Pekermarkt 2018 in Uslar/Solling

Uslar/ Am 08. und 09. September verwandelt sich die Innenstadt von Uslar wieder in eine bunte Meile. Neben über 100 Händlern welche ihre Ware anbieten, und neben vielen musikalischen Top Acts steht die Kartoffel wieder im Vordergrund der 2-tägigen, schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung in der Solling-Vogler-Region. Der Fokus liegt bei diesem Fest auf dem Pekeressen, dem kulinarischen Botschafter aus bzw. in Uslar. Gourmets, welche die “tolle Knolle” lieben, kommen bei diesem Event auf ihre Kosten.

Beginn des Pekermarktes ist am Samstag, 08.09. ab 11 Uhr mit der Eröffnung auf der Bühne am Graftplatz. Für die musikalische Abwechslung sind in diesem Jahr unter anderem zuständig Rescuer, das Duo Diana und Jill, der Fanfarenzug Lindau, Susi aus der Platte, Free BearsAmericana meets Rock`n Roll, Help!Beatles Cover Band, DJ Patrick Börsch, Koby Funk sowie SCHANK aus Köln. Eine breitgefächerte Palette musikalischer Acts, die für jeden Musikgeschmack etwas bereit hält. Die Beatles Cover Band nimmt eine Anreise von knapp 1000 km in Kauf um in Uslar beim Pekermarkt dabei zu sein.

Der Sonntag lädt zum Bummeln in die Innenstadt ein, viele Geschäfte öffnen extra ihre Pforten. Zudem können bei der Hausfrau die Töpfe kalt bleiben, denn Mittagessen, Kaffee und auch Abendbrot können alternativ auf der Meile eingenommen werden.

Fliegende Händler, Straßenkünstler, Stände regionaler und weit angereister Anbieter runden das Bild des Stadtfestes ab. Den Trödelmarkt nicht zu vergessen. An die kleinen Besucher(innen) wird auch gedacht mit Karussell und Co.

König Heinrich und sein Gefolge werden am Forstgarten im Mittelalterdorf zu finden sein.

Ausklang ist auf der Bühne Graftplatz. Dort wird Rescuer am Sonntag gegen Abend die Abschlussakkorde des Pekermarktes 2018 anstimmen. Die Top 1-Band aus dem Uslarer Land wird für knapp 3 Stunden ihre Fangemeinde und andere noch feierwütige Menschen in ein ausklingendes Pekermarkt-Wochenende begleiten. Mit vielen, vielen ehrwürdigen Rock-Songs im Gepäck, ein Garant für tolle Stimmung.

Weitere Infos zum Programm: https://www.pekermarkt.de/

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Es wird hart – es wird laut – Old School Rock in Vahle (Uslar)

Reminder und Avantatör geben Vollgas

(Quelle Bilder: Reminder/Avantatör, mit freundlicher Genehmigung/Einverständnis)

Uslar/Vahle Die Damen und Herren, welche gerne im kleinen Schwarzen ein Sektchen schlürfen und dezent zu einschlägiger Tanzmusik mit der Fußspitze wippen, dürfen an dieser Stelle schon aufhören zu lesen. Denn wenn am 28.07. ab 19 Uhr in Elfis Rockscheune die ersten hardrocktechnischen Akkorde erklingen, dann steht an diesem Abend eine der ältesten Rockbands aus dem Solling im Rampenlicht. Reminder. Mit Bums im Gepäck.

1980 gegründet, machen Bernd, Christoph und Frank seit 38 Jahren Musik handmade. Heißt: Nix gecovert, alle Songs der eigenen Feder entsprungen. Heutzutage eine Seltenheit, da viele Bands Erfolge feiern mit Titeln, welche quasi nur nachgespielt werden. Langweilig! Das kommt bei Reminder nicht aufs Schlagzeug, an die Gitarre oder ins Mikro. Ausnahmen sind allenfalls Huldigungen an gegangene Idole. Ich durfte in einige Stücke reinhören und als Hardrock-Tusse haben die drei Herren sowie deren Musik meinen persönlichen „kannste gut hören-TÜV“ mit Bravour gemeistert. Wer gerne E-Gitarren-Sounds und Schlagzeug-Klänge auf den Lauschlappen hat, der ist an dem Abend goldrichtig in der Scheune von Elfi in Vahle. Wer zudem gerne ein Bierchen zischen mag (es wird an diesem Abend hin und wieder eine komplett neue Kaltschalen-Sorte zu sichten/testen/schlürfen sein) und einen locker-flockigen Abend sucht unter Gleichgesinnten, der ist an diesem Abend ebenfalls goldrichtig in der Scheune von Elfi in Vahle.

Das Uslarer Land hat aber noch eine Nachwuchsband in der Hinterhand: Avantatör. Erst Ende 2016 formierten sich Maurice, Dominik und Heiko. Das Herz dieser drei Jungs schlägt ebenfalls für den Hardrock. Aufsehen erregte Avantatör im letzten Jahr beim Bandcontest „Big Boobs & Balls Band Battle“ in Moringen.

Zumindest schwärmen selbst alteingesessene Hardrocker von ihnen. So stehen am 28.07. zwei Bands in Vahle auf der Bühne, die sich musiktechnisch den Staffelstab in die Hand geben und zeitweise sicherlich zum Headbangen animieren.

Knaller an diesem Abend: Kein Eintritt. Gute Musik für umme. Ein rustikales „Stelldichein“ in sicherlich richtig cooler Atmosphäre. Noch Fragen? Nein? Okay, dann bis zum 28.07. in Vahle.

