„Lies mal wieder“.

Ich habe über 3 Jahre lang kein Buch mehr angefasst. Das wundert selbst mich.

Mit einem Buch ins Bett gehen am Abend war für mich immer eine kleine Einschlafhilfe. Und ich konnte zudem dabei entspannen bzw. die Gedanken das Tages verscheuchen. Wenn das Buch gut war. Urplötzlich habe ich nicht mehr gelesen im Bett. Ausnahmen waren Krankenhausaufenthalte. Was will man denn ganzen Tag machen außer am Smartphone rumdaddeln, in der Raucherecke stehen oder kostenlos den Kakao des Krankenhauses in sich rein kippen. Das vertreibt die Zeit auch nur bedingt.

Vor Kurzem griff ich wieder nach einem Buch als ich unter der Bettdecke lag. Herrlich.  🙂 Oft lese ich so lange, bis die eine Gehirnhälfte schon schläft und ich am nächsten Abend die letzten drei Seiten nochmals lesen musste, weil ich mich nicht mehr an den Inhalt erinnerte. Kann passieren.

Auch ohne zu wissen wer gerade die Bestsellerlisten anführt, finde ich fast immer meine Thematik. Ich gehe nicht nach Empfehlungen, sondern danach was hinten auf dem Buch als Zusammenfassung steht. Auf meinem Nachtschrank landen keine Horror-Streifen, keine schnulzigen Romanzen und ebenfalls keine Bücher, in denen zig Personen eine Rolle spielen. Da komme ich gerne durcheinander.Am besten Krimis oder Thriller.

Ich war vor ganz langer Zeit mal zur „Kur“ (heißt ja heute „Reha). Und bekam ein Buch geschenkt. Titel, viele werden ihn kennen, war „Lauf, Jane, lauf!“ von Joy Fielding. Ach Du liebe Güte, habe ich mir in die Hose gemacht nachts! Obwohl ich fast kollabierte vor Angst, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich habe gelesen und gelesen und gelesen. Das war Spannung pur. Wären da nicht die Nächte gewesen, in denen ich mir fast einpuscherte vor Panik. Von derselben Autorin las ich letztens „Koma“, das war auch klasse.

Eines Abends vor ein paar Tagen war mein Buch zu Ende gelesen, und ich lag total gelangweilt in der Furzmolle. Am nächsten Tag bin ich gleich los gerammelt und holte Nachschub. Zwei Bücher mussten es sein, man gönnt sich ja sonst nichts.

Wenn ich nach Feierabend mit einem Kaffee in der Küche sitze, meist total müde, freue ich mich schon auf den Gang in das 2×2 Meter-Mobiliar und das Buch. Und zelebriere Stunden später beinahe den Einstieg in die Biber-Bettwäsche und das Aufschlagen des Buches. Ich muss allerdings immer aufpassen, dass ich das Lesezeichen nutze. Sonst werfe ich es achtlos auf die andere Seite des Bettes und finde dann oft die Seite nicht wieder an der ich endete.

Übrigens kenne ich die modernen eReader und eBooks und wie sie alle heißen nicht. Weil ich jetzt behaupte, dass ich ein Buch zum blättern brauche. Wie bei der Fernsehzeitung. Ich brauche Papier zwischen den Fingern. Altmodisch, wa? Ändert sich vielleicht noch, ich muss mich an die Technik mal heran tasten. ^^

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