ich weder langatmig Fragen beantworten möchte oder zuhören. Wenn ich froh bin meine Ruhe zu haben.

Aber ein „Halt die Fr*sse“ käme weder über meine Lippen, noch würde ich solche Statements teilen.

Komischerweise habe ich mir gemerkt, wer meiner Freunde scheinbar auf solche Botschaften steht. Was zur Folge hat, dass ich sehr zurückhaltend geworden bin in Bezug auf Gespräche. Oder Nachrichten in den sozialen Medien. Auch Kommentare betreffend.

Es ist nicht lange her, da waren viele von uns sicherlich froh, sich wenigstens verbal austauschen zu können. Nicht im Homeoffice zu vergammeln, sondern Kolleginnen und Kollegen um sich zu haben. Bei denen man sich vielleicht auch mal auskot*en konnte. Mit denen man diskutierte. Denen man gerne zuhörte. Gerade wenn man privat viel allein war. Und Kontakte runter fahren mussten wegen der Pandemie.

Dass gerade in Zeiten wie diesen solche Sprüche wie oben genannt einen Hype feiern, erschließt sich mir nur schwer.

Sicherlich lächeln viele über den Spruch mit dem unnötigen Sozialkontakt. Ich finde diese Betitelung einfach nur grausam.

Steine finde ich übrigens auch toll, ich mag aber die Menschen um mich herum.

Das sind auch keine unnötigen Sozialkontakte, sondern teils meine Familie, meine Kollegen, meine Bekannten und meine Freunde. Diese müssen bei mir nie die Fr*sse halten. Und diese hasse ich auch nicht, sondern ich schätze sie. ^^

Share

Nie wieder unter 3 Wochen – der Sommerurlaub 2021.

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Seit meiner Lehre gingen die Sommerurlaube über einen Zeitraum von 3 Wochen. Was ich nicht als unangenehm empfand.

Irgendwann war dieser Luxus vorbei, Ex-Arbeitgeber sahen das nicht gerne. So fing bei mir die Ära der 2-wöchigen Sommerurlaube an. Prickelnd fand ich es nicht unbedingt, aber man freut sich auch über 14 freie Tage. Kein Ding.

Nach endlos langer Zeit war der diesjährige Urlaub dann wieder auf 3 Wochen hochgefahren, und es war ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zu den vorherigen Urlauben.

Vielleicht kennen andere es auch, dass die 1. Urlaubswoche klasse ist, aber man ist teils noch nicht so wirklich gechillt.

In der 2. Urlaubswoche hat man dann genügend Abstand und entspannt vom Feinsten. In der Vergangenheit war ich allerdings am Donnerstag oder Freitag schon wieder teils mit den Gedanken im Job.

Und zack – war Montag und die Arbeit rief.

In diesem Jahr war es total anders. Diese 3. Woche hat so gut getan. Zu wissen, dass noch sieben weitere Tage folgen, war absolut genial.

Nein, ich bin nicht verreist, zu Hause ist es auch schön. Mein Vorhaben mal Dinge zu erledigen, für die man in der Woche einfach zu kaputt ist am Abend, wurde umgesetzt.

Auch Wanderungen und Spaziergänge, das „Sonntagsfeierabendbier“ in das Gastronomie oder der Besuch von der Familie über ein paar Tage fanden Platz. Das alles aber in diesem Jahr nicht unter Druck, sondern auf die 3 Wochen verteilt. Genau das hat so Spaß gemacht.

Viele nehmen gerne zwei Wochen Sommerlaub um auch zu den anderen Jahreszeiten mal abschalten zu können, weil sie gerne viel verreisen oder was auch immer. Gut nachvollziebar, da muss das anders eingeteilt werden.

Ich persönlich bin dann wohl eher der Typ, für den die 3 Wochen total effektiv sind.

Ich war so entspannt, dass ich am ersten Arbeitstag am Schreibtisch saß und mir vorkam, als wäre das alles neu. Ich brauchte etwas um wieder in den Arbeitsalltag zu kommen.

Sicherlich ist es teils schwierig für die Firmen auf Angestellte über 3 Wochen zu verzichten. Die Vertretung muss geregelt sein und die Betriebe müssen laufen. Gerade zu den Urlaubszeiten. Gerade im Sommer.

Aber Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, welche nach 3 Wochen total ausgeruht und voller Elan wieder erscheinen, sind sicherlich dann auch produktiv und geben wieder alles im Bezug auf ihre Aufgaben.