Peace, my friends 😉

Info:

Wann: 28.07. ab 19 Uhr

Bis: Wird man sehen

Eintritt: Nüschte

Warum: Es muss knallen

Wo: Elfis Rockscheune, Steinbergstr. 32, 37170 Uslar-Vahle

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So `ne Feierei hängt mir tagelang nach.

Heute Morgen so gegen 8.30 Uhr ging die Wohnungstür auf und der Nachwuchs ruft: „Bin jetzt zu Hause. Gute Nacht.“

Im ersten Moment dachte ich: „Na warte Freundchen, nachher gibt es hier aber Diskussionen!“

Im zweiten Moment dachte ich: „Gott, wie sehr ich ihn beneide!“

Eigentlich ist das Heimkehren bei Sonnenaufgang mit zwitschernden Vögeln und einer vor guter Laune wild schleudernden Handtasche mein Part. Das ist aber schon etwas länger her. Dass ich anscheinend aus dem Alter raus bin, in dem ich feiern konnte bis zum umfallen und am übernächsten Tag voller Elan zur Arbeit ging, muss ich auch dann jetzt einsehen. Wenn es mal wieder so richtig krachte, bin ich tagelang total matschig und kämpfe mich durch den Tag. 8 Stunden Party – 3 Tage außer Gefecht.

Ja, ja, wir sind halt keine 20 mehr.

Generell merke ich jeden Freitag nach Feierabend, dass der Akku auch aufgebraucht ist. Da ist am Abend mein Sofa der beste Kumpel, und ich schaffe teilweise nicht den Krimi bis 21.45 Uhr, ohne dass die Klüsen zufallen. Meist wache ich mit verspannter Halswirbelsäule auf weil der Kopp nach hinten fiel, und ich in dieser Position schlief wie ein Baby. Die linke Hand eingeschlafen weil ich drauf lag, und die Schuhe noch an. Man ist quasi fertig mit der Bereifung. In der Flimmerkiste laufen dann billige Pornos oder Dokumentationen über das Balzverhalten von Tauben. Wobei sich der Porno und die Doku stellenweise nicht unterscheiden :D.

Und ich denke so: „Super, Steffi, geht ja voll ab mit dir.“

Samstags geht es dann etwas besser, aber nicht selten muss ich mich aufraffen um durchzustarten. Vorglühen funzt dann mit Kaffee oder Cola. Damit man etwas gepusht ist und nicht gähnend über Stunden auf einem Event herum hampelt. Meist kriegt man sich ja ein wenn man feiert, dann hat man auch die notwendige Energie. Aber der nächste Tag dann immer: Furchtbar. Diesen Tag kann ich immer in die Tonne kloppen, da bin ich wenig bis gar nicht effektiv, in keinster Art und Weise. Atmen klappt gut, den Rest kannste knicken.

Da beneide ich wirklich den Kurzen, der nach 5-6 Stunden Schlaf aus der Koje hüpft und noch Dinge unternimmt, die mich schon erschöpfen wenn ich nur daran denke. Auch am nächsten Tag steht er in der Blüte seiner Lebens, keine Spur von Erschöpfung.

Ich gönne es ihm einfach, versuche mich aber sicherlich noch das ein oder andere Mal in „Feiern, bis sich die Balken biegen“. Ich will das so nicht hinnehmen. ^^

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Die „Kibus (Kirmesburschen) Lippoldsberg“ graben ihre Kirmes wieder aus

Kibus Lippoldsberg

Die Nachbarn in Hessen geben Gas: Die „Kirmesburschen Lippoldsberg“ machen wieder Kirmes. Tschakka!

Uslar, Wahlsburg, Hessen

Als ich die Meldung vernahm, dass in Lippoldsberg nach ca. 15 Jahren Abstinenz die Tradition der „Kirmes“ wieder ausgegraben wird, war ich total geflasht. Und nicht nur ich. Am ersten Wochenende im August, vom 04.08. bis 06.08., geht es rund in Lippoldsberg auf dem Festzelt an der Weser.

Kirmes ist die Beschreibung für ein Volksfest. Die junge Generation würde es „Party auf dem Dorf“ nennen. Leider haben diese Art von Festen arg abgenommen in der ländlichen Region. Von daher hört man den Ausdruck „Kirmes“ auch nur noch selten. Lippoldsberg wagt nun den Restart, und das mit einem durchaus sehenswerten Festprogramm. Total cool, Jungs. Respekt für diese Entscheidung und das Wagnis.

Warum wurde diese Veranstaltung eingestellt?

Das war auch meine Frage an die Verantwortlichen. Die Antwort ahnte ich: Kaum noch Zulauf aus der Bevölkerung. Das Verhältnis der Vorbereitungen, des Betreuens des Festes und das der Nachwehen stand in keiner Relation mehr. Eine Kirmes erfordert viel Arbeit über Monate, von nicht wenigen Leuten, mal so ganz nebenbei. Ebbt das Interesse ab, muss man nicht selten solche Events einstellen. Weil die Arbeit im Vorfeld und sicherlich auch die finanziellen Mittel in keinem Verhältnis mehr stehen.

Uslar, Wahlsburg, Hessen

 

Aber Lippoldsberg ist mutig und wagt einen neuen Versuch. Richtig, richtig geil.

