„Fenster zu! Nee, auf!“

Wenn man sich das Büro mit mehreren Person teilt, kommt es nicht selten zu völlig unterschiedlichen Empfindungen die Raumtemperatur betreffend. Zumindest erlebe ich das immer wieder. Meist sitzt dort eine Person welche schnell friert, und eine andere welche schnell schwitzt. Eine brisante Kombination. Ich bin die, die immer friert. Fenster zu – Heizung an – ich bin glücklich. Bislang hatte ich allerdings immer die „Schnellschwitzer“ neben mir sitzen, und da muss man Kompromisse schließen.

Vor langer Zeit hatte ich eine Kollegin, die abnormale Hitzewallungen bekam und auch bei Minustemperaturen das Fenster aufriss für bis zum St. Nimmerleinstag. Ich habe so gefroren! Also habe ich mir eine gefütterte Jacke mitgenommen und im Notfall übergezogen. Eine andere Kollegin, welche ebenfalls hitzwallungstechnisch unterwegs war hat immer dann, wenn ich das Büro verlassen habe, sofort das Fenster aufgerissen. Selbst beim kurzen Gang auf die Pippi-Box. Sie hat die Gunst der Stunde genutzt. Was ich recht nett von ihr fand, musste ich nicht schlotternd auf der Tastatur rum werkeln.

Nun teile ich mir das Büro mit zwei anderen Kolleginnen. Eine ist eher so wie ich drauf, also immer schön muckelige Temperaturen in der Bude. Die andere mag es gerne etwas kühler. Also ist es immer ein Wechsel von Fenster auf, Heizung an. Ich werde mir wieder eine gefütterte Jacke mitnehmen, geht nicht anders. Dachte ich.

Das witzige ist nämlich, dass auch ich seit ein paar Wochen von Hitzewallungen heimgesucht werde und dann in sekundenschnelle das Fenster aufreißen möchte/muss, weil ich Bedenken habe zu schwitzen wie Affenarsch. Und dem zufolge zu transpirieren und unangenehm zu riechen. Mir stehen dann im Anflug solcher Wallungen innerhalb von 2 Sekunden Schweißperlen auf der Oberlippe, und ich habe das Gefühl mein Gesicht färbt sich dunkelrot. Deo ist jetzt immer am Mann bzw. in der Handtasche. Auch ein kleines Gästehandtuch, damit man mal überfeudeln kann im Fall der Fälle.

Hat sich mein Körper anscheinend dem Büro-Temperaturempfinden irgendwie angepasst. Oder es sind die Wechseljahre, kommt ja hin vom Alter her betrachtet. Jetzt verstehe ich auch die Kollegin, die im Winter bei Minus 10 Grad das Fenster am liebsten 8 Stunden aufgelassen hätte.

Am schlausten wäre es, man setzt Frauen zusammen welche unter Hitzewallungen leiden, und welche die nicht darunter leiden. Arbeitet es sich effektiver weil nicht dauernd Fenster geöffnet und wieder geschlossen werden in einem recht engmaschigen Rhythmus. Schafft man eben mehr wenn alle sitzen bleiben 🙂

Wir „Bürositzer“ haben es nicht leicht, weiß Gott nicht. ^^

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2 Antworten auf „„Fenster zu! Nee, auf!““

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