Ich möchte, wenn es geht, auch im nächsten Sommer wieder 3 Wochen Urlaub genießen dürfen. Es war seit langer Zeit mal wieder richtig genial. Aber so richtig genial. Um nicht zu sagen total genial. ^^

Share

Investigativ unterwegs: Dart Club „GoIn07“ in Uslar.

(Quelle Bilder: Steffi Werner)

Geschichten aus dem Uslarer Land

Da staunte ich wohl nicht schlecht, als ich an einem Samstag in Allerhausen auf dem Sportplatz stand, bzw. im Vereinsheim vom Rot Weiß Allershausen. Dartscheiben plus Equipment schmücken neuerdings das Vereinsheim im Steimker Weg.

Viele von uns werden schon vom Dart Club „GoIn07“ gelesen haben, gerade bei Facebook. Man kann diesem Club nicht nachsagen, dass sie mit Infos geizen. Sie bringen sich gerade in den lokalen Gruppen um Uslar immer wieder ein und berichten dort über Neuigkeiten.

Sicherlich wissen viele nicht, dass sich die Freunde der Dartscheibe im Jahr 2007 schon fanden, also vor 14 Jahren. In der damaligen Kneipe „Go In“ in der Langen Straße. So klärt sich auch die Namensgebung. Damals gab es ganze fünf Gründungsmitglieder.

Der Auszug aus der Langen Straße folgte nach der Schließung vom Go In, es ging in eine andere Räumlichkeit in der Sohlinger Landstraße. Welche von den Damen und Herren des Clubs in Eigenregie renoviert und modernisiert wurde. Es sollte aber ein nochmaliger Umzug anstehen. Jetzt ist das Sportheim von Allershausen neue Unterkunft für den GoIn07. Es wurde viel gewerkelt, gestrichen sowie eingerichtet. Und das kann sich durchaus sehen lassen.

Dittsche würde sagen: „Es ist muckelich“. 😉

David Henze sorgt für einen neuen Anstrich.

Über 30 Leute gehören dem Dart Club mittlerweile an. Und diese sind auch sehr erfolgreich: Wir sprechen von der Zugehörigkeit über die Jahre in der Kreisklasse, der Bezirksoberliga und der Verbandsliga. Uslar ist im Darten momentan in der Bezirksoberliga vertreten.

Ein Zitat vom Besuch beim GoIn07:

„Erfolgstechnisch auf hohem Niveau.“

Thorsten Brauns

Eine tolle „Nebenwirkung“ bei solchen Recherchen ist ja, dass man die Zusammengehörigkeit recht gut nachvollziehen kann. Wie auch bei diesem Dart Club.

Wer interessiert ist am Dart-Club „GoIn07“, der hat die Möglichkeit montags, dienstags und freitags ab 18 Uhr mal einen Pfeil auf die Scheibe zu werfen und den Trupp kennenzulernen.

Einfach nach Allershausen fahren auf den Sportplatz bzw. in das Vereinsheim.

Der neu gestaltete Eingangsbereich vom Sportheim.

Wer sich lieber vorher anmelden möchte oder Infos benötigt, kann den Kontakt suchen per Mail an thorstenbrauns@web.de. Thorsten Brauns ist Ansprechpartner und federführend.

Und da ein Jubiläum ansteht, im Jahr 2022 gibt es GoIn07 schon 15 Jahre, ist man einer Sause gegenüber nicht abgeneigt. Zumindest wurde darüber gemunkelt. ^^

Nähere Infos:

http://www.dcgoin07.de/

Bei Facebook: https://www.facebook.com/DcGoIn07Uslar

Share

Uslar für Bad Münstereifel.

Geschichten aus dem Uslarer Land.

(Quelle Bilder: Steffi Werner/Heidi Fischer/Pixabay)

Der Samstag, 24.07., wird sicherlich vielen Leuten noch lange in Erinnerung bleiben. Gerade denen, welche eingebunden waren in die Aktion „Flutopferhilfe für die Eifel“ am Samstag vor dem REWE in der Wiesenstraße. Und mit dem REWE in der Wiesenstraße. Denn ein großer Part dieser Aktion wurde dort gestemmt.

Wir konnten schon viele Worte des Dankes hören und lesen. Mehr dazu später.