Ein paar Worte zu den Kirmesburschen:

Kibus“ werden sie auch genannt, und diese Truppe ist gleichzusetzen mit einem Junggesellenverein. Die Kirmesburschen haben in der Vergangenheit Events wie die z. B. die Bootsparty auf dem Weserbergland-Dampfer organisiert, auch die „Black and White-Party“ im Haus des Gastes. Daher war mir die Abkürzung „Kibus“ auch bekannt. Seit über 100 Jahre existieren die Kirmesburschen. Also eine auch schon lange währende Tradition im schönen Lippoldsberg.

Uslar, Wahlsburg, Hessen

 

Ich musste letztens schmunzeln als ich durch eine Kollegin mitbekam, wie die Reaktion der Lippoldsberger auf den Neustart der Kirmes ist: Ein ältere Herr, knapp 80 Jahre, möchte unbedingt auf die Schaum-Party am Freitag. Als man anmerkte, dass es schwierig wird ihn dort hinzubringen weil der gute Mann nicht mehr gut zu Fuß ist, antwortete er:

„Dann zieht mich mit einer Seilwinde auf den Festplatz. Ich will unbedingt zur Schaum-Party.“

Ein Beispiel dafür, wie sehr die Lippoldsberger die Entscheidung begrüßen, dass die Kirmes wieder aus der Versenkung auftauchen wird.

Planung mit Liebe zum Detail

Das Festprogramm lässt keine Wünsche offen, es ist alles dabei, für jedes Alter. An einer Kirmes auf dem Dorf liebe ich immer die Atmosphäre zwischen Autoscooter, Schnökerkram-Verkaufswagen, Festzelt und Karussell. Der Geruch von gebrannten Mandeln, der bebende Zeltboden wenn es auf der Tanzfläche richtig zur Sache geht, die Gespräche die entstehen, das gemeinsame Lachen und Amüsieren, die ausgelassene Stimmung.

Eine Kirmes stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl in den Ortschaften. Zusammen feiern hat noch nie geschadet. Im Fall von Lippoldsberg ist die Kulisse auch rattenscharf: Das Festzelt steht in der Nähe der Weser. Eine besseres Ambiente ist kaum vorstellbar.

Ich wünsche jedenfalls einen tollen Neustart, ein volles Zelt, mordsmäßige Stimmung, dass sich all die Arbeit auszahlt und Lippoldsberg 3 Tage feiert bis sich die Balken biegen. Und natürlich, dass wir jetzt jedes Jahr hören und lesen:

„Kirmes in Lippoldsberg. Wir laden euch alle ein.“

Uslar, Wahlsburg, Hessen

 

Adresse: Festplatz direkt an der Weser, 37194 Wahlsburg/Lippoldsberg

Hier das Programm:

  • Freitag, 04.08.2017

ab 22:00 Uhr Schaumparty und Zeltdisco mit den „White Brothers“

  • Samstag, 05.08.2017

ab 15:00 Uhr Kindernachmittag mit Kaffee & Kuchen sowie vergünstigten Preisen an den Fahrgeschäften

ab 20:00 Uhr Tanzabend mit der Band „TIMELESS“

  • Sonntag, 06.08.2017

ab 10:00 Zeltgottesdienst

ab 11:00 Uhr Frühschoppen mit den „Weserbergland-Musikanten“

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Was ist in Bodenfelde los? Da plantscht man nachts in Badehos!

Förderverein Freibad Bodenfelde

        
                            Die Nacht der 1000 Lichter in Bodenfelde 
Am Samstag, 22.07., öffnet das Freibad Bodenfelde um 19 Uhr seine Pforten für die Gäste zu einer lauen Sommernacht. Zu einer sicherlich idyllisch wirkenden Sommernacht. Vielleicht auch zu einer fetenähnlichen Sommernacht. Auf jeden Fall aber zur „Nacht der 1000 Lichter“. Romantik pur gepaart mit Partyfeeling: Yeah!

Dieses wirklich nette Fleckchen „Freibad-Erde“ mit Plansch-, Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken, Sprungturm, Rutsche sowie einer gepflegten, weitläufigen Außenanlage lädt am besagten Samstag quasi zum „Open-Air-Schwimmen der besonderen Art“ ein. Mit vielen, vielen Knicklichtern, Kerzen, diversen anderen Lichtquellen und Scheinwerfern verwandelt sich das Freibad Bodenfelde zu einem hellen, bunten, außergewöhnlichen Areal.

Es ist die zweite Veranstaltung dieser Art. Was im letzten Jahr beinahe aus einer Laune heraus entstand, kam bei den Besuchern so gut an, dass man sich einig war: bitte in diesem Jahr wieder.

Knapp 300 Besucher nutzten letzten Sommer die Premiere dieser Veranstaltung. Der Highscore an Besuchern wird sicherlich in diesem Jahr geschlagen. Haushoch. Na, aber sicher doch.

Bodenfelde, Freibad, Feier, Schwimmen

Förderverein Freibad BodenfeldeDie „Nacht der 1000 Lichter“ im Freibad Bodenfelde

Was will man an einem Samstag im Juli mehr?

Es sei zu erwähnen, dass man bis 1 Uhr in der Nacht in einem Lichtermeer die ein oder andere Bahn ziehen kann/darf/sollte/könnte.

Bitte vorsichtshalber Badeschlüppi, Kamm und Handtuch in die Handtasche oder den Rucksack prümmeln, falls man sich unerwartet oder überraschend in „Rückenschwimm-Position“ auf einer Bahn im Schwimmerbecken wiederfindet. Oder rutschend ins Nichtschwimmerbecken. Oder springend vom 1er. Das soll ja alles schon passiert sein in Bodenfelde.

