„Auf oder nicht auf, das ist hier die Frage“ …

Ein altes Auto fahren ist ja jetzt nich sooooo das Problem. Im Winter ein altes Auto fahren is wiederum ein Problem, zumindest bei meinem grünen Flirtmobil. Über 200.000 km auf den Achsen, Baujahr 1996, und jetzt ist es der 3. Winter wo Madame so nen bißchen rumzickt.
Ich hab da zwei Sachen erlebt die mir so peinlich waren, aber im nachhinein auch wieder so saulustig, dass ich Euch das jetzt mal erzähle. Wir sind ja unter uns „wink“-Emoticon
Vor knapp 3 Jahren bin ich morgens recht früh (ca. 5.50 Uhr) zu meinem Auto gegangen, stand ca. 100 m weiter weg von meiner Wohnung. Es war echt arschkalt den Morgen. Tür auf – Zündung an – Gebläse auf höchste Stufe – Eiskratzer und Enteiserspray in die Pranke und ab geht der Peter. Da fällt die Tür zu und die Zentralverriegelung ging runter, also zu. Also das Auto war verschlossen, Schlüssel drin, Gebläse auf höchster Stufe und ich draußen mit Eiskratzer und Enteiserspray. Ich hab an den Türen rumgerissen wie doof: Die waren zu, total zu, aber richtig total zu. Die Kiste lief und lief und lief. Die vorbeifahrenden Autos am gaffen. Ich total verzweifelt, war auch nicht mehr viel Benzin im Tank und in meiner Not die Polizei angerufen. Mein Problem geschildert, natürlich wieder fast am heulen und der Polizist sagte mir dass er mir jetzt auch nicht helfen könne.
Ich so: „Sie sind ein Mann, ich ne Frau. Haben Sie nen Tipp irgendwie?“
Er so: „Werkstatt anrufen oder den Club mit den 3 oder auch 4 Buchstaben.“
Hab ich gemacht.
Ich so: „Kommen Sie gleich?“
Sie so: „Dauert ne Stunde, gehen Sie mal in ihre Wohnung, wir rufen an.“
Ich so: „Ich wohne 100 m weiter weg. Soll ich das Auto hier laufen lassen und nen Kaffee trinken? Machen Sie doch hinne bitte.“
Ich meinen Sohn angerufen.
Ich so: „Kind, Du darfst alle Schubladen aus den Schränken reissen und alles in der Bude verteilen. Guck bitte wo der Ersatzschlüssel is, Mama ist gerade am Arsch und meine unterkühlten Extremitäten fallen gleich ab und das Auto läuft und das Benzin ist gleich alle.“
Er so: „Jau.“
Und er kam, mit dem Ersatzschlüssel. Ich hätt mir in die Hose pischern können vor Erleichterung. Den Club mit den 3 oder 4 Buchstaben angerufen, abgesagt, ab in die Kiste und mit Vollgas zur Arbeit. In dem Kfz. waren nach knapp 1 Stunde Gebläse auf höchster Stufe ca. 576° gefühlt, das Lenkrad war kurz vorm schmelzen.
Vor 2 Jahren ging die Fahrertür nicht mehr auf. Ab -5° geht die halt nicht mehr auf. Also konzentrier ich mich auf die Beifahrertür. Enteiserspray, Feuerzeug, wieder Enteiserspray und dann klappt das. Ich mit meinen 182 cm Körpergröße wie nen Dromadar über den Beifahrersitz über den Schaltknüppel über die Handbremse auf den Fahrersitz und ab zur Tankstelle, es war so 6.05 Uhr. An die Säule, will aussteigen: Fahrertür geht nicht auf und Beifahrertür auch nicht. Ich war gefangen in meinem grünen Flirtmobil. Da sah ich einen Mann in Uniform, Bundeswehr (Scheisse, sah der geil aus!). Ich meine Scheibe runter und gerufen: „Tschuldigung, ich komm hier nicht mehr raus, können Sie mir mal helfen?“ Er kam auf mein Auto zu (und der sah noch immer so geil aus!). Und schwupps, gingen beide Türen auf.
Ich so: „Huch, geht.“
Er so: Jau.“
Ich ab zur Klinik, steh auf dem Parkplatz: Fahrer- und Beifahrertür zu. Ich wieder Fenster runter, auf Kollegen gewartet, und gerufen: „Hey, könnt ihr mich hier mal rausholen? Türen gehn nicht auf.“
Da kommste Dir vor wie Karl Napp vom Dienst.
Und genau sowas in der Art erwartet mich wieder in den nächsten
3 Monaten.
Eiskratzer und Enteiserspray sind ab dieser Woche IMMER in meiner Handtasche, IMMER! Und mindestens 1 Tür bleibt auf. Mal schauen wer mich die nächsten Wochen wieder retten muss dass ich aus dem grünen Flirtmobil ins Büro gelange.
Euch auch frohes Kratzen, Freunde. ^^

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