Dass aus einer Idee so schnell eine Aktion wird, ist schon bemerkenswert. Und realisierbar vielleicht auch deswegen, weil wir aus einer Kleinstadt kommen und irgendwie jeder auch jede(n) kennt. Das mag die Aufstellung der Helferinnen und Helfer vereinfacht haben. Und all die Kuchenbäcker(innen) auf den Plan gerufen. Eine Köstlichkeit nach der nächsten landete auf dem Verkaufstisch. Es herrschte im Team eine ausgelassene Stimmung und alle waren motiviert sowie stolz.

Natürlich gingen die Gespräche oft hin zu den Menschen in den betroffenen Gebieten, welche teils vor dem Nichts stehen und bei denen das Schicksal so hart zugeschlagen hat. Vielleicht war das mit ein Grund, warum am Samstag der Teamgeist so gut zu sehen und zu spüren war. Wenn es darauf ankommt und wenn es um etwas geht, dann halten wir eben doch zusammen.

Die Uslarerinnen und Uslarer sind dem Aufruf gefolgt und haben sich Kaffee, Kuchen, Bratwurst, Pommes plus diverser Getränke schmecken lassen. Viele haben sich beispielsweise Kuchen geholt und mit nach Hause genommen. Genauso viele haben allerdings auch die Sitzmöglichkeiten genutzt und der Musik von Hans-Georg, Tatjana und Robert gelauscht. Einige fragten nach den Spendendosen und kamen einfach nur vorbei um diese zu füttern. Es war ein schönes Bild über Stunden, so kann man das recht einfach zusammenfassen.

Auch gebürtige Uslarer(innen), quer durch die Republik verteilt, haben es sich nicht nehmen lassen, Spendergelder in die Heimat zu beamen.

Eine Helferin, die Heidi, hat heimlich für das ganze Team Schürzen genäht. In Eigenregie. Unterstützt wurde sie vom Biker’s Shop Uslar, welcher ihr auf die letzten Meter mit dem Aufdruck einiger Schürzen half. Die Stoffe für dieselbigen wurden teils gespendet von Kurt Frowein Gmbh & Co KG.

Eine handvoll junger Männer aus Hessen (Firma Warnecke) standen von Anfang bis Ende mit in der ersten Reihe, diese haben wie die Heinzelmännchen gewerkelt.

Ebenfalls aus Hessen kam die „Schutzausrüstung“ für die Helferschaft in Form von Mund-Nasen-Masken sowie medizinischen Handschuhen. Das Klinik- und Rehazentrum Lippoldsberg schickte das Material sowie einen Obulus den Berg runter nach Uslar.

Vom Stadtrat Uslar kam Herr Riedke um die Ecke, Frau Gierke wurde auch gesichtet, mit einer beachtlichen Spende. Natürlich war auch der Bürgermeister Torsten Bauer vor Ort. Jan Kaiser ging von Helfer(in) zu Helfer(in) und bedankte sich beim Team. Die HNA hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen vorbei zu kommen.

Marwa hat gestern sicherlich den Preis für die meisten Schritte abgeräumt mit ihren Kolleginnen/Kollegen und sorgte immer wieder dafür, dass fehlende Dinge an Land kamen, das alles lief wie am Schnürchen.

Christian, ich nenne ihn jetzt frecherweise mal den „Häuptling der Freudenthaler“, hat wieder eine Eins-a-Organisation hingelegt. Auf ihn ist immer Verlass. So niedlich zu sehen, dass die Helferliste kein PC-Ausdruck war, sondern noch von Hand geschrieben wurde.

Ein mißratener Kuchen wurde noch durch die Innenstadt gekarrt und landete im Magen von einigen Hühnern an der Graft, welche sich diesen letztendlich schmecken ließen.

Das Internet mag manchmal Fluch und Segen sein. Im Fall dieser Aktion ein großer Segen, denn die Kommunikation war vereinfacht. Die Werbung lief klasse an weil soooo viele Menschen die Beiträge teilten und darauf aufmerksam machten.

Gruß auch an Lauenförde aktuell, welche binnen kürzester Zeit einen Bericht zu dieser Aktion übernahmen.

Am Samstagabend schrieb jemand, dass aufgrund dieser Aktion vielleicht eine Städtepartnerschaft zustande kommt zwischen Uslar und Bad Münstereifel. Ein toller Gedanke der vielleicht Tiefgang bekommt, wenn die Menschen in Bad Münstereifel irgendwann zur Ruhe kommen.