Musikalisch untermalt wird all das vom Team DJ Knops, uns allen aus dieser Region mehr als bekannt. Beide Brüder stehen an diesem Samstag auf der Bühne am Mischpult und heizen den Gästen ein. Für den kleinen Hunger und den dezenten Durst schaffen Cocktails, Säfte, Bier etc. sowie die gute alte Wurst und nicht zu vergessen die sagenumwobenen „weltbesten Pommes“ (man sagt ihnen nach, sie haben Kultstatus) Abhilfe.

Tolle Mucke im Ohr, diverse Kaltgetränke in der Hand, Lichterglanz im Auge und das Gefühl von Urlaub im Geiste: All das verspricht die „Nacht der 1000 Lichter“.

Bodenfelde, Freibad, Feier, Schwimmen

Förderverein Freibad BodenfeldeDie „Nacht der 1000 Lichter“ im Freibad Bodenfelde

Zum Förderverein und der Wichtigkeit zum Erhalt unserer Schwimmbäder

Bodenfelde, der an der Weser gelegene Ort mit knapp 3000 Einwohnern (Stand 2015) gehört zu den Gemeinden, die durch ihren Förderverein und irrsinnig viel Arbeit, geleistet von unermüdlichen, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Erhalt des Freibades jedes Jahr aufs Neue sichert. Mit vielen tollen Menschen vor und hinter den Kulissen, die während einer Saison wirklich knuffen.

Der Erhalt unserer Schwimmbäder ist heutzutage unendlich wichtig. Aus dem einfachen Grund, unseren kleinen Erdenbürgern das Schwimmen beibringen zu können. Problem an all den Schließungen der Hallen- und Freibäder ist leider, dass viele Kinder nicht schwimmen können. Und so die Zahl der Badeunfälle aufgrund dieser traurigen Entwicklung stark zugenommen hat. Bewegung im kühlen Nass ist nicht nur gesund und macht Spaß, sondern ist aufgrund der o. g. Gründe wichtig. Manchmal auch lebenswichtig.

Wenn sich dann Fördervereine bilden, die Schließungen verhindern und den Betrieb ihrer Bäder weiter am Laufen halten, machen diese Leute einen extrem wichtigen Job. Daran sollten wir alle bei den Besuchen solcher Bäder denken. Wenn dann noch derartige Veranstaltungen auf die Beine gestellt werden weiß man, dass das Geld in den richtigen Töpfen landet.

Und man einen durchaus tollen Abend erleben kann am Rande eines Schwimmbeckens unter freiem Himmel wie bei o. g. Veranstaltung. Zudem ist klar, dass man auch auf diesem Weg die Fördervereine unterstützt. An diesem Abend braucht jedenfalls keiner heimlich durch den Zaun huschen: „Sie dürfen das ganz offiziell machen. Mit Freunden. Mit vielen Freunden und ganz viel Spaß. Echt jetzt.“

An dieser Stelle die besten Grüße an

die Johanniter Unfall-Hilfe

die DLRG

Profagus

Prolinetec

das Team von Karen Schütz

die KSN

und an all die anderen Heinzelmännchen

die mitunter diesen tollen Abend ermöglichen. Ihr seid schon alle irgendwie echt geil.

  • Ort: Freibad Bodenfelde, Nienoverer Weg 25, 37194 Bodenfelde
  • Datum: Samstag, 22.07.2017
  • Uhrzeit: 19 Uhr bis open end
  • Eintritt: 5 Euro (Vorverkauf 3 Euro im Freibad)
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Bollerwagen-Rallye und Zeltdisco in Bollensen – Vorankündigung

60 Jahre Bollenser Junggesellen Club e. V.: Das wird auch eine Party über die man lange spricht.

Uslar, Junggesellen, Party, Bollensen, Northeim

(Foto BJC e. V.)

Ende August, von Freitag dem 25.08. bis Sonntag 27.08., steht ein weiteres Dorf aus dem Uslarer Land Kopf. Bollensen hübscht sich dann auf und wirft sein Augenmerk auf die Junggesellen. Diese feiern ihren runden Geburtstag und laden uns zu dieser Zelt-Party ein. Dass die Bollenser feiern können bis die Schwarte kracht, wissen wir alle.

Uslar, Junggesellen, Party, Bollensen, Northeim
(Foto BJC e. V.)

Die Bollenser Junggesellen sind ein Paradebeispiel für Zusammenhalt und Zugehörigkeit zum Heimatdorf. Ganz fest verwurzelt im Bollenser Dorfleben. Mit Aktionen wie dem Neujahrstanz, dem Osterfrühschoppen, dem Spanferkelgrillen, der Ausrichtung von Orientierungsfahrten und nicht zu vergessen der Tradition vom Neujahrsbock, sind die Jungs und Männer immer wieder auf Veranstaltungskalendern zu finden.

Freundschaft wird groß geschrieben

Auf den Junggesellenfahrten oder beim Fasstrinken (wenn ein Junggeselle in den Hafen der Ehe eingelaufen ist), wird Freundschaft ganz groß geschrieben. Der Spaß nicht weniger. Eine echt coole Truppe der BJC.

Uslar, Junggesellen, Party, Bollensen, Northeim

(Foto BJC e. V.)

Beginn des Geburtstages ist am Freitag, die Feierstunde findet allerdings intern statt. Wir können also früh ins Bett und Kraft tanken für den Samstag. Da müssen wir nämlich fit sein.

