Muttertag

Mutter sein … ein wie ich finde nicht immer einfacher “Job” …

Du bist Mutter, und es ändert sich plötzlich alles.
Dass man einem kleinen Wesen soviel Liebe entgegenbringen kann wenn man es zum erstenmal in den Armen hält und es schreien hört, ist ein unglaubliches Gefühl. Ich weiss noch sehr genau dass ich nach der Feststellung meiner Schwangerschaft totale Panik bekam, weil ich Angst vor der Verantwortung hatte. Und weil ich generell nicht wusste was da auf mich zukommt.
Bist Du schon soweit?
Kannst Du für ein so kleines Würmchen sorgen?
Wirst Du alles richtig machen?
Bekommst Du ein gesundes Kind?
Wird es immer gesund bleiben?
Auf das Mutter werden/Mutter sein kann man sich nicht vorbereiten, da kannst Du nicht im Vorfeld Lehrgänge besuchen oder Kurse, das ist ein Sprung in einen total unbekannten Lebensabschnitt.
Wahnsinn dass wir frischgebackenen Mütter Instinkte entwickeln, die wir vorher in der Intensität garnicht kannten.
Ich war zu Anfang eine Gluckenmutter, ich hab meinen Sohn total ungerne abgegeben wenn ich Termine hatte oder so. Ich hab den Leuten die ihn beaufsichtigten stundenlange Vorträge gehalten, quasi Einweisungen.
Meine Kinderärztin muss mich für bekloppt gehalten haben weil ich immer mit einem DINA4-Zettel aufgelaufen bin und Fragen gestellt habe, über die ich gerade schmunzeln muss.
Es gab eine Prioritätenliste als mein Sohn geboren war:
1) Kind
2)  Milchpumpe
3)  Meine Brüste
Ich wusste zu der Zeit nicht welche Musik in den Charts war oder was man klamottentechnisch so trug: Ich war in meiner eigenen Welt.
Was ich aber wusste: Wo Windeln im Angebot waren und wo Gläschen und Brei und Schnuller und Lätzchen für nen Schnapper auf dem Markt waren.
Was vorher wichtig war tritt in den Hintergrund, und es werden Dinge wichtig die man ohne Kind garnicht kannte.
Ein 24-Stunden-Fulltime-Job, daran muss man sich erstmal gewöhnen. Ich ging manchmal auf dem Zahnfleisch, ausfallen oder krank werden ging nicht, da mussten wir durch und müssen wir auch heute noch.
Egal wie alt Dein Kind ist: Die Sorge hört nie auf.
Egal wie alt Dein Kind ist: Die Liebe und der Stolz hört nie auf.
Wir wollen alle nur das Beste, geben uns Mühe unseren pädagogischen Auftrag zu erfüllen, müssen aber auch einsehen dass nicht immer alles rund lief. Wenn ich damals das Wissen von heute hätte, dann hätte ich an vielen Stellen anders gehandelt.
Unsere Kinder lassen uns wachsen, dazulernen, zeigen uns was wir alles schaffen können, öffnen uns die Augen, wecken Gefühle in uns die uns Jahre oder auch Jahrzehnte lang fremd waren, schaffen es beim Anblick auf sie Stolz und Glück zu empfinden, bereichern unser Leben.
Ich persönlich brauche keine Blumen und Pralinen am Muttertag, ich sehe diesen Tag auch mittlerweile als zusätzliche Einnahmequelle  für den Einzelhandel bzw. gewisse VIP`s dieses Landes, die seit Tagen mit mördermäßigen Angeboten um sich werfen, so nach dem Motto: “Meine neue DVD zum Muttertag, vergünstige Showtickets zum Muttertag,” etc.
Ich persönlich finde den Hype um den Muttertag stellenweise daneben, und dass es Menschen gibt die damit Profit machen wollen, find ich schon fast widerlich.
Für jede Mutter ist ihr Kind etwas ganz intimes, etwas ganz einzigartiges, umgekehrt genauso.
Da bedarf es keiner Geschenke, Emotionen sind das Stichwort.
Meine Mutter lebt nicht mehr, ich liebe und vermisse sie jeden Tag …