Hier nochmal alle Sponsoren, Gönner und Unterstützer:

  • REWE Jan Kaiser
  • Fleischerei Grischke
  • Bäckerei Thiele
  • Brauerei Bergbräu
  • Gitarren- und Klavierinstitut Uslar
  • Heidis Patchwork Stübchen
  • Bikers Shop Uslar
  • Hagebau Uslar
  • Firma Warnecke, Wesertal
  • Klinik- und Rehazentrum Lippoldsberg
  • Tobias Trost
  • Kurt Frowein Gmbh & Co. KG
  • die tolle Truppe von Uslarerinnen und Uslarer
Share

Uslar packt mit an!

(Quelle Bild: Olaf Schulze/Günter Zumbè)

Geschichten aus dem Uslarer Land

Viele von uns haben die Bilder aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Bezug auf die Jahrhundertflut gesehen, und es mag bei genauso vielen für eine Gänsehaut und Entsetzen gesorgt haben.

Viele Helferinnen und Helfer waren oder sind noch vor Ort:

Das THW, die Feuerwehren, die Bundeswehr und Hilfsorganisatoren wie das DRK, die JUH und alle anderen. Auch Bauern und Lohnunternehmen etc. aus der ganzen Republik reisten quer durch das Land mit ihren Gerätschaften um zu helfen.

Spendenaufrufe und -aktionen wurden gestartet, Kleidung, Hygieneartikel und auch Geld gesammelt. Weil es so bitternötig ist.

Eine solche Solidarität ist beispielhaft und vorbildlich.

Nun formieren sich auch (wieder) die Uslarer, in einem kleinen Zeitfenster mit einem großen Ziel: Eine beträchtliche Geldsumme zusammen zu bekommen, um diese dann in eines der betroffenen Gebiete überweisen zu können.

Im Internet, genauer gesagt bei Facebook, wurde über zwei ortsnahe Gruppen aus einer Idee eine Aktion, und diese startet am Samstag, 24.07. ab 10 Uhr auf dem Parkplatz REWE in Uslar in der Wiesenstraße. Mit dem Verkauf von Bratwurst, Getränken, Kuchen sowie musikalischer Unterhaltung. Um den Erlös spenden zu können.

So fanden sich relativ schnell Helferinnen und Helfer, welche an diesem Tag hinter dem Grill stehen, an der Getränkeausgabe, vor der Gitarre oder auch am Backofen für den Kuchen am Verkaufsstand.

Schon im Jahr 2013 waren es Uslarer Damen und Herren aus den sozialen Netzwerken, welche sich zusammen taten und eine ähnliche Hilfsaktion starteten.

In diesem Jahr geht das Geld an die Bürgerstiftung Bad Münstereifel.

Ein ehemaliger Uslarer, mittlerweile dort in der Nähe lebend, hat immer wieder Bericht erstattet bei Facebook über die Lage, und so kam man zu dieser Entscheidung.

Liebe Uslarerinnen und Uslarer: Kocht am Samstag kein Mittagessen, auch keinen Kaffee zum Kuchen. Kommt von 10 Uhr bis 15 Uhr zum REWE in die Wiesenstraße und unterstützt diese Aktion.

Wie dankbar wären wir alle, würde man selbiges für uns tun wenn es notwendig wäre.

Und vielen Dank an die Sponsoren:

REWE Jan Kaiser

Fleischerei Grischke

Bäckerei Thiele

Gitarren- und Klavierinstitut Uslar

Warnecke Innen- und Außenputz Wesertal

Brauerei Bergbräu

sowie an die Organisatoren

Christian N., Marwa A. und alle anderen genialen Menschen. ^^

Share

Rockin all over the world – und in Uslar.

(Quelle Bilder: Steffi Werner)

Der Gang gestern zum Kulturbahnhof, das Treffen von Freunden und Bekannten, das zusammen stehen beim Bier sowie überhaupt wieder ein Open Air-Konzert zu besuchen, fühlte sich teils befremdlich an. Nach der langen Zeit, in der wir ja quasi abstinent leben mussten. Und es ging nicht nur mir so. Mein Rescuer-Shirt war dermaßen staubig von der langen Liegedauer im Schrank, dass es nochmal durch den Kurzwaschgang musste.