Denn am Samstag geht es rund: Bollerwagen-Rallye ist angesagt. Eine Mordsgaudi sind diese „Orientierungsfahrten per pedes“ und mit guten Freunden. Wer das schon mitgemacht hat (wie z. B. in Allershausen vor zwei Jahren), wird sich schon jetzt angemeldet haben oder dieses in den nächsten Tagen nachholen.

Uslar, Junggesellen, Party, Bollensen, Northeim

(Foto BJC e. V.)

Alle mit Bollerwagen und guter Laune sind willkommen

Mindestteilnehmerzahl sind 4 Personen, gerne aber auch mehr. Es können natürlich auch mehrere Teams gemeldet werden, falls die Anzahl der mitgehenden Gemeinde den Rahmen sprengt. Die Strecke geht rund um Bollensen, Startgeld ca. 20 Euro pro Team inkl. einer Kiste Pils.

Egal ob Freunde, Kollegen, Nachbarn, Sportgruppen, Gesprächskreise etc.: Alle sind mit guter Laune und Bollerwagen mehr als willkommen in Bollensen. Einfach einen originellen Gruppenname ausdenken, einen Ansprechpartner nennen, Email verschicken und ihr seid dabei.

Was ist eine Bollerwagen-Rallye?

Menschen aller Altersklassen, Männlein und Weiblein, mit unterschiedlichstem Proviant im Bollerwagen (meist flüssig), ziehen an diesem Tag durch das Dorf. Sie beantworten Fragen, beweisen sich in Spielen und haben einen Spaß im Leibe, der nicht zu beschreiben ist.

Diverse Clubs, andere Junggesellenvereine, auch sicherlich und hoffentlich viele Mädels stehen schon vor dem Start gutgelaunt am Treffpunkt und machen Stimmung. Weil die aufgepimpten Bollerwagen teilweise eine Augenweide sind, an Originalität nicht zu überbieten. Dabei sein ist an diesem Tag alles. Denn auch wenn es nicht zu einer Platzierung auf die ersten Plätze reicht, wird auch diese Rallye sicherlich unvergessen bleiben.

Uslar, Junggesellen, Party, Bollensen, Northeim

(Foto BJC e. V.)

Später am Abend wird eskaliert

Bei der Zelt-Disco mit DJ Mario Knops am Abend darf dann richtig eskaliert werden. Am Grillplatz „Zum kleinen Holz“ wird das Tanzparkett ab 21 Uhr einiges auszuhalten haben.

Wer die Bollenser kennt, müsste wissen, dass dort bis tief in die Nacht auf Tischen und Stühlen getanzt wird. Und dass der Letzte erst dann nach Hause geht, wenn die Sonne am Firmament erscheint und der erste Hahn kräht.

Tipp an die Singe-Damen

Ein kurzer Schlaf sei gestattet, bevor es am Sonntag dann zum Frühschoppen geht. Die „Solling Buam“ heizen dem Zelt dann zum Finale richtig ein holen aus allen Feierwütigen, besonders den Junggesellen, den letzten Rest heraus.

Kurzer Tipp an die Single-Damen aus dem Uslarer Land: Wer da nicht hingeht und mal ein Auge voll nimmt, ist eigentlich selber schuld. Die Jungs sind nämlich schwer in Ordnung.

Uslar, Junggesellen, Party, Bollensen, Northeim
(Foto BJC e. V.)

Woher ich das weiß? Mein Sohn ist ein Bollenser Junggeselle, und meine „erste große Liebe“ auch. Argument? Argument! Bitte Termin rot im Kalender markieren, gefeiert wird in Bollensen am letzten Wochenende im August.

See you.

  • Veranstaltungsort: Am Grillplatz „Zum kleinen Holz“ in Bollensen
  • Anmeldung: Per Email unter bollerwagen@bollensen.de
  • Uhrzeit: 13.00 Uhr
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Der Umzug. Packebierfest 2017 Wiensen

(Quelle Bild: Steffen Böger)

Junggesellenverein Wiensen

 

