„Christiane, los, komm tanzen.“

Wir hatten gestern Sommerfest für die Mitarbeiter unserer Klinik. Und unsere Sommerfeste wie auch die Weihnachtsfeiern sind legendär. Weil man keine Kosten und Mühen scheut, uns einen schönen Abend zu bereiten. Essen und Trinken in Hülle und Fülle, so dass kein Wunsch offen bleibt. Ich finde es nicht selbstverständlich, bzw. ist es auch nicht selbstverständlich.
Wir haben immer gut ausgesuchte Location, tolle Deko, liebevoll gestaltete Speise-/Getränkekarten, ab und an sogar Verlosungen und sogar einen DJ.
Wir hier aus meiner Ecke versuchen immer Fahrgemeinschaften zu bilden. Damit man halt auch mal ein Bier oder Wein trinken kann. Klappte gestern hervorragend. Wir waren zu dritt, mein Schwager fuhr uns hin, einer der Ärzte nahm uns mit zurück.
Ich finde es immer unglaublich spannend zu sehen, wie Kolleginnen/Kollegen aussehen, wenn sie in zivil unterwegs sind. Damit meine ich diejenigen, die Arbeitskleidung tragen und auch die Frauen, die ihre Haare zum Zopf binden oder hochstecken im Dienst. Bei einigen musste ich gestern 2x hinschauen um sie zu erkennen.
Wie gestern auch, kommt man mit Menschen ins Gespräch, die man sonst nur sieht oder kurz grüßt, aber ansonsten nichts miteinander zu tun hat so abteilungstechnisch. An diesen Abenden bietet sich immer die Möglichkeit dazu. Ich saß am Tisch mit den Schwestern der orthopädischen Station, und eine andere Kollegin aus einer anderen Abteilung gesellte sich zu uns. Da habe ich erst bemerkt, wie lustig sie ist. Überhaupt kommt irgendwann der Punkt, da vermischen sich die Abteilungen. Der setzt sich zu ihr oder sie sich zu ihm oder sie sich zu ihr oder er sich zum ihm. Zum Schluss saß ich bei der Altenpflege am Tisch. Da gings steil.
Und ganz wichtig: Feiern können wir! Die Bedienung musste laufen, Feierlaune und Durst waren groß.
Die aus der Pflege, die einen wirklich harten Job machen sind immer die, die richtig Stimmung aufkommen lassen. Es wird getanzt und getanzt und getanzt. Als ich das gestern wieder beobachtete, einige tanzten sogar auf einer Mauer und waren sowas von gutgelaunt, dachte ich mir so:
“Ihr habt es Euch echt verdient.”
Zum Schluss tanzte einer unserer Stationsärzte mit einer Dame der Therapieplanung, ein Altenpfleger mit der Schwester von der neurologischen Station, und dazwischen tanzte die Ergotherapie. Richtig klasse.
Ein junger Kollege aus dem Seniorenbereich, also ein Altenpfleger, nannte mich mal bei einer Weihnachtsfeier “Christiane”.
Immer wenn er mir über den Weg lief sagte er:
“Christiane, Du bist ja auch bei Facebook.”
“Ja, ich bin da auch, aber ich heiße Steffi.”
Wie oft er mich so nannte weiß ich nicht, ich diskutierte auch nicht weiter, sondern war den Abend eben die Christiane. Es gibt schlimmeres. Dafür nenne ich ihm seit diesem Abend “Horst-Herbert”.
Gestern kam er an unseren Tisch und es ging wieder los:
“Christiane, los, komm tanzen.”
“Warte, Horst-Herbert, ich komme gleich nach.”
Christiane wollte aber gestern nicht tanzen, mir machte es viel mehr Spaß die Kolleginnen/Kollegen zu beobachten, die einen Heidenspaß hatten, und sicherlich noch gefeiert haben, als ich schon wieder in meiner Küche saß.
Es sei ihnen gegönnt. ^^
(An dieser Stelle Danke an Kathrin B., unsere Hausdame, die mal wieder ganze Arbeit geleistet hat mit den Vorbereitungen für die legendären Feste unserer Rehaklinik).

#Carolinum #Dr.EbelFachklinik #Rehaklinik #Bad Karlshafen

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