Das Solling Festival startete gestern am Kulturbahnhof mit Rescuer, welche auf dem „KuBa Stagemobil“ nach gefühlten Ewigkeiten wieder in die Saiten/auf die Drums hauten. Endlich wieder! Das Wetter hielt sich auch zum Glück, so konnte der Regenschirm im Haus bleiben und musste nicht in die Handtasche geprümmelt werden.

Selbst unser Bürgermeister hat es sich nicht nehmen lassen dort aufzuschlagen und ein paar Worte an die Gemeinde zu richten. Ich finde übrigens, dass ihm ein Rescuer-Shirt sicherlich auch gut stehen würde 🙂

Das DRK war vor Ort, genauso wie HKS, beide für die Sicherheit zuständig. Soweit ich das beurteilen kann, lief alles glatt.

Solche Events fallen und stehen mit den Leuten, welche mit anpacken, das alles organisieren, letzten Endes an diesen Abenden vor Ort sind damit diese Veranstaltungen überhaupt stattfinden können. Das geht von der Technik über den Verkauf diverser Getränke (hier zu erwähnen wäre die Uslarer Kaltschale), bis hin zu den fleißigen Heinzelfrauen und -männern, die an solchen Abenden ehrenamtlich diversen Aufgaben nachkommen.

Da kann man auch gerne mal Dankeschön sagen.

Den Herren von Rescuer war die Freude wirklich anzusehen, dass sie wieder auf der Bühne stehen konnten. Dass sie wieder das machen durften, was für sie Leidenschaft und Herzblut bedeutet: Musik machen und mit den Gästen/der Rescuer- Family abfeiern und Party machen.

Wie herrlich es gestern war all die Leute zu beobachten, auch alle sofort zu erkennen weil der Schnutenpulli keine Pflicht war. Die Menschen beim wippen zur Musik, beim singen und tanzen zu beobachten. Weil solche Abende das Salz in der Suppe sind für viele von uns.

Das tolle an solchen Events in einer Kleinstadt ist auch, dass man sich kennt, von Anonymität keine Spur. Da wird auch mal viel gesabbelt so nach dem Motto:

„Haste schon gehört?“

„Hier, jetzt muss ich Dir mal was erzählen“.

Und so weiter und so fort.

Kleinstadtflair eben. Zudem habe ich mich gestern mit Leuten unterhalten, mit denen ich noch nie ein Wort gewechselt habe. An dieser Stelle Gruß an Malte aus Bodenfelde.

Mit der Nuzung der Luca App z. B. und den Impf- bzw. Testnachweisen im Eingangsbereich war für die Sicherheit gut gesorgt. Desinfektionsmittel in greifbarer Nähe wird uns wohl noch eine Weile begleiten, so auch gestern Abend. Ich spare mir schon das Parfüm, das wird ja eh übertüncht wenn man sich die Flossen hin und wieder damit einreibt. Aber was sein muss, muss sein.

Der Gang nach Hause gegen Mitternacht, den habe ich persönlich auch vermisst. Zwar gestern nicht bei Sonnenaufgang, pfeiffend und mit der Handtasche schleudernd, aber immerhin 🙂

Ich persönlich muss wohl in ein Trainingslager, 18 Monate Feierpause haben mich leicht zurückgeworfen die Kondition betreffend.

Aber gut, nehmen wir eben die nachfolgenden Veranstaltungen auch mit, dann wird das wieder.

Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Party, die nächsten lauen Sommerabende, den nächsten Tanz und das nächste Wiedersehen meiner Freunde. Bestimmt halte ich dann auch ein Stündchen länger durch. Hoffe ich zumindest. ^^

Share

Es geht wieder los: Rescuer läutet das Solling Festival ein.

(Quelle Bilder: Kulturbahnhof Uslar/Rescuer)

Wie lange haben wir darauf gewartet und gehofft:

Eine der ersten Open Air-Veranstaltungen im Uslarer Land geht in Kürze steil. Rescuer, unsere „local heros“ wenn es um Musik geht, starten das Solling Festival, welches vom Kulturbahnhof Uslar e. V., gefördert von Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, auf die Beine gestellt wird.

Im Zeitraum von 10. Juli bis Anfang Dezember werden an verschiedenen Locations im Solling diese Festivals stattfinden

(Quelle: Kulturbahnhof Uslar e. V.).

Auf dem sogenannten Kuba Stagemobil (ein Bühnenanhänger) werden Christoph, Maik, Miks, Tom und Bernd wieder das machen dürfen, was sie sicherlich lange vermisst haben: Auf der Bühne stehen, Musik machen und mit der Rescuer Family und anderen Liebhabern diverser Ohrwürmer endlich, endlich wieder ein klein wenig abfeiern.