Du kommst aus Uslar, wenn …

… auch Du vorhin in Wiensen dachtest: „Was `ne geile Sache hier!“

Tag 3 vom Packebierfest.
Wenn hier eines unserer Dörfer einen Umzug auf die Beine stellt, mache ich gegen Mittag immer schon die Fenster auf um zu hören, wann die ersten Trecker Richtung Zielort fahren. Weil es stimmungstechnisch quasi bei der Anfahrt schon rund geht. Auf den Anhängern ist ja alles drauf, was man für ein paar Stündchen Party so braucht. Flüssiges in rauhen Mengen, Musik ohne Ende und nicht zu vergessen: Party People! So auch heute wieder. Obwohl es mehr Zuschauer hätten sein können, war das Wetter genau richtig und der Umzug aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Weil richtig gute Stimmung herrschte. Die Wagen nett zurecht gemacht, bei vielen auch Werbung für deren Feste mit Bannern an den Fahrzeugen. Ich glaube Bollensen und Schoningen machten auf diesem Weg auf ihre Feste aufmerksam. Heute war es ein auffallend „feuchter Umzug“, nicht nur die Vahler Hüpper setzten auf das Medium Wasser. Bei vier Wagen sprangen viele nach hinten, weil es sonst im Dekolletè etwas nass wurde.
Eine 4-köpfige Kapelle aus dem Schwarzwald, die liegend auf der Straße Musik machte, sorgte für Applaus und amüsierte Gesichter.
Die Pipes and Drums waren bei einer Besucherin verantwortlich dafür, dass sie etwas Pippi in den Augen hatte. Weil sie die Musik so mag.
Die Truppe aus Hann. Münden war auch spitze, die führten die Junggesellen schon mehr als angemessen auf den Thie. Wie die Gladiatoren quasi.
Einige Vereine in Kluft, andere in einheitlichen Shirts. Es war alles dabei, von jung bis alt.
Auf dem Festplatz dann, als alle von den Wagen sprangen und sich vor bzw. in das Zelt stürzten, gings steil. Mancher Teilnehmer hatten schon leichte Sprach- und Gangstörungen. Einer schon, als der Umzug gerade begann. Dabei ist alles 😉 Manch einer lief 2 Stunden mit Remoulade auf der Wange durch die Menschenmenge, weil das Fischbrötchen nicht immer genau die Futterluke traf. Manch einer musste immer für den Rest der Truppe gläserweise Bier an Land karren.
Ich hätte das Treiben noch stundenlang beobachten können. Die Bollenser Junggesellen wagten dann noch eine Fahrt in diesem ominösen Fahrgeschäft. Weil ich wissen wollte wer seine Mütze verliert oder aber auch den Mageninhalt, schaute ich mit einem Feuerwehrmann aus Schoningen (welcher richtig Spaß hatte heute seiner Aussage nach) aus der ersten Reihe zu. Keine Mütze flog, kein Magen entleerte sich. Und die Jungs haben dann noch gesungen in einer Situation, in der ich wahrscheinlich vor Panik geflennt hätte in diesem Karussel. Ich bekam immer wieder mit wie die Uhrzeit der Abfahrt unter den Truppen ausgehandelt wurde, und die ersten Trecker nahmen Fahrt in die jeweiligen Dörfer auf. Es war so schön zu sehen, wie die Jungs und Mädels auf ihren Anhängern laut mitsingend das Event verlassen haben. So mancher Autofahrer ist da leicht verwirrt (die mit fremden Kennzeichen). Großstädter kennen so was geniales sicherlich nicht.
Auf unsere Dörfer kann man echt stolz sein. Nicht nur, dass die Teilnehmer(innen) einen Umzug zu dem machen, was er letztendlich ist: Unterhaltung für uns alle. Nee, die Wagen werden toll hergerichtet und man versucht sein Heimatdorf bestmöglich zu präsentieren. Dann zu sehen wie viel Spaß alle untereinander haben, wie gelacht und gefeiert wird, erfreut mich immer wieder.
Fenster sind hier jetzt zu, der größte Teil der Wagen steht sicherlich wieder im heimischen Dorf. Schoningen isst noch zusammen eine Pizza konnte ich vorhin lesen, andere sitzen vielleicht noch zusammen irgendwo, oder relaxen bevor es nachher im Verband wieder auf das Zelt geht.
Ich hoffe, der junge Mann mit der Remoulade auf der Wange hat sich das Gesicht jetzt gewaschen 😀

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Allersheim: Das war spitze!

Giebelstadt, brauereifest

(Quelle Bild: Steffi Werner)

Wer am Samstag in Allersheim am Abend Stille suchte, ein lauschiges Plätzchen mit zirpenden Grillen und zwitschernden Vögeln, der suchte wohl vergebens. Denn: Auf dem Gelände der Brauerei flog die Kuh!

Brauereifest war angesagt, und ich machte mich aus Uslar auch auf den Weg.

Obwohl meine geplante Begleitung leider absagen musste, zog ich mein Ding trotzdem durch und steuerte Allersheim an. Nicht ich persönlich mit dem Kfz fahrend (das wäre recht dumm, wenn man das Bier probieren möchte), ich wurde gefahren. Von zwei jungen Männern. Sohnemann und Kumpel. Die, genau wie ich, unterwegs Google Maps anschmeißen mussten. Ach Herrje, man kennt sich hier in der Region echt zu wenig aus.

In Allersheim angekommen, bin ich einfach nur den Menschenmassen nachgelaufen. Und der Musik.

Ich hatte das Gelände noch nicht betreten, da war mir schon klar, dass Sicherheit an diesem Abend ein Thema war. Man hatte vorgesorgt: Man sah drei Fahrzeuge vom Rettungsdienst und auch einen Sicherheitsdienst auf dem Areal. Darauf achte ich immer, weil diese Vorsichtsmaßnahmen auch Aufschluss darauf geben, wie sehr ein Gastgeber um seine Gäste und deren Wohlergehen sowie Sicherheit bemüht ist. Eine Auflage ist es sicherlich auch.

One point to Allersheim

An der Kasse kam ich schnell voran. Stempel auf die Hand, Handtasche auf wegen der Kontrolle (ich hatte meine noch schnell aufgeräumt zu Hause, da sieht es immer drin aus wie bei Luis Trenker im Rucksack) und ab ins wilde Partyleben. Die erste Band stand schon auf der Bühne, das ein oder andere Becken bewegte sich schon im Rhythmus. Da erst wurde mir klar, dass diese Veranstaltung ausschließlich Open Air ist. Nix mit Halle und schlechter Luft: Alles unter freiem Himmel bei bestem Wetter. Yes, mein Abend. Die Bands auf der Bühne ließen zudem das Stimmungsbarometer recht schnell in die Höhe schießen.

