Spitznamen, ich liebe sie.

Der Zusammenhang bzw. die Interpretation, warum wir fast alle Spitznamen haben und aus welchem Grund, lässt sich gar nicht immer nachvollziehen. Mein Spitzname ist schon seit Ewigkeiten „Wörni,“ und eine kurze Zeit nannte man mich „Stöpke“.
Gestern Abend, ich hatte in einer lokalen Gruppe etwas über unsere alte Diskothek geschrieben, fielen wieder Spitznamen. Einen Teil kannte ich, den Rest konnte ich absolut nicht zuordnen. Da fielen Namen wie „Löffel“, „Ketchup“ und so.
Erst letzte Woche bekam ich in einer whatsapp-Gruppe mit, wie ein Klassenkamerad genannt wurde: „Böfons“. War mir echt neu, und ich bin fast 30 Jahre raus aus der Penne.
Was ich echt nie vergessen werde, ist folgende Geschichte:
Ich lernte über meine Nachbarn andere Leute kennen. Und die hatten auch alle Spitznamen. Das ging von „Zunder“ bis „Tüte“ über „Müde“. Und ich fragte, warum „Müde“ denn „Müde“ genannt wird. Ich sollte abwarten, ich würde es selber rausbekommen. Alles klar. Als ich mit meiner Nachbarin abends in eine Kneipe fuhr, es war am Vatertag, wir wollten die Männer abholen, also den Mann meiner Nachbarin, landeten wir in der hiesigen Dorfkneipe. Total urig. „Tüte“ und „Müde“ waren auch am Start. Und da erfuhr ich dann, warum „Müde“ denn „Müde“ genannt wurde: Der Kopp lag auf dem Tisch und er schlief. Und er schlief und schlief und schlief.
Ein Mitglied meiner Familie wird „Free Udo“genannt, ich kenne ihn unter „Rouladen Rolf“.
Gewisse Merkmale das Aussehen und den Charakter betreffend, finden sich immer Spitznamen. Ich erinnere mich an „Schlappen Schulze“, „der kleine Eseltreiber“, „der Fahnenhisser“, „die blonde Irre“, „Apotheken Amanda“, Käcke-Kalle“, „der wunderschöne Pharma Phil“, „Manolito mit der Ukulele“ und so.
Ich finde Spitznamen echt total geil. Gerade dann, wenn ich hinter die Geschichte der Entstehung komme. Manch eine(r) hat sich ihren/seinen Namen quasi hart erarbeitet.

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