Um 19 Uhr ist Einlass, um 20 Uhr dann erklingen live on stage wieder E-Gitarren, Bässe, Drums und Gesänge. All das für „umme“, der ein oder andere Euro darf aber als Spende mehr als gerne hinterlassen werden.

Wir alle haben mehr oder weniger abstinent von den Dingen gelebt, welche das Leben teils mit ausmachen: Freude treffen, Musik hören, quatschen, tanzen usw. Es fühlt sich beinahe unwirklich an, dass wir all das, unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen natürlich, wieder dürfen am übernächsten Samstag. Nach einer endlos erscheinenden Zeit.

Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon jetzt die Rescuer Family mit den Bandshirts vor dem KuBa mit den Hufen scharren um endlich wieder die Jungs von Rescuer zu sehen und zu hören. Weitere Infos zum Solling Festival werden sicherlich über die Seite des Kulturbahnhof Uslar e. V. ergänzt, der link zur Seite folgt unten.

Wie schön, dass meine Unterseite „Veranstaltungstipps“ wieder langsam an Fahrt aufnimmt.

Auf einen fulminanten, geilen, Musik geschwängerten Abend mit vielen tollen Leuten und … na klar … RESCUER. Yeah!

Info:

Wo: Kulturbahnhof Uslar,  An der Eisenbahn 1, 37170 Uslar
Wann: Samstag, 10.07.2021
Uhrzeit: Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr

https://www.kulturbahnhof-uslar.de/

https://www.rescuer-uslar.de/Band.htm

Share

Sprachnachrichten im Turbo-Gang – wer es mag.

(Quelle Bild: Pixabay/geralt)

Da schaute ich wohl nicht schlecht, als neben den Sprachnachrichten meiner Freunde (und meinen eigenen) bei Whatsapp plötzlich rechts „1““ und 1,5“ und „2“ auftauchten wenn man auf den Play-Button drückte. Ich hab mich echt nicht getraut da mal drauf zu drücken. Okay, okay, okay, die Neugierde siegte dann doch und ich hörte nach dem tätigen der Knöppe mir unverständliche, rasant schnell gesprochene Sprachnachrichten à la Mickey Mouse. Zum schreien komisch, ich hätte mich beömmeln können.

Nun wusste ich nicht ob ich da irgendeinen Trend verpasst habe, die Erhöhung der Sprachgeschwindigkeit einen Grund hat welcher mir nicht einleuchtet. So habe ich das auf mehreren Seiten mal gegoogelt.

Hintergrund ist echt, das man Zeit spart beim abhören der Nachrichten, gerade wenn man einen Lahma*sch unter seinen Leuten hat, welche extrem langsam spricht. Sorry, aber so jemanden kenne ich nicht. Weder in den sozialen Netzwerken noch im realen Leben. Selten war ich in Situationen bezüglich Unterhaltungen/Gesprächen, in denen ich mir mehr Geschwindigkeit wünschte. Mit verzerrter Stimme, das kommt ja noch dazu.

Und selbst wenn ich jemanden kennen würde, welche(r) langsam spricht: Dann ist das eben so und wird seinen Grund haben. Vielleicht auch einen medizinischen Grund mit neurologischer Ursache.

Ich würde mir wohl manchmal weniger Inhalt wünschen beim quatschen, also wenn jemand ohne Punkt und Komma redet und von Kuchen backen auf Pobacken kommt so rein von der Thematik her. Allerdings geht es vielen Leuten so mit mir wenn ich in Sabbel-Laune bin 😉

So habe ich den angeblichen Wunsch von Usern nicht verstanden, wenn es um die Verdopplung der Sprachgeschwindigkeit geht.

Wenn man die Geschwindigkeit verdoppelt, dann versteht man kaum was. Ich jedenfalls nicht. Auf eineinhalb Mal schnellere Abspielung geht das noch, aber bei allem anderen hört sich das an als ob eine Ziege in einen Blecheimer pullert.