Second point to Allersheim

Ich war mit dem Marketing kurz verabredet. Nun kannte ich dort keinen Menschen. Ich habe einfach die Leute zugequatscht, und kam so an mein Ziel. Das erste gezapfte Bier in einer netten Runde, ich konnte meine Fragen loswerden und etwas hinter die Kulissen schauen (sinnbildlich gesprochen), bis es mich ins Getümmel zog. Ich wollte ja sehen, was so abging. Hautnah quasi. Aus der ersten Reihe sozusagen.

Da unterscheiden sich Events dieser Größenordnung nicht unbedingt. Die Menschen, oft in Cliquen zusammen stehend, lachten und redeten und tanzten und tranken. Das ist ja auch Sinn und Zweck der Feierei.

Nun wusste ich im Vorfeld schon, dass der Ausschank von einem professionellen Team getätigt wird. Und konnte so minutenlang das Treiben im Bierwagen beobachten: Obwohl wir alle schon fast in 3er Reihen dort standen, behielten die Damen und Herren die Ruhe. Und nicht nur das. Man sah ein teilweise mitsingendes Team, welches zapfte, Bestellungen aufnahm, Bier raus gab, Marken zählte und Gläser spülte. Keiner wirkte mürrisch, keiner schaute genervt oder gestresst. Ganz im Gegenteil: In all der Hektik war immer Zeit für ein Lächeln oder ein nettes Wort. Das hat mich ganz, ganz schwer beeindruckt. Auch das Bild, als eine Dame aus dem Team in Nullkommanix ein neues Bierfass anschloss: Zack, und das Bier lief wieder. Zur Freude der biertrinkenden Partygemeinde.

Generell war das komplette Gelände der Brauerei mit Bierwagen und einer reichhaltigen Palette an diversen Speiseangeboten ausgestattet. Es gab an den Stehtischen, die zu Genüge vorhanden waren, sogar Sonnenschirme. Was ein Luxus.

Trinkt man Bier, meldet sich irgendwann die Blase. Hat sich diese 1x gemeldet, meldet sie sich immer wieder. Gnadenlos. Das war auch der Grund, warum ich anfangs zurückhaltend war. Es gibt nichts Schlimmeres als zu wenig Toiletten und zu lange Warteschlangen davor. Wir Frauen schlagen ja immer wieder den Highscore: Da wird auch gerne mal der Lidstrich nachgezogen oder der Freundin vom neuen Schwarm erzählt. Oder halt auch die Weltpolitik ausdiskutiert. IN der Kabine, nicht etwa davor. Nee, nee. Dann geht nüschte weiter auf der weiblichen sanitären Anlage. Warten musste ich gestern auch, aber da im Verhältnis zu der Besucheranzahl genug Toiletten da waren, nicht allzu lange.

Third point to Allersheim

Nun stand ich dort ja alleine und hätte mir gerne die Freunde herbei gebeamt, die feiertechnisch so unterwegs sind wie ich. Die auch immer genug Biermarken in der Geldbörse haben, die auch auf der Tanzfläche eskalieren und die auch bei Sonnenaufgang pfeifend nach Hause tänzeln und sagen: „Was ’ne Party“!

Allersheim, ich komme gerne wieder. Dann aber mit meiner Party-Mannschaft im Schlepptau. Und dann bis tief in die Nacht. Hans Rosenthal würde sagen: „Das war spitze!“

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Veranstaltungshinweis: Packebierfest am Pfingstwochenende in Wiensen

Junggesellenverein Wiensen e. V.

Mäkens, packet jöck jaue Bierhärrn – lopet los“

Packebierfest in Wiensen (Uslar), oder wie man es auch umschreiben könnte: Partnersuche auf dem Dorf.

Am Pfingstwochenende ist es wieder soweit. Das 8. Packebierfest in Wiensen geht steil, unter der Federführung vom Junggesellenverein Wiensen e. V.

5 Jahre Abstinenz sind vorbei, das letzte Packebierfest wurde 2012 gefeiert. Erfolgreich wie eh und je. Ein Dorf steht Kopf. Wiensen ist im Ausnahmezustand. Und kann sicherlich wieder Besucherzahlen verzeichnen wie sie im Buche stehen. Das Packebierfest ist ein Highlight, und ein schon lange immer wiederkehrender fester Termin im Veranstaltungskalender des Uslarer Landes und darüber hinaus. Jung und alt pilgern am Pfingstwochenende nach Wiensen. Party ohne Ende ist angesagt.

Zum Kern der Geschichte:

Der Junggesellenverein Wiensen e.V. ist Gastgeber, Organisator, Ideenmacher, Schauspieler, Unterhalter. Junggeselle = Single.

Nicht weniger sind dieses auch die Packebiermädels. Packebiermädel = Single.

Am Sonntag, 04.06. ab 14 Uhr, stehen die Mädels auf dem Niedermeyerschen Hof, die Junggesellen stehen ihnen gegenüber am Thie. Nicht weit voneinander entfernt und gut zu sehen.

Beide Seiten sind natürlich schick angezogen, da wird optisch alles gegeben um das andere Geschlecht so richtig zu beeindrucken. Es geht nämlich um was. Zum einen um eine eventuell frisch aufkeimende Liebe. Zum anderen darum, die vier Festtage gemeinsam zu verbringen. Wenn es denn funzt zwischen Packebiermädel und Junggeselle, also wenn die Dame schnell genug ist um ihren persönlichen Favoriten die nächsten 4 Tage an ihrer Seite zu wissen. Auf die Herren kommt was zu wenn sie „packet“ werden. Der Schaffer (Redner) verkündet vor dem „packen“ die Bierregeln, und diese sind nicht ohne. Die sind knallhart quasi. Du musst feiern können und Bier trinken und ein paar Euronen in der Hosentasche haben, sonst geht das wahrscheinlich in die selbige.