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Liebe Deutsche Bahn und liebe GdL:

Ihr habt nicht mehr alle Latten am Zaun, mehr kann ich dazu nicht mehr sagen!
Der 9. Streik … was ihr momentan abzieht sucht echt seinesgleichen.
Für mich seid ihr schon jetzt die Zonks des Jahres 2015.
Wie kann man so bockig, so verbissen, so egoistisch sein, mich erinnert das an die Kindergartenmanier von 4-jährigen.
Bei allem Verständnis dafür dass es zu einer Einigung bezüglich der Tarifverträge kommen soll/muss, haut ihr bidlich gesehen gerade all denen auf die Schn…. die auf Euch angewiesen sind, ob mit einem beruflichen Hintergrund oder, gucken wir mal auf die Pfingstfeiertage, mit einem privaten.
Wieviele Streiks kommen denn noch auf uns zu wenn die Tarifstruktur steht, aber noch über die Arbeitszeiten, Löhne etc. debattiert wird?
Ihr wollt Fairness? Ist es fair über Pfingsten Eure Kunden stehen zu lassen, dafür zu sorgen dass all die, die Eure Fahrkarten schon in der Tasche haben, sich nach  Ersatzverkehr umschauen müssen, nach Alternativen per Bus, per Mitfahrzentrale? Oder die jetzt ihre Reisepläne canceln müssen?
Ist es fair in Kauf zu nehmen, dass auch der Güterverkehr in arge Bedrängnis kommt nach ein paar Tagen?
Wisst ihr wie ich das sehe? Es soll eine Einigung erzielt werden die “gerecht” ist. Seid ihr denn gerade gerecht? Ist es gerecht einen Großteil der Nation zum neunten Mal hängenzulassen?
Ihr tragt “Euren” Kampf auf unser aller Köpfe aus, zum neuten Mal, das macht mich gerade wütend.
Ihr wollt u. a. mehr Geld, aber ihr seid die, die gerade das Geld anderer Leute ins Klo werfen, bildich gesehen.
Ihr seid erwachsen und schafft es anscheinend nicht bei Marathonschlichtungsgesprächen mal nur einen Funken nachzugeben damit endlich mal eine Einigung gefunden wird.
All die die rumzicken und die Schuld beim anderen suchen, ob das die Bahn betrifft oder die GdL: Ihr solltet Euch ab Mittwoch in die Servicepoints setzen müssen um hautnah zu erleben was Streik Nummer 9 für Eure Kunden bedeutet, und ihr solltet das Geld für die Fahrkarten zurückerstatten müssen im Servicepoint wenn die Kunden wütend vor Euch stehen.