Ich habe aus Spaß an der Freude etwas dramatisch klingende Nachrichten in doppelter Geschwindigkeit abgehört: Da wird aus Drama schnell Comedy 🙂

Es sei die Frage erlaubt, ob wir für unsere Familie, Freunden, Kollegen und Bekannten nicht mal 6 Minuten Zeit abknapsen können wenn es um den Austausch geht. Auch wenn es 10 Minuten sind oder was auch immer. Sprachnachrichten sind nicht jedermanns Sache, kein Ding. Aber ich bitte ja auch niemanden am Telefon oder auf der Straße schneller zu sprechen, um nicht so viel Zeit in ein Gespräch investieren zu müssen. Wo bleibt da eigentlich die Zwischenmenschlichkeit?

Zudem würde ich gerne die Originalstimmen hören, nicht so eine spooky Stimmlage welche mir echt fremd ist.

Hauptsache man erfindet nicht noch die Funktion, dass wir Nachrichten mit doppelter Lesegeschwindigkeit aufsaugen müssen, weil sie dann verschwinden und wir ein paar Sekunden oder Minuten mehr Lebenszeit gewonnen haben.

Verrückte Welt. ^^

Share

Originalaufnahmen von Unfallstellen und involvierten PKW: Muss das eigentlich sein?

(Quelle Bild: Pixabay/Republica)

Wer aus dem hiesigen Landkreis kommt, wird über die grausamen Unfälle der letzten Tage gelesen haben. Und nicht nur das. Uns wurden seitens der lokalen Presse/Nachrichtenmagazine/Onlineredaktionen auch Bilder gezeigt von den Unfallstellen, den verunglückten PKW, den beteiligten Damen und Herren bzw. Fahrzeugen der Rettungsdienste , Feuerwehren etc.

Ich persönlich frage mich beim Anblick dieser Bilder immer, ob man das wirklich so zeigen muss. Mir als unbeteiligte Person macht das schon eine Gänsehaut. Wie mag es da den Familien und Freunden gehen?

Den Menschen, welche um das Leben ihrer Liebsten bangen müssen oder sich schon verabschieden mussten oder noch müssen?

Ist es wirklich notwendig, 1:1 mit Bildern das Unfallgeschehen für uns Leserinnen und Leser anschaulich zu machen?

Ist es wirklich notwendig diese Bilder u. a. den Familien darzubieten?

Wo sind an genau dieser Stelle Respekt, Pietät, Anstand und Ehrfurcht?

Ich verstehe sicherlich, dass all die Redakteure, Journalisten, hiesigen Zeitungen und die anderen so ihr Geld verdienen.

Was ich aber nicht verstehe ist die Tatsache, dass man bei so sensiblen Themen nicht auf Beispielbilder zurückgreift. Aus den eben genannten Gründen namens Respekt, Pietät, Anstand und Ehrfurcht.

Wer macht eigentlich diese Bilder? Das kann man den Quellen teils gut entnehmen. Aber ich frage mal total naiv und stelle mich dumm: Wer macht diese Bilder und verbreitet diese bzw. leitet sie weiter?

Wir diskutieren die Gaffer, fordern teilweise hohe Geldstrafen, versuchen Unfallopfer mittels Sichtschutzwänden abzuschirmen. Damit diese in ihrer Privatsphäre geschützt sind. Und um den Angehörigen diese Bilder zu ersparen.

Auf der anderen Seite muten wir einer Mutter, einem Großvater, einer Schwester oder einem Freund beispielsweise ein Bild zu, auf dem man erahnen kann, dass dort jemand von einem gesunden Menschen zu einem schwer verletzen Menschen wurde. Oder noch grausamer: Seinen letzten Atemzug tat.

Wir haben die DSGVO vor das Nase, streng genommen darf ich nicht mal Bilder vom Hund der Nachbarn teilen ohne deren Einverständnis.

Aber Bilder vom Unfallhergang des Ehemannes oder vom Unfallwagen des verstorbenen Kindes dürfen, ohne zu fragen und das Einverständnis einholend, der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden?

Ich möchte solche Bilder nicht sehen wenn ein mir nahestehender Mensch verunglückt ist. Echt nicht!

Vielleicht denken darüber mal die Leute nach, welche auf den Auslöser drücken in einem so grausamen Moment. Und so traurige Bilder verbreiten.

Und ob Berichterstattung nicht auch mit Beispielbildern machbar wäre. Das haben heute zumindest zwei Onlinemagazine geschafft, und das fand ich dem traurigen Anlass gegenüber angemessen. Während andere ein bestimmtes Unfallgeschehen 3x thematisierten mit Bildern über den Tag verteilt. Grausam!

Share