Wenn der Schaffer ruft: „Mäkens, packet jöck jaue Bierhärn“ (auf gut Deutsch: „Auf sie mit Gebrüll) laufen die Mädels im Schweinsgalopp zu ihrem auserwählten Junggeselle, und heften ihm einen Myrthenstrauß auf die linke Brustseite (da wo das Herz schlägt). Wenn sie das geschafft haben, ist der „Bierhär gepackt“.

Und auf den Bierhärn kommt was zu, sollte er sich nicht an die Bierparagraphen halten. Z. B. zahlt derjenige, der versucht beim packen zu flüchten, 50 Liter Bier. Ja, so ein Korb muss bestraft werden.

Wer mit seiner Dame nicht ordentlich tanzt bzw. dafür sorgt, dass sie tanzen kann, zahlt eine Strafe bis 10 Euro. Ja, Bewegungsmangel muss auch bestraft werden.

Derjenige, der beim Abendbrot im Haus seiner „Bierdame“ nicht mindestens 3 große Scheiben Brot vertilgt, schuldet dem Hausherren eine Flasche Schluck und eine Zigarre. Ja, Essen ist an diesen 4 Tagen nicht unwichtig.

Und derjenige, der seine Bierdame nicht vor dem Weckruf mit einem Blumenstrauß abholt, muss beim Frühschoppen mit der Schwiegermutter tanzen. Ja, Romantik ist das „“A“ und „O“.

Verführt ein „Bierhär“ eine ihm nicht zugehörige „Bierdame“, oder verführt eine „Bierdame“ einen ihr nicht zugehörigen „Bierhärn“, wirds hart in Wiensen. DAS geht gar nicht!

Das war jetzt nur ein Auszug aus dem Regeln wohlgemerkt.

Ein toller Brauch, der sich über Jahrzehnte aufrecht erhalten hat, der sich zu einem Publikumsmagneten entwickelte, und der das Uslarer Land feiern lässt bis die Schwarte kracht: Das ist das Packebierfest in Wiensen. Wäre ich noch jung und eine Wienser Maid, ich würde rennen bis die Pumpe aus dem Halse schlägt um einen der schnieken Jungs zu packen, das glaubt mal.

 

Kommen – dabei sein – mitfeiern.

Hier das Programm:

  • Freitag, 02.06. ab 22 Uhr: Zeltdisco mit DJ Daniel Knops
  • Samstag, 03.06. ab 19 Uhr: Kommers mit der Band „Ventura Fox“
  • Sonntag, 04.06. ab 14 Uhr: Packen auf dem Thie mit anschließendem Festumzug und Platzkonzert der Kapellen/Spielmannszüge,
  • ab 20 Uhr Tanzeröffnung durch die gepackten Paare,
  • ab 21 Uhr Party mit der Showband „Line Six“ (die sind göttlich)
  • Montag, 05.06 ab 8 Uhr Weckruf, ab 10 Uhr Zeltgottesdienst, ab 11 Uhr Frühschoppen mit den „Weserbergland Musikanten“.
  • Dienstag, 06.06.: Am besten Urlaub nehmen.
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Veranstaltungen in Uslar und dem Umland: Revival-Party in Gieselwerder

„Zeitreise ins beste Jahrzehnt ever!“: Disco-Revival-Party in Gieselwerder

Disco-Revival-Party bei den Nachbarn in Hessen: Dass ich das noch erleben darf. Die Sprache ist vom Waldhorn in Gieselwerder, wo am Freitag, 21.04. ab 20 Uhr eine Revival-Party mit Schwerpunkt auf die 80er Jahre abgehen soll: Genau mein Ding!

Ich habe in dieser Zeit nie Veranstaltungen dort besucht, obwohl man über die legendäre Abende immer viel sprach. Was für uns Uslarer das „Meeting“ war, war für die Jugend/Menschen in Oberweser das „Waldhorn“. Man musste niemanden aus dieser Ecke Hessens fragen, was sie am Wochenende vorhaben: „Waldhorn“ war die Antwort.

Auf die Frage wie es denn damals dort war, folgten u.a. diese Antworten: „Der nächste Tag war schlimm“, „die Kopfschmerzen immens“, „die Nacht war kurz“ usw. Es muss also ordentlich steil gegangen sein im „Waldhorn“. Man muss dort gefeiert haben, bis die Schwarte kracht! Und das auf rustikaler Ebene, nicht wie heute mit all dem „Club-Gedöns“ und Schickimicki.

Mit dem Team von damals

Am 21.04. wird diese Zeit aufleben. Die Gäste werden auf eine kleine Zeitreise geschickt in das beste Jahrzehnt ever: die 80er Jahre! Mit Musik von Peter Gans, der schon damals den Plattenteller drehte. Und der Besetzung des Teams von damals.

Die 80er Jahre waren ein tolles Jahrzehnt. Musiktechnisch war es die beste Ära überhaupt. Das erste Verlieben, die mitunter intensivsten Lebenserfahrungen, die besten Parties on earth: Das waren die 80er, und das war auch das „Waldhorn“.

Eines habe ich nicht herausfinden können: Welcher Song von ACDC wurde dort um Mitternacht gespielt? Ich werde es herausfinden: Am 21.04. im „Waldhorn“ in Gieselwerder. See you there.

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