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Happy Birthday

Happy birthday, Dries (960 Gramm, 35 Zentimeter), Bence (680 Gramm, 32 Zentimeter) und Fjonn (745 Gramm, 32,5 Zentimeter) sowie Neeta (655 Gramm, 30 Zentimeter).
Nach nur 26 Wochen Schwangerschaft kämpfen die vier Geschwister gerade darum gesund aufwachsen zu dürfen, eine “normale” Schwangerschaft dauert 40 Wochen.
Annegret R. hat im Vorfeld für viele Diskussionen gesorgt. Darüber ob man mit 65 Jahren noch ein Kind bekommen sollte, gerade wenn man schon 13 Kinder und 7 Enkelkinder hat. Darüber ob es zu verantworten ist einer Frau in diesem Alter durch eine mehrfache Eizellen- und Samenspende zu einem weiteren Kinder zu verhelfen.
Debatten über das Alter und wann man für gewisse Dinge zu jung oder  zu alt ist mag ich nicht so sonderlich, weil vieles von dem Typ Mensch abhängt, von seiner Konstitution, von seinem Lebensstil, seinem Standard.
Im Fall der Annegret R. liegt aber mein Augenmerk auf den vier kleinen Mäusen, und auf Leila (9 Jahre), die jetzt zweitjüngste Tochter. Wie ich vorhin im TV sah, soll Leila demnächst auch zu Wort kommen. Das Mädel ist 9 Jahre alt. Ich weiß nicht ob das sein muss. Vielleicht findet sie das in 10 Jahren nicht mehr so lustig, dann muss sie aber damit leben dass das alles ausgestrahlt wurde. Ich finde es eher verantwortungslos, da sollte sich die Mutter schützend vor ihr Kind stellen. Wobei die Geschichte um die 4-fache Schwangerschaft ja ausgeschlachtet wurde wie nix Gutes, und Annegret R. selbst hatte eine unglaubliche Medienpräsenz. Mir kam sehr oft der Verdacht dass sie keine Möglichkeit auslässt die Geschichte gut zu vermarkten. Da wurden Bilder und Drehs gemacht in Momenten, die ich recht intim fand. Jetzt gibt es schon Bilder der Babies, und die kämpfen ja gerade noch ums überleben. Ich hätte in so einer kritischen Situation nicht meine Erlaubnis gegeben meinen Sohn abzulichten und der Nation vorzustellen, ich hätte still und leise an seinem Bett gesessen und darum gebetet dass er es schafft. Es hätte auch von mir keine Bilder im Wochenbett gegeben, ich bräuchte meine Kraft für mein Kind und nicht für die Medien und die Nation.
Unterm Strich wirft sich mir der Verdacht auf, dass sich die Story um eine 65-jährige Vierlingsmutter anscheinend gut verkaufen läßt.
Jedem das seine – ich wünsche den 4 neuen Erdenbürgern ein Leben ohne Blitzlichtgewitter und ohne ständige Berichterstattungen und Interviews und Auftritten in Fernsehshows. Das wünsche ich Leila allerdings auch, und dem Rest der Kinder und Enkelkinder, die das alles vielleicht nicht so prickelnd finden.

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2 Meldungen auf meiner Startseite

Ich bin beim surfen durch meine Startseiten über 2 Meldungen gestolpert:
Bei der einen ging es darum dass die Geburtenrate dieses Landes auf einem Tiefstand angekommen ist, bei der anderen ging es darum dass eine alleinerziehende Mutter aufgrund des Streikes der Erzieherinnen jetzt ihren Job verloren hat.
Irgendwie hab ich Wut im Bauch. Dass die Geburtenrate keine prickelnde ist, wundert mich nicht.
Dass aber Erzieherinnen, die immer wieder betonen dass sie für unsere/Eure Kinder so wichtig sind, soviel Verantwortung übernehmen, ein Meilenstein sind, in Kauf nehmen dass die Eltern ihrer Schützlinge ihre Existenz verlieren, das deckt sich für mich nicht mit den Aussagen.
Ja, ihr seid wichtig.
Ja, ihr stellt Weichen bei den kleinen Stöpseln.
Ja, ihr werdet beschissen bezahlt.
Ja, ihr seid Teil der Bildung.
Ja, Ja, Ja.
Ich kenne aber auch durchaus andere Berufsgruppen die mehr Grund hätten auf die Straße zu gehen und zu streiken.
Ich kenne Menschen die für ein Gehalt frühmorgens aus dem Bett springen, für das andere nicht mal mit dem kleinen Zeh wackeln würden.
Warum?
Weil sie dankbar sind für ihren Job, weil sie ihn lieben, weil es für sie eine Berufung ist.
Für seine Rechte einstehen ist eine Sache, in Kauf nehmen dass andere dadurch ihren Job verlieren, für mich wiederum eine andere.
Wenn ich darauf plädiere dass ich für die kleinen Erdenbürger so ein wichtiger Bestandteil bin, dann sollte ich daran denken dass ich das auch für deren Eltern sein sollte. Dass viele Elternteile durch diesen Streik ihren Jahresurlaub nehmen müssen, und dafür die erholsamen Tage MIT DEM KIND im Sommer ausfallen, ist dann halt pädagogisch Mist, aber is halt so, gelle?
Ich bin nur froh dass mein Sohn 17 Jahre alt ist und ich davon nicht betroffen bin, denn dann wäre ich am Arsch und bei 2 Jobs evtl. auch arbeitslos.

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